Die unsichtbare Bibliothek von Genevieve Cogman

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „The Invisible Library“,deutsche Ausgabe erstmals 2015, 432 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Arno Hoven.

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In Kürze:

Die unsichtbare Bibliothek – ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben. Irene Winters ist eine von ihnen. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm’schen Märchen aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird nur allzu schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Und die anderen Interessenten gehen über Leichen, um zu bekommen, was sie wollen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein Buch für Bibliophile und Abenteuerfans“85

Mystery-Rezension von Carsten Kuhr

Lieben Sie Bücher? Sind Sie auch ganz vernarrt in die bedruckten Seiten, das Wissen, die Imagination, die in Büchern enthalten und auf immer gesichert sind? Nun, dann wird ihnen das Konzept der Institution einleuchten, für die ich arbeite. Gestatten, dass ich mich vorstelle Irene Winters, eigentlich heiße ich ja Ray, aber Namen geben einem Gegner, noch dazu, wenn er in Elfenmagie bewandert ist, Macht.

Ich bin Bibliothekarin der unsichtbaren Bibliothek. Wir, die Hüter der Bücher haben es uns zur Aufgabe gemacht, ein jedes Buch aus den unzähligen Parallelwelten zu sammeln und in unseren Regalen jenseits von Raum und Zeit zu sichern. Mein neuer Auftrag führt mich in ein viktorianisches London, in dem Lichtenstein und die dort wohnenden Elfen für Chaos sorgen. Nicht nur ihre Magie, die Intrigen die sie spinnen, auch die von ihnen geschaffenen Luftschiffe sorgen dafür, dass sie eine bedeutende Rolle in dieser Welt spielen.

Neben dem Chaos, das für die Magie zuständig ist und dafür sorgt, dass neben den Elfen hier auch Vampire und Werwölfe existieren, ist auch die Ordnung in dieser Welt zu Hause. Dies bedeutet, dass auch Technik ihren Platz in dieser Welt hat, so dass ich es eigentlich einfach haben sollte, meinen Außeneinsatz erfolgreich abzuschließen – schließlich kenne ich mich mit Technik aus. Mein Auftrag ist denkbar simpel. Ich soll nur eine weitere Version der Grimm´schen Märchen für die Bibliothek besorgen. Dafür hat man mir dann noch einen jungen Mann als Auszubildenden aufs Auge gedrückt, so dass wir zu zweit nach dem kürzlich versteigerten Buch suchen.
Dass dessen neuer Besitzer den Kopf buchstäblich verloren hat, was auch für Vampire das endgültige Ende bedeutet, ist bei weitem noch nicht das Schlimmste – das literarische Kleinod ist spurlos verschwunden!

Offensichtlich sind noch andere hinter der Sammlung von Märchen her, und die gehen nicht gerade zimperlich zu Werk. Seit wir hier eingetroffen sind, wurden mein Eleve und Ich schon überfallen, von Cyborg-Alligatoren im Haus eines Elfen angegriffen, von Alberich beinahe in der Themse ertränkt, von Werwölfen und gigantischen Robotern gejagt und ich verlor durch eine magische Falle den Großteil meiner Haut an der rechten Hand. Dass der einzige Verräter in der langen Reihe der unsterblichen Bibliothekaren auch hinter dem Buch her ist, erweist sich als tragisch – geht Alberich doch buchstäblich gerne und ausgiebig über Leichen. Da ist es gut, dass ich einen ortsansässigen Detektiv, sowie einen Drachen auf meiner Seite habe …

Toller Schmöker mit vielschichtigen Figuren

Immer wieder einmal stößt man im Fantasy-Allerlei, das uns die Verlage allmonatlich offerieren, auf ein besonderes Buch. Ein Titel, der die ausgetretenen Wege verlässt, der mit interessanten Figuren punktet und eine vielschichtige Handlung für den Rezipienten bereit hält.

Vorliegender Roman – der Auftakt einer Trilogie – ist ein solches Buch. Es gibt darin Vampire, Elfen und Werwölfe, die Umgebung erinnert ein wenig an einen Steampunk-Plot und doch ist alles ein klein wenig anders, interessanter angelegt.

Über den Verlauf der Handlung hinweg erfahren wir ein wenig mehr über die Bibliothek und deren Hüter, über Intrigen und Verräter – und wir haben eine Erzählerin, die es in sich hat. Eine mutige, selbstbewusste Frau ist sie ja unsere vermeintliche Mrs. Winters, emanzipiert und doch kein Mannweib, sondern eine Frau, die mich von der Anlage her ein klein wenig an die legendäre Adele aus den französischen Comics erinnert. Energiegeladen, intelligent, witzig ist sie, dabei aber auch verletzlich und unsicher – ein Mensch eben, wie sie uns realitätsnah und liebevoll beschrieben wird.

Im Verlauf der Handlung stellt sie uns ihre Welt vor, erleben wir dramatische Abenteuer und Verwicklungen und werden so bestens, im wahrsten Sinne des Wortes phantastisch unterhalten. Mehr davon bitte!

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