Polymath von John Brunner

Buchvorstellung

Polymath von John Brunner

Originalausgabe erschienen 1963unter dem Titel „Polymath“,deutsche Ausgabe erstmals 1966, 205 Seiten.ISBN 3-404-00201-6.Übersetzung ins Deutsche von Lore Strassl / Barbara Heidkamp.

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In Kürze


Einen bislang unbewohnten Planeten zu kolonisieren, erfordert mehr Kombinationsgabe und Improvisationsvermögen, als auf einer neuentdeckten Insel in der Weite der terranischen Ozeane Fuß zu fassen. Winzige Fehler könnten die menschlichen Kolonien ins Verderben stürzen und ihre Pläne zum Scheitern verurteilen.
Um diese Fehler zu vermeiden, werden Leute ausgebildet, Männer und Frauen gleichermaßen, die sich bei ihrem Training auf sämtliche Eventualitäten vorzubereiten haben.
Diese Spezialisten nennt man Polymathen.
Jeder Polymath bekommt einen Planeten zugewiesen, für dessen Urbarmachung und Eroberung er trainiert.
Genau das hat Lex, ein junger Mann, auch getan. Aber wie kann er ahnen, dass er mit seiner Pioniergruppe auf einem Planeten notlanden muss, der ihm genauso unbekannt ist wie seinen Leidensgenossen?
Und nachdem man die Überlebenden gezählt hat und zusehen muss, wie das Raumschiff, die letzte mögliche Verbindung zur Heimat, in den Fluten eines fremden Ozeans versinkt, gibt man sich keine Chance mehr, die nächsten Wochen zu überstehen.
Doch menschlicher Geist ist erfinderisch – und ein Polymath wird nicht ganz zu Unrecht als Supermensch angesehen …

Ihre Meinung zu »John Brunner: Polymath«

seoirse_siuineir zu »John Brunner: Polymath«28.06.2015
Eine erste - gekürzte - Fassung des Romans schrieb Brunner 1963 unter dem Titel ("Castaways' World"), "Polymath" von 1974 ist eine überarbeitete Version, die der mir vorliegenden Übersetzung von Barbara Heidkamp zu Grunde liegt.
Aus der obigen Inhaltsbeschreibung geht nicht hervor, daß es sich in dem Roman im Wesentlichen um die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten handelt, zwischen denen sich die Gestarndeten ("Castaways") entscheiden müssen. Zum einen gibt es die Gruppe um den Protagonisten Lex, die versuchen, sich auf dem Planeten eine neue Existenz aufzubauen. Auf der anderen Seite steht die Besatzung eines zweiten Raumschiffs, das auf dem Planeten notlanden konnte um den Kommandaten Gomes. Unter der harten Führung Gomes' versucht diese Gruppe, das Raumschiff zu reparieren, um die aus ihrer Sicht unwirtliche Welt schnellstmöglich zu verlassen. Aufgrund der schweren Beschädigungen des Schiffes ist dieses Unterfangen jedoch zum Scheitern verurteilt. Die Situation eskaliert, als die Gruppe von Gomes den Überlebenden des anderen Schiffes das Wasser abgräbt, indem es den für die Trinkwassergewinnung notwendigen Fluß staut, um aus der Wasserkraft Energie für die Reparatur ihres Schiffes zu gewinnen.

Die Geschichte erinnert stark an einen Aspekt aus "Total Eclipse" ("Das Geheimnis der Draconier"), welches Brunner ebenfalls 1974 verfaßte, wo es unter anderem auch darum geht, auf einem fremden Planeten das Überleben der Menschen zu gewährleisten.
Brunner bezieht klar Position, wenn es darum geht, die Vorgehensweise von Gomes, der alles auf eine Karte setzt - nämlich sein Raumschiff schnellstmöglich zu reparieren - und dafür seine Leute wie Sklaven schuften läßt, aber keinerlei Vorkehrungen für den kommenden Winter trifft, und der von Lex, der mit seiner Gruppe eine neue Zivilisation aufbaut - inclusive Schwangerschaftsplänen, die den Fortbestand der Menschen sichern sollen.
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