Leseprobe

Die Herren von Winterfell von George R. R. Martin

Buchvorstellung

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel A Game of Thrones, deutsche Ausgabe erstmals 1997 , 543 Seiten. ISBN 3-442-26774-9. Übersetzung ins Deutsche von Jörn Ingwersen.

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In Kürze:


Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, daß der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler.

Ihre Meinung zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell«

H.A.S.E. zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 22.03.2012
Nach einigem Zögern habe ich mich nun doch an Martins großen Zyklus gewagt - und bin begeistert.
Ich muß hier nicht die mannigfaltigen Vorzüge und die schriftstellerische Überlegenheit gegenüber anderen Zyklen hervorheben, darüber wurde viel gesagt.
Mein Zögern über mehrere Jahre ist der ersten deutschen Ausgabe, ich glaube, bei Goldmann, geschuldet:
Abgesehen von den unglaublich häßlichen Covern (was Blanvalet bei vielen anderen Autoren wie zB Patricia A. McKillip munter fortsetzt) finde ich das Aufsplitten von Romanen in 2 oder mehr Teile (man erinnere ohne die mindere schriftstellerische Qualität des Zyklus zu werten nur die erste deutsche Shannara-Ausgabe, bei der aus einer Trilogie in der Originalsprache mal eben 9 (!) schmale Bändchen wurden) dem deutschen Leser gegenüber als Beutelschneiderei und schlichte Unverschämtheit!
Zwar ist der große Fehler der wirklich üblen Covergestaltung (für Blanvalet ausnahmsweise) in der aktuell vorliegenden Ausgabe nicht gemacht worden, was sich erfreulicherweise bei Penhaligon (hier erscheint Band 5 in ebenfalls 2 Teilen) fortführt, jedoch ist der geldgierige Aspekt diesmal noch umso klarer:
Die deutsche Übersetzung des Originalbandes "A Game of Thrones" hätte sicher in einem Buch von nur wenig mehr Umfang komplett Platz gefunden, wenn man nur eine kleinere Schriftgröße gewählt hätte die Bände der Goldmann-Ausgabe waren deutlich weniger umfangreich!
Die meisten Menschen lesen übrigens, das sei den Verlagen zum Abschluss ans Herz gelegt, GERN dicke Wälzer!
rolandreis zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 29.02.2012
Dieses Buch ist Deutschland nur der erste Teil der englischen Originalausgabe des "Eisenthrons". Im Original ist es über 1000 Seiten groß, in Deutschland in zwei Bände gesplittet (wahrscheinlich kann der Blanvalet-Verlag dann mehr verdienen ;-) ).
Nichtsdestotrotz zog mich diese Geschichte sofort in ihren Bann. Die Kapitel sind immer mit einer Person überschrieben und dann übernimmt auch diese jeweils den Handlungsstrang. Das ganze ist aber überhaupt nicht verwirrend, sondern sehr logisch aufeinander aufgebaut und man kann der Handlung sehr gut folgen. Während des Lesens bin ich wirklich auch gedanklich in diese vom Bild mittelalterliche Welt abgetaucht und sah die jeweiligen Figuren vor meinem geistigen Auge. Mir hat der Einstieg in "Das Lied von Feuer und Eis" hervorragend gefallen und ich habe mir auch gleich den zweiten Band "Das Erbe von Winterfell" auf meinen Geburtstagswunschzettel gesetzt. Ich hoffe das meine Familie den auch in zwei Wochen erfüllt, denn ich will jetzt unbedingt schnell wissen wie es weitergeht. :-)
Jon Tassee zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 12.01.2012
