Isaac Asimov

Isaac Asimov wurde offiziell am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk in Russland geboren. Es gibt jedoch keine genauen Aufzeichnungen über seine Geburt. Als er drei Jahre alt war, wanderten seine Eltern in die USA aus, wo sie ein Süßwarengeschäft eröffneten, und er wuchs in Brooklyn, New York auf. Er studierte ab 1935 Chemie an der Columbia University und war dort 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt. 1939 veröffentlichte er in „Amazing Stories“ seine erste Kurzgeschichte. Danach schrieb er für das von John W. Campbell herausgegebene Astounding. Diese Geschichten wurden später in der Foundation-Trilogie veröffentlicht.

1941 schloß er sein Studium ab und promovierte nach einer kriegsbedingten Unterbrechung 1948 zum Doktor der Biochemie. Er wurde Dozent an der Boston University und danach Assistenz-Professor. 1958 machte er das Schreiben zu seinem Hauptberuf.

Der wohl berühmteste Science-Fistion Autor veröffentlichte insgesamt fast 500 Bücher sowie über 200 Kurzgeschichten, die in den verschiedensten Zusammenstellungen veröffentlicht wurden. Die bekannteste davon ist sicherlich „The Complete Robot“. Er machte sich auch im wissenschaftlichen Bereich einen Namen, da er es wie kaum ein anderer verstand, wissenschaftliche Aussagen einfach, klar und strukturiert zu formulieren. Viele andere Schriftsteller wurden durch seine Werke inspiriert.

Berühmt wurde Asimov vor allem durch seine unter Mitwirkung von John W. Campbell jr. postulierten drei Regeln der Robotik:

1. Ein Robot darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, daß einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.

2. Ein Robot muß den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen, es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel Eins kollidieren.

3. Ein Robot muß seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel Eins oder Zwei kollidiert.

Neben seinen Robotergeschichten wurde vor allem die später zu einem Roman erweiterte Kurzgeschichte „Nightfall“ bekannt. Für „The Gods Themselves“, „Foundation’s Edge“ sowie die Erzählung „The Bicentennial Men“ gewann er sowohl den Hugo als auch den Nebula Award gewinnen. Seine weitern zahlreichen Preise hier aufzulisten, würde zu weit führen.

In den 1960er Jahren lernte er Eugene W. Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte er als Special Science Consultant bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Er war Ehrenvizepräsident des Vereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.

Doch Asimov schrieb auch auf anderen Gebieten als der Science Fiction. Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie und schrieb Bücher über die Bibel, William Shakespeare, über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten. Asimov schrieb auch unter dem Pseudonym Paul French. Azimovs zweibändige Autobiographie mit dem Titel In Memory Yet Green erschien 1979.

Aus Asimovs erster Ehe mit Gertrude Blugerman, die er 1942 heiratete gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. Nach seiner Scheidung 1973 heiratete er Janet Opal Jeppson.

Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen in New York durch eine HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.

mehr über Isaac Asimov:

Phantastisches von Isaac Asimov:

  • Norby-Reihe (mit Janet Asimov)
    • (1983) Norby, the Mixed-up Robot
    • (1984) Norby’s Other Secret
    • (1985) Norby and the Lost Princess
    • (1985) Norby and the Invaders
    • (1986) Norby and the Queen’s Necklace
    • (1987) Norby Finds a Villain
    • (1988) Norby Down to Earth
    • (1989) Norby and Yobo’s Great Adventure
    • (1990) Norby and the Oldest Dragon
    • (1991) Norby and the Court Jester
  • Sachbücher (Auswahl):
    • (1962) Träger des Lebens
      The Living River
    • (1969) Sternstunden der Forschung
      Twentieth Century Discovery
    • (1972) Drehmomente
      The Left Hand of the Electron
    • (1977) Die schwarzen Löcher
      The Collapsing Universe: The Story of Black Holes
    • (1979) Ausserirdische Zivilisationen
      Extraterrestrial Civilizations
    • (1979) Die Apokalypsen der Menschheit
      A Choice of Catastrophes
    • (1979) Buch der Tatsachen
      Isaac Asimov’s Book of Facts
    • (1981) Genesis
      In the Beginning
    • (1981) Veränderung!
      Change!: Seventy-one Glimpses of the Future
    • (1982) Die Erforschung der Erde und des Himmels
      Exploring the Earth and the Cosmos
    • (1987) Wie alles anfing
      Beginnings: The Story of Origins – of Mankind, Life, the Earth, the Universe
    • (1988) Wenn die Wissenschaft irrt…
      The Relativity of Wrong
    • (1989) Das Wissen unserer Welt
      Asimov’s Chronology of Science and Discovery
    • (1989) Grenzfälle der Naturwissenschaften
      Frontiers
    • (1991) Vom Kosmos zum Chaos
      Atom