Nachtjagd von J. R. Ward

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Dark Lover“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 268 Seiten.ISBN 3-453-53271-6.Übersetzung ins Deutsche von Astrid Finke.

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In Kürze:

Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegründet wurden: die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose und maßlos attraktive Anführer der BLACK DAGGER, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren. Die Schlacht beginnt!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Dracula und kein Ende?“65

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Seit der Zeit, als Bram Stoker seinen Roman um den bluttrinkenden Grafen vorlegte, hat sich im Subgenre des Vampirromans einiges getan. Anne Rice führte mit ihren weit gespannten Chroniken die Nosferatu zu neuen Ufern, Nancy Collins, Kim Newman oder P. N. Elrod, um nur einige zu nennen, weiteten die Grenzen aus. Zwischenzeitlich hat sich eine feste Fangemeinde gebildet, die für einen entsprechenden – für die Verlage planbaren – Absatz sorgt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Verlage entsprechende Stoffe suchen und ständig neue Autoren mit ihren Werken auf den Markt drängen.

J. R. Ward begann schon während ihrer College-Zeit zu schreiben. Vor der „Black Dagger“ Serie hat sie unter dem Namen Jessica Bird bereits einige Liebesromane veröffentlicht. Nach ihrem Studium publizierte sie die ersten Bände ihrer Saga um die „Black Dagger“ und avancierte damit schnell zur Bestsellerautorin.

Vom Aussterben bedrohte Bluttrinker

Um was geht es, was unterscheidet die Romane von den unzähligen Vampirwerken anderer Autoren? Ward berichtet uns eingebettet in die uns bekannte Welt der Jetztzeit von einer aussterbenden Nosferatu-Gattung. Seit Jahrhunderten werden die langlebigen Vampire von seelenlosen Menschen, Lesser genannt, verfolgt und getötet. Nur die Bruderschaft der Black Dagger, besonders kräftige, schnell heilende Vampire stellt sich der Bedrohung entgegen. Doch die Black Dagger sind wenige und ihre Gegner nutzen neueste Techniken im Kampf gegen die verhassten Feinde. Eine Autobombe zerfetzt Darius, einen der sechs Black Daggers. Kurz vor seinem Tod bat Darius seinen Freund Wrath, den König der Vampire, seine Tochter Beth zu beschützen. Diese wuchs als Waise ohne Kenntnis ihrer Herkunft auf. Jetzt, mit Mitte 20, droht die Transformation, eine Wandlung, die die Jungvampire hilflos zurücklässt. Bedroht von Lesser-Anschlägen macht sich der Einzelgänger Wrath auf, die junge Journalistin mit ihrem Erbe vertraut zu machen. Er hat mit viel gerechnet, Unglauben der Existenz der Bluttrinker, Ablehnung der bislang unbekannten Herkunft, Hass auf den sie so lang verleugnenden Vater, doch statt dessen wird er von einer Welle sexueller Obsession überrollt …

Vampir und Sex – ein tödliche Mischung

In diesem ersten Teil des Auftaktromans führt die Autorin uns in ihre ganz eigene Welt der Bluttrinker ein. Wards Vampire machten keine Jagd auf Menschen, nur das Blut ihrer Artgenossen vermag sie wirksam zu nähren. Auch sind sie alles andere als dominante Überwesen. Zwar vermag ihnen weder Weihwasser noch Knoblauch etwas anzuhaben, doch die Jahrhunderte der Verfolgung und die hohe Vampir-Säuglingssterblichkeit haben ihre Reihe gefährlich gelichtet. Ohne uns mit letztlich unglaubwürdigen Erklärungen zu langweilen, präsentiert uns die Autorin ihren Weltenentwurf als nicht näher erläuerten Fakt und lässt ihre temporeiche Handlung darin ablaufen. Diese Konzentration auf die rasante Action erinnert ein wenig an die Art einer Nancy Collins, wobei Ward ganz eindeutig danach trachtet ihre Leser-innen mit der Kombination Vampir und Sex zu ködern. Die Geschichte konzentriert sich ganz auf die Beziehung zwischen dem einzigen verbliebenen Vampir reinen Blutes und dem Vampir-Mensch-Halbblut.

Beth ist über die Reaktion ihres Körpers entsetzt. Sexualität, das hiess für sie kurze, meist wenig befriedigende Beziehungen, ein paar Nächte gefolgt von Monaten, ja Jahren voller Trieblosigkeit. Die Offenbarung, dass ihr Vater nicht, wie bislang angenommen, seit ihrer Geburt tot war, dass er sie seit Jahrzehnten über- und bewacht ist schon schwer genug zu akzeptieren. Aber die ungewollte, drohende Transmutation in einen Vampir und die grenzenlose, befriedigende Lust, die sie so unerwartet plötzlich an sich entdeckt, ängstigt sie masslos. Verrät sie ihr Körper, ist dieser Rausch der Sinne normal, oder wird sie verrückt? Gerade dieser Zwiespalt zwischen der Ekstase, die sie beim Verkehr empfindet, die ihr logisches Denken, ihre Vorsicht und ihre Barrieren niederreisst, sie auf ein animalisches Niveau reduziert und ihre sonst so beherrschte, kontrollierte Art ausser Kraft setzt, ist sehr interessant gezeichnet. Vieles wird nur angedeutet und erschliesst sich dem Leser durch die Handlung. Dabei arbeitet Ward gerne und ausgiebig mit Stereotypen. Ihre Dagger sind Machos aus dem Bilderbuch – sie lieben Lederklamotten und schnelle Autos, Rap Musik und Waffen der kalten, glänzenden Art. Trotz all dieser abgegriffenen Versatzstücke aber mixt die Autorin ihren ganz eigenen, rasanten und actiongeladenen Plot, der Appetit auf mehr weckt.

