Das Schicksal der Zwerge von Markus Heitz

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2008 , 640 Seiten. ISBN 3-492-70152-3.

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In Kürze:

Der berühmteste Held der Fantasy, Tungdil Goldhand, kehrt zurück – doch ist er es wirklich? Bestsellerautor Markus Heitz schickt die Zwerge ein letztes Mal in die Schlacht um das endgültige Schick­sal ihres Volkes.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Aller guten Dinge sind Vier ?“ 50

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Gut zweihundert Zyklen sind vergangen, seit wir das letzte Mal von Tungdil aus dem Stamm der Dritten und dem Geborgenen Land gehört hatten. Unser kleiner, aufgeweckter Held Tungdil war in der Schwarzen Schlucht verschollen, das von Krieg und Not überzogene Land aber, auch aufgrund seines aufopfernden Kampfes, befriedet.

Doch lange hielt der Frieden nicht. Nur zu bald drangen Albae aus dem Jenseitigen Land ein, verfolgten die Elben und unterjochten Menschen wie Zwerge. In dem Zwergenclan der Dritten fanden sie willfährige Helfer, das Geborgene Land wurde zwischen den Albae, einem Drachen und dem Zauberer Lot-Ionan aufgeteilt. Seitdem herrscht Not und Elend statt Frieden und gedeihlichem Zusammenleben.

Während die Nachfahren von Rodario, dem Unglaublichen, den Widerstand organisieren, wacht Ingrimmsch mit seinem Krähenschnabel an der Schwarzen Schlucht. Eines Tages glaubt er seinen Augen nicht zu trauen. Inmitten einer Horde von bestialischen Kämpfern aus der Schlucht taucht ein Zwerg in einer schwarzen Tioniumrüstung auf. Nur ein Auge hat der kleine Kämpfer, das Schwert Blutdürster an seiner Seite wendet er sich plötzlich gegen die Bestien. Als er das Visier seines Helmes hebt, kommt darunter ein vertrautes Gesicht zum Vorschein. Niemand anderer als der Gelehrte, der Retter des Geborgenen Landes, Tungdil höchstselbst ist zurück!

Doch Zweifel nistet sich in die Wiedersehensfreude ein. Ist dieser undurchsichtige Mann wirklich der Freund und Gefährte aus alten Tagen, oder verbirgt sich hinter dem vertrauten Äußeren und der magischen Rüstung ein Spion, dem es nur darum geht, die Macht über das Land an sich zu reißen?

Wie in alten Tagen bricht unser Gespann, verstärkt durch eine muntere Schar kampfeswütiger und schlagkräftiger Gefährten auf, den Bösen eins auf die Mütze und den Bewohnern des Landes ihre Freiheit zurückzugeben. Die Gefahren, die sich ihnen auf ihrer abenteuerlichen Queste entgegenstellen sind nicht weniger geworden. Grausame Albae, dämonische Wesen, Drachen und Zauberer, da hilft auch die Maga Coira und die Ausrufung Tungdils zum Großkönig der Zwerge wenig. …

Ein Grand mit vier Assen oder eher ein Null-Ouvert?

Nach Stan Nicholls „Orks“, der die Reihe mit den Völkerromanen initiierte, folgten in den Jahren danach eine wahre Flut von entsprechenden Werken. Mehr oder minder originell befassten sich vornehmenlich deutschsprachige Autoren dann mit Trollen, Elfen, Elben, Gnomen etc.

Die wirtschaftlich erfolgreichste Reihe dieser Romane war und ist sicherlich Markus Heitz´ Zwergensaga. Der erste Band erschien 2003 noch bei Heyne, nach dem Verkauf der Fantasy-Sparte an Piper wurde dieser dort neu aufgelegt, und mit nunmehr insgesamt drei Bänden fortgesetzt.

