Die Suche nach der Erde von Isaac Asimov

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Die Suche nach der Erde von Isaac Asimov

Originalausgabe erschienen 1982unter dem Titel „Foundation\\\'s Edge“,deutsche Ausgabe erstmals 1984, 570 Seiten.ISBN 3-453-87917-1.Übersetzung ins Deutsche von Horst Pukallus.

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In Kürze:

Der Mensch ist zu den Sternen vorgestoßen und hat ein gewaltiges Imperium errichtet, das von einem Ende der Galaxis zum anderen reicht. Eines Tages beginnt es zu zerfallen, und ganze Welten sinken auf niedrigere Kulturstufen zurück. Doch es gibt einen Plan, entworfen von einem genialen Mathematiker, der das Wiederentsethen des Imperiums garantiert, durch weisen Einsatz von Technik und Naturwissenschaften zur rechten Zeit. Eine geheime Forschungsstation soll den Prozeß überwachen. Befindet sie sich auf der Erde ? Aber wer weiß in einigen Jahrtausenden noch etwas von der alten Erde, der einstigen Wieder der Menschheit?

Ihre Meinung zu »Isaac Asimov: Die Suche nach der Erde«

Beverly zu »Isaac Asimov: Die Suche nach der Erde«27.12.2012
"Die Suche nach der Erde" spielt nach "Die Foundation-Trilogie": Die erste Foundation hat alle von ihrem Gründer Hari Seldon vorhergesehenen Krisen überstanden. Probleme, die er nicht hatte vorhersehen können, hatte die im Verborgenen agierende zweite Foundation belöst.
So ist die erste Foundation zum mächtigsten Gemeinwesen der Galaxis und ihre Hauptstadt Terminus von einem drögen Kaff an Ende des Universums zu einer Metropole geworden. Wen wundert es da, dass die Bürgermeisterin von Terminus meint, den Tausendjahresplan von Hari Seldon abkürzen zu können. Sie plant, mittels der Flotte der Foundation die gesamte Galaxis unter ihrer Führung zu vereinen. Ob die Galaxis das nun will oder nicht, steht für sie ebenso wenig zur Debatte wie die Frage, ob ein so mit Gewalt entstandenes zweites Imperium nicht ebenso despotisch wie das untergegangene erste Imperium wäre. Und zudem ebenso zum Untergang verurteilt.

Da gibt es noch die zweite Foundation, die aus dem Verborgenen heraus agiert und die der Bürgermeisterin der ersten Foundation in den Arm fällt, weil ihren Angehörigen erkennen, wie verhängnisvoll die gewaltsame Eroberung der Milchstraße ist. Nur zeigt das Wirken von Strippenziehern, Klüngeln und Lobbyisten, Diskurs-Kartellen und Netzwerken in der wirklichen Welt, dass eine aus dem Verborgenen ausgeübte Herrschaft ebenso destruktiv und menschenverachtend sein kann wie offene Gewalt. Nur sehr viel wirkungsvoller und profitabler.
So wie der Bürgermeisterin der ersten Foundation ihre offenkundige Macht zu Kopfe gestiegen ist, so könnten die Kader der zweiten Foundation von ihrer heimlich ausgeübten Macht korrumpiert werden.

Eine Seldon-Krise zeichnet sich ab und das Dramatische an ihr ist, dass die zweite Foundation, die von den bisherigen Krisen nie direkt betroffen war, nun mindestens ebenso involviert ist wie die erste Foundation. Anders als das Auftreten des "Maultiers" - eines Mutanten mit übersinnlichen Kräften - hat Hari Seldon diese Krise vorhersehen können. Beide von ihm gegründete Foundations sind auf jeweils verschiedenen Weise zu mächtig geworden und das Macht korrumpiert, ist eine Binsenweisheit.

Tatsächlich nehmen die Entwicklungen in "Die Suche nach Erde" einen Verlauf, der die bisherige Legitimation von erster und zweiter Foundation in Frage stellt. Doch die Art, wie Asimov das tut, ist meines Erachtens enttäuschend. Einerseits bricht er mit der Logik einer von Hari Seldon vorgezeichneten zukunüftigen Geschichte der Menschheit. Andererseits behält Asimov das - unselige - Prinzip fer Patronage über die Menschheit bei. Anstelle von Hari Seldon resp. der zweiten Foundation sind es nun die Roboter, die die Strippen ziehen. Die Folge der Verschmelzung von Roboter- und Imperiumswelt.
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