Liebe Leserinnen und Leser,

große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Oktober steht in jedem Jahr ganz im Zeichen der Bücher und auch wir können uns dem Buchmessen-Hype nicht entziehen, auch wenn – ach! – zwei Herzen in unserer Brust schlagen.

Die große Publikumsmesse in Frankfurt am Main öffnet – zumindest für Fachpersonal – bereits am Mittwoch ihre Pforten und lockt mit zahlreichen Veranstaltungen zu Neuerscheinungen der kommenden Monate. Gleichzeitig in etwas kleinerem Rahmen trifft sich was Rang und Namen im Genre Fantasy und Science Fiction hat in Dreieich, wo sich an einem einzigen Tag fast ebenso viele der schreibenden Zunft die Klinke förmlich in die Hand geben. Da fällt die Entscheidung, an welcher Lesung man teilnehmen will, manchmal wirklich schwer aus.

Nichtsdestotrotz haben wir auch im Oktober einige Leseempfehlungen für Sie zusammengestellt. Den Anfang macht dabei Der König in Gelb, der nicht zuletzt durch Nic Pizzolattos TV-Serie True Detective zu neuerlichem Ruhm gelangte. Trotz seines stolzen Alters kann Robert W. Chambers Werk immer noch vorzüglich schlafraubend sein.

Mit Das Lied des Blutes startet Debütant Anthony Ryan auch hier in Deutschland seine Rabenschatten-Reihe. Was anfangs in Großbritannien noch von Verlagen reihenweise abgelehnt und vom Autor letztlich selbst heruasgegeben wurde, stürmte bald die Bestsellerlisten.

Nick Cutter ist zwar nicht mehr wirklich ein Jungautor, mit Das Camp wird aber hierzulande sein erster Roman unter seinem eigenen Namen veröffentlicht. Unser selbsternannte Klassiker-Liebhaber Michael Drewniok findet die Horrorelemente ekelhaft und kommt zu dem Urteil: Schrecklich gut!

Zwei alte Hüte hätten wir da ebenfalls noch für Sie: Der gute alte Jack the Ripper musste für A.P. Glonns Die andere Seite der Realität zum x-ten Male als Basis herhalten. Dass das Thema beileibe noch nicht ausgelutscht ist, beweist sie mit ihrer gekonnten Mischung aus Krimi und Magie.

Wer ein Liebhaber von wahren Schmuckstücken im Bücherregal ist, der sollte sich beeilen. Denn der Thienemann Verlag hat die Schmuckausgabe, die der Erst-Ausgabe bis auf ein erweitertes Nachwort in nichts nachsteht, von Michael Endes Klassiker Die unendliche Geschichte limitiert. Rezensent Michael Kusnierz ist hingerissen und findet, dass dieses Buch immer wieder aufs Neue gelesen werden kann.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Lesen,

Ihre
Silke Wronkowski