Interview mit Armin Rößler

„Im Mittelpunkt müssen die Geschichte und die Figuren stehen. Das ist mir wichtig.“

Armin Rößler ist Autor und SF-Herausgeber im Wurdack Verlag. Mit der „Argona“-Romantrilogie ist Armin Rößler bekannt geworden, er schreibt aber auch viele Kurzgeschichten in allen phantastischen Genres. Im Phantastik-Couch-Interview erzählt der Autor uns, wie aus einer Ablenkung vom Lernstress der Beginn seiner Schriftstellerkarriere wurde, welches Detail aus seinem Leben er literarisch verarbeitet hat und an welchem Schauplatz seiner „Argona“-Welt er gern leben würde.

Phantastik-Couch.de: Die „Storyolympiade“ war für Sie der Türöffner zum schriftstellerischen Erfolg. Wie hat sich das entwickelt und wie sind Sie schließlich beim Wurdack-Verlag gelandet?

Armin Rößler: Ich bin sehr zufällig zur Story-Olympiade gekommen. Das war im Jahr 2000, in der Endphase meines Studiums. Ich hatte auf den letzten Drücker meine Magisterarbeit geschrieben und direkt im Anschluss die schriftlichen und mündlichen Prüfungen in Germanistik und Anglistik absolviert. Politik, als drittes Fach, stand dann im folgenden Semester noch aus, aber die Luft, was tage- und wochenlanges Lernen für Prüfungen angeht, war bei mir einfach raus. Also habe ich nach Möglichkeiten gesucht, mich abzulenken, und bin im Internet über einen Wettbewerb gestolpert, in dem Kurzgeschichten zum Thema „Traumpfade“ gesucht wurden. Prompt habe ich mich hingesetzt und eine Story verfasst – was ich in dieser Form vorher noch nie gemacht hatte. „Fließende Übergänge“ hat beim Wettbewerb den fünften Platz belegt, und ich hatte Blut geleckt (die Politik-Prüfungen habe ich übrigens trotzdem bestanden). Da meine Geschichten offensichtlich angekommen sind, war ich auch bei weiteren Projekten, die Ernst Wurdack als Ableger der Story-Olympiade gestartet hat, meist dabei. Als ich für einen der Pandaimonion-Bände schließlich eine Story mit dem Vermerk „eigentlich ist das Science Fiction, aber ...“ eingeschickt habe, nahm das Schicksal seinen Lauf. Ernst fragte mich, ob ich zusammen mit Dieter Schmitt die neue SF-Reihe des Wurdack Verlags betreuen wollte. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, Heidrun Jänchen kam dazu und so haben wir seit 2004 rund zwanzig SF-Bücher auf den Weg gebracht, mit wachsendem Erfolg übrigens. Parallel zum ersten SF-Band („Deus ex Machina“) entstand auch mein erster Roman „Das vergessene Portal“ (2004), ein Fantasy-Roman, der auch im Wurdack Verlag erschienen ist. Dank dieser Erfahrung war es irgendwo logisch, dass nach vier Anthologien mit Kurzgeschichten der erste Roman der SF-Reihe aus meiner Feder stammen würde. Das war dann „Entheete“, 2006.

Phantastik-Couch.de: Sie haben mit Germanistik und Anglistik genau die Fächer studiert, von denen man gemeinhin annimmt, das sie zum Schriftsteller prädestinieren. Gilt das auch, wenn man Science Fiction schreibt, oder hätte man dafür z.B mit einem Physik-Studium (wie die Kollegin Heidrun Jänchen) bessere Voraussetzungen?

Armin Rößler: Ich habe die Fächer in der Hoffnung studiert, dass sie mir etwas für meinen späteren Beruf bringen – wie vor dem Studium geplant (oder erhofft), bin ich Redakteur einer Tageszeitung geworden. Den Schriftsteller hatte ich 1993, als ich mich an der Uni Mannheim eingeschrieben habe, nicht einmal im Hinterkopf. Ob’s mir heute was bringt? Schreiben lernt man nicht durch ein Germanistik-Studium. Aber es ist auch nicht hinderlich. Ähnlich ist es wohl mit der Physik. Und auch die muss man nicht unbedingt studiert haben, um einen guten Science-Fiction-Roman schreiben zu können.

Phantastik-Couch.de: Von der unumgänglichen Arbeit am heimischen PC einmal abgesehen, wann und wo schreiben Sie am liebsten?

