Der Ring von Henri Loevenbruck

Buchvorstellungund Rezension

Der Ring von Henri Loevenbruck

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Moira Trilogie 1: La Louve et l\\\'enfant“,deutsche Ausgabe erstmals 2006, 432 Seiten.ISBN 3-442-24383-1.Übersetzung ins Deutsche von Michael von Killisch-Horn.

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In Kürze:

Ein Ring, den die 13-jährige Alea einem Toten vom Finger zieht, verleiht ihr ungeahnte magische Kräfte – und erregt die Aufmerksamkeit der Herrscher und Despoten von Gaelia. Doch das Mädchen misstraut der Zuwendung der mächtigen Männer und ergreift die Flucht. Und während sich ein Krieg zwischen den verschiedenen Völkern der Inseln von Gaelia zusammenbraut, erfährt Alea bei den Druiden von der schicksalhaften Bedeutung ihres Rings. Sie erkennt aber auch, dass selbst die weisen Männer ihr gefährlich werden können, denn auch sie sind von einem Verlangen nach Macht und Einfluss besessen …

Das meint phantastik-couch.de: „;Fantastisch- spannende Geschichte eines begnadeten Erzählers“;88

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

Der in Deutschland bisher unbekannte Franzose Henri Loevenbruck konnte in seiner Heimat bereits zwei Fantasy-Reihen erfolgreich präsentieren. Obwohl die keltische Mythologie insbesondere in der Bretagne fest verwurzelt ist, gibt es eher wenige französische Fantasy-Autoren. die sich dieser Elemente bedienen.

Aus dem anglo-amerikanischen Raum gibt es dagegen reichlich Werke dieser Art, daher sollte sich ein neuer Fantasy-Autor etwas Besonderes einfallen lassen, wenn er neben George R. R. Martin und Tad Williams bestehen möchte. Wird es Henri Loevenbruck mit seiner Trilogie „;Das Geheimnis der weißen Wölfin“; gelingen, sich auch international als moderner Fantasy-Autor zu etablieren?

Alea -  Streunerin und Schicksalsträgerin

Die elternlose Aussenseiterin Alea findet in der Heide einen Ring, der an der Hand einer Leiche steckt. Kaum hat sie das Schmuckstück an sich genommen, geschehen Veränderungen in ihrem Geist und Körper, die sie weder begreifen, noch kontrollieren kann. Kurz darauf wird Alea verfolgt, sie flieht vor dem Druiden Phelim aus dem Gasthaus der Familie, die sie liebevoll aufgenommen hatte. Mit ihrem zufälligen Reisebegleiter, den Zwerg Mjolln, gerät Alea in einen Angriff, den beide ohne die Hilfe des Druiden nicht überlebt hätten. Trotz ihres Misstrauens, kann er Alea überzeugen, sich auf der Druidenburg Sai-Mina in Sicherheit zu bringen. Es stellt sich jedoch heraus, dass auch die Bruderschaft scheinbar ausschließlich am Erhalt der eigenen Macht interessiert ist. Die Druiden planen Alea einem für sie möglicherweise tödlichen Test zu unterziehen, um herauszufinden, ob sie der weibliche Samildanach aus der Prophezeiung ist, der das Ende der Druiden-Herrschaft herbei führen soll.

Der erneut fliehenden Gemeinschaft sind inzwischen die Häscher des mächtigsten Druiden-Gegners Maolmòrdha, die Herilim unmittelbar auf den Fersen. Der einzige Ort, der noch eine sichere Zuflucht gewährleisten kann, ist die Heimat der geheimnisvollen Sylphen, der Wald Borcelia, den kein Sterblicher je zuvor gefunden hat.

Gaelia – an der Schwelle zu einer neuen Ordnung

Der Insel Gaelia stehen tiefgreifende Veränderungen bevor. Die Christen und ihre Schriften setzen sich immer mehr gegen die mündlich weiter gegebene Weisheit der Druiden durch. Die Tuatthann, ein uraltes Kulturvolk, das sich jahrhundertelang in unterirdischen Höhlen versteckt hielt, erobert ganze Dörfer und Landstriche. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen steht die dreizehnjährige Alea, die scheinbar zufällig in den Besitz der geheimen Macht des Samildanach gekommen ist, eine Kraft die gleichermaßen von allen Parteien gefürchtet und begehrt wird.

All-Age-Fantasy

„;Der Ring“; ist der erste Band der Fantasy-Trilogie „;Das Geheimnis der weißen Wölfin“;. Henry Loevenbruck hat mit seiner jugendlichen Hauptprotagonistin auch Fantasy-Leser im Teenager-Alter ansprechen wollen, wie es zuvor Autorenkollegen wie J.K. Rowling (Harry-Potter Serie) und  Philip Pullman („;Der goldene Kompass“;, „;Das magische Messer“;, „;Das Bernstein-Teleskop“;)  getan haben. Im „;Harry Potter Zeitalter“; wurde für solche Werke der Begriff der All-Age-Fantasy geprägt. Dieser Begriff deckt die ganze Spannbreite des Genres ab und bietet Fantasy-Literatur für Leser fast jeden Alters.

