Der Winter naht von George R. R. Martin

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 1996unter dem Titel „A Game of Thrones (A Song of Ice and Fire 1)“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 832 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Erfolgsserie in neuem, edlen Gewand“85

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Wer kennt sie nicht, die wohl erfolgreichste aktuelle TV-Serie? Game of Thrones – das Lied von Feuer und Eis hieß die Serie im Print lange bevor die Saga auf dem Fernsehschirm ihren Siegeszug antrat. Damals entschied sich der Blanvalet Verlag die Reihe im Paperback in sein Programm zu nehmen, nicht ahnend, dass das die merkantil wohl beste Entscheidung war, die in der Fantasy-Redaktion je getroffen wurde.

Dank der TV-Vermarktung erreichte Martin selbst Kultstatus – zu seiner letztjährigen Lesung in Hamburg kamen weit mehr Zuhörer, als der Saal fasste – seine Bücher Millionenauflagen. Neben der Paperback-Edition im Rahmen der Blanvalet Fantasy erschienen die Bücher auch als limitierte Liebhaberausgaben im FanPro Verlag.

Nachdem die Übersetzungen der Originalromane für ihre Deutsche Ausgabe jeweils des Umfangs wegen auf zwei Bücher aufgesplittet wurden, und die Fortsetzung nach wie vor auf sich warten lässt, entschloss man sich beim Verlag zu einem wagemutigen Schritt. Mit GRRM, einem Sublabel des Blanvalet Verlages, schuf man eine eigene Verlagsnische in der nicht nur andere, lang vergriffene Titel Martins erscheinen, sondern auch Begleitbände zum Zyklus publiziert werden. Und man entschloss sich, dem Beispiel FanPros folgend, die Romane auch in der Übersetzung im Originalumfang, also in einem Band vorzulegen.

Den Auftakt macht der erste Band, in dem der Leser in die bekannte Handlung eingeführt, und die Konfliktparteien vorgestellt werden. Schon äußerlich kommt das Buch dem Fan als wahrer Prachtband entgegen. Das Umschlagmotiv ziert eine Zeichnung des Schattenwolfs aus dem Wappen des Hauses Stark, dazu eine rundum gediegene Ausstattung, das macht schon optisch etwas her.

Der Inhalt dürfte dem Interessierten leidlich bekannt sein.

Westeros, das Königreich der sieben Königslande sieht sich drohender Gefahren gegenüber. Lord Eddard Stark zusammen mit der schwarzen Wache der das Reich im Norden gegen die Wilderlande sichert bekommt die Nachricht vom vermeintlich gewaltsamen Ableben der rechten Hand von König Baratheon. Als Stark angetragen wird, das Amt zu übernehmen und in die im Süden gelegene Hauptstadt zu reisen ahnt er, dass er eine Schlangengrube betritt. Jeder gegen Jeden, einer wie der Andere nur seinen eigenen Vorteil im Sinn, und das zu einer Zeit, da sich neben dem Norden auch aus dem Osten eine Bedrohung aufmacht, das Reich anzugreifen.

Intrigen, Verrat, Erpressung und Mord – all dies wartet auf den Leser als er den faszinierend vielschichtigen Gestalten ins Abenteuer folgt. Dabei beweist Martin, dass er mit wenigen Sätzen glaubhafte Charaktere zu kreieren vermag, die aus ihrer jeweiligen Historie heraus nachvollziehbar agieren und deren Motivation ebenso glaubhaft wie stimmig in den Text eingebaut wird. Hier greift alles logisch ineinander, zeitigen Handlungen ihre oftmals unerwünschte Folgen und bleiben einmal – ganz Fantasy-untypisch – nicht ohne Konsequenzen.

Genau dies ist es, was die Besonderheit des Zyklusses ausmacht – hier merkt man dem Text seine innere Wahrhaftigkeit an, die nun auch äußerlich in einen neuen, passenden Rahmen gegossen wurde.

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