Im Zeitalter der Wunder von John Brunner

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Im Zeitalter der Wunder von John Brunner

Originalausgabe erschienen 1965unter dem Titel „Age of Miracles“,deutsche Ausgabe erstmals 1967, 223 Seiten.ISBN 3-442-23361-5.Übersetzung ins Deutsche von Tony Westermayr.

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In Kürze:

Geheimnisvolle Besucher aus dem Weltall sind auf die Erde gekommen. Den ersten Beweis dafür liefert eine atomare Katastrophe: Plötzlich, ohne vorherige Warnung, explodieren sämtliche Kernwaffen in den Depots in Ost und West. Panik und Chaos herrschen monatelang, bis es den Regierungen gelingt, die schlimmste Not zu lindern. Dann wird von fünf seltsamen Städten berichtet, die plötzlich entstanden sind. Jede von ihnen bedeckt ein riesiges Gebiet und ist wie eine schimmernde Festung. Sie lockt Scharen von Pilgern an. Diese singen Hymnen, um die Bewohner zu ehren. Eine ungeheure Energie ist in den Städten wirksam. Ganze Armeen werden gegen sie ausgesandt, doch die Soldaten befällt der Wahnsinn, und sie kehren zurück als Geschlagene. Dann stellt sich heraus: Die vermeintlichen Städte sind Zugänge zu anderen Planeten. Nur wer friedlichen Sinnes ist, kann sie betreten. Interstellare Entfernungen schrumpfen unter der Einwirkung jener unbegreiflichen kosmischen Macht und sind leicht zu bewältigen. Für die Menschheit beginnt nun der Transit ins All.

Ihre Meinung zu »John Brunner: Im Zeitalter der Wunder«

seoirse_siuineir zu »John Brunner: Im Zeitalter der Wunder«01.06.2014
Die Geschichte erschien ursprünglich unter dem Titel "The Day Of The Star Cities" 1965 in Großbritannien. In Deutschland erschien der Roman 1967 bei Goldmann als als "Transit ins All". 1973 wurde eine erweiterte Version in den USA unter Titel "Age of Miracles" herausgegeben, die 1980 wiederum bei Goldmann in der Übersetzung von Tony Westermeyer als "Im Zeitalter der Wunder" auf deutsch erschien.
Insgesamt ein überdurchschnittlicher Roman. Die Schilderung der Welt nach einer Atomkatastrophe (keinem Atomkrieg!) gelingt Brunner gut. Es gibt zwar noch Nationalstaaten wie die USA, Kanada, Rußland (bzw. Sowjetunion) und China (die Staaten in Europa sind aufgrund der großen Anzahl der dort gelagerten Kernwaffen durch die eingangs erwähnte Katastrophe durch die Explosion sämtlicher Atomraketen und Kernkraftwerke deutlich stärker betroffen und spielen im Roman keine Rolle). Die eigentliche Macht haben Warlords wie der selbst ernannte Gouverneur Grady in Amerika, die durch den Handel mit sogenannten "Relikten" aus den fremden Städten ein Vermögen erworben haben.
Treffend bezeichnet sich einer dieser Warlords selbst als "Ratte". Den Außerirdischen sind die Menschen völlig gleichgültig, sie werden höchstens wahrgenommen und bekämpft, wenn sie die Funktionsweise der "fremden Städte" als interstellare Durchgangsstationen stören. So wie Ratten auf den Schiffen der Menschen fremde Kontinente erreichten, kann die Menschheit nun ihrerseits fremde Planenten erreichen.
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