Bereits im letzten Teil der Saga, „Die Rache der Zwerge“ betitelt, hat er seinem Kleinen, wie er Tungdil liebevoll nennt, ein gar schweres Schicksal angedeihen lassen, und dem Zyklus um die Zwerge ein eigentlich rundes Ende bereitet. Nun setzt er noch einen drauf, hat aber naturgemäß da zunächst das Problem, seinen Helden wieder zu reaktivieren.

Mit einem kleinen Kunstgriff gelingt dies, doch Leser wie Gefährten rätseln, ob es sich bei dem scheinbar von den Toten Auferstandenen wirklich um den Gefährten alter Tage handelt, oder ob sich ein Wechselbalg eingeschlichen hat. So kommt denn auch über die ganze Länge des Romans hinweg nie die alte Vertrautheit mit dem Zwerg auf, ist dessen Motivation nicht eindeutig zuzuordnen. Die Figur wirkt daher düsterer, unnahbarer als in den ersten Romanen.

Überhaupt ist ein wenig die Unbeschwertheit der Heldentruppe verloren gegangen. Rodario der Siebte hat nicht annähernd das Charisma seines Vorfahren, die Witze der Zwerge haben an Spritzigkeit verloren, die Kämpfe gegen die übermächtigen Widersacher reichen vor allem atmosphärisch, aber auch von der Ausgestaltung her nicht an die früheren Bände heran. Sicherlich sind die Auseinandersetzungen packend, doch die beeindruckenden Schilderungen der zwergischen Festungen, der weitverzweigten Stollen und geheimen Schmieden sucht man vergebens. Was bleibt, ist zwar leicht und flüssig zu konsumierendes Lesefutter, leider aber selten originell oder wirklich mitreißend.

Insofern stellt sich die meines Erachtens berechtigte Frage, warum man einen vierten Band nachgeschoben hat? Natürlich haben die Fans einen weiteren Teil gefordert, die Aufnahme desselben in die Bestsellerlisten erfreut sowohl den Verlag wie auch das Portemonnaie des Verfassers. Dennoch wäre es mir persönlich lieber gewesen, wenn Markus Heitz sein unbestrittenes Talent in ein wirklich neues Werk investiert hätte. Gerade seine Ulldart-Zyklen, aber auch „Kinder des Judas“ zeigen, dass er Überzeugenderes vorlegen kann als diesen letztlich doch eher mauen Aufguss.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge«

kevin zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 07.03.2010
Also hey Leute,

ich hab selbstverständlich auch alle Bände gelsen.
Am besten fand ich wohl den Zweiten.
Allerdings den in Kritik geratenen Vierten, fand ich ebenso gut.

Eine Fortsetzung der zwergenreihe wär für mich undenkbar ohne den Zwergengelehrten!
Was mich ansprechen würde, wo Markus Heitz auch ansetzt, ist die ganze Geschichte drum herum!

Ich meine die Vorgeschichte ist teilweise beschrieben im ersten Albae-band. Genauso wer der unbekannte Magier, der sich Vraccas nennt, ist.

Aber die ganze Geschichte in der Schlucht.
200 Zyklen.. Das ist für mich noch einen Zwergen band wert. Oder vllt auch einen magier-band ( mir fällt grad der Rassenname von dem Magier aus den Albaeteil nicht ein)

