Farm der Tiere von George Orwell

Buchvorstellung

Farm der Tiere von George Orwell

Originalausgabe erschienen 1945unter dem Titel „Animal Farm“,deutsche Ausgabe erstmals 1946, 144 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von N. O. Scarpi.

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In Kürze:

Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, daß alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, daß die Grunstruktur der Gesellschaft aber immer die gleiche bleibe. Dieser Pessimismus zeigt, daß die Farm der Tiere mehr ist als nur eine Satire auf die kommunistische Revolution in Sowjetrußland. Die Satire zielt nicht nur auf den einmaligen historischen Tatbestand, sondern auf jede Revolution überhaupt, deren Ursachen und Antriebe, deren Versagen und endliche Verkehrung ins Gegenteil Orwell an einem animalischen Staatswesen demonstriert.

Ihre Meinung zu »George Orwell: Farm der Tiere«

Susannah zu »George Orwell: Farm der Tiere«13.01.2013
Irgendwo in England … auf der „Herrenfarm“ leiden die Tiere unter dem Farmer Jones, der sich lieber dem Alkohol ergibt, als sich um seine Tiere zu kümmern. In der alten Scheune versammeln sich die Tiere, um den Worten des alten Ebers Old Major zu lausche: er träumt von einer besseren Zukunft, einer Zeit, in der die Tiere die Kette der Knechtschaft abwerfen und frei leben können. Eine Zeit, in der alle Tiere gleich sind.
Irgendwann bringt Farmer Jones das Fass zum Überlaufen – die Tiere erheben sich. Unter Anführung der Schweine, bei denen sich vor allem Schneeball und Napoleon hervortun, wird der verhasste Herr verjagt. Aus der Herrenfarm wird die „Farm der Tiere“. Voller Hoffnung blicken die Tiere in eine bessere Zukunft – doch am bekannten Ende sind die Schweine nicht mehr von den Menschen zu unterscheiden, und „Alle Tiere sind gleich“ erhält den Zusatz „aber manche Tiere sind gleicher als andere“.

Orwells große Fabel rund um die russische Revolution ist keine 150 Seiten lang, aber immer wieder eine tolle Geschichte. Mit historischem Hintergrund wird die Geschichte noch besser: Old Major als Lenin, Schneeball als Trotzki, Napoleon als Stalin. Der verhasste Bauer Jones als russischer Zar, der allein für das Elend verantwortlich ist. Wie in der Geschichte scheitert die Revolution. Sie scheitert an den Menschen, die sie führen – nach Meinung Orwells, weil der Mensch nicht fähig ist zur selbstlosen, aufopferungsvollen Variante des Kommunismus. Und so lässt das Buch den Leser traurig und desillusioniert zurück, trauernd um den verschacherten Boxer, den „Helden der Arbeiterklasse“. Und wer den wundervollen Zeichentrickfilm gesehen hat (der allerdings beim besten Willen nichts für kleine Kinder ist), dem wird „Tiere von England“ am Ende des Buches wie ein Spottlied in den Ohren klingen. „Die Zeit der Knechtschaft ist vorbei ...“
Beverly zu »George Orwell: Farm der Tiere«15.03.2012
Die bittere Erkenntnis aus "Farm der Tiere" lautet: Intellektuelle sind Schweine! Folgerichtig werden sie in der Tierfabel auch als solche dargestellt.
Sie spielen sich als Kämpfer gegen das Unrecht und Propheten neuer, besserer Zeitalter auf. Wenn sie ihre arglosen Mitmenschen bzw. bei Orwell Mittiere dazu gebracht haben, ihnen zu vertrauen, beuten sie sie so aus wie es zuvor diejenigen getan haben, die sie gestürzt haben. Wer unter den Intellektuellen wirklich an eine Vision glaubte oder wenigstens ein Gewissen hatte, wird vertrieben, zum Schweigen gebracht oder liquidiert.

In Orwells Tierfabel, die ich auf Englisch gelesen habe, steht Old Major für den Visionär und Snowball und Napoleon sind diejenigen, die sich um die Macht zanken. Dabei obsiegt Napoleon, der Typus des intriganten Demagogen, mit Hilfe der durch seine Hunde dargestellten Schergen und der durch blökende Schafe dargestellten dummen und leichtgläubigen Massen. Das Pferd, das sich fast zu Tode arbeitet und von den Schweinen an den Schlachter verkauft wird, steht für die Idealisten, die trotz aller offenkundigen Mängel unverdrossen oder auch nur verzweifelt an die neue Ordnung glauben.

