Interview mit Thomas Thiemeyer

„Mich hat die Frage gereizt, worauf unser Bild vom Teufel fußt.“

„Wenn man sich bestimmte Dämonen aus dem alten Babylon ansieht, entdeckt man erschreckende Übereinstimmungen.“

Phantastik-Couch.de: Herr Thiemeyer, Gratulation zum erfolgreichen Start ihres neuesten Romans. „Nebra“ ist im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern hier in Deutschland angesiedelt und mit erheblichem Lokalkolorit angereichert. Was hat Sie bewogen, diesen eher un-exotischen Handlungsort zu wählen und die Himmelsscheibe von „Nebra“ ausgerechnet mit dem Harz und alten, babylonischen Mythen zu verknüpfen?

Thomas Thiemeyer: Der Harz besitzt eine unglaublich interessante kulturelle Vergangenheit. Bereits vor 200.000 Jahren haben dort Menschen gelebt. Erste Siedlungen datieren aus dem im Neolithikum um 5.000 v. Chr. Während der Bronzezeit stand diese Region im stetigen Austausch mit den Kulturen des Mittelmeerraumes. Über die alten Handelswege entlang der Alpenpässe und der großen Flüsse Donau und Rhein kamen Waren und Güter, aber auch kulturelle Einflüsse nach Europa.

Später siedelten dort die Kelten, die Germanen und die Christen. Es war eine Region, in der es immer gebrodelt hat und die einem Autor natürlich einen fantastischen Hintergrund bietet. Wenn ich also einen Bogen schlage zwischen Ägypten/Babylon, der frühen Bronzezeit in Europa und der Ausbreitung des Christentums, dann ist der Harz – mit seinem magischen Zentrum, dem Brocken – der richtige Ort dafür. Und dass diese Verbindungen bestanden haben, daran kann es nach dem heutigen Erkenntnisstand keinen Zweifel mehr geben.

Phantastik-Couch.de: Wie viel Zeit verbringen Sie mit den Recherchen für einen Roman, beziehungsweise wie viel Recherche haben sie auf den aktuellen Roman verwendet, gerade auch, was Reisen angeht? Immerhin scheinen Sie den Harz und seine Städtchen ausgiebig beobachtet und studiert zu haben.

Thomas Thiemeyer: Die Recherche nimmt – wie bei fast allen meinen Romanen – die meiste Zeit in Anspruch. Sie erstreckt sich häufig über mehrere Jahre, wobei sie „nebenher“ stattfindet. Von der Himmelsscheibe habe ich zum ersten Mal 2002 in einem Artikel der National Geographic erfahren. Seitdem hat sie mich nie ganz losgelassen. Ich war auch ein paar mal vor Ort – also in allen erwähnten Orten rund um den Brocken und natürlich im Landesmuseum in Halle, wo man mir eine „Backstage-Führung“ genehmigt hat. Das Museum ist großartig. Eines der schönsten seiner Art in Deutschland. Ich kann es jedem, der nach Halle kommt, nur wärmstens empfehlen.

Phantastik-Couch.de: Ihr Roman arbeitet mit eingehenden archäologischen aber auch pharmakologischen Kenntnissen und Techniken: Wie eng ist in einem solchen Fall die Zusammenarbeit mit Fachleuten – und wie kommen Sie an diese überhaupt heran?

Thomas Thiemeyer: Nun, die Gespräche mit Fachleuten sind immer der letzte Schritt einer langen Kette von Recherchen. Ich möchte bereits entsprechend präpariert sein und den Spezialisten nicht ihre wertvolle Zeit stehlen. Es ist überhaupt erstaunlich, dass sich so viele Wissenschaftler Zeit nehmen und einem Laien unter die Arme greifen. Als Autor wird man aber überall wärmstens willkommen geheißen. Ein Privileg, das man als Normalsterblicher selten genießt.

Phantastik-Couch.de: Hatten Sie im Rahmen ihrer Recherchen tatsächlich die Möglichkeit, auch die inneren Arbeits- und Forschungsbereiche der Universität Halle und des Landesmuseums zu besuchen und die originale Himmelsscheibe eventuell sogar einmal anzufassen?

