Artemis Fowl. Die verlorene Kolonie von Eoin Colfer

Buchvorstellungund Rezension

Artemis Fowl. Die verlorene Kolonie von Eoin Colfer

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „The Lost Colony“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 352 Seiten.ISBN 3551358168.Übersetzung ins Deutsche von Claudia Feldmann.

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In Kürze:

Menschen, Elfen und Trolle werden von Dämonen bedroht. Eine schwierige Aufgabe für den genialsten Gauner aller Zeiten: Artemis Fowl. Kehren die Dämonen auf die Erde zurück? Jahrtausendelang lebten sie auf der Insel Hybris in einer Zwischenwelt, doch nun werden mehr und mehr dieser mondsüchtigen Wesen auf der Erde gesichtet. Eine Bedrohung für die Menschen und für die unterirdischen Feen und Trolle? Artemis Fowl ist zutiefst beunruhigt. Nur wenn es ihm gelingt einen der Dämonen zu fangen, wird er Gewissheit über ihre Pläne bekommen. Doch gerade, als er auf Sizilien zuschnappen will, kommt ihm Minerva Paradizo, ein zwölfjähriges Mädchen, zuvor. Wie konnte das dem genialen Gauner Artemis Fowl passieren? Eine rasante Verfolgungsjagd beginnt, bei der sich Minerva als guter Kumpel entpuppt. Gemeinsam gelingt es ihnen, die zornigen Wesen zu bannen, doch Artemis gerät dabei selbst in die Zwischenwelt. Wird er bald auf die Erde zurückkehren? Sein Bodygard Butler ist fest davon überzeugt und auch Minerva wartet.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der geniale Verbrecher trifft auf die Frau seiner Träume“60

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Artemis Fowl, mittlerweile 13 Jahre alt, ist ein Unikat. Nicht nur, dass er schon als Kind einen Intelligenzquotienten sein Eigenen nennt, der gestandene Nobelpreisträger vor Neid erblassen lässt, dass er seinen Vater aus den Händen der russischen Mafia gerettet hat, oder dass er einige der spektakulärsten Diebstähle des Jahrhunderts organisiert und erfolgreich durchgeführt hat, er ist auch der einzige Mensch, der von der Existenz der Unterirdischen weiss.

Der Einzige? Als er das Auftauchen eines Dämons in Barcelona berechnet, hat er Gesellschaft, die ebenso interessiert die Materialisation beobachtet. Ein Mädchen, noch dazu ein hübsches, intelligentes Mädchen mit einem IQ, der an den von Artemis heranreicht, sitzt im Straßencafe – und das, wo Artemis voll in der Pubertät ist! Man kann sich vorstellen, was dies für Folgen zeitigt. Als Artemis dann noch feststellt muss, dass es Minerva – so heisst das Wunderkind – gelingt, einen Dämon gefangen zu nehmen, und sie diesen der Öffentlichkeit präsentieren will, ist klar, dass er, unterstützt von Holly, Mulch und Konsorten, eingreifen muss. Dass sich die Sache dann aber so turbulent entwickelt, dass es die Insel der Dämonen, die vor Jahrtausenden aus der Zeit gerissen wurde, und ihre Bewohner zu retten gilt, das war so nicht vorgesehen. Aber Artemis wäre nicht er selbst, wenn er nicht auch Magie, Zeitreise und Gefühlschaos etwas abgewinnen könnte …

Der grösste Potter-Konkurrent auf Abwegen – Mission Impossible lässt grüssen

Artemis Fowl, mit diesem Namen verbindet der Leser nicht nur den grössten Konkurrenten Harry Potters, sondern intelligenten, witzigen Lesespass. Die Auseinandersetzung des Verbrecher-Genies mit den Ordnungstruppen der Unterirdischen beanspruchte die Lachmuskulatur der Leser in gar ungehöriger Weise. Dabei war es nicht nur die Idee, einen der vermeintlich Bösen als Protagonist zu wählen, die den Büchern ihren Reiz verschaffte, auch die durchdachte Welt der Elfen, Zwerge und Gnomen, die eine überzeichnete Kopie unserer modernen, überbürokratischen Gesellschaft ist, wusste den Leser zu faszinieren. In Kombination mit den markanten, eckigen Figuren und einer spritzigen Handlung lasen sich die Bücher wie von selbst. Insoweit ging ich mit einigen Erwartungen an den fünften Teil der Saga – und wurde Enttäuscht.

