Silberlinge von Jim Butcher

Buchvorstellungund Rezension

Silberlinge von Jim Butcher

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Death Masks“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 432 Seiten.ISBN 3-426-50175-9.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Dämonen haben es auf eine besondere Reliquie abgesehen – das Turiner Grabtuch. Nur einer kann sie aufhalten und die Kostbarkeit für die Kirche retten: Harry Dresden. Doch der hat gerade ganz andere Probleme: Seine große Liebe Susan kommt zu ihm zurück. Als Halbvampirin!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Relikte Jesu und der Schnüffler von Chicago“90

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Dreißig Silberlinge hat Judas für seinen Verrat vor rund 2000 Jahren erhalten. Dreißig Silbermünzen, die gefallenen Engeln nun als Anker dienen, um Menschen zu verführen. Und die Macht der Gefallenen richtet sich dieses Mal auf Chicago, genauer gesagt, auf einen Mann, noch präziser: auf Harry Dresden.

Der aber hat – zunächst zumindest – erst mal andere Sorgen. Der Vatikan heuert den chronisch finanzschwachen Detektiv an, das aus Turin gestohlene Leichentuch Jesu wieder herbeizuschaffen, und der rote Hof der Vampire fordert ihn zum Duell auf Leben und Tod. Damit immer noch nicht geschunden genug, taucht Susan, die Liebe seines Lebens wieder auf, und macht mit ihm Schluss.

Der Charme von Columbo verbunden mit den Kräften Merlins

Dass und wie dies alles miteinander verwoben ist und wie Harry einmal mehr seinen dürren Hals aus der mehr als engen Schlinge zieht können Sie nachlesen, wenn Sie sich den neuesten Roman aus dem Hause Knaur besorgen. Und wie gewohnt werden Sie ihren Obolus nicht bereuen.

Seit Jim Butcher seine Urban-Fantasy-Reihe um den Zauberer und Detektiv Harry Dresden begonnen hat, belegen seine Romane regelmäßig die ersten Plätze der US-Bestsellerlisten. Eine TV-Adaption folgte, deren deutsche Synchronisation gegenwärtig ansteht, und nach Büchern gefragt, die sie gerne lesen, antworten erstaunlich viele renommierte Autoren mit dem Namen Butcher.

Was aber macht den Reiz dieser Titel aus? Statt – wie sonst mittlerweile üblich – seine Leser mit herzzerreißenden Gefühlwirrungen und -irrungen zu langweilen oder mit rasanten nonstop Verfolgungsjagden und jeder Menge Action zu überfahren, präsentiert der Autor uns einen Mann als Protagonisten, der wahrlich kein typisches Heldenmaterial zu sein scheint.

Ein Underdog, ein Verlierer mit Columbo-Charme, mit dreckigen Klamotten und chronischer Geldnot, dabei aber eben auch mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Das weckt Mitgefühl und Hochachtung, hat sich doch eben jener Magier bewusst dafür entscheiden, den Menschen zu helfen und sich nicht als machtbesessener Despot in erster Linie um sich selbst zu kümmern. Dass er dabei selbst nur zu oft Prügel auch von seinen Kollegen bezieht, trägt nur dazu bei, unser Interesse an ihm und seinem Schicksal aufrechtzuhalten.

Mit diesem Pfund der Selbstlosigkeit, seiner ein wenig trotteligen, aber liebeswürdigen Art und seinem sturen Dickkopf erobert er die Herzen der Leser – sicherlich auch Ihres, wenn sie ihm eine Chance geben – es lohnt sich.

Ihre Meinung zu »Jim Butcher: Silberlinge«

tassieteufel zu »Jim Butcher: Silberlinge«21.02.2014
Wirklich gut läuft es bei Harry Dresden, dem einzigen Magier der im Chicagoer Telefonbuch steht, ja nie, aber gerade als mal nicht allzuviel Ebbe in seiner Börse herrscht, wird er mit Aufträgen geradezu überschüttet. Für die Polizei soll er bei der Indentifizierung einer Kopf und Handlosen Leiche helfen, ein Priester aus dem Vatikan heuert ihn an um das gestohlene Turiner Grabtuch aufzuspüren, dass anscheinend nach Amerika gebracht wurde und der Rote Hofe der Vampire fordert ihn zu einem alles entscheidenden Duell. Dass dann auch noch Susan, Harrys Ex-Freundin die immer noch mit ihrem halbvampirischen Wesen kämpft, auftaucht, macht Harrys chaotisches Dasein auch nicht einfacher.

