Der Talisman der Macht von Licia Troisi

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Il talismano del potere“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 512 Seiten.ISBN 3-453-53303-8.Übersetzung ins Deutsche von Bruno Genzler.

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In Kürze:

Nihal, die letzte Halbelfe der Aufgetauchten Welt, und ihr Gefährte, der junge Magier Sennar, haben nicht mehr viel Zeit, um ihre Welt vor dem Untergang zu bewahren. Erst wenn sie die acht magischen Elfensteine gefunden und in einem geheimnisvollen Amulett vereint haben, können sie die Macht des Tyrannen brechen. Doch auf ihrem Weg lauert der Tod.

Nihals gefährliche Reise beginnt in den Freien Ländern, der letzten Bastion gegen den mächtigen Tyrannen. Gemeinsam mit ihrem Knappen Laio und dem Drachen Oarf durchquert sie das Land des Wassers, das Land des Meeres und das Land der Sonne. Mittels Zauberkraft gelingt es ihr, den Fundort der magischen Steine zu visualisieren. Jeder Elfenstein ist in einem magischen Schrein verborgen und wird von einem Wächter gehütet. Die Freigabe der Steine ist mit gefahrvollen Prüfungen verbunden. Als Nihal die Kräfte zu schwinden drohen, übernimmt ihr Gefährte, der Magier Sennar, die Suche nach dem nächsten Stein. Aber Sennar ist ein Nichtgeweihter. Er darf den heiligen Boden, auf dem die Schreine ruhen, nicht betreten. Berührt er die magischen Steine, wird großes Unglück über die Aufgetauchte Welt kommen. Wird es Nihal und Sennar dennoch gelingen, alle acht Elfensteine aufzuspüren und sie im Talisman der Macht zu vereinen? Werden sie den Tyrannen in der letzten, alles entscheidenden Schlacht besiegen?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Fantasy made in Italy – ein Blick über den Gartenzaun mit nachdenklichen Tönen“80

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Mehr als die Hälfte der acht Länder der Welt hat der grausame Tyrann, ein scheinbar unüberwindlicher Schwarzmagier, bereits mit seinen Horden wilder Fammin und wiedererweckter Geister überrannt. Seine Armeen metzeln grausam und ohne jegliches Mitleid alles nieder, was ihnen vor ihre Schwerter kommt, gleich ob ihnen ein Krieger oder ein Kind gegenübersteht. Die Lage scheint aussichtslos. Selbst der Rat der Magier weiß sich nicht mehr zu helfen. Überall bröckelt die nur mühsam und unter größten Verlusten gehaltene Front. Da hilft es wenig, dass die frischen Truppen aus der untergetauchten Welt zu den Verteidigern stoßen, zu ungleich scheinen die Machtverhältnisse verteilt.

Die einzige Hoffnung ist eine alte Wahrsagung, die eine verrückte Hexe in die Welt gesetzt hat. Nur der letzten Halbelfe kann es gelingen, den Tyrannen zu vernichten. Doch dazu muß sie zuerst die acht magischen Steine der alten Götter für das Amulett aus deren jeweiligen Heiligtümern in ihren Besitz bringen. Nicht nur, dass die Heiligtümer in den acht Ländern verteilt liegen und damit oftmals im Land des Gegners, auch deren Wächter gilt es davon zu überzeugen, dass Nihal würdig ist, das Herz des jeweiligen Heiligtums an sich zu nehmen. Zusammen mit ihrem Knappen Laio und dem Magier Sennar macht sich Nihal auf, die Queste zu erfüllen. Ihren Kampfgefährten, den Drachen Oarf, lässt sie in der Obhut des Ordens zurück, gilt es doch heimlich, still und leise hinter die feindlichen Linien zu schleichen.

