Der Horror-Spiegel von Graham Masterton

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Der Horror-Spiegel von Graham Masterton

Originalausgabe erschienen 1988unter dem Titel „Mirror“,deutsche Ausgabe erstmals 1992, 409 Seiten.ISBN 3-404-13362-5.

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In Kürze:

Drehbuchautor Martin Williams will einen großen Film über einen Hollywood-Star der 30er Jahre machen. Doch als er einen Spiegel aus dem Nachlaß seines Idols erwirbt, geschehen plötzlich seltsame Veränderungen…

Ihre Meinung zu »Graham Masterton: Der Horror-Spiegel«

Ingolf Woyke zu »Graham Masterton: Der Horror-Spiegel«27.10.2015
Das Ganze ist leidlich spannend, wenngleich einwenig zu sehr Mainstream. Einige zelebrierte Tode sind echt terribel; für Fans des Subgenres "Satans Wiederkehr" und religiös angehauchten Horrors, Bezug auf die Offenbarungen des Johannes nehmend, sogar ein Muss. Der Autor verstand es einmal mehr, geschichtlich Recherchierbares als Horror zu etablieren in unserer modernistischen Welt. - Ekyowski
Eberhard Eidecker zu »Graham Masterton: Der Horror-Spiegel«27.11.2013
Spieglein, Spieglein an der Wand.....
Nein, die Geschichte handelt nicht von Schneewittchen.
Drehbuchautor Martin will Produzenten Film über Boofuls, einen Kinderstar der 30er Jahre, schmackhaft machen. Kassengift, meint der Produzent ablehnend. Denn Boofuls fand ein gar schreckliches Ende. Er wurde nämlich von seiner Großmutter in Stücke ( 211, um genau zu sein) gehackt. Die Großmutter erhängte sich nach getaner Arbeit am Kronleuchter. Ganz wurde der Fall nie aufgeklärt.

Martin erhält von einem Freund den Tipp, daß Inventar aus Boofuls Villa zum Verkauf angeboten wird. Boofuls-Fan Martin kann nicht widerstehen und kauft einen Spiegel aus dem Angebot. Stolz hängt er ihn in seiner Mietwohnung auf. Das hat Folgen. Der 6-jährige Enkelsohn von Martins Vermietern will einen fremden Jungen im Spiegel gesehen haben. War der Kleine vielleicht betrunken? Natürlich nicht. Eine Katze wird in den Spiegel gesogen und kommt - leicht modifiziert - wieder heraus. Sie verletzt Martin derart, daß er ein Krankenhaus aufsuchen muß. Es ist das Krankenhaus, in dem einst Boofuls Überreste und die Großmutter entsorgt wurden. Martin erfährt einiges Neues über den damaligen Fall und erhält von einer Krankenhaus-Nonne einen Schlüssel, den diese von Boofuls Großmutter erhalten hatte.

Nach Verlassen des Krankenhauses holt
Martin erstmal einen Priester, damit dieser den Spiegel aus kirchlicher Sicht begutachten kann. Der Priester besprengt den Spiegel mit Weihwasser. Die prompte Gegenleistung des Spiegels bekommt der Priester in Form einer Ladung Sperma ins Gesicht. Der Priester ist nicht gerade amüsiert.

Martin versucht nun, dem Geheimnis des Schlüssels auf die Spur zu kommen. Einen Okkultisten kostet der Schlüssel gar das Leben. Doch Martin wird schließlich fündig. Im Keller eines heruntergekommenen, ehemaligen Nobelhotels, lagern Schließfächer. Martin findet in dem von ihm geöffneten Schließfach eine große schwarze Kralle und einen weiteren Schlüssel. Den Fund bespricht er mit einem weiteren Priester. Dieser hat die Befürchtung, die Kralle könne Luzifer gehören. Denn dieser sei bei seinem Sturz aus dem Himmel beim Aufprall auf die Erde in viele Einzelteile zerlegt worden. Seine Jünger suchen diese Einzelteile, sammeln sie und wollen dann Luzifer wieder zusammenpuzzeln. Wenn das geschieht und eine gewisse Anzahl Menschenopfer (einige Hunderttausende) gebracht worden ist, wird Luzifer, na was wohl, natürlich die Weltherrschaft antreten. Martin steht dieser Geschichte etwas skeptisch gegenüber. Er überläßt dem Priester den 2. Schlüssel und zieht heimwärts.

Der Enkelsohn von Martins Vermietern ist inzwischen den Verlockungen des Spiegels gefolgt und hineingestiegen. An seiner Stelle tritt Boofuls aus dem Spiegel und wird Martins neuer Untermieter. Martin ist fasziniert, denn der kleine Schlingel gibt sich recht umgänglich. Es werden natürlich Filmpläne geschmiedet. Boofuls ist einem Film mit ihm in der Hauptrolle nicht abgeneigt.

Inzwischen juckt es dem Priester in den Fingern, den 2. Schlüssel zu benutzen, um ein weiteres Schließfach zu öffnen. Gedacht, getan. Im Schließfach findet er das Gemächt Luzifers und das ist noch sehr, sehr aktiv. Der Priester erfährt es am eigenen Leibe. Exitus.

Boofuls hat sich eine Produzentin gesucht, die den Film mit ihm realisieren soll. Seine Gesangs- und Tanzkünste sind geradezu überwältigend. Wahrscheinlich Pflichtfächer in der höllischen Schule. Martin wird erstmal ausgebootet. Auch seine Vermieter nerven. Wollen sie doch Auskunft über den verschollenen Enkelsohn.

Der Film mit Boofuls wird unter strengster Geheimhaltung gedreht. Kein Filmschnippsel gelangt an die Öffentlichkeit. Nach Fertigstellung des Films gibt es auch keine Pressevorstellungen. Er soll in allen Großstädten der Welt gleichzeitig uraufgeführt werden. Martin und ein Freund erhalten am Premierentag freien Eintritt ins Kino. Der Film beginnt. Nach kurzem Zuschauen erkennt Martin das Perfide der Filmhandlung. Er flieht mit seinem Freund aus dem Kinosaal. Glück gehabt. Denn der Film hat es in sich. Nein, es ist kein Horrorfilm, eher das Gegenteil. Kein Zuschauer überlebt. Auch die anderen Kinos melden tödlichen Totalschaden.
Martin rechnet kurz nach und kommt zu dem Ergebnis, daß damit die die Menschenopfer-Quote erfüllt ist und Luzifer seine Weltherrschaft antreten wird. Ein Blick zum Himmel. Es beginnt bereits teuflisch zu donnern und zu blltzen. Das stimmt bedenklich. Martin überlegt und fasst den Entschluß. in den Spiegel zu steigen. Nein, nicht um Schutz vor dem Unwetter zu suchen.

Das dann folgende Finale ist, gelinde gesagt, etwas albern.

Einfach zurücklehnen, abschalten und den Roman in vollen Zügen genießen. Lesespaß ist garantiert.
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