Thomas Thiemeyer: Leider war die Himmelsscheibe zum Zeitpunkt meiner Recherche in Basel. Das Landesmuseum stand kurz davor, für ein Jahr zu Renovierungszwecken geschlossen zu werden. Ich musste mich also auf Beschreibungen verlassen und die Daumen drücken, dass alles dann wirklich so aussieht, wie ich es im Roman beschreibe. Aber ich kann Entwarnung geben. Bis auf ein paar winzige Kleinigkeiten stimmt alles. Während meiner Lesereise vor wenigen Wochen, durfte ich sowohl die Scheibe als auch das fertige Museum zum ersten Mal „live“ sehen. Ein spannender Moment.

Phantastik-Couch.de: Während Sie sich mit den menschlichen Figuren wie dem Schamanen und der Seherin, sowie den „Wolfswesen“ wie in ihren Vorgängerromanen in einem durchaus wissenschaftlich nachvollziehbaren Rahmen bewegen, gehen Sie mit ihrer durch den Harz stapfenden Dämonenfigur scheinbar weit darüber hinaus. Was hat Sie zu diesem doch recht drastischen Schritt bewogen – oder gibt es auch da eine wissenschaftliche Grundlage?

Thomas Thiemeyer: Was die Wolfswesen betrifft, so habe ich mich an den nordamerikanischen „Skinwalkern“ orientiert, einer Schamanenkaste, die durch Einnahme psychoaktiver Substanzen den Bewusstseinszustand eines Wolfs oder Schakals annehmen. Da es in allen Naturvölkern ähnliche Riten gibt, darf man also getrost davon ausgehen, dass ein ähnlicher Naturglaube auch in der Jungsteinzeit oder frühen Bronzezeit in unseren Breiten existiert hat. Die Kulturen der frühen Bronzezeit sind hinlänglich erforscht. Gewiss, es gibt noch viele Details, über die man sich noch nicht im klaren ist, aber die Basis – Druidenkult und weiblicher Schamanismus – ist belegt. Der Dämon hingegen ist reine Fiktion. Mich hat die Frage gereizt, worauf unser Bild vom Teufel fußt. Wenn man sich bestimmte Dämonen aus dem alten Babylon ansieht, entdeckt man erschreckende Übereinstimmungen. Zusammen mit dem Wissen um die Bronze, die ebenfalls aus dem Nahen Osten stammt, und der exotischen – um nicht zu sagen mesopotamischen – Symbolik der Himmelsscheibe, kann man schon auf den Gedanken kommen, dass mehr dahinter steckt als bloßer Zufall.

Phantastik-Couch.de: Ist der Gedanke, die Himmelsscheibe von „Nebra“ als Karte des Harz-Gebirges zu interpretieren pure Fiktion oder eine tatsächliche Theorie? Und – ohne es ausprobiert zu haben – funktioniert sie tatsächlich, oder „nur“ im Rahmen des Romans?

Thomas Thiemeyer: Es gibt viele Theorien, was die Sterne darstellen könnten. Eines weiß man gewiss: Sie entsprechen keinem bekannten Sternenbild. Vermutlich wird man nie herausbekommen, ob sie nur zur Dekoration dienen oder vielleicht doch einen tieferen Sinn verfolgen. Als Autor hat man da freie Hand. Ich habe die Scheibe über eine Karte des Harz gelegt und alle Erhebungen notiert, die mit den Sternen übereinstimmen. Die Plejaden – das Siebengestirn – als zentrales Element, entsprechen dabei dem Brocken.

Phantastik-Couch.de: Ihre Bücher lesen sich wie klassisches Thriller-Material für die Leinwand im Stile der zahlreichen Crichton-Verfilmungen. Gibt es inzwischen Anfragen zu den Filmrechten? Und dürfen auch Leser im Ausland bald in den Genuss Ihrer Mystery-Thriller kommen?