Auf ihrem Weg quer durch die Länder der Welt begegnen ihnen nicht nur mannigfaltige Gefahren, auch mit Verlusten wird Nihal konfrontiert. Immer wieder muß sie sich ihren Ängsten stellen, muß hinterfragen, ob die Opfer, die zu bringen sind, das Ziel, die Rettung einer korrupten Welt, überhaupt wert sind. Einsam und verzweifelt begegnen sich im Finale die beiden Kontrahenten, doch dann erweist sich der Tyrann selbst als geschundene, zutiefst verletzte Kreatur, der mit seiner Ansicht, dass die Welt einen Neuanfang nötig hat, so unrecht nicht hat …

Nach gewohntem Auftakt entwickelt der Plot ungewöhnliche Tiefe voller nachdenklicher Gedanken

Was als Fantasy-Queste der gewohnten Art begann, das entwickelt sich im abschließenden dritten Band zu etwas Anderem. Zu Beginn der Trilogie präsentierte uns die Autorin eine junge Protagonistin, die sich gegen Grenzen auflehnte und tief verletzt Rache für ihre Verluste nehmen wollte. Ohne die moralische Rechtfertigung groß zu hinterfragen ging es ihr darum, denen, die unermessliches Leid über sie und ihr Nahestehende gebracht hatten, zu bestrafen. Sie lehnte sich gegen Grenzen und Autoritäten auf, forderte vehement Gleichberechtigung und leistungsgerechte Beurteilung bei der Zulassung zur Ausbildung als Drachenkämpfer. In vorliegendem Band wird die Queste als solche spannend und in einem straffen Handlungsbogen zu Ende geführt.

Ist Rache wirklich der Weg?

Auffallend sind hierbei aber die eher nachdenklichen Töne, die sich immer wieder ins Geschehen einschleichen. Ein Fammin, der sich aus dem Bann des Tyrannen befreien kann und die Rebellen unterstützt, läutet den Wechsel ein. Eigentlich will sie den verhassten Feind nur umbringen, doch ist dieser, da magisch versklavt, überhaupt für seine Handlungen verantwortlich? Sind nicht viel mehr die Menschen, die die Befehle zum sinnlosen, grausamen Massenmord geben, die eigentlich Verantwortlichen? Plötzlich geht es um die moralische Rechtfertigung von Krieg und vom Töten und darum, was Rache, noch dazu an Befehlsempfängern, überhaupt bringt und ob die vielen Opfer das Ergebnis wirklich wert sind. Das sind gerade für Fantasy-Romane ungewöhnliche Gedanken und daher um so mehr Wert darüber nachzudenken.

Im Finale dann wird uns Nihal, die seit tausenden von Seiten als ultraböser Tyrann aufgebaute Gestalt, entmystifiziert. Ohne hier zu viel verraten zu wollen, wurde auch der Tyrann von seinem persönlichen Schicksal geprägt. Er ist eben nicht nur der Böse, der alle Macht für sich beansprucht.

Die Welt – das ist klar – braucht einen Neuanfang. Altes muss weichen, um Platz zu machen für einen Neuanfang, der vielleicht zu etwas Besserem führt. Jedoch – und auch das ist klar – werden sich die Menschen nicht ändern. Die Meisten sind nur auf ihren eigenen Vorteil aus und suchen mit allen Mitteln, auch auf Kosten ihrer Mitmenschen, ihren Machtbereich zu vergrößern. So bleibt zum Schluss die Frage, ob die Opfer wirklich für eine bessere Welt gestorben sind, denn das Paradies auf Erden wird es auch in der Welt der Licia Troisi nicht geben.