Enttäuscht auf hohem Niveau

Eoin Colfer hat anlässlich seiner Lesung im Februar dieses Jahres in Stuttgart erzählt, dass er ursprünglich vor hatte, einen reinen Science Fiction Roman zu schreiben. So entstanden zunächst die Kapitel, die im Universum der Dämonen spielten. Dann beschloss er nachträglich die Handlung um Dämon Nummer 1 mit Artemis zu verbinden. Eine Verbindung, die weder Fisch noch Fleisch ist. Ungewohnt bleibt, dass diesmal das unterirdische Reich der Elfen als Handlungsort weitestgehend aussen vor bleibt und dass Foley und Co lediglich eine Statistenrolle einnehmen. Satt dessen offeriert Colfer uns ein Kräftemessen der besonderen Art.

Zwei Jugendliche, von sich selbst mehr als überzeugte Masterminds, treffen aufeinander und die Handlung nimmt eine Eigendynamik an, die an Filmerfolge wie »James Bond« oder »Mission Impossible« erinnert. Da werden streng gesicherte Anwesen gestürmt, gigantische Hochhäuser dienen als Übergabeorte von Erpresserbanden, halsbrecherisch abenteuerliche Fluchten und Verfolgungsjagden schliessen sich an, man kommt als Leser kaum dazu Luft zu holen.

Es fehlt der Zauber der Fairies

So actionreich die Handlung auch ist, so kurzweilig sich die Ereignisse darbieten, sie lassen den besonderen Zauber der »Fairies« vermissen. Während in den ersten vier Bänden die überzüchtete Technik der Unterirdischen als notweniges Requisit zur Handlung diente, nimmt dieses einen immer wichtigeren und damit breiteren Platz ein. Dies reduziert die Charakterisierung einzelnen Personen – ich denke hier insbesondere an den Söldner Kong – auf eine letztlich stereotype Darstellung. Selbst die an sich interessante Idee eines von der Erde geflüchteten Volkes der Dämonen, das in Raum und Zeit verschollen dem Ende entgegensieht, bleibt hinter den gebotenen Möglichkeiten zurück. Der Handlungsort wird auf einen Vulkan reduziert, die Dämonen selbst als tumbe Schlagtots portraitiert. Wo bleibt der Esprit, den die Bücher Colfers bislang so überreichlich auswiesen, wo die faszinierenden Antagonisten unserer Helden, wo der minutiös durchdachte, mit einem unerwarteten Finale aufwartende Plot?

Das Gebotene las sich zwar kurzweilig, aber die Begeisterungsstürme der ersten Bände werden diesmal wohl ausbleiben.

Ihre Meinung zu »Eoin Colfer: Artemis Fowl. Die verlorene Kolonie«

nico zu »Eoin Colfer: Artemis Fowl. Die verlorene Kolonie«26.10.2007
Dieses buch ist ein klassicker unter den kinder büchern .Es ist lustig und interessant ich selbst habe schon viele bücher gelesen aber dieses buch ist einer meiner lieblings bücher .Selbst harry potter macht diesem buch den handel schwer .letztens kahm ja der 5 band raus es hat mir sehr gefallen .
ich habe zwar den 4 erst nach dem 5 gelesen fand dieses buch aber imer noch spannend .
Dieses buch wird inn der zukunrt noch zeilen bringen da bin ich mir sicher.
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