Thomas Thiemeyer: Für „Medusa“ hat es bereits Interesse an einer Verfilmung gegeben, doch leider wurde die Option nicht gezogen. Ich bin also selbst gespannt, ob das irgendwann noch mal klappt. Was aber geklappt hat, sind die zahlreichen Auslandslizenzen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurden meine Romane bereits in acht Sprachen übersetzt, dabei unter anderem ins italienische, spanische und niederländische.

Phantastik-Couch.de: Sie haben sich mehrfach als „kein Freund von Fortsetzungen“ bezeichnet. Weshalb haben sie also trotzdem Hannah Peters, die Protagonistin ihres ersten Thrillers „Medusa“ ein zweites Mal zur Hauptfigur eines ihrer Bücher gemacht?

Thomas Thiemeyer: Hannah ist mir selbst sehr ähnlich. Sie ist ein Eigenbrötler, ein Skeptiker und ein neugieriger Mensch. Sie will den Dingen auf den Grund gehen und erlebt dabei Dinge, die zum Teil lebensgefährlich sind. Außerdem bietet sie eine Menge Entwicklungspotenzial. Sie wird von Band zu Band „sozialisierter“. Als ich sie zum ersten Mal angelegt hatte, wusste ich das alles noch nicht. Ich glaube starke Figuren entstehen einfach – auch ohne Zutun des Autors.

Phantastik-Couch.de: Wie wird also ihr nächster Roman aussehen? Vollkommen neue Protagonisten – oder wird es doch noch ein weiteres Wiedersehen mit Hannah Peters und Chris Carter geben?

Thomas Thiemeyer: Was meinen Stammverlag Droemer/Knaur betrifft, so werde ich sicher meinem Genre treu bleiben. Wobei ich die Grenzen stets aufs neue abstecken und gegebenenfalls auch überschreiten möchte. Ich bin viel zu experimentierfreudig, um immer das selbe Buch zu schreiben. Der nächste Roman wird noch einmal in Afrika spielen. Im Frühjahr 2008 war ich in Uganda und habe dort die Berggorillas der Virungavulkane beobachtet. Ich finde, man kann solche Orte unmöglich beschreiben, wenn man nicht selbst einmal da gewesen ist – oder zumindest an einem Ort, der vergleichbar ist. Die menschliche Fantasie lässt sich nicht unbegrenzt ausschöpfen. Irgendwann braucht sie auch mal Nahrung. Und nichts überträgt sich ungefilterter auf den Leser als eigene Erfahrung.

Und ja, es wird sicher noch mindestens ein Buch mit Hannah Peters geben, doch darüber werde ich erst etwas verraten, wenn es soweit ist. Ab Herbst 2009 werde ich allerdings auch im Jugendbuch zu finden sein. Für den Loewe Verlag gehe ich mit einem Zyklus an den Start, der meiner Begeisterung für schräge und spannende Abenteuergeschichten á la Jules Verne, H.G. Wells und Arthur Conan Doyle Rechnung trägt. Geschichten, die im ausklingenden 19.Jh. angesiedelt sind und die man weitestgehend mit dem Begriff „Steampunk“ umschreiben könnte.

Phantastik-Couch.de: Wie sehen Sie die Situation der deutschen Schriftsteller? Wird genug für den Nachwuchs getan? Was raten Sie jungen Autoren, die zum ersten mal publizieren wollen?

Thomas Thiemeyer: Ein Thema zu dem ich leider nur sehr wenig sagen kann. Ich vermute, dass es so ist wie in jedem anderen kreativen Beruf auch. Man muss viel Eigeninitiative entwickeln, wenn man vorwärts kommen möchte. Niemand wird einem helfen oder unter die Arme greifen. Wer schreiben möchte, für den gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Neben den gängigen Sekundärwerken à la Sol Stein und James N. Frey, findet der lernwillige Jungautor auch ausgezeichnete Schreibkurse (beispielsweise den von Rainer Wekwerth, zu dem mittlerweile auch Bestsellerautoren in die Lehre gehen). Grundsätzlich halte ich es für unabdingbar, dass man sich einer Gruppe von Gleichgesinnten anschließt. Am besten „live“, aber es geht natürlich auch übers Internet. Man muss sich austauschen und sich seine Arbeit gegenseitig zu lesen geben. Kritik und Kritikfähigkeit sind der Schlüssel zum Erfolg. Und dann sucht man sich am besten einen Literaturagenten …

Phantastik-Couch.de: Mystery-Thriller sind in der letzten Zeit auch und gerade hier in Deutschland stark im Kommen. Inwieweit hat sich die Einstellung der Verlage zum Thema Phantastik geändert?