was haltet ihr davon?!
Roman zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 20.01.2010
Also ich habe die ersten 3 Bücher der Zwerge mit Begeisterung gelsen - und kann nun mit dem letzten Band nicht so wirklich was anfangen. Klar, lesen lässt er sich auch gut und spannend. Allerdings steht man als Leser am Ende meines Erachtens ziemlich dumm da, denn die Frage "Was passierte mit Tungdil vor seiner Rückkehr wirklich alles?" bleibt völlig unbeantwortet. Man kann nur spekulieren. Als würde das alles nicht enttäuschend genug sein, lässt man den Helden am Ende mal so eben von einer einfachen Zwergin erschlagen - und fertig...!!! Das Zwerge-Werk an sich ist grandios und findet meiner Meinung nach im vierten Band ein völlig unwürdiges Ende! Ich kann nur hoffen das Markus Heitz seine bisherige Meinung, die Geschichte nicht fortführen zu wollen, ändert. Das kann es nun wirklich nicht gewesen sein. Seine Aussage, die offenen Fragen seien eine Art "Rache des Autors" will ich mal nicht weiter kommentieren.....
Bleibt dem gemeinen Zwerge-Fan nur die Hoffnung auf, vielleicht noch 1 oder 2 weitere Bände, die dem Werk einen Abschluss geben, den es verdient hat!
kratos zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 02.01.2010
Hier scheiden sich die Geister. Die einen meinen der vierte Teil wäre schlechter als die Vorangegangenen und andere sagen er sei mindestens genau so gut. Ich gehöre zu Letzteren. Das Buch ist klasse und ich hoffe auf weitere Geschichten aus dem Geborgenen Land.
Es bleiben viele Fragen offen aber ich denke/hoffe dass der Autor diese in seinen Albae-Büchern aufgreifen wird.
Chris zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 08.12.2009
Hallo liebe Leserinnen und Leser von die Zwerge ,

ich habe die ersten 3 Teile voller Hingabe gelesen und finde ganz klar , dass der erste am besten war .

Nun habe ich begonnen , den vierten Teil zu lesen . Nun , da Tungdil wiede aus der Schlucht kam , brenne ich darauf , zu wissen , wie er das ganz überstanden hat . Doch bis jetzt finde ich keine Antwort auf diese Frage .

Alles was in den 200 Zyklen passiert ist wird kaum erklärt . Das Buch fängt mittendrin an .

Dass Tungdil und auch noch andere liebgewonnene Charaktere der Buchreihe sterben sollen finde ich sehr schaade .

Ich hätte es vermutlich besser gefunden , wenn es keinen 4ten Teil gegeben hätte . Doch , da nun der Teil da ist , würde ich es besser findnen , wenn es einen Teil giebt , bei dem alle Fragen beantwortet werden .

Ich finde dennoch jeden Teil der Zwergenreihe klasse und auch die Geschichten der Albae . :o)
Axon zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 02.04.2009
Hallo liebe Lesegemeinde,

der letzte Band hat viel erzählerisches Potential in sich, ist voller Ideeen, aber in der Ausführung lieblos und nüchtern, verglichen mit den vorherigen Bänden. Wenn Heitz in dem Nachwort selbst ausdrücklich darauf hinweist, wie sehr er unter Druck gesetzt wurde, noch einen weiteren Band einer bereits eigentlich abgeschlossenen Trilogie zu veröffen, so ist verwundert dieses Ergebnis kaum.
Nichtsdestotrotz erfährt der interessierte Leser (auch ich) zumindest inhaltlich, wie es nun weitergeht im geborgenen Land. Ob dies befriedigend ist, muss jeder selbst entscheiden. Das Ende ist jedenfalls flott eingefädelt und wird m.E. der aufwendig inszenierten Person und Geschichte um Goldhand nicht gerecht. Auf die Beantwortung der Frage, was es mit Goldhand auf sich hat, wartet der Leser ebenfalls vergebens.
Insgesamt: Besser als die allermeiste Fantasy-Literatur. Am Maßstab der bisherigen Bücher enttäuschend.

Habe die Ehre
Robin zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 02.01.2009
Ich bin soeben mit dem Teil erst fertig geworden und mir stehen die Tränen fast in den Augen.

Alle Bücher waren wundervoll und das der größte Held den ich erleben durfte, Tungdil Goldhand zum schluss sterben muss ist natürlich sehr sehr schade, aber ist das richtige Ende für die Geschichte.

Vielleicht sollte man sich fragen ob es richtig ist keinen weiteren Teil der Zwerge zu machen. Denn mir schwirren fragen im Kopf rum die nach antworten des Autors lächzen:
Wird Ingrimmsch den Fluch Sitalias' überleben?
Was geschah mit Tungdil, und was steckte hinter dem grünen Schleier in Tungdils Auge und was hatte es mit den schwarzen Adern in Tungdils gesicht auf sich?


