Blutspiel von Kim Harrison

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „The Good, the Bad, and the Undead“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 540 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Alan Tepper und Isabel Parzich.

»Blutspiel« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Nach einer weltumspannenden Seuche hat sich das Leben auf der Erde grundlegend verändert: Die magischen Wesen sind aus dem Schatten getreten, Vampire, Kobolde und andere Untote machen die Straßen unsicher. Dies ist die Geschichte der Hexe und Kopfgeldjägerin Rachel Morgan, deren Job es ist, diese finsteren Kreaturen zur Strecke zu bringen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Achtung, Runneralarm – Rachel Morgan ist auf ihren High-Heels unterwegs, den Verbrechern das Fürchten zu lehren“;85

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der vor Jahrzehnten eine Seuche, die sich aus genmanipulierten Tomaten entwickelte, einen Grossteil der Bevölkerung dahingerafft hat. Nur der Hilfe der Inderlander, übernatürlichen Wesen, Hexen und Werwölfen verdanken die Menschen ihr Leben.

Seit dem Wandel leben die Spezies mit- – na ja, eher nebeneinander her. Es gibt Viertel in denen nur Menschen wohnen, andere, in denen sich die Vampire, Werwölfe, Pixies und Hexen konzentrieren. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit gibt es zwei einander misstrauisch beäugende Institutionen. Die Verfolgung übernatürlicher Verbrechen hat sich die IS, die Inderlander Security auf ihre Fahnen geschrieben, um die menschlichen Gangster kümmert sich das Federal lnderlander Bureau, FIB.

Rachel Morgan war eine der talentiertesten Runnerinnen der IS. Als versierte Hexe sorgte sie dafür, dass allzu dreiste Pixies und Fairies hinter Gitter kamen und dass Vampire und Tiermenschen nicht über die Stränge schlugen. Doch dank ihrem frechen Mundwerk und ihrer verletzenden Ehrlichkeit, insbesondere was die Qualitäten ihres Chefs anging, hat sie sich ziemlich unbeliebt gemacht. Nur mit Hilfe ihrer Freundin, der Vampirin Ivy hat sie sich aus den Diensten der Inlander Security freigekaufen können. Die Mordkontrakte, die daraufhin auf sie ausgeschrieben wurden, hat sie überlebt und zusammen mit dem Pixy Jenks und Ivy ihre eigene Firma, den Vampir Hexenkunst Runnerservice, aufgemacht. Sie hat sich schicke Lederklamotten zugelegt, neue High-Heels, knallroten Nagellack und feine Nylons und residiert jetzt in einer ehemaligen Kirche.

Doch irgendwie will das große Geschäft nicht so richtig anlaufen, so dass sie einmal mehr Probleme damit hat, ihren Teil der Miete beizusteuern. Dabei hat sie doch wirklich das entwendete Maskottchen des örtlichen Baseball-Clubs, einen Fisch, wiederentdeckt, hat unter Einsatz ihres Lebens im Kugelhagel das glitschige Maskottchen gesichert, und jetzt wollen ihre Auftraggeber nicht bezahlen! Da kommt es gut, dass das FIB sie, wenn auch widerstrebend, als Beraterin unter Vertrag nimmt.

Ein Serienmörder geht um. Mit bis dato unbekannter Brutalität werden Kraftlinienmagier ermordet. Jedes der Opfer hat kurz vorher mit dem Abgeordneten Trent Kalamacks, Rachels altem Intimfeind gesprochen. Mit Verve macht sich Rachel an die Verfolgung des vermeintlichen Verbrechers. Im Verlauf ihrer Ermittlungen legt sie sich nicht nur Autoritäten aller Art an, sie tritt einem der Meistervampire der Stadt auf die Zehen, reizt ihre vampirische Mitbewohnerin bis zur Weißglut und versichert sich der Hilfe eines Dämons, der als Bezahlung ihre Seele fordert: Und das ist noch lange nicht das Schlimmste, denn je mehr sie ermittelt und Geheimnisse enträtselt, um so deutlicher wird, dass der verhasste Trent nicht hinter den Verbrechen stecken kann …

Die Spitze des Eisbergs – oder warum Rachel Morgan den anderen Heldinnen eine Nasenlänge voraus ist