Thomas Thiemeyer: Frank Schätzing war sicher einer der Vorreiter. Auf einmal war es „in“, als deutscher Autor phantastisch angehauchte Thriller zu schreiben. Vieles, was bei den Amerikanern zu einer guten Story dazugehört, gilt bei uns allerdings als trivial oder überkandidelt. So gesehen war die Marktnische schon da, sie brauchte nur noch gefüllt zu werden. Was man natürlich auch nicht vergessen darf, sind die Kosten. Um einen erfolgreichen Autor aus einem anderen Land übersetzen zu lassen, um all die Punkte, die sein Agent verlangt, abzuarbeiten, muss man hierzulande mit riesigen Startauflagen arbeiten. Ich habe mir mal sagen lassen, dass mindestens fünfzigtausend Exemplare verkauft werden müssen, um bei einem der amerikanischen Top-Autoren den ersten Euro Gewinn einzufahren. Der Rest geht für enorm hohe Vorauszahlungen und gewaltige Werbebudgets drauf. Man hat also einen hohen Umsatz, aber einen geringen Gewinn.
Da sind deutsche Autoren sehr viel lukrativer. Zumal, wenn sie ebenso gut schreiben wie ihre amerikanischen oder englischen Kollegen.

Phantastik-Couch.de: Sie arbeiten noch immer als erfolgreicher, freier Illustrator. Lassen sich dieser Beruf und Ihre Autorenarbeit mit zunehmendem Bekanntheitsgrad noch zeitlich in Einklang bringen, oder werden Sie sich in Zukunft auf einen der Bereiche beschränken wollen oder müssen?

Thomas Thiemeyer: Die Einschränkung hat schon stattgefunden. Durch die Doppelbelastung als Jugendbuch- und Erwachsenen Autor komme ich eigentlich kaum noch zum Malen. Das ist aber in Ordnung. Ich habe zwanzig Jahre lang professionell illustriert, da war es mal Zeit für eine Luftveränderung. Was nicht heißt, dass das Pendel nicht irgendwann mal wieder in die andere Richtung ausschlagen könnte …

Phantastik-Couch.de: Sie illustrieren Ihre Buchumschläge selbst. Stellt man an sich besondere Anforderungen, wenn es daran geht, das eigene Werk zu gestalten?

Thomas Thiemeyer: Obwohl ich im Taschenbuch bereits weit über hundert Umschlagillustrationen angefertigt hatte, hat man mich von verschiedener Seite vorgewarnt, dass ich so gut wie keine Chance hätte, ein eigenes Bild auf meinem Roman unterzubringen. Warum? Weil es sich um Hardcover handelt, und für Hardcoverumschläge gelten andere Gesetze. Angespornt von dem Wunsch, etwas zu illustrieren, was sich aus der Masse der anderen Bücher heraushebt, habe ich dann trotzdem einen Entwurf angefertigt, den ich, ganz unverbindlich, an den Verlag geschickt habe. Und siehe da: er wurde genommen. Zusammen mit der wunderbaren Typographie (Zero Werbeagentur München), dem Prägedruck und der Glanzkaschierung sind die Umschläge richtig schön geworden. Ich bin froh, dass alles so gekommen ist und alles aus einer Hand stammt. Das gibt den Büchern einen individuellen Charakter.

Phantastik-Couch.de: Gibt es neben dem Thriller (Abgesehen vom geplanten und bereits auf Ihrer Website angekündigten Jugendbuch) auch noch andere Genres, die Sie für die Zukunft als Autor reizen würden? Fantasy, SF, Horror, Historienroman?