Ich kann die ASOIAF_reihe nur empfehlen. Der Anfang ist etwas schwer, wegen der vielen Namen, aber nach den ersten zwei deutschen Bänden, weiß man wer zu welchem Haus gehört und wer was mit wem zu tun hat. Auch ich hatte anfangs Probleme, doch nach dem ersten Band war ich einfach nur begeistert. Eigentlich denkt man, dass der Autor bei vielen Handlungssträngen nur das gröbste erwähnt, aber nicht so Martin. Er hat in allen Büchern mindestens 20 Charas aus deren Sicht er erzählt. Und alle diese Stränge werden ganz genau verfolgt und man kann jede Handlung nachvollziehen. Besonders spannend ist es, wenn sich zwei Handlungsstränge treffe und man sich eigentlich denken kann, was die Personen machen und am Ende handeln sie ganz unerwartet und die Gründe dafür erfährt man erst zwanzig Kapitel(ca.180) Seiten später. Außerdem habe ich noch nie ein Buch gelesen in dem man sich mit den Handlungsträgern so gut identifizieren kann. Manche Protagonisten waren mir schon nach dem ersten Kapitel syphatisch(Bran, Arya, Jon und Tyrion) Manche Szenen haben mich zu tränen gerührt(Ich sage nur: Jaime und Bran) Dann denkt sich der Leser: Wie kann Martin nur so grausam sein! Aber nach jeder Katastrophe versucht der Protagonist der Sache noch das beste abzugewinnen, was den Leser glücklich macht. Ich war so glücklich, als Bran aufgewacht ist, nach seinem Unfall. Außerdem findet bei ziemlich allen Charakteren eine Entwicklung statt: Tyrion wird vom vorlauten Deppen zu einem gerissenen Komplottschmied. In den Büchern gibt es auch keine schwarzweiß-Malerei wie in vielen anderen Büchern. Jede Seite hat Argumente, warum sie so handelt wie sie handelt. Auch bei den Personen, die man mit "Freuden verabscheut" muss man sich eingestehen, dass man versteht, warum derjenige so handelt. Es gibt so oft überraschende Wendungen an fast jedem Kapitelende, dass man gar nicht abwarten kann, bis derjenige wieder auftaucht. Es gibt fast groteske aber interessante Entwicklungen: Von der Hand zum Gefangenen in den finstersten Zellen, wegen einem Missverständnis. Insgesamt kann man sagen, dass dieses Buch absolut lesenswert ist. Der Anfang ist vielleicht schleppend mit den vielen Namen, aber wenn man sich erst mal eingelesen hat, dann kann man kaum aufhören.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Christian Emmler zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 17.11.2011
Inhaltlich muss ich meinem Vorredner recht geben, aber mit der Neuauflage hat der Verlag eines getan was ich nicht gutheißen kann: er hat die Eigen und Städtenamen übersetzt, so wurde aus Jon Snow, mitthin einer der wichtigsten Charaktere Jon Schnee, und das ist noch wenigstens einigermaßen lesbar.
Solche handlungen erwarte ich von Übersetzungesmaschinen und nicht von wohl Lektorierten Büchern.
Zudem werden viele Leser der "alten" Übersetzung ziemlich vor den Kopf gestoßen sein wenn sie die neuen Teile (9+10) erwerben und alles aufeinmal anders heißt.
Das neue Outfit ist ja schicker als das alte, der Inhalt aber verschlimmbessert.
Randyll zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 16.09.2010
Mein Vorredner spricht Seltsames. Das auf im Original 7 (im Deutschen 14) Bände ausgelegte Epos "Die Herren von Winterfell" offenbart die Geschichte tatsächlich nicht im ersten Teil. Vielmehr lenkt der Autor geschickt vom Kern der Handlung, der nur ganz am Anfang angedeutet wird, ab und verzettelt die Teile des Reiches in "triviale" Kriege um die Thronfolge. Je mehr Bücher man liest, desto besser erkennt man den roten Faden, um den sich die genial konstruierte, verschlungene Handlung bewegt. Nach einem Buch kann man sich schlecht ein Urteil erlauben (wo kommen da Charektere vor, die danach nie wieder auftauchen?)