In einer bislang beispiellosen Schwemme von Romanserien, die in Welten spielen, in denen Menschen und übernatürliche Wesen Seite an Seite leben, nehmen die „Rachel Morgan“-Titel eine Sonderstellung ein. Nur ganz wenigen Autor/innen gelingt es, das tagtägliche Mit- und Gegeneinander der Rassen so überzeugend zu gestalten wie Hamilton. Die gegenseitigen Ressentiments, die Vorurteile und Eigenheiten der unterschiedlichsten Spezies werden unauffällig, aber stimmig portraitiert und fließen in die Beschreibungen des Lebens ein. Dies führt dazu, dass uns diese besondere Welt mit all ihren Gegensätzlichkeiten, mit den kleinen Nicklichkeiten und dem Vielen, das uns bekannt vorkommt, überaus real erscheint. Das wirkt auf mich als Leser faszinierend, da nimmt Harrison mich in der detailreichen Darstellung gefangen und sorgt für eine Intensität, die sonst nur Laurell K. Hamiltons „Anita Blake“-Titel erreichen.

Dazu trägt auch bei, dass die Autorin es versteht, all ihre Personen lebensecht und vielschichtig zu zeichnen. Und dies gilt nicht nur für die Hauptcharaktere, sondern auch für die ständig wachsende Zahl der Nebendarsteller. Im Verlauf des umfangreichen Bandes erfahren wir immer mehr über deren Hintergrund, offenbart sich uns ein faszinierend komplexes Beziehungsgeflecht.

Fast die Hälfte des umfangreichen Bandes vergeht, bis die verschachtelte Handlung wirklich in Fahrt kommt. Dennoch kommt nie Langweile auf, erfahren wir doch viel aus der familiären Vergangenheit unserer aufbrausenden, gleichzeitig aber auch verletzlichen Heldin. Gerade im Vergleich zu „Anita Blake“ aber fällt auf, dass Rachel, bei all ihrer beschriebenen Sinnlichkeit, immer eine gewissen Grenze nicht überschreitet, dass sie Nein zur Verführung sagen kann, auch wenn dies sie viel kostet. Rachel ist impulsiv, aufbrausend und egoistisch, aber sie ist auch eine Frau, die zu ihren Fehlern steht, die die Suppe, die sich sich eingebrockt hat, auslöffelt. Dies macht sie als Protagonistin so interessant. Gerade in ihrer inneren Zerrissenheit, in ihrer Suche nach ihrem Platz im Leben, nach Sicherheit, aber auch nach Abenteuer und Gefahr wirkt sie menschlich und sympathisch. Dass sie in ihren Urteilen fehlt, dass sie sich in Sackgassen verrennt, dass sie Freunde vor den Kopf stösst und verletzt, gehört zu ihrem Leben und spiegelt nur den tagtäglichen Kampf eines Jeden wieder, sich in einer ständig sich verändernden Welt zu behaupten.

Insofern bieten Kim Harrisons Romane spannende, rasant erzählte Unterhaltung voll faszinierender Begegnungen mit aussergewöhnlich vielschichtig und real gezeichneten Personen, voller Geheimnisse und einer Prise Humor.

Ihre Meinung zu »Kim Harrison: Blutspiel«

sue82 zu »Kim Harrison: Blutspiel«07.09.2009
Ich fand diesen Teil um Rachel Morgan etwas schwächer als den ersten Teil. In der Mitte kam mir alles etwas zu zäh und langwierig rüber. Deswegen habe ich auch, für meine Verhältnisse, ewaig mit dem Buch gebraucht. Die Figuren sind weiterhin witzig, schlagfertig aber irgendwie fehlte auch in diesem Buch die Spannung und das gewissen "Etwas". Die Autorin hat sich meiner Ansicht nach, mit den mehr als 600 Seiten starken Buch, keinen Gefallen getan. Hier wäre weniger Mehr gewesen.
Trotzallem werde ich mir auch den driten Teil zulegen, denn irgendwie will man ja schon wissen wie es weitergeht, denn die Figuren wachsen einem schon ans Herz.
Fazit: Nette Lektüre, wo das gewisse Etwas (noch?) fehlt.
Sonny zu »Kim Harrison: Blutspiel«20.08.2009
Wie bereits im ersten Teil, ist auch Blutspiel nicht unbedingt actiongeladen/spannend. Trotzdem sorgen ein relativ flüssiger Stil, interessante Charaktere, eine gelungene Fortsetzung der Story und letztlich eine gute Portion Humor für einige angenehme Lesestunden. Allerdings hab ich den Eindruck, dass Harrison etwas arg vehement ihre „Welt“ näher zu bringen versucht. Sie lässt sich seitenlang darüber aus, welche Hexe was kann und warum Andere genau dies nicht können, welche Rasse wen an sich binden kann, wie Verträge mit Dämonen geschlossen werden, usw. usw. Das wirkt auf mich ein wenig penetrant und hemmt gelegentlich den Lesefluss.
Unterm Strich nette und unterhaltsame Lektüre, die ich eher Leserinnen als Lesern empfehlen würde, auch wenn sich Harrison mit romantischen Aspekten eher zurück hält.
sani zu »Kim Harrison: Blutspiel«29.06.2009
da muss ich der dani zustimmen.
die bücher sind der absolute hammer!!

