Weiblich, ledig, untot von MaryJanice Davidson

Buchvorstellungund Rezension

Weiblich, ledig, untot von MaryJanice Davidson

Originalausgabe erschienen 2002unter dem Titel „Undead and Unwed“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 288 Seiten.ISBN 3802581237.Übersetzung ins Deutsche von Stefanie Zeller.

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In Kürze:

Betsy Taylor hat eine fürchterliche Woche hinter sich -- erst verliert sie ihren Job, dann kommt sie bei einem Autounfall ums Leben – und stellt schließlich fest, dass sie gar nicht wirklich tot ist! Außerdem wird sie ständig von einem unheimlichen Heißhunger auf Blut geplagt. Ihre neuen Freunde halten sie für die lange prophezeite Königin der Vampire. Betsy ist da anderer Meinung, doch die Vampire ködern sie mit einer Geheimwaffe, der sie nicht widerstehen kann: Designerschuhe. Mindestens ebenso verlockend ist der Vampir Sinclair …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Weird Fiction für Schuhfetischistinnen und Katzenliebhaberinnen, oder der etwas andere Geburtstag einer Sekretärin“70

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Lieben Sie Katzen? Sammeln Sie Designerschuhe? Sind Sie eine ausgebeutete, unterbezahlte Sekretärin, deren Liebesleben nicht existent ist und deren Job wackelt? Dann geht es ihnen wie Elisabeth Taylor, genannt Betsy.

Ausgerechnet an ihrem Geburtstag schmeisst sie ihr Chef raus, ein Schneesturm mitten im April verhindert ihre Party und ihre Katze treibt sich draussen rum. Also rein in die sündhaft teuren, aber schicken Nobeltreter und die Miezi zurück ins warme Heim holen. Doch dann kommt ein Auto des Wegs, die vereiste Fahrbahn, der Kühlergrill und ein Baum, das wars dann schöne Welt für die ehemalige High-School Schönheit.

Einen Tag später wacht Betsy wieder auf. Keine Schläuche hängen ihr aus der Nase, keine Kanülen am Arm, vom ebenfalls nicht eingesetzten Katheter willen wir mal lieber nicht sprechen. Und dunkel ist es im reichlich engen, dafür um so ruhigeren Zimmer auch. Wo ist sie nur abgeblieben? Ein Ruck, der Deckel springt auf, und sie findet sich als veritable Leiche im örtlichen Bestattungsinstitut wieder.

Alles Leugnen hilft nichts, sie ist und bleibt tot – nur nicht so richtig. Plötzlich kann sie im Dunkeln sehen, hört die Mäuse laufen, klettert Hochhäuser hoch und hat einen unstillbaren Hunger nach Blut.

Klar, sie ist ein Vampir. Doch als sie in eine Kirche geht, überkommt sie kein Schmerz, Weihwasser reizt sie allenfalls zum Niesen und das Sonnenlicht schadet zwar ihrem Teint, aber in Flammen aufgehen tut sie nicht. Ein gar ungewöhnlicher Vampir also, da sind sich auch ihre neue Artgenossen einig, etwa die gewahrsagte Vampirkönigin?

Zwei Parteien suchen Einfluss auf sie zu nehmen. Nostrodamis, der jahrhundertealte Anführer der Vampire, fürchtet sie und will sie sich untertan machen, dessen Widersacher Sinclair sucht sie zu verführen. Noch kann sie seinen Avancen widerstehen und lehnt sein Hilfeersuchen ab, doch dann spielt der gutaussehende Galan mit gezinkten Karten – wie soll eine Frau nur widerstehen, wenn sie mit einem ganzen Raum voll neuer Designerschuhe bestochen wird?

Erotischer Horror für die Upper-Class-Dame von Welt – frech, respektlos und voller Kraft und Selbstironie

Soakie Stockhouse und Anita Blake – zieht euch warm an, denn hier kommt die Neue im Reigen der weiblichen Weird-Fiction-Heldinnen. Betsy Taylor, eine Frau, die mit beiden Beinen in der Wirklichkeit steht und die dem amerikanischen Durchschnitt entspricht. Sie schaut, dass sie schlank bleibt, kümmert sich um ihre ersten grauen Haare und Krähenfüsschen ebenso wie um ihre Orangenhaut und wartet auf den Prinz, der sie in sein Königreich entführt – vergebens, wie so viele ihrer Altersgenossinnen. Zu anspruchsvoll, zu selbstbewusst und emanzipiert ist sie, und sie sieht es auch gar nicht ein, sich – nur weil sie jetzt nicht mehr unter den Lebenden weilt – gross zu ändern. Warum denn?

Das Adjektiv, das mir als erstes in dem Kopf kommt, wenn ich an den Auftaktband einer etwas anderen Vampir-Serie denke, ist „frech“. Betsy ist frech, ihre Ansichten ebenso, und der Stil, in dem das Buch verfasst ist, unterscheidet sich hier nicht – frech, frivol, vorlaut, ehrlich, energiegeladen, so kommt der Text daher. Angereichert mit einer gehörigen Prise Erotik spielt die Autorin mit der Erwartungshaltung ihrer Leser(innen). Ein ums andere Mal räumt sie mit überkommenen Vorstellungen, wie sich die Geschöpfe der Nacht verhalten sollten, auf und präsentiert uns eine Untote, die lebendiger und energischer daherkommt als vor ihrem Tod. Hier geht es darum, verkarstete Strukturen aufzubrechen. Das erinnert an die Auseinandersetzungen der Kinder, wenn sie sich vom Elternhaus lösen und das riecht nach Rebellion und Emanzipation. Versteckt im Text spricht die Autorin auch immer wieder vorsichtig Themen wie Kindesmisshandlung oder Gewalt gegen Schwächere an.