Ihre Meinung zu »J. R. Ward: Nachtjagd«

KathelineK15 zu »J. R. Ward: Nachtjagd«23.08.2012
Ich finde das Buch einfach klasse! ich war von Anfang an gefesselt und konnte es zwei ganze Tage nicht aus den Händen legen bis ich damit fertig war, aber dann hab ich leider entdeckt das ich mir das nächste Buch auch kaufen musste um herauszufinden wie die Geschichte endet......na ja aber das Buch war der Hammer und ich hoffe das die anderen Bücher dieser Reihe genauso gut sind wie ihr erstes

xoxo Kat
Anonym zu »J. R. Ward: Nachtjagd«29.11.2011
Ich liebe die Bücher sie sind einfach großartig, ich lese wirklich viel Fantasy eigentlich nur. Aber die Black dagger sind meine Lieblinge. Ich bin echt gespannt wie es mit Nalla und allen anderen weiter geht. Ich wünsche mir ja eig. das sie und Quinn ein Paar werden aber das ist nur so ein Tick von mir, also dann nich viel Spaß beim lesen.

LG Ich
Sandra zu »J. R. Ward: Nachtjagd«01.11.2010
Habe vor ca.3 Monaren angenfangen Black dagger zu Lesen und bin hin und weg,was so intresantes ist mir noch nicht untergekommen und eine Freundin Liest sie au gerade,mal schauen wie Sie die findet.Ich bin jetzt bei Band 8 angekommen und werde mir alle davon holen und auch den Sonderband Die Bruderschaft der Black Dagger,Ich hoffe das es noch mehr von den Büchern kommen und die reihe nicht bei Vampiersohn aufhört.
LG
Sandra
Naina zu »J. R. Ward: Nachtjagd«27.07.2010
Ich hab erst letzte Woche mit den Büchern begonnen und les grad Band 6
Nur zu empfehlen. Einfach fantastisch. Diese Bücher will man, wenn man sie einmal in der Hand hatte, so schnell nicht wieder weglegen. Eins der Bücher (je nachdem, welches ich grad lese) begleitet mich überall hin. Ob Bus oder Bahn.
Amanda zu »J. R. Ward: Nachtjagd«24.10.2009
Hehe. Ich bin erst 13 aber trotzdem total fasziniert von den Büchern. Ich habe alle Bänder durchgelesen und kann den 1.Dezember gar nicht mehr abwarten, bis endlich der 12.Band erscheint. (Wenn meine Mutter wüsste was die mir da geschenkt hat. ; ) )
Bitte keine Altersdiskriminierung hier!^^
Die anderen aus meiner Klasse finden das auch total toll, da ich sozusagen die Bpcherquelle der Klasse bin. =)
Jedenfalls: Die Bücher sind geil! Ein Muss zum Lesen für alle, die Vampir-Krieg-Bücher mit 'etwas' Erotik mögen.^^
Viel Spaß beim Lesen @ all.
M.f.G.
Amanda
Lilit zu »J. R. Ward: Nachtjagd«22.10.2009
Erst einmal: "JA" es geht um Sex.... ist das der einzige Inhalt "NEIN" und dieses ganz groß.

Es geht nämlich auch um Feindschat : Lesser gegen Vampir
Um Liebe: Und damit mein ich nicht den Sex sondern die einfache schlichte Verbundenheitsnummer.
und um Freunde und Familie.

Es stimmt ich würde dieses Buch niemals einen Jugendlichen unter 16 Jahren geben, aber jeden anderen der Liebe, Leidenschaft, Krieg und nochmal Liebe in einen Buch vereint sehen will, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

