H. G. Wells

Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 in Bromley (heute ein Stadtteil von London) geboren. Er wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. Der Vater war Gärtner, die Mutter Zimmermädchen. Er begann eine Tuchhändlerlehre, mußte sie aber beenden, da er zu verträumt war. Er bildete sich autodidaktisch weiter und erhielt 1884 ein Stipendium für die Normal School of Science, wo er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen abschloß. Er arbeitete danach als Buchhalter, Dozent und Journalist. Durch eine Lungenblutung gesundheitlich beeinträchtigt begann er mit dem Schreiben von Geschichten. Wells heiratete 1891 eine Cousine, die Ehe wurde jedoch bald darauf wieder aufgelöst. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, mit der er zwei Söhne hatte. Außerdem hatte er noch einen Sohn mit der Schriftstellerin Rebecca West.

1895 wurde er freier Schriftsteller. Bereits sein erster Roman „Die Zeitmaschine“ – heute ein Meilenstein der Science Fiction – wurde ein großer Erfolg. Er kombinierte dabei naturwissenschaftliches Wissen, Elemente des Abenteuerromans, politische Reflexionen und Motive einer technifizierten phantastischen Literatur. Danach schrieb er mehrere wissenschaftlich fundierte Zukunftsromane und wurde zu einem der Begründer der modernen Science Fiction.

Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand wieder verbessert, so daß er häufiger Reisen unternahm. 1900 baute er sich in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte.

Wells wandte sich nun vom Marxismus dem Sozialismus zu. Er gehörte von 1903 bis 1908 der Fabian Society an, bekämpfte die Mißstände des Wirtschaftsliberalismus und trat für soziale Gesellschaftsreformen ein. 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten.  1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927.

Nach einigen phantastischen Romanen schrieb er nach 1910 Problemromane, später humoristische Romane über das englische Kleinbürgertum. Während des Ersten Weltkriegs war er Propagandaleiter gegen Deutschland in Lord Northcliffes Komitee für Propaganda gegen den Feind. Nach dem Krieg besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil.

Auf seiner letzten USA-Reise 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom „Krieg der Welten“ zu einem Hörspiel adaptiert und damit eine Panik in New York ausgelöst hatte.

Wells’ Gesamtwerk umfaßt etwa hundert Bände.

Herbert George Wells starb am 13. August 1946 in London.

Phantastisches von H. G. Wells:

  • andere Bücher:
    • (1896) The Wheels of Chance
    • (1899) Love and Mr Lewisham
    • (1901) Anticipations
    • (1905) Wie wird man Millionär?
      Kipps. The Story of a Simple Soul
    • (1907) This Misery of Boots
    • (1909) Ann Veronica
    • (1909) Tono-Bungay
      Tono-Bungay
    • (1910) Mr. Polly steigt aus
      The History of Mr Polly
    • (1911) Der neue Macchiavelli
      The New Machiavelli
    • (1912) Die Geschichte einer Ehe
      Marriage
    • (1913) The Passionate Friends
    • (1914) The Wife of Sir Isaac Harman
    • (1915) The Research Magnificent
    • (1915) Bealby. Ein heiterer Roman
      Bealby: A Holiday
    • (1915) Boon, The Mind Of The Race, The Wild Asses of the Devil, and The Last Trump (als Reginald Bliss)
    • (1916) Mr. Britlings Weg zur Erkenntnis
      Mr Britling Sees It Through
    • (1917) The Soul of a Bishop
    • (1919) Joan And Peter. The Story of an Education
    • (1919) Unsterbliches Feuer
      The Undying Fire
    • (1922) Geheimkammern des Herzens
      The Secret Places of the Heart
    • (1922) Hoffnung auf Frieden
      Washington and the Hope of Peace
    • (1925) Christina Albertas Vater
      Christina Alberta’s Father
    • (1926) The World of William Clissold
    • (1927) Einstweilen – Meanwhile or The Picture of a Lady
    • (1928) Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole
      Mr Blettsworthy on Rampole Island
    • (1929) The King Who Was a King
    • (1929) The Treasure in the Forest
    • (1932) The Bulpington of Blup
    • (1937) Apropos of Dolores
    • (1937) Brynhild
    • (1938) The Brothers
    • (1939) Der heilige Terror – The Holy Terror
    • (1940) Babes in the Darkling Wood
    • (1941) You Can’t Be Too Careful
    • (1982) Die Perle der Liebe (Erzählungen)