Pure Faszination

In „;Das Geheimnis der weißen Wölfin“; basieren die Fantasy-Elemente auf Erzählungen der bretonisch-keltischen Mythologie. Der geschilderte Religionskonflikt zwischen Druiden und Christen erinnert an die endgültige Niederschlagung der keltischen Kultur durch das Papsttum im 8. Jahrhundert.

Obwohl die meisten Figuren bereits aus anderen Fantasy-Werken bekannt sind, ist es Henri Loevenbruck gelungen, jedem eine einzigartige Charakteristik zu verleihen. Viele Figuren sind so vielschichtig gestaltet, dass der Leser nicht entscheiden kann, ob sie nun zu den „;Guten“; gehören, oder nicht. Besonders die Druiden sind sehr geheimnisvoll, einige ihrer Motive werden aufgedeckt, andere bleiben verborgen und geben dem Leser Rätsel auf. Das Geschehen um und mit der Hauptprotagonistin Alea und ihren Begleitern wird so mitreißend und spannend erzählt, dass man ständig mit ihnen bangt und leidet. Trotz der unübersehbaren, vielleicht gewollten Ähnlichkeit mit den „;Gefährten“; in Tolkiens „;Der Herr der Ringe“;, erwartet den Leser eine Quest voller Dynamik und unerwarteter Wendungen.

Spannend wie ein Thriller

Der ersten Band „;Der Ring“; der High-Fantasy Trilogie „;Das Geheimnis der weißen Wölfin“; ist ein Abenteuer, dessen Spannungsbogen vom Anfang bis zum dramatischen Finale kaum unterbrochen wird.

Viele Fantasy-Autoren beginnen ihre Geschichte mit einer ausführlichen Charakterisierung ihrer Welt durch Beschreibungen der Landschaft, der Historie und der gesellschaftlichen Struktur. Henri Loevenbruck hält sich nicht damit auf, sondern beginnt direkt mit der Handlung.

Der Erzählhintergrund wird durch das Geschehen selbst aufgebaut. Am Anfang wirken die Aktionen dadurch etwas zufällig, aber im weiteren Verlauf der Geschichte werden die Zusammenhänge klarer und deuten die Konturen eines komplexen Gesamtbildes an. Die Geschichte wird in zunächst unabhängigen Handlungssträngen erzählt, die allmählich ineinander greifen und eine fast greifbare, hypnotische Spannung erzeugen.

Trotz der vielen Ereignisse in diesem ersten Band der Trilogie, hat man das Gefühl, erst am Anfang einer komplizierten Geschichte voller Rätsel zu stehen. Die Rolle der weißen Wölfin Imala und die Bedeutung der Bibliothek der Universität Mons-Tumba werden lediglich angedeutet. Das allein sind schon gute Gründe, sich auf die Erscheinungstermine der weiteren Bände „;Die Schrift“; und „;Die Prophezeiung“; zu freuen. Der französische Autor Henri Loevenbruck ist ganz sicher eine Bereicherung für die Fantasy-Literatur, auch wenn er in „;Das Geheimnis der weißen Wölfin“;das Genre nicht unbedingt neu erfunden hat. Sein Epos besticht durch Dramatik, atmosphärische Dichte und einer eigenwilligen Interpretation der keltischen Mythologie. „;Der Ring“; ist ein wahrer Page-Turner, der den Leser bis zum Ende an die Seiten fesselt und mit Sehnsucht nach der Fortsetzung zurück lässt.

Ihre Meinung zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«

juli zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«15.02.2012
Ich find die Bücher super! Lässt sich klasse lesen, man möchte einfach immer weiter lesen. Finde nur das Alter von Alea nicht ganz passend. Aber das ist ja nur eine Kleinigkeit. Und es gibt sicher genug 13jährige die durch bestimmte Ereignisse schneller erwachsen werden. Wir haben heutzutage einfach ein anderes Zeitgefühl als damals.
Fände gut wenn die Bücher so verfilmt werden wie herr der ringe ;-)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
dg9tm zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«05.11.2008
Ein sehr hübsches Buch, das ich zur Entspannung nur empfehlen kann. Klar, es kommen Teile drin vor, wo man denkt: das kennst Du doch oder das hast Du schon mal "gehört". Aber es tat - zumindest bei mir - dem Lesefluss keinen Abbruch. Sehr schön finde ich auch die Karte im Klappentext. So kann man den Weg der jeweiligen Personen gut nachvollziehen. Ein offener Schluss und zwei verschwundene Gefährten sorgen dann auch noch für Spannung auf den den Folgeband.
lilo zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«21.10.2008
Also dieses Buch ist eines der besten die ich je gelesen habe und meiner Meinung nach sind alle die es nicht gut finden selbst schuld.
Und
/Zu oft wechselnde Kapitel, die immer nur wenig Handlung aufweisen/
gerade das finde ich so spannend an dem Buch, da mitten in der Handlung eine neue Handlung beginnt, denn dann möchte man unbedingt weiter lesen um zu erfahren wie es weiter geht. Aber manchmal da muss ich dir schon recht geben nervt es schon ein bisschen!
shaitan zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«01.05.2008
Irgendwie ging mir das alles ein wenig zu schnell.