Armin Rößler

Armin Rößler: Da kann ich leider nur mit einer entsetzlich langweiligen Antwort dienen: am heimischen PC. Handschriftlich mache ich mir bestenfalls Notizen, aber auch das ist extrem selten.

Phantastik-Couch.de: Was ist das ungewöhnlichste Detail aus ihrem Leben, das einmal in einem Ihrer Bücher verarbeitet wurde?

Armin Rößler: Ich verwende eigentlich kaum Autobiographisches in meinen Romanen, zumindest wäre mir das nicht bewusst. Eine Ausnahme kommt mir nach längerem Grübeln in den Sinn: Am ehesten lässt sich vielleicht die Skiabfahrt nennen, die Paz Nadir und Magellan Crefeldt in „Entheete“ hinter sich bringen. Der liegt eine reale Geschichte zugrunde, die zwar längst nicht so dramatisch abgelaufen ist, mir aber wahrscheinlich ewig in Erinnerung bleiben wird.

Phantastik-Couch.de: Ihr Roman „Argona“ hat in der Kategorie des Kurt Laßwitz Preises „Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe 2008“ den vierten Platz belegt. Wie wichtig sind Ihnen derartige Auszeichnungen generell?

Armin Rößler: Im SF-Bereich sind meine Romane, Anthologien und Kurzgeschichten jetzt zwar schon mehrfach nominiert worden, für den Deutschen Science Fiction Preis, für den Kurd Laßwitz Preis, auch für den Deutschen Phantastik Preis, gewonnen habe ich aber noch nichts. Insofern müsste ich eigentlich noch abwarten, bevor ich die Frage richtig beantworten kann ...
Für einen Preis nominiert zu werden, ist natürlich einerseits eine schöne Sache, weil es eine Art der Anerkennung ist; auf der anderen Seite schreibe ich nicht aus dem Antrieb, einen Preis zu gewinnen. Deshalb neige ich auch nicht dazu, eine Nominierung überzuwerten. Lieber ist es mir, wenn die Geschichte viele Leser begeistert, die Preis-Jury aber nicht, als umgekehrt. Gefällt sie beiden, habe ich aber natürlich auch nichts dagegen.

Phantastik-Couch.de: Die Romane ihres Hausverlages umfassen meist ca. 200 Seiten. Ist es für Sie eine Herausforderung, Ihre Ideen in dieses Format zu zwängen?

Armin Rößler: Es kommt mir sogar entgegen. Ich bin selbst als Leser jemand, der einen in der Länge überschaubaren Roman einem 800-Seiten-Wälzer jederzeit vorzieht (Ausnahmen bestätigen die Regel, vor allem wenn sie aus der Feder von George R.R. Martin oder Dan Simmons stammen). Mir persönlich gefällt das Format sehr gut, und ich fühle mich im Wurdack Verlag auch pudelwohl. Und wenn ich doch einmal eine Idee haben sollte, die mehr Platz benötigt, lässt sich ganz sicher eine Lösung finden …

Phantastik-Couch.de: War das Argona Universum von Anfang an auf eine mehrteilige Reihe ausgelegt und was macht für Sie als Autor den Reiz daran aus, eine Serie / einen Zyklus zu entwickeln?

Armin Rößler: Den Roman „Entheete“ habe ich ursprünglich so angelegt, dass er für sich allein stehen kann. Aber da hat Ernst Wurdack, der Verleger, nicht mitgespielt: Noch bevor ich den Roman zu Ende geschrieben hatte (es muss irgendwo zwischen Kapitel zehn und elf gewesen sein), überzeugte mich Ernst (der kapitelweise mitlesen durfte, weil er das Buch auch lektoriert hat), dass mindestens ein weiterer Roman vor demselben Hintergrund her muss. Daraus wurden „Andrade“ und „Argona“, die die Geschichte, die in „Entheete“ begonnen hat, harmonisch abrunden. Und „Die Nadir-Variante“ (erscheint 2010), ein Roman, der sich der Figur Paz Nadir aus „Entheete“ annimmt, aber zeitlich vorher angesiedelt ist. Und irgendwann, hoffentlich ab 2011, dann auch ein weiterer Dreiteiler, der in der Zeit nach „Argona“ spielt und Aulden, sein Volk und sein weiteres Schicksal in den Mittelpunkt rückt. So gesehen, bin ich sehr froh für Ernsts sanftes Drängen: Vor diesem Hintergrund lassen sich noch viele Geschichten erzählen.