Ungeachtet aller Bezüge auf den Stalinismus erweist sich "Farm der Tiere" als zeitlos gültige Abrechnung mit der "politischen Klasse", in der Intellektuelle mit den unterschiedlichsten Ideologien und Diskursen (Kapitalismus, Kommunismus, Islamismus, Liberalismus, Zionismus, Nationalismus, religiöser Fundamentalismus, Ökologismus ...) als Mob aus Netzwerken und Banden organisiert sind. Folgerichtig endet das Buch damit, dass die Schweine, die den Kampf der Tiere gegen die sie ausbeutenden Menschen angeführt hatten, nicht mehr von den Menschen zu unterscheiden sind. Egal, wie sie angefangen haben, sie enden alle gleich und als Teil einer Klasse mit gemeinsamen Interessen.
netzhog zu »George Orwell: Farm der Tiere«05.08.2009
dieses buch wird bestimmt bewusst schüler zum futtern gegeben.
auch ich musste dieses verkappte politischen lehrer reinziehen. - na gott sei dank! es hat mich so imponiert, das ich es sogar noch einmal las (es kommt äußerst selten vor, dass ich ein buch zweimal lese!) - dies geschiet sogar nach meine schülzeit.
es erzählt von soviel wahrheiten über uns menschen - bleibt aber dabei immer leicht verdaulich.
soviel wahrheiten zwischen zwei bänden zu verfassen & dabei nicht aufgeknüfft zu werden, halte ich für einen großartige leistung von orwell ;))
Marie zu »George Orwell: Farm der Tiere«06.07.2009
Zuerst dachte ich, das Buch ist bestimmt langweilig und schwer zu verstehen. > Stimmt aber ganz und gar nicht!
Ich muss im Deutschunterricht ein Referat darüber halten! Macht schon ganz schön viel Arbeit, da jede Figur, jedes Tier einen ganz bestimmen Charakter hat, der mit einer wichtigen, bekannten Person verglichen werden kann (zB Lenin, Stalin, Hitler..)..
Marie zu »George Orwell: Farm der Tiere«07.03.2009
Ich finde es wirklich gescheit, Menschen durch Tiere zu symbolisiern. Jedes Tier hat so etwas repräsentatives an sich, EIgenschaften, die manchmal perfekt zu Menschen passen. Besonders die Verkörperung der Mächtigen durch Schweine passt meiner Meinung nach sehr gut :)
Wenn man dieses Buch gelesen hat, interessiert man sich automatisch mehr für Politik, besonders der Zeit der Oktoberrevolution in der Sowjetunion. Es ist auch eher kurz gehalten, der Text ist verdichtet, und jeder fast jeder Satz und jedes Symbol muss man hinterfragen, da jedes n auf einer tieferen Bedeutung beruht.
Sanny zu »George Orwell: Farm der Tiere«20.01.2008
Ich habe Farm der Tiere auf englisch gelesen, da bei diesem Buch die Sprache eine wichtige Rolle spielt. Das Buch ist packend geschrieben und kurz gehalten und somit nich so ausufernd, was der Verständlichkeit zugute kommt. Insgesamt ein interessantes Buch für alle die in Geschichte ein klein wenig Ahnung haben oder sich mit der Situation in der SU auseinandergesetzt haben. Ich empfehle auch die englische Version, allerdings sollte das Schulenglisch dafür nicht allzu lang zurückliegen ;)
Ibo zu »George Orwell: Farm der Tiere«19.12.2007
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen , da es interessant geschrieben ist. Zum Anfang dachte ich mir , dass es langweilig ist . Aber nach und nach hat es meine Interesse geweckt und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Viel Spaß beim Lesen
Stefanie zu »George Orwell: Farm der Tiere«02.10.2007
Ich finde das Buch im Großen und Ganzen toll. Zun Anfang dachte ich mir, dass es langweilig ist wie die meisten anderen Bücher, die man in der Schule lesen muss aber nach und nach hat es mein Interesse geweckt und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
burcu zu »George Orwell: Farm der Tiere«13.02.2007
ich habe das Buch auch in der Schule geslese,naja eigentlich nur weil wir es lesen mussten..am anfang fand ich das ganze so ziehmlich langweilig und habe nichts verstanden....aber als ich mich zusammenriss und vornahm das ganze durch zu lesen...fand ich es sehr sehr spannend und wollte gar nicht mehr aufhören.So beschloss ich am Ende sogar ein Refarat in der schule darüber zu halten die mir mit einer 1 benotet wurde.Aber nicht alles waren am amfang wirklich begeistert von dem Buch weil sie es entweder nicht ganz durch gelesen hatten oder es nicht verstanden hatten.Aber als sie mein Refarat hörten wurde einigen erst dann klar was für ein tolles Buch es ist...und beschlossen es sich durchzu lesen:-)
anna zu »George Orwell: Farm der Tiere«08.01.2007
das buch ist der hammer und wer davon nicht begeistert ist, der hat es einfach nicht verstanden. meiner meinung nach muß dieses buch jeder gelesen haben, das gehört einfach zur allgemeinbildung. george orwell hat hier ein meisterwerk geschaffen, das nicht nur die entwicklungen ab 1917 in der SU zeigt, sondern allgemeingültig ist. er zeigt an einem einfachen beispiel,was passiert, wenn menschen macht erlangen. das geht meistens schief. denn so sind wir menschen nunmal.

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