Ihre Meinung zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«

Iris53 zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«04.04.2010
Der Weg der jungen Nihal ist überaus hart. Ihr Wunsch, eine Drachenkämpferin zu werden, wird von allen torpediert und belächelt. Eine Frau in einer Elitemännerwelt ist undenkbar. Aber sie setzt sich durch, besselt von dem Hass, sich zu rächen. Es dauert lange, bis sie erkennt, daß dies nicht der Sinn ihres Lebens sein kann. Auf ihrer Mission, die aufgetauchte Welt vor dem Untergang zu bewahren, wozu sie allein in der Lage ist, erlebt sie soviel Schmerz und Leid, daß es kaum zu ertragen ist.
Eine beeindruckende Saga, die sich zu lesen lohnt.
Nur zwei Dinge haben mir nicht so sehr gefallen:
Der Grund, warum der Tyrann dieses ganze Unheil über die Welt gebracht hat und der Epilog. Hier hätte ich mir, nach dem schmerzvollen Weg, den die Halbelfe gehen mußte, gewünscht, daß nicht doch das Wissen darüber, daß auch dieser Frieden, den sie durch ihren Kampf gebracht hat, es irgendwann wieder zu Hass und Gewalt kommen wird. Einfach weil es in der Natur des Menschen liegt. In diesem Fall wäre mir Friede, Freude, Eierkuchen doch lieber gewesen.
Jonathan zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«04.03.2010
Diese Trilogie ist wirklich nichts anderes als absolut genial!!!
Von der ersten Seite bis zur letzten einfach nur spannend. Ich konnte zum Beispiel gar nicht mehr aufhören und die drei Bücher waren innerhalb von einer Woche Geschichte:)
Und nachdem ich die Bücher gelesen habe, hat mir ein Kumpel danach ein anderes Buch zum lesen empfohlen hey ich bin beim lesen fast eingeschlafen.
Also wenn ihr mal drei richtig gute Bücher lesen wollt dann die Trilogie von Licia Troisi!
Chayenne zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«04.01.2010
Ich habe die gesamte Trilogie in ein paar Tagen gelesen und kann nur allen raten, die es noch nicht gelesen haben dies zu tun.
Eine wirklich packende Geschichte mit durchaus auch romantischen Teilen.
Schade finde ich es hier nur, dass es zwischen Sennar und Nihal nicht wirklich vorankommt was allerdings schon wieder spannend ist.
Naja einfach selber lesen! :)
Stephan zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«20.10.2009
Hier kann man eigentlich nur eins zu sagen, nämlich:
einsame Spitzenklasse!!!!
Diese Trilogie ist jedenfalls die beste Fantasy-Reihe, die mir je untergekommen ist!
Gerade auch das Ende ist phänomenal!
Habe selten eine Buchreihe erlebt, die so spannend und mitreißend war und die mich auch nach dem Fertiglesen noch so lange gedanklich beschäftigt hat.
Wenn man einmal angefangen hat zu lesen kann man einfach nicht mehr aufhören...
Ich bin nicht eben nah am Wasser gebaut, aber dies ist eines der wenigen Bücher bei dem ich auch an der ein oder anderen Stelle mal eine Träne verdrücken musste...
Man leidet, hofft und bangt von Anfang an mit den Hauptcharakteren, allen voran der Halbelfe Nihal, mit, die ja ein wirklich schweres Los zu tragen hat...
Der Autorin gelingt es v.a. auch die tiefgründige Botschaft, die hinter dieser ganzen Trilogie steht unmissverständlich dem Leser nahe zu bringen.
Weiterhin zeigt sie aber auch sehr schön (und das macht es gerade auch für jugendliche Leser sehr interessant) die Entwicklung von Nihal zu einem noch in vielen Dingen unerfahrenen aber schon von Anfang an kämpferischen und starken Mädchen zu einer reifen jungen und bereits früh auch von schmerzlichen Erfahrungen geprägte Frau. Es ist so in wesentlichen Teilen auch ein Sinnfindungsprozess der Hauptperson.
Aber auch die Liebe kommt in dieser Trilogie nicht zu kurz, ja spielt sogar eine bedeutende Rolle...
Erwähnt sei noch das das Buch für jüngere Leser (sagen wir unter 12/13) nach meiner Meinung eher ungeignet ist, da der Tod (bzw. das Beschreiben des Tötens) durchaus allgegenwärtig ist und Kinder damit ggf. überfordert sein könnten.
Kristina zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«24.07.2008
da kann ich euch nur zustimmen ich habe auch mit gefiebert wie es wohl ausgehen wird .echt ein schönes ende. ich habe die nächste trilogie auch jeztt den ersten band gelesen sehr gut bitte auch lesen ok^^
johanna zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«25.05.2008
es ist ein unglaubliches buch .
man kann nicht aufhöhren zu lesen bis man damit fertig ist ich habe selten so ein fantastiches ende in einem Buch erlebt.
Es reist einen total mit und man hofft und eidet mit den Helden des Buches mit.
als ich mit dem Buch fertig war fand ich das sehr schade weil ich diese triologie einfach liebe !!!!!!!!!
und ich will unbedingt noch mehr erfahren ,desshalb habe ich jetzt auch den 1. teil ihrer neuen triologie gelesen, in der es auch um die aufgetasuchte welt geht.
Tammy zu »Licia Troisi: Der Talisman der Macht«26.09.2007
Wow! Das war mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch fertig hatte (schon nach 2 tagen!) Wie die beiden vorherigen Bände ist "Der Talisman der Macht" von der ersten bis zur letzten Seite total spannend. Besonders der Showdown am Schluss hat es in sich! Eins meiner absoluten Lieblingsbücher! Mein Tipp für alle Fans von guter Fantasy: LESEN
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