Schwarze Schilde von John Maddox Roberts

Buchvorstellungund Rezension

Schwarze Schilde von John Maddox Roberts

Originalausgabe erschienen 1991unter dem Titel „The Black Shields“,deutsche Ausgabe erstmals 2000, 365 Seiten.ISBN 3-453-16237-4.Übersetzung ins Deutsche von Birgit Oberg.

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In Kürze:

Hael der Ausgestoßene findet Zuflucht bei friedlichen Nomaden – bis ihn die Vergangenheit eingeholt. Ein alter Feind hat sich die Eroberung der Welt zum Ziel gesetzt. Als sich die wilden Horden nähern, erbebt das Land bis in die Grundfesten, und Hael wird zum Handeln gezwungen.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Konkurrenz zur Moondark-Saga“;60

Fantasy-Rezension von Michael Matzer

Zehn Jahre sind vergangen. Hael ist mittlerweile König der Steppenvölker. Er macht sich mit 6000 Reitern auf den Weg, um seinem alten Freund, König Pashir, gegen die Invasoren von den Inseln unter der Führung seines gehaßten Stiefbruders Gasam beizustehen. Sein Reiseweg führt ihn durch die Wüste des früheren New Mexico und Arizona.

Mit Hilfe einheimischer Führer stößt er auf ausreichend Wasserstellen für seine Armee. Zudem findet er ein Vorkommen des kostbaren Stahls, eingebettet in uralten zerbröckelnden Beton. Er hört von den Nationen des Ostens, deren Armeen mit Schußwaffen arbeiten und probiert so ein Ding aus. Erstaunlich, daß er zu der Schlußfolgerung kommt, daß so eine Pistole den Charakter des krieges grundlegend ändert: Nicht mehr hoch ausgebildete und motivierte Spezialisten (Krieger) können an Kämpfen teilnehmen, sondern jeder, der eine Pistole auf ein Ziel abfeuern kann – also praktisch jeder gesunde Mensch, Frauen und Kinder eingeschlossen. (Diese Situation finden wir heute beispielsweise bei den Kindersoldaten in Afrika vor.)

Währenddessen begeht Pashir den schweren Fehler, den unterschätzten Gasam mit seiner Flotte anzugreifen. Gasam hat sich in einer eroberten nevanischen Hafenstadt verschanzt und sich für jede Agriffstaktik der Flotte eine Gegentaktik ausgedacht. Kein Wunder, daß Pashirs völlig in die Hose geht. Seine Tochter Shazad wird sogar gefangengenommen und versklavt, Pashirs selbst nur mit knapper Not in Sicherheit gebracht.

Als Hael eintrifft, hat er nicht nur gegen Gasam, sondern auch gegen ein weiteres Nachbarreich zu kämpfen. Diese Schlacht ist der erste Höhepunkt der Erzählung, das Duell mit Gasam der zweite, entscheidende. Aber der jeweilige Ausgang soll hier nicht verraten werden.

Bitte mehr von Haels übernatürlicher Fähigkeit

Hael ist nun so eine Art Dschingis Khan geworden, dessen indianisch anmutendes Reitervolk allem anderen, was an Heeren aufgestellt wurde, überlegen ist. Seine Taktik sowie die seines jeweiligen Gegners ist sicherlich von militärhistorischem Interesse – der Autor kennt wahrscheinlich sämtliche römischen Schlachten aus dem Effeff, von Cannae bis Pylae usw.

Für Leser von Fantasy ist sicherlich interessanter, wie sich Haels übernatürliche Fähigkeit, die Natur zu spüren, auswirkt. Hier würde man sich wünschen, mehr davon zu sehen, und vor allem Beeindruckenderes als das gebotene.

Die Sturmland-Saga bietet für Fans von Conan & Co. sehr unterhaltsamen Lesestoff. Ein wenig erinnert der Zyklus an Donald McQuinns „;Moondark“;-Saga, die ja ebenfalls Tausende von jahren nach einem Atomkrieg in einer frühzeitlichen Kultur spielt, allerdings auch mit Kriegern, die mit modernsten Waffen ausgerüstet sind.

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