totall spannent und mitreizend..
bin im teil 5 und freu mich auf teil 6 im november schon!!

was natürlich auch schön wäre, wenn die mal verfilmt würden
auch wenne s nur ein zeichentrickfilm wäre..das mal in bild zu sehen wäre echt interssant!!
aber wohl auch zuviel verlang.

als hörbuch wäre super!!!

nur wo und an wehm müsste man sich da wenden um da mal nachzufragen, ob man das machen könnte?
hat da wer eine ahnung?

auf jedenfall sind die bücher super..
Dani zu »Kim Harrison: Blutspiel«11.06.2009
Ich kann Frank da gar nicht zustimmen, da ich finde, dass der Roman so gut wie keine Durststrekcne oder vorherrschende Langeweile besitzt.
Der Roman und die Charaktere sind sehr vielseitig und wenn man einmal angefangen hat, hört man nicht mehr auf zu lesen.
Grandioser Roman, wunderbare Autorin
*Daumen hoch*
Frank zu »Kim Harrison: Blutspiel«19.03.2008
Na ja. Abgekupfert hat die Autorin bei so einigen, das ist auch mal gar nichts verwerfliches an sich. Viel schlimmer ist die (dennoch) ständig vorherschende Langeweile die bei der Lektüre aufkomt. Ok, passt halt für die weibliche Romantikhorror-Fraktion, alle anderen sollten sich einen Kauf gut überlegen bzw es bleiben lassen. Das ganze ist halt ne Soapfolge mit Fangzähnen. Wer diesen Blödsinn mag, wird gut bedient. Ich biete mal (da ich nicht die Zielgruppe bin) moderate 30 Grad.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Michaela zu »Kim Harrison: Blutspiel«19.03.2008
Hallo Alexander, Du hast aber schon das Buch gelesen, oder?
Kim Harrison ist fantastisch und muss sich überhaupt nicht schämen!Kann mich Ramona und Lisa nur anschließen!
Da ist nichts kopiert!
Sind doch völlig andere Handlungen und Persönlichkeiten.
Ich hab übrigends nach dem 2. Buch der Wächterreihe von Lukianenko aufgehört.
Lisa zu »Kim Harrison: Blutspiel«02.03.2008
Sehr gutes Buch, in keinster Weise kopiert oder sonst was. Fesselnd wie das erste und einfallsreich wie wenige Autoren sein können. Mehr als empfehlenswert!!
Ramona zu »Kim Harrison: Blutspiel«22.02.2008
Der Meinung von "Alexander" kann ich mich überhaupt nicht anschließen. Ich habe ebenfalls die Wächterreihe des russischen Autoren Lukianenko gelesen und weiß wovon ich rede, wenn ich behaupte, dass seine Bücher und die von Kim Harrison unterschiedlich wie Tag und Nacht sind und da nichts irgendwo kopiert wurde.
Das einzige, was beide gemein haben, ist, dass sie fesselnd geschrieben und voller überraschenden Wendungen sind. "The Hollows" hat sich von Anfang an als spannende Serie mit originellen Ideen herausgestellt, und wer am ersten Buch Gefallen gefunden hat, wird die folgenden ganz sicher mindestens genauso mögen.
Aus dem Grund empfiehlt es sich auch dringend für Neueinsteiger, mit dem ersten Band "Blutspur" anzufangen, bevor man "Blutspiel" liest.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Alexander zu »Kim Harrison: Blutspiel«11.01.2008
Meiner Meinung nach ist dieses Buch sehr schlecht und die Autorin scheint nichts eingefallen zu sein, sodass sie auf unverschämte Weise die Wächter Reihe, von Sergey Lukianenko kompierte. Meiner Meinung nach sollte sich die Autorin schämen
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ihr Kommentar zu Blutspiel

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.