Spinnengift von Jennifer Estep

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „Widow’s Web“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 416 Seiten.ISBN 3-492-28072-2.Übersetzung ins Deutsche von Vanessa Lamatsch.

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In Kürze:

Eigentlich scheint endlich einmal alles perfekt in Gin Blancos turbulentem Leben: Ihre größte Gegnerin ist tot, sie versteht sich gut mit ihrer Schwester und ist rundum glücklich mit ihrem Lover Owen. Doch dann taucht Salina Dubois in der Stadt auf – Owens Exfreundin, die grausame Rache üben will und alles daran setzt, zurückzuerobern, was einst ihr gehörte. Die Südstaatenschönheit entpuppt sich als gefährliche Gegnerin, die nicht nur über mächtige Wasserelementarmagie verfügt, sondern auch ein undurchsichtiges Spiel spielt. Doch sie hat ihre Rechnung ohne Gin Blanco gemacht. Die macht sich natürlich sofort daran, Salinas Geheimins zu lüften – koste es, was es wolle.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Unsere Auftragskillerin a.D. Trifft auf die Ex ihres Lovers – eine psychopathische Mörderin“80

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Die oder der Ex im Spiel einer neuen Beziehung – das bedeutet für alle Beteiligten immer und grundsätzlich Stress. Da war früher einmal etwas zwischen dem, der zu einem gehört und dem oder der Verflossenen. Ist da nicht etwas übrig von den damaligen Gefühlen – Fragen, die im Raum stehen um so mehr, wenn eine der Parteien die alte Liebe wieder aufleben lassen möchte.

Gerade hat Gin Blanco, genannt die Spinne ihren ehemaligen Liebhaber in seine Schranken verwiesen und sich zu Owen bekannt, das Glück schien auf unsere Turteltauben herabzuscheinen. Doch immer dann, wenn es einem zu gut geht hält das Schicksal etwas weniger Begeisterndes für einen bereit. In unserem Fall handelt es sich um Owens frühere Verlobte Salina Dubois, die in ihre alte Heimat zurückgekehrt ist.

Seitdem sie, die mächtige Wasser-Elementarin wieder in der Stadt ist gab es bereits zwei mysteriöse Morde, die mittels Wasser ausgeführt wurden. Als Gin mit ihrem Catering-Service an Bord eines zum Kasino umgebauten Raddampfer verpflichtet wird ahnt sie nicht, dass der Besitzer, ein mehr als zwielichtiger Ganove, auf dem Abschusszettel Salinas steht. Zwar gelingt des Gin im letzten Moment die aus Wasser bestehenden Würgeschlingen um den Hals ihres Auftraggebers zu lösen, der Kampf ist damit aber erst eröffnet. Und die Gegnerin spielt nicht mir fairen Mitteln!

Die gemeinsame Vergangenheit, Owens nach wie vor vorhandene Zuneigung und der Hass von Owens Schwester verbinden sich mit den Racheplänen der Wassermagierin – die zudem Gin unbedingt aus dem Weg räumen will …

So geht moderne Urban Fantasy

Auch im mittlerweile siebten Band ihrer Erfolgsserie um die Elemental Assissins bleibt Estep sich selbst treu. Geschickt mischt sie interessante Figuren mit einer actionreichen Handlung, streut dazu ihre ganz eigene Magie bei und schildert einmal mehr den gerechten Kampf des Underdogs gegen die gefährliche Psychopathin. So muss moderne Urban Fantasy sein. Rasant erzählt, in der Anlage her mit Eigenheiten trumpfend und mit einer winzigen Prise Romantik gewürzt.

Vorliegend meint es die Autorin allerdings nicht unbedingt gut mit ihrer Protagonistin. Gewitterwolken der zwischenmenschlichen Art ziehen am Horizont auf, und, wie wir dies von Gin nicht anders gewohnt sind oder erwarten würden, bleibt sie sich selbst treu – auch wenn dies Unbill und jede Menge emotionale Verwerfungen mit sich bringt. Das vereint das Beste aus den Soap Operas mit einer unheimlich intensiven, packenden Handlung und lässt uns unserer Heldin wider Willen ein ums andere Mal gerne und bereitwillig ins gefährliche Abenteuer folgen.

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