LG

Lilit
Augenweitwurf zu »J. R. Ward: Nachtjagd«02.09.2009
Abgesehen davon, dass ich jedes Mal wenn ich einen der Klappentexte lese das Bedürfnis habe Tisch und Kopf in matschiger Umarmung zu vereinen ist es eine wirklich sehr nette Reihe, das muss ich wirklich eingestehene. Der Vampir-(oder sonstige seltsame Rasse)Erotiktrend hinkt zwar ein wenig mittlerweile, da uns da wirklich genug um die Ohren geschleudert wird, dennoch kann ich für meinen Teil einfach nicht die Finger davon lassen und mag wissen wie es weitergeht.
Tallo zu »J. R. Ward: Nachtjagd«13.07.2009
Ja, ich gehöre zu der Zielgruppe. Mir hat der erste Band der "Black Dagger"-Reihe sehr gut gefallen. J.R. Ward schreibt gut. Man kommt schnell in das Thema und die „Hauptdarsteller“. Das Buch hat gehalten, was es verspricht: Es ist spannend, mystisch und erotisch. Besonders gut hat mir die Darstellung von Wrath gefallen: Harte Schale, weicher Kern. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher dieser Reihe.
Frank zu »J. R. Ward: Nachtjagd«15.02.2009
Jajaha.
Ich hatte heute 1-2 Stunden Zeit und habe "todesmutig" zum ersten Band der "Black Dagger" Reihe gegriffen.
Natürlich bin ich jetzt ein Fan, ich werde alle weiteren Bücher auch lesen und die kopierten Buchcover über meinem Bett aufhängen.
Oder auch nicht.
Über die Handlung ist alles gesagt worden, da braucht es keine Informationen.
Zunächst mal die positiven Aspekte. Die Bücher (wahrscheinlich - das erste auf alle Fälle) sind schnell zu lesen und recht spannend. Der Schachzug der Autorin die Geschichte der Vampire nicht näher zu beleuchten, erspart dann auch eventuelle Durchhänger bzw belastet den Leser nicht mit (zu) vielen Informationen.
Wirklich negativ aufgefallen ist mir zum einen die sehr offensichtliche Art der Köderung durch die immer wieder aufkommenden Sexszenen (da merkt man durchaus aus welchem Genre Ward eigentlich kommt) sowie die stereotypische Darstellung ihrer Protagonisten.
Dadurch dass die ohnehin schmalen Bändchen dann noch künstlich zu Mehrteilern aufgebläht werden, ist der Soupeindruck perfekt. Allerdings kann man der Autorin schwerlich absprechen, ihre Zielguppe erreicht zu haben.
Ich gehöre nicht dazu. Mir reicht Band 1.
40%
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MSutchy zu »J. R. Ward: Nachtjagd«09.02.2009
Eigentlich habe ich den dritten Teil als erstes gekauft und musste mich gedulden bis ich Teil 1 auch hatte. Ich finde es nämlich schrecklich mittendrin in einer Reihe anzufangen.
Bis dahin habe ich die "neuen" Vampirreihen a la L. Adrian und K. MacAlister gelesen. Und nun hat mich das Black Dagger-Fieber gepackt.
Nicht dass die anderen Autoren nicht gut sind, nein sie sind auch fantastisch, haben aber hier und da ihre Macken. Z.B. die ständige Erklärung wie die Vampirrasse entstanden ist. J.R. Ward ging da einfach nicht drauf ein und was soll ich sagen, es funktioniert.
Und wenn man bedenkt, dass diese Reihe ja der Urschlamm ist, weil die schon in der Mitte der 90iger herauskam. Kann man die anderen Geschichten nur als Abklatsch bezeichnen. Zwar guter aber die Black Dagger waren zuerst da!
Schade ist nur, dass der erste Teil mit einem Cliffhanger endete. Ich hätte mir die Haare ausgerissen, wenn ich nicht zufällig auch schon Teil 2 gehabt hätte und weiterlesen konnte.
Auch die späteren Bücher wurden wohl geteilt, dass konnte ich schon den englischen Titeln entnehmen.
Die Charaktere sind in der Tat sehr realistisch und besonders der Anführer steht in Teil 1 und 2 im Mittelpunkt. Was nicht anders bei einer Reihe zu erwarten ist.
Und Wrath packt einen. Solch ein ungehobelter, mürrisch und griesgrämigen Kerl, der von einer Frau eigentlich nichts wissen will und dennoch ohne sie nicht sein kann, mag jeder. Erst recht, wenn er ohne Eltern aufgewachsen ist und seit je her nicht sehen kann. Manchmal frage ich mich schon wie der noch kämpfen kann...
Zudem finde ich die Gegner der Black Dagger interessant, obwohl ich meine, dass Männer ihre Potenz nicht so leicht hergeben.
Dafür sind sie sehr intrigant und durch ihrer deutlich Übermacht nie zu unterschätzten. Ich habe Band 2 noch nicht zu ende gelesen, aber ich hoffe da auf ein imposantes Zusammentreffen, wo richtig Körperteile durch die Gegend fliegen.
Außerdem will ich ja auch wissen, ob Beth nach ihrer Transition bei Warth bleibt. Dass sie den Ritus überlebt, steht für mich außer Frage. Auch bei der anderen Sache habe ich so meine Vermutung.
Zum Schluss möchte ich noch den Glossar erwähnen. Der nämlich klasse und allein schon dessen Existenz ein Zeichen für ein wahres Epos. Nur eine Übersicht der handelnden Figuren würde nicht schlecht sein, zumindest ab Band...
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