Seelenjäger von J. R. Ward

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Lover Unbound“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 300 Seiten.ISBN 3-453-53291-0.Übersetzung ins Deutsche von Astrid Finke.

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In Kürze:

Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegründet wurden: die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose, attraktive Anführer der BLACK DAGGER, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Doch sie beißen nicht – Die eigene Vampir-Welt der J. R. Ward“80

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Vorhang auf zur weiteren Geschichtsschreibung der Black Dagger, der etwas anderen Vampir-Serie. Hier nähren sich die Blutsauger nur an ihren Artgenossen und stehen mittlerweile – im 21. Jahrhundert – kurz vor ihrer Vernichtung. Die Lesser, untote Vampirjäger haben ihre Zahl dezimiert, die Black Dagger, der schlagende Arm der Vampire, wurde gefährlich ausgedünnt.

J. R. Ward stellt uns in jeweils einem Roman, der für die Übersetzung dann in mehrere deutsche Ausgaben gesplittet wird, einen der Vampir-Krieger vor. Dieses Mal steht Vishous, der Sohn des Bloodletter, im Zentrum des Buches. Im Verlauf des ersten Teils des Romans erfahren wir mehr von seiner traumatischen Vergangenheit. In Rückblicken, Erinnerungen und Visionen erleben wir seine Kindheit vor gut 300 Jahren im Lager seines despotischen Vaters, der ihn missbraucht, ja innerlich brechen will. Geschickt deutet die Autorin hier vieles an, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Gerade deshalb aber kann der Leser um so besser nachvollziehen, was ein solches Verhalten mit einer kindlichen Psyche anstellt, und wir lernen den Grund für seine sadistische Grundhaltung kennen.

Doch dann – wir erinnern uns an Quasimodo – lernt auch Vishous seine wahre Liebe kennen. Natürlich wäre es zu einfach, wenn es sich um eine Vampirin handeln würde, oh nein, da ist Ward vor. Eine Frau, noch dazu eine emanzipierte Frau, die Leiterin der Notaufnahme in einem Krankenhaus, entbrennt in Liebe zu dem Krieger – und er zu ihr. Dass sich dann in die aufblühende Liebe ein Lesser einmischt, dass V mit seiner Mutter, der göttlichen Jungfrau der Schrift, der er als Primal, als Zuchthengst, für weitere Krieger dienen soll, bricht, trägt auch nicht eben zur Befriedung des wohl ungezügeltesten der Deggar bei …

Nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen

Natürlich schwimmt die Autorin auf der Welle der so genannten Romance-Fantasy, also Vampirromane, die im Jetzt spielen und einen Schwerpunkt auf erotische Schilderungen legen, geschickt mit. Dennoch darf man nicht übersehen, dass es ihr im Gegensatz zu vielen ihrer Autorenkolleginnen mehr und mehr gelingt, ihrem Universum Eigenständigkeit einzuhauchen. Dadurch, dass sie die Menschen als Beute ausschließt und sich ihre Vampire ausnahmslos von ihresgleichen nähren können, hebt sie sich inhaltlich von der Konkurrenz ab und nutzt die sich daraus ergebenden Verwicklungen geschickt, um ihren jeweiligen Plot voranzutreiben.

Der Schwerpunkt der Romane liegt jedoch – bei all der gebotenen Gewalt und der Kämpfe – nicht etwa in der Action. Zwar sind die Auseinandersetzungen mit den Lessern wichtig, doch mehr noch interessiert die Autorin und den Leser, ob und wie ihre Black Dagger-Helden wohl jeweils ihr persönliches Glück finden werden. Hier überraschte mich der vorliegende Plot doch. Das erinnerte sowohl von seiner Anlage als auch der Ausgestaltung her eher an eine Tragödie als eine große Love-Story.

Der als Kind missbrauchte V, der Befriedigung nur noch in Scherz und Erniedrigung finden kann, ist nicht eben stromlinienförmiges Heldenfutter. Zu unnahbar erscheint der Kämpfer, zu negativ besetzt ist dessen Charakter – doch eben darum ist er auch interessant. Geschickt weckt die Autorin unser Verständnis und auch unser Mitleid mit der geplagten Seele, füttert ihn, aber auch einige andere Personen, immer weiter mit Hintergrund.

Gerade weil wir einmal mehr nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen vorgekaut bekommen, weil es in der Welt der J. R. Ward auch um Verluste, Trauer und Missbrauch geht, hebt sich diese Reihe von vielen anderen Serien ab, wenngleich ich nicht unbedingt mit vorliegendem Zweiteiler anfangen würde.

