Lilith von George MacDonald

Buchvorstellung

Lilith von George MacDonald

Originalausgabe erschienen 1895unter dem Titel „Lilith“,deutsche Ausgabe erstmals 1983, 335 Seiten.ISBN 3-608-87515-8.Übersetzung ins Deutsche von Uwe Herms.

»Lilith« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Bei der Verfolgung eines Phantoms in der Bibliothek seiner Ahnen gelangt ein junger Mann in unbekannte Räume des Hauses, das er unlängst geerbt hat, durchquert auf dem Dachboden einen Spiegel und findet sich in einer wilden, endlosen Heidelandschaft wieder. Damit beginnt eine Serie von Expeditionen in ein Reich mysteriöser Abenteuer voller Schrecknisse und Beglückungen.

Ihre Meinung zu »George MacDonald: Lilith«

Gert Hess zu »George MacDonald: Lilith«09.05.2016
"Lilith" von George MacDonald ist eine Reise voller Wunder und Weisheiten. Ganz im Gegensatz zu der voran gehenden Kritik, finde ich dieses Buch traumhaft, surreal, abenteuerlich und voll von behaglichem Grusel. Ich bin weit entfernt von Sonntagsschulen und Hobbytheologen, aber ich habe dieses Werk nicht mehr aus der Hand gelegt, so spannend fand ich es. Allerdings muss ich dem Vorredner in einigen Punkten recht geben. Für fantasielose, Ballerspiele spielende PC - und fernsehsüchtige Erwachsene und Kinder, ist es nicht hohl genug.

George MacDonald
candyman zu »George MacDonald: Lilith«02.01.2010
Lilith, eine abwechslungsreiche und (für 1895!) sehr eigensinnige Fantasy-Geschichte in der Form einer Quest. Den Ich-Erzähler verschläg es in eine Welt, wo die Toten leben und die Lebenden irgendwie tot sind, eine Welt hinter unserer Realität, in der unser \"Traum-Dasein\" bloss eingebettet liegt. Er begegnet in jener Welt dem Totengräber aller Welten, dantesken Monstren und paradiesischen Kindmenschen, denen er sich verbunden fühlt. Weiter hat sich der Autor reichlich im Alten Testament bedient und eine Art entstehungsgeschichte/Mythos des Menschen eingebaut. Lilith, die erste (ins Abseits geratene) Ehefrau Adams spielt hier die Rolle der vom Teufel versuchten Übermenschin (und bösen Zauberin).
Das alles wäre ja ok, wenn nur nicht der Ton auf manchen Seiten derart schwülstig wäre, dass es einem die Zehennägel hochrollt. Weiter verschont uns der Autor nicht mit seiner gross angerührten Theologie/Heilslehre, die einfach zu viel ist für den aufgeklärten Menschen.
Fazit: Hätte man die religiös-schwülstigen Passagen gestrichen, blieben immer noch 200 Seiten gute Fantasy. Aber so ist es eher was für Sonntagsschul-Lehrerinnen und angehende Pfarrer...
Ihr Kommentar zu Lilith

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.