Phantastik-Couch.de: Die wissenschaftlich technische Seite ihrer Weltenschöpfung ist in Ihren Büchern wenig ausgeprägt. Inwieweit beschäftigen Sie sich mit den erklärenden Details des Weltentwurfs, wie Technik oder Gesellschaftsstrukturen vor dem Schreiben?

Armin Rößler: Ich durchdenke den Hintergrund einer Geschichte grundsätzlich sehr intensiv, bevor ich anfange zu schreiben – aber nicht alles, was ich mir so ausdenke, muss dann auch notgedrungen im Buch landen. Ich bin kein Hard-SF-Autor, der meint, alles Technische erklären zu müssen oder gar zu können, was er dem Leser präsentiert. Ich bin auch niemand, der seine Leser mit seitenlangen Erklärungen egal zu welchem Thema langweilen möchte …Im Mittelpunkt müssen die Geschichte und die Figuren stehen. Das ist mir wichtig.

Phantastik-Couch.de: In ihren Büchern werden dem Leser oft wichtige Tatsachen vorenthalten, die im Finale dann für einen Überraschungseffekt sorgen. Auch wenn viele Leser es schätzen, bei einem guten Buch rätseln zu dürfen, ist das sicher nicht jedermanns Sache. Wie viel darf ein Autor Ihrer Meinung nach verschweigen, ohne dass der Leser sich veralbert fühlt?

Armin Rößler: Ich beziehe das „oft“ in der Frage mal speziell auf den Roman „Entheete“. Die Art des Aufbaus, die ich in diesem Buch gewählt habe, ist natürlich nicht beliebig oft wiederholbar – das wäre langweilig und könnte tatsächlich jemanden verärgern. Ich glaube aber nicht, dass sich bei „Entheete“ jemand wirklich geärgert hat, denn der Leser wird an keiner Stelle vorsätzlich getäuscht. Er bekommt sogar einige kleine Hinweise, die ihm zumindest die Chance geben, das Rätsel zu lösen oder misstrauisch zu werden. Das Verschweigen von Punkten, die mit der unmittelbaren Handlung nichts zu tun haben, halte ich für legitim, manchmal sogar regelrecht für notwendig. Man driftet da schnell in einen den Leser nervenden Bläh-Stil ab – viele Bücher, auch und gerade im SF-Bereich, haben heute einen Umfang erreicht, den ein guter Lektor locker auf zwei Drittel oder gar die Hälfte reduzieren würde; mit Gewinn für den Roman und seine Leser, wohlgemerkt. Da würde ich mich nur ungern einreihen …

Phantastik-Couch.de: Sie schreiben selbst, genau wie wir, Kritiken im Internet, über Filme und auch Bücher. Wie wichtig sind Ihnen Rezensionen zu Ihren Büchern?

Armin Rößler: Ich lese die Rezensionen natürlich und freue mich auch über die meisten. Auch manches kritische Wort finde ich durchaus gut und hilfreich. Wenn die Besprechung – ob nun positiv oder negativ spielt da keine Rolle – nicht allzu fundiert ausfällt, ärgere ich mich auch mal. Aber ich bemühe mich, nichts persönlich zu nehmen, weil das ja auch Unsinn wäre. Damit bin ich eigentlich immer gut gefahren.

Phantastik-Couch.de: Da Sie ja, wie man an den Einträgen in Ihrem Blog sieht, ein Kino-Fan sind: Denken Sie, dass die „Argona“-Trilogie guten Stoff für eine Verfilmung abgeben würde? Wenn ja, wie sollte eine gelungene Filmadaption aussehen, oder wie auf keinen Fall?

Armin Rößler: Selbstverständlich wäre die Argona-Trilogie ein hervorragender Filmstoff. Da ist alles vorhanden, was ein Blockbuster braucht. Eine Adaption sollte sich nah an den Romanen halten – auch wenn das gerade bei „Entheete“ wegen der zwei Handlungsstränge keine einfache Aufgabe, sondern eine echte Herausforderung sein dürfte -, sich aber auch die Freiheiten nehmen, die fürs Medium Film im Gegensatz zum Buch einfach notwendig sind. Gute Schauspieler, ein nicht zu schmales Budget – ich würde mir die Argona-Filme anschauen.

Phantastik-Couch.de: Nehmen wir einmal an, Ihre Weltenschöpfung würde über Nacht real werden und Sie müssten im Argona Universum leben. Was würden sie am Vorabend an dieser Welt umschreiben?

