Die Nacht der Magie von Ilona Andrews

Buchvorstellungund Rezension

Die Nacht der Magie von Ilona Andrews

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Magic Bites“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 304 Seiten.ISBN 3802582144.Übersetzung ins Deutsche von Jochen Schwarzer.

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In Kürze:

Kate Daniels verdient ihr Geld damit, übersinnliche Phänomene zu bekämpfen. Bewaffnet mit ihrem Schwert Slayer und ihren magischen Fähigkeiten macht sie auf den Straßen Atlantas Jagd auf Vampire und andere finstere Kreaturen. Ihr Leben nimmt jedoch eine unerwartete Wendung, als ihr Freund Greg ermordet wird. Bei der Suche nach dem Täter stößt Kate auf Ungereimtheiten: Neben Gregs Leiche wird ein geköpfter Vampir gefunden, und alles deutet darauf hin, dass bei der Tat nekromantische Magie im Spiel war. Hat womöglich der geheimnisvolle Curran, der Anführer der Gestaltwandler, etwas mit dem Ganzen zu tun?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Viel versprechender Auftakt einer originellen Urban-Fantasy-Reihe“84

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Auf dem düsteren Umschlag schaut eine blasse Dunkelhaarige mit schwarz beschatteten und sehr blauen Augen mit lipglossigem Schmollmund auf irgendetwas rechts vom Leser. Aus irgendeinem Grund zieht sich wie als Tribal-Wasserzeichen über ihre linke schöne Wange eine Blume. Unter dem makellosen Gesicht ist in bester rosa-lila Airbrushtechnik ein Schwert angedeutet über einer nebligen Großstadt-Skyline inklusive nächtlicher Straße. In der Mitte prangt unter dem weißenAutorennamen „ILONA ANDREWS“ in schnörkeligen Buchstaben „Stadt der Finsternis“ und darunter in blutrot „Die Nacht der Magie“. Im Moment schwimmt ja so einiger halbhoher Plagiat-Schrott im Kielwasser von Stephenie Meyer an romantischer Fantasy. Hauptsache sexy Blutsauger werden einem vorgeworfen, Rest absolute Nebensache. Aufmachung, Titel und der Klappentext schüren höllenfeuerartig meine Vorurteile.

Technik gegen Magie

Na gut. Also die Hauptfigur heißt Kate Daniels. Sie ist nicht sehr schön, aber unglaublich tough, trainiert und nicht auf den Mund gefallen. Sie hat einen Lara-Croft-Pferdeschwanz und ein Schwert: Slayer, da lügt das Titelbild also nicht einmal. Kate verdingt sich als Söldner, wofür sie Schwert und ihre magischen Talente gut nutzen kann und nimmt oft unappetitliche Aufträge an, Hauptsache Geld kommt in die Kasse. Als sie das letzte Mal ihren Mentor Greg trifft, sieht er aus wie „ein altersloser Elfenprinz, elegant und traurig.“ Das nächste Mal ist er tot, neben Gregs schauderhaft zugerichteten Leiche findet man einen Vampir ohne Kopf. Dann gibt es weitere Opfer, offensichtlich ist ein Serienkiller am Werk. Kate beginnt zu ermitteln und gerät zwischen die Fronten eines Machtkampfes der Unterwelt von Atlanta.

Vampire und Werwölfe – neu definiert

Es könnte alles unglaublich blöde, an den Haaren herbeigezogen, abgekupfert und tollpatschig klischeehaft sein. Aber nein, ich wurde positiv überrascht. Wirklich. Schon auf der ersten Seite wird man ohne jede Vorbereitung in diese neue Welt gestoßen, die man so nicht kennt. Toll. Ja, es ist Atlanta, eine moderne Großstadt, aber hier ist nichts wirklich wie bei uns. In dieser nahen Zukunft liegen Magie und Technik im ständigen Kampf. Wenn eine Welle Magie Atlanta trifft, erlöscht das elektrische Licht der Großstadt, Autos bleiben stehen. Stattdessen leuchten Feenlampen, man lässt Aufzüge lieber links liegen und greift auf Pferde als Transportmittel zurück. Viele seltsame Gestalten wimmeln in den düsteren Urban-Fantasy-Straßen der Stadt. Ja, es gibt Vampire, aber sie haben nichts gemeinsam mit den romantischen, blassen Jungmädchenträumen anderer Bücher. Sie sind leere, mumifizierte echsenartige Horrorgestalten, die von ihren Herrschern, den Nekromanten für deren Zwecke ferngesteuert werden. Und ja, es gibt Werwölfe, aber die Gestaltwandler sind genauso auch Werlöwen, Werratten und tausend andere Tiere, vor denen man ein Wer- packen kann.