Ihre Meinung zu »J. R. Ward: Seelenjäger«

Sadie_de zu »J. R. Ward: Seelenjäger«06.04.2009
einfach der hammer börner !!!! Ich bin zu tiefst von J.R.Ward´s Bücherreihe begeistert! Es macht immer wider spaß sie zu lesen und man wird verdammt süchtig davon. In seelenjäger geht es Um Vishous und Jane. Vishous ist so oder so mein liebling in der ganzen Black Dagger scharr ^^ Und ich freu mich schon wie irre auf das nächste Band, ´´Todes Fluch´´
Black Dagger 4ever !!!
Soni83 zu »J. R. Ward: Seelenjäger«15.02.2009
Also, ich kann nur zustimmen, bis " Seelenjäger"
erschienen ist,habe ich alle "BDB" von Anfang bisEnde noch einmal gelesen. Das ist wahrlich ein Sucht, und "Seelenjäger" ist einfach klasse gechrieben, wie die anderen Bänder auch und endlich könnnen wir mal erfaren, was es mit diesem "Handschuhhand "auf sich hat. Ich liebe es wie "Ward" alle Brüder in einem Buch uns nach und nach kennenlernen lässt, aber manchmal ist es lästig ,grade da wo es spannend wird, aber dafür liest es sich umso besser. Mann, wenn es davon nur eine Serie gäbe. Die Quoten würden nur so steigen. Aber ob man unsere geilen Helden ersetzen kann,ist fraglich. Bin schon so richtig auf Phury gespannt.
lisababy2510 zu »J. R. Ward: Seelenjäger«15.02.2009
Hallo zusammen.... ich kann nur sagen ich werde fast verrückt weil ich mich bis Mai gedulden muß bis Todesfluch erscheint.....ich noch keine Ahnung habe wann Blutlinie auf dem Tresen liegt.... Mein Englisch nicht sooo gut ist und mein Mann mir aus lauter Verzweiflung notfalls übersetzt. ! Ihr habt kein Problem mit Drogen ?! Prima, ich auch nicht aber jetzt habe ich J.R.Ward und die Black Dagger.... Jetzt habe ich das größte Suchtpotential.....Denn: Ich habe in knapp 2 Wochen bis Seelenjäger alles gefrssen und warte wie es mit V.... und John weiter geht. Und Bella und Z und Phury...seht Ihr ich sage doch: Es macht Süchtig.... Also Augen auf beim Bücherkauf und Ihr werdet auch zu denen gehören ;-)
Djamena zu »J. R. Ward: Seelenjäger«10.02.2009
So, der nächste Suchtband ist da.
Sehr zum Leidwesen einiger männlicher Vampirhasser auf diesem Portal, aber die Leserinnen sind umso erfreuter und weisen alle Kritik an dieser Art von Trivialliteratur weit von sich. Mädels, macht es euch gemütlich und zieht euch für einige genussvolle Stunden nach Caldwell zurück. Jetzt ist Vishous an der Reihe.
Oh my God, der arme Kerl ist schon arg gebeutelt. Seine Vergangenheit ist wirklich nicht von ‚schlechten Eltern’ sondern von ‚grauenhaften Eltern’ und J.R. Ward zieht einen wieder so rein in die Story, mit kurzen, knackigen Sätzen und dem gewohnten Jargon und den trotzdem gefühlvollen Szenen, dass der Lesestoff fast zu schnell bewältig wird.
Vishous Vergangenheit wird nach und nach aufgedeckt und das Buch beginnt gleich mit einem Knaller. Ähnlich wie bei Zsadists werden alle weiblichen Instinkte angerührt, Frau möchte am liebsten hineinkriechen ins Buch und den äußerlich so coolen Kerl, der aber immer am Rande der Selbstzerstörung wandelt, trösten, lieben, bemuttern, beschützen und die harte Schale durchbrechen, um zum deformierten emotionalen Kern vorzustoßen. (Aber er hat ja Doc Jane) Genau das ist die große Kunst der Autorin, dieses auf immer wieder fesselnde, spannende und teilweise ironische Art und Weise darzustellen. Aber auch die anderen Personen kommen nicht zu kurz, Phurys Story wird allmählich vorbereitet u. auch die Youngsters erleben einige Abenteuer.
Das beiden einzigen Kritikpunkte meinerseits sind: Mir gefällt die Übersetzung an einigen Stellen nicht besonders gut und … da werden wir uns wohl einig sein, der willkürliche Abbruch mitten in der Geschichte und die dämliche Warterei auf die Fortsetzung sind so was von daneben, dass Frau das eigentlich nur mit den Worten der Brüder bezeichnen kann: „We got a situation!“
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Crowley zu »J. R. Ward: Seelenjäger«10.02.2009
Obwohl ich Lover Unbound bereits gelesen habe, musste ich mir, als bekennender Vishous Fan natürlich auch Band 1 der deutschen Übersetzung holen. Was soll ich sagen? Es ist nicht umsonst eine der besten Vampirserien. Alle Charaktere werden sehr liebevoll beschrieben und obwohl die Bücher sich jeweils nur um eine Hauptperson drehen (in diesem Fall eben Vishous), werden die anderen Figuren immer mit einbezogen. Ich persönlich finde ich das sehr gut, da sich die Geschichten und Personen ja weiterentwickeln müssen. Es sind nun mal, und das auch im wahren Leben, meist mehr als 2 Personen an bestimmten Ereignissen beteiligt!
Die Black Dagger Romane sind auf jeden Fall lesenswert (und zwar alle Teile), machen allerdings sofort süchtig!
cinnamon zu »J. R. Ward: Seelenjäger«25.01.2009
Für mich von Anfang an die beste aller Vampir-serien! Leute, kauft euch die Bücher auf englisch, ihr müsst dann nicht ewig auf die Fortsetzung warten und euch vor allem nicht darüber ärgern, das die Bücher geteilt sind! Ich selbst warte schon sehnsüchtig, wie die Geschichte wohl weitergeht, nachdem nun auch Vishous und Phury ihr Happy End gekriegt haben. Vermute mal, als nächster ist John an der Reihe...
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