Innerhalb weniger Tage ändert sich die Hauptfigur grundlegend und wirkt mMn. für eine Dreizehnjährige zu erwachsen.

An sich haben meine Vorposter alles Wichtige geschrieben, nur das wollte ich noch einmal einbringen.

shaitan
jana zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«09.02.2008
heyy....ich finde das buch sowas von geil ich habe die anderen bücher auch schon gelesen im moment bin ich bei dem dritten teil ich konnte ienfach nciht aufhören zu lesen....ich werde auf jedenfall mehrere bücher von henri loevenbruck lesen...ich hoffe auhc das das vielleicht verfilmt wird das wäre bestimmt cool....ich kann das buch euch auf jedenfall empfelen ...aber manchmal is es echt eckelig...aber es ist cool..=)..bey bey
Frank zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«16.12.2007
Liebe Elena.
Zunächst mal musst du nicht nach oben sondern nach unten schauen.
Und die "Person" ist immerhin in der Lage einen verständlichen Kommentar zu schreiben.Du hingegen nicht.
Zum Buch.
Ja,war ganz nett,hat mich aber nicht begeistert - dafür hat es viel zu wenig neues geboten.Die Nachfolgebände habe ich mir daher verkniffen.Wahrscheinlich bin ich einfach zu blöd.Aber immerhin nicht "zublöd".Das ist ja auch was.
Und auf Wiedersehen.
elena hengge zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«16.12.2007
ich finde das buch total cool ich kann mich so gut dort hineinversetzten ich erlebe es mit als wärees ein film ihr dürft nur nicht auf die ein person da oben hören die lügt doch vielleicht ist die person auch zublöd um dieses buch zu lesen ich würde es euch empfehlen als ich den ersten band gekauft habe wollte ich unbedingt den zweiten und den dritten es ist echt wahnsinn das buch also kauft es werdet selber begeistert sein
Dafne zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«11.09.2007
Eines der schlechtesten Fantasy- Bücher die ich je gelesen habe. Zu oft wechselnde Kapitel, die immer nur wenig Handlung aufweisen. Man kann sich nicht in die Charaktere hineinversetzen, da sie kaum in ihrer Persönlichkeit und eigenen Vergangenheit vorgestellt werden. Die Haupthandlung verliert sich in der hohen Anzahl parallel verlaufender Handlungen. Der Schreibstil ist langweilig, ohne persönlichen Akzent. Das Buch ist einfach nicht empfehlenswert. Bloss die Finger von lassen!
Bella zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«13.08.2007
Aus Amazon kopiert. Finde ich aber sehr wissenswert und treffend:

Wenig fantasievolle Fantasy, gute Momente sind rar., 9. Mai 2007

Ein Ring, dunkle Reiter, elfenähnliche Wesen, Zwerge, ein jugendlicher Außenseiter, dem Großes bestimmt ist ... Das alles liest sich wie ein bunter Mix aus bekannten Themen verschiedener Fantasyromane. Einzig der parallele Erzählstrang über die weiße Wölfin scheint aus der Fantasie des Autors zu stammen. Alles andere wirkt abgekupfert und bunt durcheinander gemischt. Das wäre nicht so fatal, wenn nicht auch die Erzählweise des Buches schrecklich banal und simpel gestaltet wäre. Die einzelnen Charaktere sind überzogen und wirken dadurch unecht und falsch. Ihre Handlungen werden allein von der Geschichte gesteuert ohne jede Erzähllogik.

Der Leser kann sich weder mit der schrecklich nervigen Hauptfigur identifizieren noch mit einer anderen Figur. Stattdessen wird ihm jede bedeutendere Szene der Geschichte durch die beschriebenen Gedankenvorgänge der Charaktere zusätzlich erklärt, als könne er die Bedeutung gewisser Sätze nicht alleine herausbekommen. Die Sprache des Romans ist sehr einfach und ohne Zauber. Einzig die Textstellen über die Geschichte der Wölfin gönnen dem Leser eine kleine Erholung von der restlichen Erzählung.

"Der Ring" ist ein Beweis dafür, dass selbst Fantasyromane ein gewisses Niveau halten und bestimmte Ansprüche der Leser befriedigen müssen. Auch ein noch so hübsches Cover macht aus einem schlechten Buch keinen guten Roman. Also besser im Laden stehen lassen.
IcemanAC zu »Henri Loevenbruck: Der Ring«13.08.2007
Hallo, habe "den Ring" und auch "die Schrift" gelesen. Dies Serie ist wirklich packend und es macht freude sich mit den Büchern zurück zu ziehen. Freu mich sehr auf den dritten Teil. Kann ich nur empfehlen.

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