Charismatische Heldin auf Mördersuche

Kate kennt sich in dieser Welt aus und mit einem seltsamen Magie-Scan als einziger Spur macht sie sich auf die Pirsch, den Mörder zu entlarven. Stur hat sie zwar keine Ahnung, wo sie suchen muss, aber tut das unerschrocken, mit sarkastischem Humor tritt sie auch gern einmal in ein Fettnäpfchen und kriegt zu spät mit, dass sie vielleicht zu lange den falschen im Visier hatte – egal ob als Verabredung oder als Verdächtigen.

Dafür wirkt sie authentisch und ist mit trotzigem Sarkasmus, einigen Schwächen und Schwert eine moderne, schillernde Ich-Erzählerin. Gut, außer ihr scheinen alles Sexy-Hexis zu sein – aber so schlecht kommt sie wohl auch mit ihrem durchtrainierten Körper nicht daher, das wird dem faul auf dem Sofa liegenden Leser schon klar. Auch die männlichen Figuren, die in dem Buch herum schleichen, intrigieren oder zu Hackfleisch verarbeitet werden, sind alle charismatisch oder cool, aber hey, so viel romantische Phantasie kann diese kriminalistische Urban Fantasy schon ertragen. Es knistert ab und zu, aber (noch) nicht mehr. In „Nacht der Magie“ werden vielmehr ein paar Tändel-Möglichkeiten für Kate vorgestellt, die in den Folgebänden durchaus mehr werden könnten – das macht neugierig. Auch werden Andeutungen über Kates Vergangenheit gemacht, aber bleiben mehr als mysteriös. So ist „Die Nacht der Magie“ flott zu lesen, trotzdem schön düster, ironisch und durchaus mit Action- und Horrorelementen durchsetzt, was einen zu süßen Zuckerguss erst gar nicht aufkommen lässt.

Ilona Andrews, das Synonym steht außerdem für das schreibende Ehepaar Ilona und Andrew Gordon, hat bzw. haben hier wirklich einen coolen, rasanten Auftakt zu einer magischen Krimi-Serie hingelegt, der es überraschend zu Recht auf die Bestsellerliste der New York Times und über den Ozean geschafft hat.

Ihre Meinung zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«

Kelshan zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«14.12.2014
Vom Thema her fand ich das Buch schon auf den ersten Blick sehr interessant. Was mich ein klein wenig hat zögern lassen, war der (im Deutschen) ziemlich abgedroschen klingende Titel, sowie die Kurzbeschreibung, welche für mich irgendwie wenig Neues und Innovatives erwarten ließ. Eine Betrachtung der vielen guten Bewertungen sowie einiger der Rezensionen haben mich dann aber doch davon überzeugt, dass ein Bisschen mehr dahinter stecken musste, als es der "äußere Anschein" erwarten ließ, und es mich doch noch kaufen lassen.

Tatsächlich findet man doch einige Elemente, die ich schon aus vielen anderen Büchern und Buchreihen gewohnt bin, wie die Gestaltwandler und Vampire. Bei den Letzteren ging es dann aber schon los - in dieser Form, die Vampire als Sklaven von Nekro-Magiern, hatte ich das noch nicht gesehen. Ebenso ein Schwert, das regelmäßig gefüttert werden will um nicht spröde zu werden, und Magiewellen, die anscheinend nach und nach alle Errungenschaften des technischen Zeitalters hinwegfegen wollen.

Bei diesem Buch ist es weniger das "was", sondern eher das "wie", das es interessant macht. Wie werden die eigentlich bekannten Elemente kombiniert und präsentiert. Letztlich gewinnt es in meinen Augen noch immer nicht gerade einen Innovationspreis, gerade wenn man sich die zugrunde liegende Geschichte betrachtet, ist aber als Auftakt einer Reihe durchaus solide und gut inszeniert. Auch der Humor in diesem Buch hat mir sehr gut gefallen und unterstreicht stets auch den absurden Aspekt der ganzen Welt, wie sie dort beschrieben wird, sowie den bissigen Sarkasmus der Hauptcharakterin.

Kein Blatt vor dem Mund genommen wird bei den Kämpfen - hier werden Gegner in Hälften gerissen, Gedärme quellen aus Körpern, Gehirn verwandelt sich in breiige Massen - nichts für zarte Gemüter. Und auch nichts für Romantiker, denn auch wenn immer mal wieder ein wenig in dieser Richtung angedeutet wird, gehört dieses Buch für sich ganz sicher nicht in die übliche Romance-Fantasy-Richtung.