Armin Rößler: Ich würde auf jeden Fall schauen, dass ich weit weg vom Entheete-System bin. Vielleicht auf Redd, oder so. Da soll es ganz nett sein …

Phantastik-Couch.de: Die Science Fiction hat einige legendäre Zyklen, an denen sich gerade Space Operas oft messen lassen müssen: Der Wüstenplanet, Foundation-Zyklus, das Armageddon-Universum oder Baxters Xeelee-Zyklus. Wenn Sie die Wahl hätten, für welchen Zyklus würden Sie gerne ein Buch schreiben, weil Sie das Gefühl haben, dem Weltentwurf eine interessante Nuance hinzufügen zu können?

Armin Rößler: Wenn ich mir ansehe, was beispielsweise Kevin J. Anderson und Brian Herbert vor dem Hintergrund von Frank Herberts Dune-Universum geschrieben haben, wäre ich eigentlich ganz froh, wenn mich niemand vor diese Wahl stellen würde. Da bleibe ich weitaus lieber bei meinen eigenen Weltentwürfen.

Phantastik-Couch.de: Herr Wurdack hat uns verraten, dass Sie als Herausgeber der SF-Sparte im gleichnamigen Verlag fungieren. Was sollte, Ihrer Meinung nach, einen guten SF-Roman, eine gute SF-Kurzgeschichte auszeichnen?

Armin Rößler: Pauschalurteile verbieten sich. Gerade in den vielen, vielen Kurzgeschichten und Erzählungen, die wir inzwischen innerhalb der Wurdack-SF-Reihe veröffentlicht haben, zeigt sich, dass die wahre Stärke der Science Fiction in ihrer großen inhaltlichen wie thematischen Vielfalt liegt. In dieser Hinsicht bin ich alles andere als engstirnig, auch als reiner Leser. Und davon einmal abgesehen, zeichnet gute SF-Geschichten aus, was auch andere gute Geschichten auszeichnet: ein guter Stil, eine gute Idee, eine interessante Handlung mit Figuren, die den Leser fesseln.

Phantastik-Couch.de: Sie schreiben auch gern SF-Kurzgeschichten. Warum, denken Sie, tun sich Anthologien in Deutschland immer noch recht schwer, auch wenn sie qualitativ hochwertig sind?

Armin Rößler: Dieses Phänomen beschränkt sich ja nicht auf Deutschland. George Mann, der Herausgeber von „The Solaris Book of New Science Fiction“, einer britischen Anthologie-Reihe in der bislang drei Bücher erschienen sind, hat das im ersten dieser Bände sehr anschaulich beschrieben; ich zitiere mal: „Nevertheless, I often hear talk that the short story is dying, that commercially, 'SHORT STORIES DO NOT SELL', and it’s certainly true that the amount of venues for original, non-themed short stories in the science fiction field has shrunk in recent years. Yet I’m also heartened by the strength of the anthologies that are hitting the market – be they themed, non-themed or simply reprinting the best stories to appear in the digests in any given year. Read all of these books. They are the lifeblood of our genre, and they enable writers to flourish.“ Das ist mit viel Leidenschaft formuliert, da muss ich eigentlich überhaupt nichts hinzufügen. Die Frage nach dem Grund? Ich persönlich habe immer gerne Kurzgeschichten gelesen. Dass es heutzutage nicht dem Zeitgeist entspricht, weiß ich, verstehe es aber nicht. Ich kann nur jedem empfehlen: Probieren Sie es aus. Nehmen Sie eine x-beliebige unserer Wurdack-SF-Anthologien in die Hand. Geben Sie der deutschsprachigen SF-Kurzgeschichte eine Chance. Sie werden es nicht bereuen.

Phantastik-Couch.de: Aus dem „Argona“-Universum wird im nächsten Jahr ein Kurzgeschichtenband heraus kommen. Können Sie uns schon ein wenig darüber verraten?

