James Graham Ballard

James Graham Ballard wurde am 15. November 1930 in Shanghai als Sohn eines Geschäftsmannes geboren und lebte dort, bis er dreizehn Jahre alt war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Ballard drei Jahre mit seiner Familie in einem japanischen Gefangenenlager interniert. 1946 kehrte seine Familie mit ihm nach England zurück. Ballard ging dort zur Schule und begann in Cambridge ein Medizinstudium, welches er jedoch nach zwei Jahren aufgab, um sich der Schriftstellerei zu widmen. Bevor er jedoch das Schreiben zu seinem Beruf machen konnte, war er Flieger bei der R.A.F., Skriptschreiber für eine Filmgesellschaft und Copywriter an der Londoner Oper.

Seine erste SF-Erzählung „Prima Belladonna“ veröffentlichte er 1956. Er wurde zu einem innovativen und umstrittenen Autor. Viele seiner Novellen entwarfen Anti-Utopien und Weltuntergangsszenarien. Die Ursachen waren dabei meist unwichtig und wurden oft gar nicht näher benannt. Ballard konzentrierte sich stattdessen auf den Kollaps bzw. die Degeneration der Gesellschaft angesichts des Untergangs.

Sein Werk ist durch eine bemerkenswerte Breite in der Auswahl der Genres (Science-Fiction, Historischer Roman, Moderne) gekennzeichnet. Es umfasst außer Romanen und Novellen weit über hundert Kurzgeschichten. Seine Novelle „Crash“ wurde 1996 vom kanadischen Regisseur David Cronenberg verfilmt, „Empire of the Sun“ im Jahre 1987 unter der Regie von Steven Spielberg.

James Graham Ballard starb am 19. April 2009 in London an den Folgen einer Krebserkrankung.

Phantastisches von James Graham Ballard:

  • andere Bücher
    • (1984) Das Reich der Sonne
      Empire of the Sun.
    • (1991) Das grosse Herz der Frauen
      The Kindness of Women
    • (1994) Der Höllentrip ins Paradies / Stürmt das Paradies!
      Rushing to Paradise
    • (1996) Weißes Feuer
      Cocaine Nights
    • (2010) Wunder des Lebens (Autobiografie)
      Miracles of Life