Grüner Reiter von Kristen Britain

Buchvorstellungund Rezension

Grüner Reiter von Kristen Britain

Originalausgabe erschienen 1998unter dem Titel „Green Rider“,deutsche Ausgabe erstmals 1999, 640 Seiten.ISBN 3-453-52479-9.Übersetzung ins Deutsche von Michael Nagula.

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In Kürze:

Als die junge Karigan einen sterbenden Meldereiter des Königs findet, verspricht sie ihm, an seiner Stelle eine wichtige Nachricht an den Hof zu bringen. Karigan hat keine Ahnung, wie brisant die Botschaft ist. Denn in der Hauptstadt des Reiches ist eine Verschwörung gegen den Herrscher im Gange. Hinter den Abtrünnigen steht der Graue, ein mit seelenfressenden Pfeilen bewaffneter Magier, der ein neues Zeitalter des Dunkels heraufbeschwören will …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gelungenes Debüt“75

Fantasy-Rezension von Katharina Lewald

Wahrscheinlich rechnete Autorin Kristen Britain beim Erscheinen der deutschen Ausgabe ihres „Green Rider“ nicht damit, dass es – Jahre später – mehrere Fortsetzungen geben würde. Denn die Fans waren begeistert von ihrem Debüt!

Die junge Karigan haut nach einer Prügelei mit einem Jungen von der Schule ab. Eigentlich wollte sie nur nach Hause trampen, zu Fuß und allein, doch es kommt alles anders: In den Wäldern stößt sie auf einen Grünen Reiter, einen Boten des Königs, der dem Tode nahe ist: Sein Name ist F’ryan Coblebay und er muss eine Nachricht von äußerst wichtigem Inhalt überbringen, die die Zukunft des Landes womöglich entscheidend verändern wird. Leider stecken in seinem Rücken zwei schwarze Pfeile und offensichtlich wird er verfolgt. Er nimmt Karigan den Schwur ab, dass sie die Nachricht überbringt – und zwar schnell. Kurz danach stirbt F’ryan Coblebay und das Mädchen macht sich mit seinem Pferd auf zum König – unwissend, wie wichtig das Dokument wirklich ist, dass sie in der Tasche trägt …

Man kann „;Grüner Reiter“; dem Subgenre ‚High Fantasy’ zuordnen, also der klassischen Fantasy, für die Tolkiens „;Herr der Ringe“; maßgeblich war. Den Großmeister zu kopieren wäre natürlich nicht nur schändlich, sondern auch schlichtweg unmöglich – das muss sich auch die Autorin gedacht haben, denn sie erfand für ihre Leser eine eigene Geschichte und eine eigene Welt.

Die kleinen Dinge faszinieren

Für ein Debüt ist Britains Werk erstaunlich gut gelungen: Der Spannungsbogen ist konstant und anfangs machen einige witzige Dialoge auch Lust aufs Weiterlesen. Man wird das Gefühl nicht los, dass man selbst an einer Abenteuerreise teilnimmt, die natürlich oftmals von dunklen Wesen und bösen Schurken unterbrochen wird. In einigen Situationen fragt man sich ernsthaft: „;Wie will sie da bloß herauskommen?“; – und immer wieder schafft es Britain auf diesen 600 Seiten den Leser zu überraschen.

Jedoch sind es eher die kleinen Dinge, die das Lesen so vergnüglich machen. Die Rahmenhandlung ist weder besonders originell, noch würde sie die Aufmerksamkeit des Lesers wecken, der sich im Fantasy-Genre auskennt. Die von der Autorin erdachte Welt ist nicht so hochgradig detailliert, wie man es als Tolkien-Fan gewohnt ist, aber vermutlich waren auch keine Fortsetzungen geplant: „;Grüner Reiter“; lässt sich wunderbar als Einzelband lesen.

Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass man sich bei einigen Charakteren fragt, warum sie in einigen Situationen so handeln, wie sie es tun. Die einzige Person, die halbwegs tiefgründig beleuchtet wird, ist die Hauptperson selbst, Karigan. Aber andere, teilweise auch sehr sympathische Personen, bleiben leider sehr durchkonstruiert: Da wäre der unglückliche König, der nie tun darf, was er gerne möchte, aber gleichzeitig seine Aufgaben wahrnimmt. Woher nur nimmt der die Motivation dafür? Oder die starke Anführerin der Grünen Reiter, die zwar schon erschöpft ist von jahrelanger Arbeit, aber trotzdem immer wieder einspringt, wenn es brenzlig wird. Warum? Ja, es gibt diese Proforma-Antworten wie: ‚Sie liebt eben ihr Land und ihren König’ oder ‚Sie kann einfach nicht anders’. Aber ein wirklich origineller Roman sollte doch bitte mehr bieten, als Antworten, die auf jede Frage passen.

