Das Rätsel der Templer von

Buchvorstellungund Rezension

Das Rätsel der Templer von

Originalausgabe erschienen 2007, 759 Seiten.ISBN 3352007519.

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In Kürze:

Mystery pur: Ein hochdramatischer Templer-Roman, der einen Bogen schlägt vom Jerusalem des Jahres 1156 bis in die Eifel im Jahr 2004. Im Jahr 1156 bringt der Großmeister der Templer einen geheimnisvollen Gegenstand aus Jerusalem nach Südfrankreich. Dieses Artefakt sorgt dafür, dass der Orden zu unermesslichem Reichtum gelangt – und dass für die Tempelritter die Grenzen von Raum und Zeit verschwinden. Als 150 Jahre später der Orden vom französischen König verboten und verfolgt wird, soll Gero von Breydenbach, ein Templer aus Trier, dieses sogenannte „Haupt der Weisen“ retten. Nur wenn er es schafft, das Haupt unversehrt nach Deutschland zu bringen, kann der Untergang des Ordens verhindert werden. Eine gefahrvolle, wahrhaft phantastische Reise beginnt, denn plötzlich finden Gero und seine Getreuen sich in einer anderen Zeit wieder – in einem Dorf in der Eifel im Jahr 2004!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Kein Klamauk a la Catweazle“86

Mystery-Rezension von Peter Kümmel

Als zu Beginn des 14. Jahrhunderts der zunehmende Einfluß der Mönchsritterorden den Monarchen ein Dorn im Auge war, beschloß der französische König Philipp IV. im Jahr 1307, den Templerorden zu vernichten. Sämtliche Mitglieder des Ordens wurden der Ketzerei und der Sodomie angeklagt. Im Oktober konnte man den Großteil der Ordensmitglieder verhaften. Dies war der Anfang vom Ende für den glorreichen Orden, dessen Existenz durch Papst Clemens V. im Jahr 1312 beendet wurde.

Die Verhaftungswelle im Oktober 1307 ist auch der Beginn der außer diesen historisch verbürgten Geschehnissen fiktiven Handlung in Martina Andrés Roman „Das Rätsel der Templer“. Eine kleine Gruppe von Ordensrittern unter der Leitung von Gero von Breydenbach hat von Henri d´Our, Komtur der Templerniederlassung von Bar-sur-Aube, einen streng geheimen Auftrag erhalten, nachdem bekannt wurde, dass ein Haftbefehl gegen sämtliche Templer erlassen wurde. Gero erhält vom Komtur genaue Anweisungen, ohne jedoch wirklich das Ziel seines Auftrages zu kennen, mit dem der Fortbestand des Templerordens gesichert werden soll.

Fast droht das Himmelfahrtskommando zu scheitern, bevor es richtig begonnen hat, denn unsere wackeren Streiter geraten in den Angriff der Soldaten von König Philipp auf die Komturei von Bar-sur-Aube, bei der ein Teil der kleinen Gruppe gefangen genommen wird. Neben Gero können nur der Schotte Struan MacDhughaill, Johan van Elk und Matthäus, Geros 12-jähriger Knappe entkommen und sich auf den Weg in die deutschen Lande machen, wo zunächst Matthäus auf der Breydenbachschen Burg in der Eifel in Sicherheit gebracht werden soll, bevor man zum eigentlichen Ziel, dem Kloster Heisterbach weiterziehen will. Begleitet wird der kleine Trupp von Struans heimlicher Liebschaft Amelie und dem unbeliebten Bruder Guy de Gislingham, den man gerade noch retten konnte.

Letzterer erweist sich jedoch als Schlange im Nest, verrät er die Ritter doch an des Königs Vasallen und wieder kommt es zum Kampf, als unser Trupp entdeckt wird und erneut können die Helden in letzter Minute entkommen …

Dramaturgische Kniffe sorgen für Spannung

Soweit die Handlung der ersten zweihundert Seiten des Buchs und es klingt alles nach einem spannenden historischen Roman, bis plötzlich während eines Angriffes durch Lombarden in der Nähe des Klosters Hemmerode Gero und sein Knappe Matthäus auf einer Lichtung unter ohrenbetäubendem Tosen von einem grell schimmernden Netz umspannt werden und mitsamt des sie umgebenden Terrains spurlos verschwinden.

Der Leser weiß natürlich aufgrund des Klappentextes schon, daß es die beiden in unsere heutige Zeit verschlagen hat, doch hier zeigt sich, dass die Autorin ihr Handwerk versteht und den Leser lange auf die Folter spannt. Nicht nur für den Leser, der unterhalten werden will, sondern auch für den Rezensenten sind die ersten Szenen, die die Menschen aus dem 14. Jahrhundert in der modernen Zeit erleben, ein wichtiges Kriterium, um die Qualität des Romans zu beurteilen. Erwartet uns Klamauk a la Catweazle oder Zeitritter? Minichten – die Zeitreisenden finden sich nach anfänglichem Schrecken durchaus – fast schon zu gut – zurecht, doch muß man der Autorin zubilligen, dass sie diese schwierige Klippe sehr gut umschifft hat.

