Doktor Faustus von Kai Meyer

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Doktor Faustus von Kai Meyer

Originalausgabe erschienen 1999, 444 Seiten.ISBN 3-453-16282-X.

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In Kürze:

Der Zauberlehrling Christof Wagner hat von vielen wundersamen Abenteuern zu berichten. Denn sein Meister ist der größte Schwarzkünstler des 16. Jahrhunderts: Dr. Faustus.

Ihre Meinung zu »Kai Meyer: Doktor Faustus«

ortwin mohnkern zu »Kai Meyer: Doktor Faustus«02.02.2007
über den historischen faustus


nach intensiven studien historischer quellen habe ich herausgefunden, daß Johann von Dalberg, galeonsfigur des deutschen frühhumanismus, 1455 in Oppenheim geboren, unter Churfürst Philipp von der Pfalz als Kanzler der Pfalz und Bischof von Worms vor seinem offiziellen „tod“ 1503 auch als Johann Virdung gewirkt und danach als Johann Virdung und Faustus bis 1539 weitergelebt hat.
über den historischen faust in dreierlei gestalt als Johann von Dalberg, Johann Virdung und Johann Faustus habe ich anno 1998 in oberwinter unter dem titel ´johann von dalberg´ auf 48 blättern ein tragisches gedicht in versen verfaßt, mit welchem ich im sinn des lateinischen versus bisher gültige faustbilder umgestürzt.
dalberg-virdung-faustus sehe ich als opfer von kapital und kirche dominierten machtstrukturen, deren cardinales damals wie heute, trotz mehrerer aufklärungsphasen in der europäischen geistesgeschichte, denjenigen, der es wagt(e), Wahrheit von Glauben zu trennen, als einen (im pakt mit dem teufel stehenden) Ketzer auszugrenzen sich bemüh(t)en.

auf den 48 blättern meines ´johann von dalberg´ stelle ich auf grund von aussagen und authentischen zitaten im anhang nachgewiesener quellen einzelne markante szenen aus und um ´johanns´ leben dar, mit denen ich in inhalt und form meiner verse versucht habe, den arcana der Person und Gestalt dalberg-virdung-faustus gerecht zu werden.

mein neues Faustbild bestimmen im wesentlichen
1.)meine interpretation des berühmten briefes von Johannes Trithemius an Johann Virdung vom 20.08.1507, den ich für eine Fiktion halte, mit welcher sich Trithemius selbst schwarz-künstlerischer umtriebe entheben sowie um die personalunion von Faustus-Virdung sehr wohl wissend seinen kollegen und Freund Johann Virdung davor warnen wollte, ´Magister georgius sabellicus faustus iunior´ in der nachfolge Jesu als faustus senior nicht so nah an sich herankommen, mit sich in verbindung bringen zu lassen,
2.) die parallelen in der ´Historia von 1587´ und der ´acta vormaciensia´
bezüglich Faustens bzw. Dalbergs „sturz in den keller“,
3.) der Brief des Johann Werner an Conrad Celtis vom 07.12.1503,
in dem die personalunion von Dalberg-Virdung evident wird.
4.) die aufzeichnungen über Dalbergs „tod“ im ´Tagebuch des Reinhart Noltz
von 1503´.

die bewältigung des im ´Tagebuch von Reinhart Noltz´ als ´landkhündig´ bezeichneten sexskandals Johann von Dalbergs als Bischof von Worms, Kanzler der Pfalz und Kaiserlicher Rat mündet, wie ich meine, unter dem druck und im interesse von familie, stand, kirche,
ehemaligen günstlingen und engagierten lutherischen ideologen mit der ´Historia von 1587´ (und nachfolgenden Historien) schließlich in eine verdrängung mißliebiger wahrheit von Dalberg-Virdung-Faustus allein zu Faustus.

das 24jährige dienstverhältnis zwischen Johann von Dalberg und Churfürst Philipp von der Pfalz sehe ich vom fanatisch lutherisch geprägten verfasser der ´Historia von 1587´, für den Johann schon als humanistisch geprägter Kanzler und Bischof, erst recht nach seinem offiziellen „tod“(1503) als Virdung und Faustus ein ketzerischer Freigeist und Philipp als aufgeschlossener Renaissancefürst (ohne rechten glauben), der Dalberg aus politischer kurzsichtigkeit letz zuletzt den hals gebrochen, ein rechter Teufel war, zum 24jährigen pakt Faustus–Mephostophiles verarbeitet.

geistige wie geistliche inquisition stehen einer veröffentlichung meines carmen tragicum noch entgegen: leicht fällt, hat´s der glaube, schwer die wahrheit.
ketzer leben für kommende epochen.

ortwin mohnkern, am bergquell 17, D-53424 Remagen, Germany, ortwin.mohnkern@web.de
Amethyst zu »Kai Meyer: Doktor Faustus«13.11.2006
Ein erfrischend anderer Blick auf Dr Faust, der eher wie ein moderner Wissenschaftler wirkt und weniger wie ein Alchemist, wie er in meiner Vorstellung herumspukt. Die Handlung beginnt sehr dramatisch, baut systematisch an einem Geheimnis, das es aufzudecken gilt, und spannt den Leser doch bis zum Ende des dritten Bandes mit der Auflösung auf die Folter.
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