Keine Phrasen und kein Kitsch

Ein Pluspunkt wiederum ist die Sprache. Zwar kann man nicht behaupten, dass sie sonderlich „;anders“; wäre, aber sie klingt dennoch nicht so abgedroschen und nacherzählt, wie in vielen anderen fantastischen Werken. Keine uralten Phrasen a lá „;Oh Gott, er ist tot!“; oder kitschige Umweltbeschreibungen wurden verwendet. Im Gegenteil: Man merkt, dass die Autorin versucht haben muss, ihrer Geschichte einen eigenen, frischeren Stil zu verleihen.

Fazit: Der nicht allzu anspruchsvolle Fantasy-Leser wird sich mit „;Grüner Reiter“; sehr gut aufgehoben fühlen, da der Roman durchgehend spannend, unterhaltsam und sprachlich frisch ist. Wer aber tiefgründige Charaktere erwartet, eine besonders originelle Story oder eine ausgeklügelte, große Fantasy-Welt, wird möglicherweise enttäuscht.

Ihre Meinung zu »Kristen Britain: Grüner Reiter«

Andreas Blümel zu »Kristen Britain: Grüner Reiter«18.01.2014
"Grüner Reiter" und seine Fortsetzungen sind sehr
lesenswerte Bücher, die man nur empfehlen kann.
Leider sind die Originaltitel ab dem 3 Teil nicht mehr
in wörtlicher Übersetzung (gemeint ist nur der Titel)
erschienen; den 2 Teil :Spiegel des Mondes ; bekommt man heute nur noch mit Mühe (und viel Geld). Jedoch sind alle bis jetzt erschienenen Bände
Anschaffungswert.
Michelle zu »Kristen Britain: Grüner Reiter«30.03.2009
Ich habe mir das Buch am Wochenende gekauft und in einer Nacht komplet durch gelesen. Ich habe mich vorher echt lange nach einem Buch umgesehen das mich mal wieder interessierte, da ich etwas verwöhnt durch Eragon, Harry Potter, Herr der Ringe und weitwre toller Bücher bin. Ich war schon halb verzweifelt bis ich endlich dieses Buch fand und kann es an alle nur entfehlen
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Tobias Brosig zu »Kristen Britain: Grüner Reiter«28.05.2006
Durch Zufall bemerkte ich während des surfens auf dieser Seite, dass sich das Buch ungelesen in meinem Besitz befand – Das Cover kam mir bekannt vor - wohl ein früheres „Geschenkmitbringsel“ meiner Tante, aber von der Autorin hatte ich auch noch nichts gehört.
Durch die doch recht positive Kritik hier, fing ich an zu lesen und muss jetzt eingestehen, dass ich das Buch in zwei Tagen regelrecht verschlungen hatte.
Die Geschichte fasziniert irgendwie, da es keine Vorgeschichte gibt, die einen an die Hand nimmt und die Hintergründe erklärt (die erfährt man erst während des lesens). Man fühlt sich genau so überrumpelt wie die Hauptperson und wird ins Abenteuer hinein gezogen, man fiebert die ganze Zeit mit.
Der Kritik der Phantastik-Couch muss ich mich dennoch anschließen, Kristen Britain liefert mit „Der grüne Reiter“ keine epische Geschichte a la Tolkien, oder Williams ab, was aber nicht schlimm ist, da man sich so sehr schnell in der Fantasywelt zurecht findet, in der die Geschichte spielt. Das Buch wird so zu einem Lesevergnügen, für dass man sich nicht all zu viel Zeit nehmen muss, aber trotzdem in den Genuss von sehr guter Fantasy kommt.
Am Ende kann ich sagen, dass ich mir auf jeden Fall die Fortsetzung besorgen werde, denn ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.
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Valerie zu »Kristen Britain: Grüner Reiter«27.05.2006
Ich habe noch nie etwas von Kristen Britain gehört, und war umso mehr überrascht, als ich das Buch las. Es ist einfach ein sehr gutes Buch, daher habe ich mich auch dazu etschlossen ein umfangreiches Lesetagebuch für Deutsch zu schreiben. Wenn jemand nette Bilder auftreiben kann, schickt sie mir doch bitte an: v.oberleitner@gmx.at
Währe euch sehr dankbar, Lg
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