Das und viel mehr brennt auf meiner Seele und verlangt Antworten, auch wenn ich sie wahrscheinlich nicht bekommen werde.

Zum Nachwort von Heitz ist zu sagen: ich freue mich auf die dunklen Verwandten der Elben: Die Albae.

Markus Heitz, der mir beste bekannte Fantasy Autor, neben Tolkien und Hennen.

DANKE!
Tradalin zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 04.11.2008
Hallo liebe Zwergenfans und auch Markus,

der 4. Band war mal wieder echt erste Klasse! Ich fand es nur bissel schade und traurig was zum Schluss mit Tungdil passiert, da er sich doch nach seiner Ruhe im Geborgenen Land so sehr gesehnt hat. Wie auch schon von anderen gesagt bleiben viele Fragen offen, wie zb Was in der Schlucht passierte, oda wie sein Sohn das alles überlebte und zu der Elite Einheit kam? Ein letzter abschließender und auch aufklärender Teil wäre toll.
Die Zwergen Reihe kann ich nur allen Lesern und auch allen die noch kein Buch gelesen haben empfehlen.
Adiuvare zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 30.10.2008
Hallo Markus, hallo Leute,..

Ich habe vor kurzem den (?vorerst?) letzten Band der Zwergenreihe gelesen und bin dem Markus wirklich dankbar für seine Werke,.. zum Niederknien.
Doch es ist auf jeden Fall richtig, wenn man bemerkt hat, dass manch gewichtige Dinge, nicht zur Genüge angesprochen oder erzählt wurden. Die Zeit in der schwarzen Schlucht mit seinem Meister, den Dson Aklan, wieso er manchmal seine Form ändert,.. am Lagerfeuer hat er Ingrimsch gesagt, dass er es ihm später erzählen wird,.. was ist eigentlich aus den Acronta geworden? Die werden mit keinem Wort erwähnt,.. oder im dritten Teil, der neue agressive Großkönig und die Königin, was hat sich da ereignet? Das sein vermeintlicher Sohn Balodil (Knurrer), keinen Auftritt hatte, find ich auch etwas Schade.
Ich bin schon gespannt auf die Albae und spreche mich auch für einen fünften Teil aus,.. war ja klar;o)
Varg zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 24.09.2008
Habe gerade dieses Buch zuende gelesen und mir bleibt wieder die Spucke weg :-D
Ich finde das der letzte Teil ein wirklich gelungener Abschluss zur Zwergenreihe ist und ich es Klasse finde, das der Autor dem Leser es selbst überlässt das er sich um die Zukunft des Geborgenen Landes und anderer Sachen einen eigenen Kopf machen muss. Weitere Fortsetzungen würden die Buchreihe nur verschlechtern.
Aber man weiß ja das es nicht das letzte Abenteuer im Geborgenen Land ist. Es geht ja mit den Albaen weiter und vielleicht trifft man dort auf einen bekannten Zhadar oder auf Ingrimsch. Wer weiß, vielleicht lässt sich Heitz ja dazu herumreissen paar dunkle Geheimnisse von Tungdil durch die Albae lüften zu lassen, da die Dson Aklan doch mit Ihm in der Schwarzen Schlucht gemeinsame Sache gemacht haben. Also nicht traurig sein, sondern auf die Albae warten.
Enno zu »Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge« 21.08.2008
Ich muss auch sagen, das ich mir für dieses Buch ein anderes Ende gewünscht hätte. An sich ist das Buch Klasse. Es greift die Story über die schwarze Schlucht aus dem vorherigen Roman auf und führt sie schließlich zu Ende. Das Geschehene wird detailliert und spannungsreich erzählt und hat die gleiche Klasse wie die drei vorherigen Bände. Insgesamt ist es also sehr lesens- und empfehlenswert. Bis außer dem schrecklichen Schicksal das der Protagonist Tungdil am Ende erleidet ( welches ich aber nicht weiter erläutern werde um den Leser nicht die Spannung zu nehmen ).

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