Die Geschwindigkeit des Dunkels von Elizabeth Moon

Buchvorstellung

Die Geschwindigkeit des Dunkels von Elizabeth Moon

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „The Speed of Dark“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 458 Seiten.ISBN 3423245980.Übersetzung ins Deutsche von Theda Krohm-Linke.

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In Kürze:

Joe Lee ist erst vierundzwanzig. Er wäre einer von uns, wenn er nicht die Behandlung gekriegt hätte, die für uns zu spät entwickelt wurde. „Habt ihr schon gehört?“, sagt er. „Jetzt arbeiten sie an einer Autismus-Behandlung. Bei Ratten funktioniert es anscheinend, jetzt probieren sie’s bei Primaten. Ich wette es wird nicht mehr lange dauern, dann seid ihr genauso normal wie ich.“

Dieser Roman ist die ungewöhnliche Reise in die Seele eines Autisten. Wir sehen die Welt durch seine Augen und begreifen, dass unsere Weltsicht auch nur eine Möglichkeit unter anderen ist. Der Held des Buches kann seinen Autismus „heilen“ lassen und seine Persönlichkeit damit völlig verändern. Aber soll er das wirklich tun?

Ihre Meinung zu »Elizabeth Moon: Die Geschwindigkeit des Dunkels«

Anna Elisabeth Weber zu »Elizabeth Moon: Die Geschwindigkeit des Dunkels«01.01.2015
Lou Arrendale ist Autist aber keinesfalls lebensuntüchtig. Seine Eltern haben ihm die bestmöglichen Therapien in jungen Jahren zukommen lassen, die ihm ein eigenständiges Leben ermöglichen. Trotzdem unterscheidet Lou immer zwischen seinesgleichen und "normalen" Menschen. Der Wunsch "normal" zu werden wird immer stärker und schließlich willigt Lou ein, eine Hirnoperation zur Behebung seines Defekts durchführen zu lassen, auch wenn der Behandlungserfolg keineswegs sicher ist.

Das Buch eröffnete mir eine neue Sichtweise in Bezug auf autistische Menschen. Viele vermeintliche Schwächen von Lou wie Ordnungsliebe, Angst vor neuen Herausforderungen, geordnete Zeitabläufe sind durchaus auch bei "normalen" Menschen zu finden. Oft habe ich mich gefragt, welche Verhaltensweisen eigentlich normal sind und warum man Menschen wie Lou wenig Chancen zur Entfaltung bietet. Durch das ständige Hinterfragen seiner Situation, seiner Verhaltensweisen, seiner abweichenden Wahrnehmungs- und Kommunikationsformen und dem Streben nach den Erfahrungen und Gefühlen der "Normalen" ermöglicht es Lou dem Leser, sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen.

Ein Buch, dass mich fasziniert hat.
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