Insgesamt hat es mein Interesse definitiv geweckt, so werde ich auch die Nachfolger (im Englischen bereits verfügbar als "Magic Burns" und "Magic Strikes") mit Sicherheit ebenfalls verschlingen, sobald verfügbar. Somit kann ich auch eigentlich nur eine Empfehlung aussprechen für alle, die mit der Brutalität klar kommen, und ansonsten auf düstere Geschichten und bissigen Humor stehen.
Ticva zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«28.06.2010
Die Magie kam vor einigen Jahren über Atlanta und hat die Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Es gibt regelmäßig Stromausfälle, das Telefon funktioniert nicht immer und sein Haus sollte man lieber mit Magie gegen Diebstahl schützen, als mit Alarmanlagen.
Die Anderswesen leben mehr oder weniger im Gleichklang mit den Menschen. Sie lassen sich größtenteils gegenseitig in Ruhe.
Doch um auch ein gewisses Gleichgewicht mit der Magie zu haben, gibt es Söldner, wie Kate, die ihr Geld mit der Beseitigung von magischen Auswüchsen verdient, als sie vom Tod ihres Ziehvaters erfährt. Er war ein Wahrsager und in einem Orden, der, wie die Söldner, für ein gewisses Gleichgewicht zwischen der Magie, den Anderswesen und den Menschen sorgte ...

Kate möchte als knallharte Powerfrau angesehen werden und ihre Taten sprechen für sich. So geht sie auch recht sparsam mit Gefühlen für ihren Ziehvater oder sonst jemanden in ihrer Umgebung um. Dadurch wirkte das Ganze aggressiver, was gut zur Handlung passte.
Insgesamt geht es in dieser Serie grausam und blutig zur Sache, da die Qualen und schmerzhaften Zustände, die Kate im Laufe des Buches durchmachte, distanziert aber teils doch fast spürbar beschrieben wurden. Ebenso wurden die Tatorte sehr detailliert und anschaulich dargestellt.
Von Kates wenigen Mitstreitern gegen das Böse wurde nur einer etwas genauer vorgestellt. Dieser wird wohl auch in den Folgebänden eine größere Rolle spielen.

Anfangs hatte ich enorme Probleme in die Handlung zu finden. Zum Teil hing das was wohl auch damit zusammen, wie die Autorin in ihrem Werk mit der Magie umgeht. Ich konnte gewisse Vorgänge einfach nicht begreifen. Auf der einen Seite ist die Magie gut, gibt Kate Kraft und sie pulsiert durch ihr Schwert und verstärkt es, und auf der anderen Seite bringt die Magie Häuser zum Einsturz.
Ebenso begriff ich sehr lange nicht, wie das Zusammenleben von Menschen und Anderswesen von statten geht. Vieles wurde mir einfach nur vorgesetzt und war meiner Meinung nach zu wenig erklärt, was es mir schwer machte, dem Buch zu folgen. Dadurch war ich einmal kurz davor es abzubrechen.
Aber auf der anderen Seite fand ich das wiederum auch interessant, denn so musste ich mich richtig in die Geschichte hineinknien und mitdenken, um gewisse Vorgänge zu verstehen, was die Autorin sehr geschickt machte. Ohne die Erklärungen und Darstellungen konnte ich mir selbst ein Bild von gewissen Wesen machen und mein Kopfkino hatte trotz fehlender Details mit der Zeit kein Problem, dem Geschehen zu folgen.

Je mehr ich jedoch bei der Magiesache verstand, umso besser konnte ich der Handlung folgen und es baute sich auch langsam so etwas wie eine Spannung auf. Das dauerte zwar ziemlich lange, aber trotz fehlender Dramatik fand ich die Geschichte doch immer interessanter. Was mich immer weiter zog war wohl die Neugierde, da ich mehr über die Zusammenhänge erfahren wollte.

Die Machtworte, die Kate benutzte und beherrschte wurden in Kursivschrift gehalten, wenn sie ausgesprochen wurden. Ebenso wurden ihre Gedanken kursiv gehalten, was mich teilweise amüsierte, bei dem, was sie dachte, und bei ihrer tatsächlichen Antwort auf eine Frage.

Fazit:
Ein interessanter Auftakt einer "blutigen" Serie, die ich weiterverfolgen möchte.
Von mir bekommt dieses Werk drei bis vier positive Sterne.


