Von Göttern entführt von Erich Dolezal

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Von Göttern entführt von Erich Dolezal

Originalausgabe erschienen 1972, 169 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Dennis zu »Erich Dolezal: Von Göttern entführt«29.02.2012
Inhalt: In einer Höhle werden gefunden: ein Astronautenhelm, eine 3-D-Filmspule und drei mit Strahlenwaffen erschossene Neandertaler! Die Funde sind 50.000 Jahre alt. Auf dem 3-D-Film ist zu sehen, wie Außerirdische eine Gruppe Neandertaler in ihr Raumschiff verschleppen und abfliegen. - Man berechnet die Flugbahn, sie führt zu Barnard's Stern, 6 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das erste lichtschnelle Raumschiff, die "Cygnus", fliegt los, auf den Spuren der entführten Neandertaler. Die Expedition ist erfolgreich; die Neandertaler leben auf dem Planeten Banu. Aber es ist keine technische Welt, wie die Erde, sondern ein naturnahes Paradies. Die Neandertaler leben wie in der Steinzeit, nur mit allen Tieren in Frieden. Sie bitten die Menschen, wieder zur Erde zu fliegen und nie mehr wiederzukommen, da sie fürchten, ihr Paradies würde durch den Kontakt mit der technischen Zivilisation zerstört. Die "Cygnus" fliegt zurück zur Erde und begegnet unterwegs einem riesigen, radioaktiv verstrahlten Raumschiff (eine Kugel von 80 Kilometern Durchmesser). Um das Riesenschiff herum wimmelt es von Toten. Man vermutet, daß die "Astriten", so nennt man die Außerirdischen (nach Lateinisch "Astra" = "Stern") einer Supernova, also einem explodierenden Stern, zu nahe kamen und dabei verstrahlt wurden. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich dabei um jene Aliens, die damals die Neandertaler entführten. Die "Cygnus" erreicht wieder die Erde, 20 Jahre später, denn die Zeitdilatation (Verlangsamung) nach Einstein hat zugeschlagen. Es gibt jedoch noch einen romantischen Twist, den ich hier nicht verrate.
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Wertung: Ein spannender Zukunftsroman, der auch wissenschaftliche Erklärungen liefert. Das ganze ist recht einfach geschrieben, es soll offenbar ein Jugendroman sein. Verwunderlich ist das Erscheinungsdatum 1972; das Buch wirkt eher wie aus den 1950er Jahren. "Fräulein Dubois" (immerhin wissenschaftliche Assistentin), "Sie betätigen sich derweil als Hausfrau, wir Männer haben Hunger", solche Sätze stoßen 2012 als misogyn auf, wirkten aber wohl auch 1972 schon reichlich anachronistisch. Aber davon abgesehen: Lese-Empfehlung von mir und, sagen wir mal, 3 von 5 Sternen.
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