Selbtverständlich sind aufgrund der Dramaturgie einige Zufälle in die Handlung eingewebt, doch auch diese halten sich im Vergleich zu ähnlichen Büchern durchaus noch im Rahmen. So sind zum Beispiel die Personen, die im Jahr 2004 den engsten Kontakt mit den Zeitreisenden pflegen, mit der mittelhochdeutschen Sprache und er Geschichte der Templer gut vertraut. Doch mit diesen kleinen Hilfskonstruktionen schafft es Martina André, einen Spannungsbogen zu knüpfen, der über die gesamten 750 Seiten kaum abreißt.

Dass die Autorin exzellent recherchiert hat, erkennt man nicht nur an den gut ausgearbeiteten Details. Das Nachwort sowie die Webseite der Autorin bestätigen das, was man beim Lesen erkennt.

Genre-Mix überzeugt in History und Mystery

Abstriche muß man dagegen bei den schematischen und recht klischeebehafteten Charakteren machen, die sich halt in ihrer Schwarz-Weiß-Gesinnung gut dazu eignen, beim Leser Sympathie und Antipathie zu erzeugen und diesen dadurch um so mehr mitfiebern zu lassen. Packende Kampfszenen und romantische Liebesszenen tun ein übriges dazu, dass man sich gut unterhalten fühlt.

Bei der logischen Gestaltung des Plots über die verschiedenen Zeitebenen hinweg lässt sich ein wenig Kritik üben. Ebenso beim Abschnitt „Was wäre, wenn die Existenz des Templerordens nicht im 14. Jahrhunderts beendet worden wäre“, dessen Gedanken durchaus gute Ansätze bieten, der aber gerne noch ein wenig weiter hätte ausgesponnen werden dürfen.

Dem Genre-Mix „Das Rätsel der Tempelrittel“ darf man Bestnoten im History- und Mystery-Bereich verleihen, SF-mäßig reicht es dagegen nur zu Durchschnitt. Auf jeden Fall vermag der Roman hervorragend zu unterhalten in einem Bereich, dessen Thematik eigentlich schon längst ausgelutscht ist, dem Martina André überraschenderweise jedoch dennoch einen neuen Aspekt hinzufügen konnte.

Ihre Meinung zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«

Lemmie zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«02.11.2011
Ich habe das Buch mehr zufällig bei kindle entdeckt. Da ich seit meiner Jugend ein Templer-Fan bin und mich die Kreuzzüge in das heilige Land auch heute
noch in ihren Bann ziehen, stellte ich schnell fest das die Autorin ihr Handwerk versteht. Historische Fakten die mit einer interessanten Story hervorragend verwoben wurden. Leider war das Buch viel zu kurz ! ^^
Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung in der unsere Helden in das alte Jerusalem reisen und nach den Wissenschaftlern aus der Zukunft suchen.