Die Neufassung mit neuem Cover halte ich für einen intelligenten Schachzug des Verlages. Die alte Fassung wirkte auf viele potentielle Käufer abschreckend, da sie (ich zitiere) "barbarisch", "conan-mässig", "trashig" rüberkäme.
Für Ende dieses Jahres ist der Start der englischen TV-Serie geplant und laut Martin selbst ist auch mit Veröffentlichung von Buch 5 "A Dance with Dragons" (deutsche Teile 9 und 10) zu rechnen - passend also, dass der Verlag die Bücher in neuem Layout auf den Markt bringt.
Nadif zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 05.08.2010
Nachdem ich großartige Fantasyromane wie Der Herr der Ringe und Die Wächter-Reihe von Sergej Lukianenko und auch Harry Potter gelesen hatte, war ich lange Zeit auf der Suche nach einem Buch das mich wieder so fesseln konnte wie die oben genannten Bücher. Man hat es immer schwer mit Fantasyromanen, denn es gibt ZU viele und der Großteil dieser Bücher sind wirklich überflüssig. Die meisten versuchen Tolkien nachzumachen und versagen dabei kläglich. Ich habe Bücher von Markus Heitz, Christopher Paolini, Michael Peinkofer...etc. gelesen und alle waren schlecht. Dann bin ich auf G.R.R. Martin gestoßen. Die Herren von Winterfell ist ein seltsames Buch, das muss man sagen. Das Buch ist schön geschrieben und ist voller neuer Ideen
aber es hat irgendwie keinen KERN, keine Haupthandlung wie z.B bei Der Herr der Ringe.
Der Herr der Ringe ist auch eine lange Gechichte mit hunderten von Charakteren vielen HIntergrundinformationen und Nebenhandlungen. Doch der KERN ( wie ich es nenne) ist nur eines:
Der Ring muss vernichtet werden!
Bei Harry Potter etc. ist es ähnlich aber bei Die Herren von Winterfell ist es anders.Es dreht sich alles nur um den Thron. Ich kann nicht voraussagen wie die Geschichte enden wird da ich nur einen von 24(!) Romanen gelesen habe
aber der Auftakt einer großen Geschichte sollte wenigstens den Kern der Geschichte beinhalten.
Das seltsame an Die Herren von Winterfell liegt aber nicht gänzlich daran. Obwohl man nicht weiß
wo die Geschichte hinführen soll und obwohl die vielen Charaktere stören da in jedem Kapitel mindestens 4 neue dazukommen und später wahrscheinlich nie wieder auftauchen( also überflüssig sind) ist man gedrängt weiterzulesen.
Ich musste das Buch durchlesen aber ich wusste nicht wieso. Als ich das Buch beendete bemerkte ich den Grund: Es ist ein gutes Buch, genau wie die oben genannten!
tedesca zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 13.04.2010
Diese Reihe habe ich auf Empfehlung einer Freundin begonnen, die ein großer Fan von High-Fantasy-Geschichten ist. Ich muss sagen, ich werde mich wohl auch weiterhin nicht zu dieser Gruppe zählen.