Thomas Thiemeyer: Ich bewege mich mit meinen Romanen ohnehin in einem Grenzbereich zwischen all den genannten Genres, so dass ich nicht das Gefühl habe, auf irgendetwas verzichten zu müssen. „Reptilia“ hatte einen mythologischen Fantasyeinschlag, „Nebra“ und meine Jugendbücher sind historisch angehaucht, mein nächster Erwachsenenroman wird dafür stark in die Science-Fiction hinüberspielen. So gesehen kann ich mir von allem das Beste rauspicken. Ich glaube, da bleibe ich noch eine Weile.

Phantastik-Couch.de: Zwei persönliche Fragen – Sie sind eigentlich Kölner, wohnen aber nun in der Schwabenmetropole Stuttgart. War der Ortswechsel ein Kulturschock? Oder sind Schwaben und Rheinländer gar nicht so verschieden?

Thomas Thiemeyer: Eigentlich bin ich ja gar kein echter Kölner. Meine Eltern stammen aus Westfalen, meine Großeltern aus Ostpreußen. Auch im Schwabenland bin ich nur ein „Reing’schmeckter“, wie man hier sagt. Aber das Vagabundendasein gefällt mir recht gut. Leben kann man überall, solange man nette und interessante Leute trifft. Das gilt für Stuttgart genau so wie in Köln. Reizen würde mich eher mal, es wie mein Freund Andreas Eschbach zu machen und eine Zeit lang im Ausland zu leben. Die Vorstellung hat was …

Phantastik-Couch.de: Wie viel von Ihnen selbst oder von Personen aus Ihrer Familie, ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis steckt in Ihren Figuren?

Thomas Thiemeyer: Sehr viel und ganz wenig. Ich lasse mich inspirieren, ohne all zu viel direkt zu übernehmen. Am meisten stecke ich aber selbst in meinen Figuren. Jede einzelne von ihnen trägt irgend einen Wesenszug von mir. Man lernt sich also beim Schreiben auch immer wieder ein Stückchen selbst kennen. Ich denke aber, dass es den meisten Autoren so geht.

Phantastik-Couch.de: Ganz allgemein – Was inspiriert Sie bei der Arbeit und für Ihre Arbeit?

Thomas Thiemeyer: Bücher, Bücher, Bücher. Um mal ein Beispiel zu nennen: Das Autorengespann Preston/Child gehören zu denen, bei denen ich immer wieder mal nachschlage, wie sie Tempo und Spannung aufbauen. Aber auch der 2008 verstorbene Michael Crichton hatte es drauf. Mit ihm ist einer der ganz Großen gegangen. Seine Romane schafften mühelos den Spagat zwischen komplexen wissenschaftlichen Themen und spannender Unterhaltung. Sein kritischer Ansatz, sowie seine themenübergreifenden Fragen waren und sind mir stets eine Inspiration. Doch mich haben auch die Klassiker der Abenteuerliteratur geprägt. Wells, Verne, Doyle, Stevenson. Diese Autoren – sie alle haben Werke geschaffen, die ich auch heute noch immer wieder gerne in die Hand nehme. Was ich an ihnen so liebe, ist die ruhige, methodische Erzählweise und der „Sense of Wonder“, der auf jeder Seite durchschimmert. Als Autor aufs Lesen zu verzichten wäre für mich undenkbar.

Phantastik-Couch.de: Was lesen Sie selbst zur Zeit?

Thomas Thiemeyer: Gerade eben ist es „Metro 2033“ von Dmitry Glukhovsky, danach kommt „Spiel des Verderbens“ von Clive Barker und „Die Straße“ von Cormac McCarthy.

Phantastik-Couch.de: Herr Thiemeyer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Gespräch mit uns genommen haben.

Thomas Thiemeyer: Ich habe zu danken.

Das Interview mit Thomas Thiemeyer führten Thomas Orgel und Eva Bergschneider