Alles in Allem ein spannendes Buch das auch einem Kenner des Mittelalters zu unterhalten vermag.
M.Reinsch zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«19.02.2011
750 Seiten...
Die ersten 200 Seiten waren einfach nur wunderbar! Historie in eine so schöne und interessante Geschichte zu verpacken war einfach klasse.
Der zweite Teil war schon fast überlagert von dem Spaß und dem Schalk, den Fr.André hatte - zwei so unterschiedliche Zeiten aufeinander prallen zu lassen. Sehr schön hat Sie es geschafft, die Situation nicht ins Lächerliche abdriften zu lassen, wie man es z.B. in "Die Besucher" erlebt. Trotzdem ist hier an zu merken, das die "Art der Story" schon häufiger "genutzt" wurde (Timeline, Zeitreise in Technicolor, Die Besucher).
Der dritte Teil rundete die ganze Geschicht gut ab, nur das Ende ist extrem gerafft (fehlen dort die 200 Seiten, die der Verlag nicht haben wollte, weil Sie den Rahmen sprengen würden ? - org.Ausage von Fr.André).
Schwachpunkte gibt es nicht viele, meist erkläre ich Sie mir damit, das es sich Fr.André einfach leichter machen wollte den Storyfluss laufen zu lassen (z.B. im Jahr 2004 spricht Jemand fließend Altfranzösisch und Mittelhochdeutsch ?) . Grundlegend tun Sie der Story keinen Abbruch, fallen aber auf!
Mehrere Karten und ein Nachwort der Autorin schließen ein sehr gutes Buch ab!
Ich werde mit viel Freude weitere Bücher von Martina André lesen!
93°
Micha
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sep zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«12.03.2010
Ein Roman, der trotz einer guten Storyidee stark beginnt, dann aber enttäuschend ebenso stark nachlässt.
Beim Lesen des Buches merkt man deutlich, welche Bereiche der Geschichte von der Autorin relativ gründlich recherchiert wurden (Templergeschichte) und in welchen sie oberflächerlich drüberweg geschrieben hat (Gegenwart) und klare Wissenslücken hat (Physik). Auch häufen sich im Verlaufe der Geschichte die zahlosen Logikfehler (und damit ist nicht das Zeitreisen gemeint), die Erzählweise bezüglich Personen und Umgebungsbeschreibung (wird teilweise völlig wegelassen) wird immer liebloser, als ob die Autorin unter Zeitdruck oder auch Ideenmangel gestanden hätte.
Ich habe schon sehr viele Bücher aus den drei genutzten Genres gelesen, aber nur selten wurde so einfaltslos mal nach links und rechts geschaut, wie hier. Zwar ist die Grundstory, bis auf das mieserrable Ende ganz gut gelungen, aber die Stoff hätte soviel Möglichkeiten geboten und die Autorin schmeißt ihn einfach mit einem 0815-Happyend (mit himmelschreienden Logikfehlern) weg. Naja, ich werde kein Buch der Autorin mehr lesen.
tassieteufel zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«19.02.2010
Es gibt viele gute Bücher, aber solche die restlos begeistern sind eher selten, "Das Rätsel der Templer" gehört jedoch eindeutig dazu! Das Buch ist eine tolle Verbindung aus gut recherchiertem Historischem Roman u. Fantasy.
Die Figuren sind liebevoll herausgearbeitet und man fiebert das ganze Buch hindurch mit ihnen mit. Der Spannungsbogen wird das ganze Buch hindurch aufrechterhalten, wobei die
Zeitsprünge die Spannung noch steigern. Außerdem bietet das Buch einige interessante Ansatzpunkte zur Herkunft einiger
Errungenschaften der Templer wie z.B. das Bankwesen.
Ganz besonders gefallen hat mir der Zeitreiseaspekt von der Vergangenheit in die Neuzeit (in den meisten Zeitreisegeschichten
ist es ja umgekehrt). Sehr gut und ohne zu übertreiben gelingt es der Autorin, die Konfrontation der beiden Zeitreisenden mit unserer modernen Zeit zu schildern. Das Aufeinandertreffen der "Zeitritter" mit unseren technischen Errungenschaften führt zu einigen witzigen Szenen zeigt aber auch auf, dass sich
in unserer Zeit nicht unbedingt alles zum Besseren geändert hat,

Fazit: Ein wundervolles Buch mit Suchtfaktor, restlos zu empfehlen, einziger Wermutstropfen: auf die heiß ersehnte Fortsetzung werden wir wohl noch eine Weile warten müssen!
Netha zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«23.11.2009
Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen, ich möchte es mal als historischen Zeitreiseroman deklarieren.
Wie der Titel schon mitteilt handelt die Geschichte vom Templer Orden in Frankreich/ Deutschland im Jahre 1307. Und in der Gegenwart im Jahre 2004.
Das Buch besticht durch eine klare, flüssige Schriftführung und die Spannung lässt nicht lange auf sich warten, und wird von Kapitel zu Kapitel gesteigert.
Nach ca. der Hälfte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen ohne es als Strafe zu empfinden. Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter ging.
Der berühmte rote Faden zieht sich durch die ganze Geschichte ohne irgendwo hängen zu bleiben.
Was mich besonders gefesselt hat waren die Atemberaubenden Kehrtwendungen, wenn ich gerade in eine bestimmte Richtung gedacht habe, kam es ganz anders, aber viel besser als erdacht.
Die Protagonisten wachsen einem so richtig ans Herz und man möchte sie am liebsten schützend in den Arm nehmen um manche Situation erträglich für sie zu machen. Andere möchte man am liebsten ins ewige Eis schießen.
Eine wirkliche Entwicklung bei den Protagonisten ist nicht zu verzeichnen, da sich die ganze Geschichte ja nur über 3 Wochen erstreckt.
Aber die Reaktionen der Menschen die durch die Zeit reisen ist sehr schön be- und umschrieben, als ihnen dies bewusst wurde.

Der Leser kann bei dieser Geschichte auch selbst noch was lernen über die Geschichte der Templer, den die Autorin ist sehr nah an den wahren Begebenheiten geblieben.

Dies war mein erster Roman der Autorin und ich weiß ganz bestimmt das es nicht mein letzter war.

Fazit: Fesselnd, sehr Spannend und einfach genial geschrieben !


Dieses Buch bekommt 5 von 5 Sternen von mir
Earendil zu »Martina André: Das Rätsel der Templer«14.05.2009
Das Buch ist echt gut...Vor allem wird erwähnt, dass die Menschen damals eine andere Sprache gesprochen haben. Das find ich mal echt klasse.
Schade ist allerdings nur, dass wieder das klassische Mann-Frau-verliebt-sich wieder auf so klischeehafte Weise abspielt. Naja
Ansonsten aber ein sehr gutes Buch
Ihr Kommentar zu Das Rätsel der Templer

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