Der Elfenthron von Herbie Brennan

Buchvorstellungund Rezension

Der Elfenthron von Herbie Brennan

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „The Faeman Quest“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 304 Seiten.ISBN 3423213590.Übersetzung ins Deutsche von Martin Ruben Becker.

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In Kürze:

16 Jahre sind seit dem Ende von 'Der Elfenlord’ vergangen, da setzt es sich Mella, die Tochter von Henry und Holly Blue, in den Kopf, in die Gegenwelt zu reisen – natürlich heimlich. Doch wird sie an ihrem 16. Geburtstag nicht zur Thronfolgerin gekürt, verfällt ihr Anspruch auf den Thron – was auch der böse Lord Hairstreak weiß …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Pubertät verschont auch Eltern aus dem Elfenreich nicht ...“68

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Sechzehn Jahre sind vergangen, seitdem wir das Feenreich zuletzt betreten hatten. Zum Finale des vierten Bandes sahen wird unsere Helden, Elfenkaiserin Holly Blue und ihren Menschengatten Henry glücklich und zufrieden über ihr Reich herrschen, ihre Feinde vernichtet oder eingekerkert.

Nun kann in 16 Jahren viel passieren. Einem Mann können die Haare ausfallen oder ihm kann ein Bäuchlein wachsen, eine Frau zickig werden. Nicht so unser Herrscherpaar. Sie sind verliebt wie am ersten Tag, und doch haben auch sie ihr Päckchen zu tragen. Einen Namen hat ihre Nemesis auch – Mella heißt sie, und kaiserliche Tochter ist der Titel, mit dem sie im Palast angeredet wird.

Wie man dies von Teenagern so kennt – und da sind Halbelfen nicht anders – hat die junge Dame ihren eigenen Kopf. So reißt sie eines Tages aus, will ihre menschliche Großmutter in der Erdenwelt besuchen.

Dass sie statt auf ihre Oma auf ihre hinterlistige Tante Aisling trifft, dass sie, wenn sie zu ihrem 16. Geburtstag im Palast nicht ihr Thronerbe beansprucht, selbiges verliert, ruft Lord Hairstreak auf den Plan. Zwar lebt von diesem nur noch der gut balsamierte Kopf auf seinem „Körper im Kasten“, doch seine perfide Intelligenz, sein Durst nach Rache und sein Wille, sich selbst an die Spitze des Reiches zu setzten, haben seinen Unfall überdauert. Dass er eine Nichte mit Namen Mella – fällt Ihnen die Ähnlichkeit auf? – hütet, hat seinen Grund. Als er mit einem unzerstörbaren Freikörper bedacht wieder ins Spiel um Intrigen, Verrat und Kämpfe einsteigt, beginnt sich das Rad neu zu drehen.

Nicht fehlen dürfen dabei natürlich auch Brimstone und Chalkhill, die das Kaiserpaar gefangen nehmen, während die Thronerbin in Haleklind von der Tafel der Sieben eingekerkert wird. Gut dass Pyrgus auf der Suche nach seinem entlaufenen Manicore-Weibchen gerade in Haleklind weilt. Als er dort auf ganze Horden Manticore stößt, ahnt er, dass eine Invasion bevorsteht – ein Krieg, den die verbündeten Elfen und Dämonen-Heere nicht gewinnen können …

Der Stab wird an die nächste Generation weitergereicht

Eigentlich schien die Tetralogie um die Elfen abgeschlossen. Nun also kehrt Brennan in seine Welt zurück und übergibt den Stab bildlich gesprochen der nächsten Generation.

Geschickt nutzt er dabei Figuren die dem Leser ans Herz gewachsen sind. So begegnen wir bekannten Gestalten, verfolgen wir deren Schicksal weiter mit. Dazu gesellen sich aber auch neue Handlungsträger – allen voran natürlich die kaiserliche Thronfolgerin. Und Mella ist eine ganz typische Vertreterin ihrer Altersgruppe. Impulsiv, fast schon überheblich in der Art und Weise wie sie davon ausgeht, dass ihr nichts passieren kann, oft zu naiv und gutgläubig, dabei aber auch mutig und opferbereit – schlicht eine Figur, in deren Haut man als Leser gerne schlüpft.

Dass ihre Eltern ihr liebe Mühe haben den Jungspund zu bändigen kann man gut nachvollziehen. Und so begegnen ihr, aber auch ihren Eltern, die ihr zu Hilfe eilen, wieder jede Menge Abenteuer, Gefahren und Fährnisse. Dabei bleiben Enttäuschungen nicht aus, werden Grundlagen für die spannende Fortsetzung gelegt.

Was als munteres Abenteuer für Jung und Alt begann, das hat im ersten Teil der Fortführung weiteres Tempo aufgenommen und wird Fans der ersten vier Bände an die Seiten fesseln. Für Neueinsteiger aber lohnt es sich zunächst, die ersten Teile nachzulesen – sonst wird man viele Anspielungen nicht verstehen.

(Carsten Kuhr, Mai 2012)

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