Armin Rößler: Zunächst einmal wird 2010 mit „Die Nadir-Variante“ ein weiterer Roman aus dem Argona-Universum erscheinen, der unabhängig von der bislang existierenden Trilogie gelesen werden kann und auch zeitlich davor angesiedelt ist. Die Person des Paz Nadir hatte es mir schon angetan, als ich „Entheete“ geschrieben habe, deshalb wollte ich unbedingt (mindestens) diesen einen Roman schreiben, in dem Nadir selbst im Mittelpunkt steht. Ob es dann 2011 schon einen Kurzgeschichtenband aus dem Argona-Universum geben wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht hundertprozentig sagen, in der Planung ist ein solches Buch aber tatsächlich: Eine Handvoll Argona-Geschichten sind bereits erschienen, vor allem in den Anthologien der Wurdack-SF-Reihe (in „Überschuss“, „S.F.X“ und „Lotus-Effekt“), eine („Martys Weg“) ist auch online in der 200. Ausgabe des Corona Magazines zu lesen, weitere sind geschrieben, im Entstehen oder zumindest angedacht – ein solches Buch kann einige der Lücken im großen Rahmen schließen und mir persönlich die Gelegenheit geben, mich lieb gewonnenen Figuren wieder zu widmen. Den Lesern, die das Argona-Universum bislang verfolgt haben, wird das sicherlich auch viel Vergnügen bereiten.

Phantastik-Couch.de: Was wird es sonst Neues von Ihnen in nächster Zeit geben?

Armin Rößler: Als Herausgeber habe ich gerade zusammen mit Heidrun Jänchen (wie immer auch unterstützt von Dieter Schmitt) die SF-Anthologie „Die Audienz“ zusammengestellt, die im ersten Quartal 2010 im Wurdack Verlag erscheint. Unter den fünfzehn Geschichten deutschsprachiger Autoren, darunter mit Karla Schmidt, Heidrun Jänchen und Frank W. Haubold drei, die für ihre letzten Veröffentlichungen in unserer Reihe (in „Lotus-Effekt“ und „S.F.X“) mit Preisen ausgezeichnet wurden, ist auch meine jüngste Story „Phönix“. Und dann wird ja schon bald „Die Nadir-Variante“ erscheinen. Eine weitere Story mit dem Titel „Entscheidung schwarz“ gibt es in „Weltraumkrieger“, einer Military-SF-Anthologie aus dem Atlantis-Verlag zu lesen, die Anfang Januar erschienen ist. Daran sind auch Autoren wie Wolfgang Hohlbein, Michael McCollum, Sharon Lee & Steve Miller oder Thomas R. P. Mielke beteiligt. Danach? Ideen für weitere Romane sind da – sowohl vor dem Argona-Hintergrund als auch ganz andere Natur. Mal sehen, was davon sich wann verwirklichen lässt. Langweilig wird mir sicher nicht.

Phantastik-Couch.de: Und zum Schluss ein ganz anderes Thema: In Ihrem Blog kommentieren Sie die Bundesligaergebnisse ihres Lieblingsvereins Bayer Leverkusen. Wie kommt es, dass der rheinische Werksclub Ihre Sympathien genießt? Wo sehen Sie Bayer am Ende der Saison?

Armin Rößler: Wir sind ja jetzt Herbstmeister geworden, das macht vieles leichter …Zum Bayer-Fan bin ich dank meines Vaters geworden: Der hat für die gleichnamige Firma gearbeitet, was unweigerlich unseren Blick auf die Fußballmannschaft gelenkt hat. Die ist dann auch noch ausgerechnet zu einer Bundesliga aufgestiegen, als ich so richtig angefangen habe, mich für Fußball zu interessieren – 1979. Das hat mich dann nicht mehr losgelassen – weder in den erfolgreichen Zeiten mit UEFA-Cup-Sieg und DFB-Pokal noch in den eher peinlichen (Unterhaching ...) oder so richtig niederschmetternden Momenten (dreimal Zweiter 2002 ...). Deshalb glaube ich jedes Jahr aufs Neue daran, dass es jetzt mal endlich mit der Meisterschaft klappt, so auch in dieser Saison. Ich war sehr skeptisch, was die Verpflichtung von Jupp Heynckes anging, das kann in meinem Blog auch noch nachgelesen werden. Ich kippe da angesichts des bisherigen Saisonverlaufs gerne Asche auf mein Haupt, zeige mich geläutert und begeistert. Das hätte ich so nicht erwartet. Es läuft hervorragend, die Mannschaft spielt begeisternden Fußball, phasenweise den besten der ganzen Liga. Da kann am Ende nur die Meisterschaft stehen, oder?

Phantastik-Couch.de: Herr Rößler, wir danken Ihnen, dass Sie sich die Zeit für ein Interview mit uns genommen haben.

Armin Rößler: Ich habe für die interessanten Fragen zu danken!

Das Interview führten Eva Bergschneider und Holger Schmidt