Stadt der Finsternis - Reihe:
Die Nacht der Magie (März 2009)
Die dunkle Flut (August 2009)
Duell der Schatten (Februar 2010)
Magisches Blut (Januar 2011)
sue82 zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«04.05.2010
Ich kam mit dem Buch nicht zurecht. Völlig aus der Luft gegriffene Story, auf die nicht wirklich eingegangen wird. In den ersten 100 Seiten kam es mir vor, als würde ein Teil fehlen. Es wird nichts erklärt, was mich sehr störte. Ich quälte mich trotzdem weiter. Erst langsam kommt die Story in Schwung, wobei weiterhin alles sehr vage gehalten wird. Das bremste den Lesefluss ungemein. Die Hauptpersonen sind interessat und kommen ach gut rüber. Was ich positiv fand. Wobei aber auch hier alles nur sehr vage gehalten wird.
Fazit: Die Grundidee war gut, die Charaktere sehr gut und die Umsetzung miserabel. Ist auf jedenfall ausbaufähig.
Iris53 zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«19.12.2009
Es fiel mir anfangs schwer, mich in dieser etwas abstrusen Welt zurecht zufinden.Ich hasse zwar langwierige Beschreibungen, aber hier wäre etwas
mehr Detailgenauigkeit vorteilhaft gewesen. Erst zur Mitte des Buches gelang es mir flüssiger voran zu kommen, ohne einen Satz oder sogar Abschnitt nochmals zu lesen, um ihn zu verstehen. Magieflut und Technik, Erdstrahlbahnen usw.usw. Im Zusammenspiel ( oder eher auch nicht) alles etwas verwirrend.
Die Hauptfigur ist allerdings recht erfrischend; aber auch hier empfinde ich die sehr vage gehaltenen Hinweise auf ihre Vergangenheit eher irritierend, so als ob die Autorin noch nicht so genau wußte, wie sie diese gestalten soll.
Vielleicht folgt dies ja im zweiten Teil. Ich hoffe es, denn der 1. Band hat mich nicht unbedingt gefesselt.
123456789 zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«15.12.2009
Diese Buchreihe ist sehr gut gelungen sie hat alles was ein gutes Fantasy Buch benötigt.
Die Hauptperson Kate ist sehr interessant sie ist eine gute Kämpferin und sehr begabt was Magie anbelangt. Zudem kann sie ihren mund nicht halten und hat immer einen Spruch auf den Lippen (was sie immer in bedrängniss bringt^^). Ebenfalls interessant ist ihre vergangenheit es ist alles sehr mysteriös und undurchschaubar. (Ich glaube ich schweife ab) Also wieder zum Buch es ist spannend und gestalten wie Vampire und Gestaltwandler (Werwölfe,Werkatzen,Werbären etc) werden anders ausgelegt als in den Büchern die ich davor gelesen habe, was es gleich wiederrum interessanter macht.
Die story ist gut und es kommt nie Langeweile auf 8ich hab das buch 4 mal hintereinander weggelesen)
Hoffe das noch viele bände folgen...
Michelle6040 zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«01.10.2009
Ich kann es immer wieder sagen- Ich liebe dieses Buch und kann kaum erwarten bis der dritte teil auf deutsch erscheint (den zweiten hab ich schon gelesen-genauso gut). Kate Daniels ist nicht perfekt und ich glaube gerade das macht so sympathisch. Es wird außerdem eine beginnde Beziehung mit Curran angedeutet(Der Anführer der Gestaltwandler-Fraktiondes Südens- oder Herr :) ). Ich finde es gut dass sie nicht gleich zusammenkommen oder mit irgend sonst einem, sondern das die Autorin es langsam angehen lässt. Die Kate Daniels Bücher fallen unter den Begriff Urban Fantasy. Ich kann es eigentlich allem empehlen die auf Fantasy, Abenteuer , Magie... stehen
lg
asta zu »Ilona Andrews: Die Nacht der Magie«21.09.2009
Ein spannendes, gelungenes und äußerst facettenreiches Buch - dem Autorenpaar Ilona und Andrews werden wohl nie die Ideen ausgehen. Die Story ist sehr intelligent geschrieben und die einzelnen Charaktere differenziert und glaubhaft ausgearbeitet - grässliche Vampire, die aus der Ferne gesteuert werden. Wow! Sehr gelungene und bildhafte Beschreibungen der Gestalten und Orte. Der Leser kann in diese fremde Welt schlüpfen, als wäre sie eine zweite Haut. Ich freue mich auf Band Zwei und hoffe, wie vermutlich viele andere, dass das Traumpaar Kate und Curran doch noch zusammen findet! Aber selbst wenn nicht, reicht allein die prickelnde Spannung zwischen den beiden aus, um mich weiter bei der Stange zu halten...
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