Hans Joachim Alpers

Der Autor und Herausgeber Hans Joachim Alpers wurde am 14. Juli 1943 in Wesermünde (jetzt Bremerhaven) geboren. Er absolvierte eine Ausbildung als Schiffsschlosser im Reparaturbetrieb des Norddeutschen Lloyd. Danach studierte er an der Ingenieurakademie in Bremen. Er arbeitete längere Zeit als Maschinenbauingenieur in einem Konstruktionsbüro und setzte 1973 sein Studium an der Universität Hamburg in den Fächern Maschinenbau, Politik und Erziehungswissenschaft fort.

Alpers gehörte zu den wichtigsten Autoren und Herausgebern der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy. In den 60er Jahren – noch während des Studiums – begann er damit, die kritische Fachzeitschrift „Science Fiction Times“ herauszugeben. Ab 1969 war er als Lektor und Herausgeber von Science-Fiction-Anthologien in verschiedenen Verlagen (darunter 1978-1980 bei Droemer Knaur und 1980-1986 bei Moewig) tätig. Daneben war er Redakteur bei „Comet“ (1977/1978 zusammen mit Ronald M. Hahn und Werner Fuchs), Redakteur für Buchbesprechungen des Spielemagazins „Wunderwelten“, Redakteur und Mitherausgeber des SF-Magazins „Parsek“ (1990, zusammen mit Gerd Maximovic), Herausgeber und Übersetzer (aus dem Englischen) verschiedener Anthologien und Literaturagent. Er war Mitbegründer des Rollenspiels „Das Schwarze Auge“.

Er schrieb er zahlreiche Romane, Erzählungen, Hörspiele, Sachbücher und Kurzgeschichten. Dabei benutzte er die Pseudonyme Jürgen Andreas, Daniel Herbst (zusammen mit Ronald M. Hahn), Achim Karona (zusammen mit Helmut Krohne), Mischa Morrison, P. T. Vieton und Jörn de Vries (zusammen mit Peter Crohn) sowie die Verlagspseudonyme Thorn Forrester und Gregory Kern.

Für seine schriftstellerische und verlegerische Arbeit erhielt er mehrmals den Kurd-Laßwitz-Preis, unter anderem für das Lexikon der Science Fiction Literatur, für Reclams Science Fiction Führer und für seine Romane zum „Shadowrun“-Universum. 2005 wurde er zusammen mit Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg Martin Munsonius und Hermann Urbanek für die Herausgabe des Lexikon der Fantasy-Literatur mit dem Deutschen Fantasy Preis geehrt. Zur Perry-Rhodan-Reihe steuerte er den Roman „Nekrogenesis“ bei.

Hans Joachim Alpers lebte jahrelang in Hamburg, bevor er mit seiner Lebensgefährtin auf einen 1818 erbauten Bauernhof nach Nordfriesland zog. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 16. Februar 2011 in Niebüll.

Phantastisches von Hans Joachim Alpers:

  • Jugendromane
    • Weltraumvagabunden (mit Ronald M. Hahn)
      • (1985) Raumschiff außer Kontrolle (Sammelband)
        • (1977) Das Raumschiff der Kinder
        • (1977) Planet der Raufbolde
        • (1977) Wrack aus der Unendlichkeit
      • (1986) Weltraumvagabunden (Sammelband)
        • (1977) Bei den Nomaden des Weltraums
        • (1978) Die rätselhafte Schwimminsel
        • (1979) Ring der dreißig Welten
    • Ökobande
      • (1992) Die Schokoladenverschwörung
      • (1992) Aktion 'Dicker Hund’
      • (1992) Tatort Nordsee
    • (1993) Der Berg rutscht
    • (1995) SOS für einen Wal
  • Kinderbücher (als Daniel Herbst mit Ronald M. Hahn)
    • (1978) Kit Klein auf der Flucht
    • (1978) Die Schundklaubande
    • (1979) Die Burg im Hochmoor
    • (1979) Falsche Fuffziger
    • (1980) Geld im Hut
    • (1980) Das Geheimnis der alten Villa
    • (1981) Der Schatz im Mäuseturm
    • (1981) Weiße Lady gesichtet
    • (1982) Die Spur führt zur Grenze
    • (1983) Das seltsame Testament
    • (1984) Die Burg der Phantome
    • (1985) Geheimnisse im Leuchtturm
    • (1986) Das Haus auf der Geisterklippe
    • (1987) Die Burg auf Dragon Island
  • Sachbücher
    • (1978) Dokumentation der Science Fiction ab 1926 in Wort und Bild (mit Werner Fuchs und Ronald M. Hahn)
    • (1980) Lexikon der Science Fiction-Literatur 1 (mit Werner Fuchs, Ronald M. Hahn und Wolfgang Jeschke)
    • (1980) Lexikon der Science Fiction-Literatur 2 (mit Werner Fuchs, Ronald M. Hahn und Wolfgang Jeschke)
    • (1982) Reclams Science Fiction Führer (mit Werner Fuchs und Ronald M. Hahn)
    • (1983) H. P. Lovecraft – der Poet des Grauens
    • (1983) Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner (mit Harald Pusch)
    • (1999) Lexikon der Horrorliteratur (Werner Fuchs und Ronald M. Hahn)
    • (2005) Lexikon der Fantasy-Literatur (mit Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg Martin Munsonius und Hermann Urbanek)