Auch im 5. Teil seiner Harry Dresden Reihe gelingt es dem Autor, den Leser mit einer Fülle von Ideen und ungewöhnliche Einfällen zu fesseln. Wie immer sind Harrys Fälle sehr komplex und auch wenn es am Anfang nicht so scheint, so stehen sie doch miteinander in Verbindung, die Auflösung aller Handlungsstränge erfolgt wie immer erst am Ende und bis dahin kann der Leser ordentlich miträtseln ohne wirklich den Durchblick zu haben! Die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag, viel Zeit zum Luftholen bleibt da nicht und Langeweile kommt auch keine auf, wenn man als Leser mit Harry durch seine immer bizarrer werdenden Abenteuer stürzt. Allerdings bleibt bei dem hohen Tempo auch die ein oder andere Frage ungeklärt und nicht alle Handlungsstränge werden gleich gut aufgelöst. Bei Harrys Duell mit Ortega bleiben dem Hörer z. B. einige Hintergründe verborgen und nicht alles erscheint in dem Zusammenhang logisch! Schade fand ich auch, dass Schädel Bob und Murphy wieder nur so ganz am Rande vorkommen, beide Charaktere haben doch immer etwas Pepp und witzige Dialoge in die Geschichten gebracht und das hat hier doch ein wenig gefehlt, aber das sind wohl nur kleine Kritikpunkte bei einer ansonsten wieder stimmigen und flott erzählten Story!
Die Beziehung von Harry und Susan bleibt weiterhin spannend und offen, dabei werden die Charaktere der Beiden weiter ausgearbeitet und vertieft. Hier kann man gespannt sein, wie sich das in den nächsten Bänden entwickelt!
Wie immer sollte man erwähnen, dass das Cover vom Feder & Schwert Verlag wieder sehr passend gestaltet wurde und den bisherigen Stil der Reihe fortführt.

FaziT: gelungene Mischung aus Fantasy, Krimi und Mysterie, dazu eine unwiderstehlich liebenswerte, wenn auch manchmal sture und dickköpfige Hauptfigur, die man mit ihrer schusseligen Art und dem schwarzen Humor einfach mögen muß, ergeben hier einen tollen Mix, der auch nach dem 5. Teil noch nichts von seinem Reiz verloren hat.
steffi zu »Jim Butcher: Silberlinge«20.11.2009
Die Idee in diesem Band finde ich sehr außergewöhnlich und ich habe über den Einfallsreichtum des Autors gestaunt, als ich die Inhaltsangabe las. Das hat sich allerdings sehr bald verflüchtigt. Die in dem Buch beschriebenen Dämonen könnte man genauso gut in einer Animeserie finden. Darüber habe ich allerdings sofort hinwegesehen. Die Grundidee ist aber auf jeden Fall etwas Besonderes. Irgendwie charmant und als wäre es eine Selbstverständlichkeit verbindet Butcher die Magie mit unserer Welt, zum Beispiel durch Auftritte in einer Fernsehshow oder Dresdens Mitarbeit bei der Polizei. Das Buch ist lockerleicht und kein verbissener Horrothriller, was die abgeklatschten Dämonen zur Nebensache werden lässt. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das hätte mich gestört.
Trotzdem ist das Buch spannend und sehr unterhaltsam. Und auch hier muss einfach noch einmal gesagt werden: Harry Dresden ist sehr sympathisch und untermalt die Geschichte durch trockene Kommentare und seine ganz spezielle Art von Humor und Charme, was das Lesen zur Droge werden lässt.
zugroaster zu »Jim Butcher: Silberlinge«10.06.2009
Einfach nur ein tolles Buch. Diesmal geht es um Dämonen die versuchen an das Turiner Grabtuch zu gelangen. Harry erhält den Auftrag dieses gestohlene Artefakt zurückzuerlangen. Unterstützung erhält er hier durch die "Ritter des Kreuzes". In diesem Band werden sehr viele neue Figuren eingeführt, wie die "Ritter des Kreuzes" und die "Gefallenen" und wie immer haben es die Vampire auf Harry abgesehen und er wird zum Duell auf Leben und Tod gefordert.
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