Gregory Benford

Gregory Albert Benford wurde am 30. Januar 1941 in Mobile im US-Staat Alabama geboren. Der Sohn eines Offiziers studierte Physik an der University of California. In diesem Fach wurde er später auch als Wissenschaftler tätig und lehrt heute als Dozent an der Universität von Kalifornien in Irvine.

Zur Science Fiction kam Benford früh. Schon 1955 gab er ein Fanzine namens „Void” heraus. Zehn Jahre später debütierte er als Autor mit der Kurzgeschichte “Stand In„. Ab 1969 schrieb er eine Kolumne in “Amazing Stories„. Ein erster Roman erschien 1970 (“Deeper than Darkness”, überarbeitet und erweitert 1978 als „The Stars in Shroud“). 1974 wurden Gregory Benford und sein Co-Autor Gordon Eklund für die Erzählung „If the Stars Are Gods” mit dem “Nebula Award” ausgezeichnet. 1972 entstand der erste Band der schließlich sechs Teile umfassenden, 1995 abgeschlossenen „Galactic Center“/„Contact”-Serie: Die gesamte Milchstraße dient als Kulisse für einen Krieg, der seit Äonen zwischen intelligenten Robotern und intelligenten Lebensformen tobt.

1980 wurde zum “Benford-Jahr„, das ihm den großen Durchbruch als SF-Autor brachte. Dem großartigen Alien-Thriller “Find the Changeling” (mit Gordon Eklund”) und dem Weltuntergangsdrama „Shiva Descending” (mit William Rotsler) folgte das Meisterwerk “Timescape”. Es wurde nicht nur zum Bestseller, sondern gewann sowohl den „Nebula Award” als auch den “John W. Campbell Memorial Award” (sowie den „Ditmar Award” und zahlreiche weitere Auszeichnungen).

Benford setzte die Reihe seiner grundsoliden SF-Abenteuer in den 1980er und 90er Jahren fort. Dabei ist er vor Fehlschlägen keineswegs gefeit, wie das im Wettlauf mit der Wiederkehr des Halleyschen Kometen verfasste, aber völlig aus dem Ruder gelaufene Garn “In the Heart of the Comet” (1985 mit David Brin) und seine Mitautorenschaft (oder Mittäterschaft) an der öden „II. Foundation”-Trilogie (“Foundation’s Fear”, 1997) belegen. Auch als Herausgeber wurde Benford tätig und gab mehrere Sammelbände mit Storys heraus, die alternative Weltgeschichten beschrieben.

Auch im 21. Jahrhundert bleibt Benford einer der wichtigsten Autoren „harter”, d. h. (mehr oder weniger) auf wissenschaftlichen Fakten basierender SF. Er ist (z. B. in “The Martian Race”) wie in "Timescape” Mahner vor und Kritiker einer allzu offensiven Ökonomisierung oder gar Verteufelung der Wissenschaft geblieben. Sie ist für ihn unabdingbare Voraussetzung für den Fortschritt, für die es trotz keineswegs geleugneten Gefahren keine echte Alternativen gibt, und darf daher nicht durch Bürokraten, Krämerseelen und Sparschweine, aber auch nicht durch Eskapadisten oder New-Age-Waberer gegängelt und abgewürgt werden.

Phantastisches von Gregory Benford:

  • Storysammlungen
    • (1986) In Alien Flesh
    • (1990) Matter’s End
    • (1999) Worlds Vast and Various
    • (2002) Immersion, and Other Short Novels
  • Sachbücher
    • (1998) Habitats in Space
    • (1999) Deep Time: How Humanity Communicates Across Millennia
    • (2000) Skylife: Space Habitats in Story and Science (mit George Zebrowski)
    • (2001) Beyond Human: The New World of Cyborgs and Androids
  • Als Herausgeber
    • (1986) Hitler Victorious: Eleven Stories of the German Victory in World War II (mit Martin H. Greenberg)
    • (1988) Nuclear War (mit Martin H. Greenberg)
    • (1989) Alternate Empires: What Might Have Been? Vol. I (mit Martin H. Greenberg)
    • (1989) Alternate Heroes: What Might Have Been? Vol. II
    • (1991) Alternate Wars: What Might Have Been? Vol. III
    • (1992) Alternate Americas: What Might Have Been? Vol. IV (mit Martin H. Greenberg)
    • (1995) Far Futures
    • (1997) The New Hugo Winners, Vol. IV (mit Martin H. Greenberg)
    • (2004) Microcosms