Der erste Teil von mittlerweile 17 (zumindest als ungekürzte Fassung bei audible.de) beginnt recht langatmig und nimmt im Grunde nie wirklich Tempo auf. Die Figuren sind nicht schlecht charakterisiert, aber sie bleiben doch relativ platt und uninteressant, auch wenn jede von ihnen immer wieder ein eigenes Kapitel erhält. Die vielen Namen der Personen und Länder fand ich auch verwirrend, vor allem, weil man ja beim Hörbuch nur schwer zurückblättern und noch einmal nachschauen kann.

Ich denke, da es noch so viele Teile gibt, werden einige Mankos was die Beschreibungen angeht wohl noch behoben werden, aber im Grunde hat mich dieser erste Teil in keiner Weise dazu inspiriert, mir auch noch die nächsten 16 anzuhören. Es fehlt dieser Kick, wie z.B. bei "Herr der Ringe", das man nie quasi mitten in der Geschichte weglegen könnte. Aber hier trennt sich halt einmal mehr der Weizen vom Spreu.

Ein echtes Plus ist Reinhard Kuhnert, der wirklich hervorragend liest. Müsste ich nur das Hörbuch an sich bewerten, erhielte es von mir 90°, so kriegt es nur 60
Nicki zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 27.03.2008
Ein wirklich gelungener Auftakt einer großen Fantasyreihe, das kann ich jetzt schon sagen, obwohl ich erst auf Seite 203 bin. Ab besten gefallen mir bislang die Kapitel über Jon Snow und Eddard Stark. Einfach ein toller Schreibstil. G. R. R. Martin ist einer der besten Fantasyautoren die ich bis jetzt kenne. Und so wenige Fantasyelemente sind da gar nicht. Bis Lang wurden schon Dracheneier und Knochen, Schattenwölfe und Schattenkatzen(?), Grumkins und Snarks und Riesen und Ghule erwähnt. Und die sachen mit dem Sex oder mit der brutalität passen ja auch in die Lage des Buches. Ein tolles Buch und ich bin gespannt wie es jetzt weitergeht, ich setze mich wieder an mein Buch.
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Dirk zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 23.07.2007
Die Romanreihe an deren erster Stell "Die Herren von Winterfell" stehen kann man am besten als zartbitter bis herb beschreiben.
Durch die relativ originelle Umgebung verhilft Martin dieser Geschichte zu einem Interesse die sie eigentlich nicht verdient hat. Die grundlegende Faszination dieses und der folgenden Bücher der Reihe liegt in der eines Autounfalls. Interessante Charaktere werden dem Leser zwar detailliert näher gebracht, um dann aber im nächsten Moment das Zeitliche zu segnen. Während dies im Einzelfall durchaus der Story zuträglich ist erhebt Martin diese Technik zum heiligen Gral, wodurch der Verlauf der Geschichte in diesem und auch in den späteren Büchern extrem offensichtlich wird. Die einzigen Überraschungen finden sich am Ende des Buches(bzw. des zweiten Buches), wodurch der Autor anscheinend seine kommerziellen Interessen wahren will.

Eine Empfehlung für Nihilisten, Pessimisten und Menschen mit depressiven Fantasien. Zwar bildet die detaillierte Umgebung einen sehr guten Rahmen für die eigentliche Geschichte um Mord und Intrigen, jedoch verblasst die Story durch die mangelnde Identifikation mit den Akteuren. Nach dem zehnten Tod eines Hauptakteurs fragt man sich doch zwangsläufig, ob es sich noch lohnt die Geschichte weiter zu verfolgen.
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Stefan83 zu »George R. R. Martin: Die Herren von Winterfell« 19.01.2007
Der Auftakt zu George R. R. Martins weltweit erfolgreichen Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ und einer Reihe, die sich in ihrer Qualität sicherlich mit Werken wie Tolkiens „Der Herr der Ringe“ messen lassen darf. Aufgrund ihrer Länge sind die Romane in Deutschland in jeweils zwei Bände aufgeteilt worden. Die „Die Herren von Winterfell“ und „Das Erbe von Winterfell“ bilden zusammen den ersten Teil des amerikanischen Originals. Dies sollte bei der Bewertung der einzelnen Romane auch immer berücksichtigt werden. Warum die Bücher weltweit so erfolgreich sind, liegt gleich an vielerlei Gründen. In erster Linie ist da die Art und Weise zu nennen, in der Autor Martin seine Geschichten erzählt. Für eine Story dieses Genres findet der Leser erstaunlich wenige Fantasy-Elemente vor. Stattdessen fühlt man sich an historische Romane alla „Die Säulen der Erde“ erinnert. Wie bei Follett und Gablé besticht auch Martins Werk besonders durch seinen Detail- und Ideenreichtum. Die Verwandtschaften der Familien, der Aufbau der Welt und der geschichtliche Hintergrund werden genauestens beschrieben und sorgen schon ab der ersten Seite dafür, dass die Story authentisch und glaubhaft wirkt. Die großartigen Figuren, mit denen man über das ganze Bucht mitfiebert, tun schließlich ihr übriges. Sie sind es, die diesen Plot erst richtig lebendig machen, denn abgesehen von einigen wenigen Schlachtszenen, dominieren hier eindeutig Dialoge und politische Intrigen. Diese sind allerdings derart klasse inszeniert, dass nur an wenigen Stellen Langeweile aufkommt. Insgesamt ist „Die Herren von Winterfell“ ein sehr guter Fantasy-Roman, der durch sein offenes, spannendes Ende zum Kauf des nächsten Bandes zwingt und dem allein aufgrund einiger langatmiger Passagen eine noch höhere Wertung versagt bleibt. Perfektes Einsteigerwerk in das Fantasy-Genre!

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