Noch fehlt der Reihe der rote Faden, noch sind die Charaktere mit Ausnahme der Hauptperson zu vage ausgestaltet, als dass man von einem neuen Meilenstein der Nosferatu-Literatur sprechen könnte. Aber die Serie hat alle Anlagen, sich insbesondere bei der weiblichen Leserschicht zu Kultstatus zu mausern. Temporeich, voller Humor und Selbstironie auch und insbesondere über die Mid-aged-Women liest sich der rasante Text flüssig und spannend auf einen Rutsch durch und weckt Appetit auf den im November 2007 erscheinenden zweiten Teil.

Ihre Meinung zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«

Kat zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«13.12.2011
Den Anfang des Buches fand ich eher langweilig, aber zur Mitte bzw. zum Ende hin wurde das Buch immer besser und die Charaktere gefallen mir sehr gut.
Sie haben alle unterschiedliche besonderheiten was jeden von ihnen einzigartig und besonders Macht!
Über das Ende hab ich mich echt gefreut, weil Eric und Betsy echt gut zusammen passen! (Gegensätze ziehen sich an!!) Aber er war auch ganz schön hinterlistig!

Das Buch lohnt sich immer wieder zu lesen und muss jeder Vampir Fan auf alle Fälle haben! :DD
xoxo Kat
Jade zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«31.10.2010
Vampire Chicklit vom Feinsten.Gut Kritiker würden wohl die fehlende Tiefe bemängeln,aber imo muss ein Buch diese nicht besitzen wenn es so gut geschrieben ist,dass es einen zum Lachen bringt.Und das ist hier eindeutig der Fall.Die oberflächlige,naive(grenzwertig,böse menschen würden "dumme" sagen) Schuhfetischistin Betsy Taylor und ihre Vampire.Göttlich,einfach nur göttlich.
Obscuritas_Aeterna zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«18.08.2010
Beim mir war es erst mal eine reichlich blöde Situation^^. Ich hatte mir den Teil fünf ausversehn gekauft, da der Klappentext und der Titel mich begeistert hatten. Zu dumm. Naja... Dann lieber doch zur Stammbuchhandlung und ersmal den ersten bestteln. "Vielleicht haste ja Glück und es klingt auch so gut." dachte ich mir. "Weiblich, ledig, untot" erinnerte mich dann vom Titel erst mal an "weiblich, ledig, jung sucht..." Hat damit aber rein gar nichts zu tun.
Betsy verliert ausgerechnet an ihrem 30ten(!) Geburtstag alles: Job, Katze läuft weg, Leben... Dabei ist doch das altwerden für die meisten Frauen schon schlimm genug. Aber als ob das nicht reicht, sie ist "zu dumm" tot zu bleiben und spaziert am Tag nach ihrem Geburtstag recht munter wieder aus dem Bestattungsinstitut hinaus. Ihre Stiefmutter glaubt, sie sei von den Toten zurück, nur um sie zu ärgern und weil sie sauer ist, dass sie ihre teuren Schuhe eingesackt hat und Betsy in billig Trettern beisetzten wollte.
Ihre beste Freundin und ihre Mutter sind heil froh, dass Betsy mehr oder weniger lebend wieder da sind und dann verführt sie ausversehen dem Detictive Perry, was in einer Katastrophe endet und nur der Kerl, den sie momentan noch mehr hasst als den, der sie zu seiner Untertanin machen will, kann helfen: Eric Sinclair. Wenn er nicht so verdammt heiß wäre....
Schwierigkeiten sind vorprogramiert und als man ihr verkündet, dass ein eckelhaftes Buch (gebundene Seiten aus Menschenhaut, auf denen mit Blut geschrieben wurde), das Buch der Toten, ihre Ankunft vorher gesagt hat, geht der Spaß erst richtig los. Sie soll jetzt die Königin der Vampire werden und Nostro vom Thron verjagen, der sich aber nicht so einfach aus dem Staub machen will...
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Kati zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«10.09.2009
ich hab mir das Buch eigentlich nur so mal aus der Bücherei mal ausgeliehen , aber nach den ersten seiten war ich so begeistert, dass ich es ganz schnell fertig gelesen hatte und es meinen freundinen weiterempfolen habe, die jetzt auch alle anderen Teile lesen wollen. Es ist einfach klasse wie mary-janice-davidson die Bücher schreibt, mit den witzigen Dialogen von Betsy und ihren freunden ....

DIE BÜCHER sind EINFACH KLASSE !!!!!!!!!!!!
Ticva zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«05.08.2009
Es geht um eine junge Frau die erst ihren Job verliert und dann auch noch ihr leben. Aber das war’s nicht, sie erwacht als Zombie, besser gesagt als Vampir wieder und muss sich mit ihrer neuen Situation erst einmal vertraut machen. Teilweise gelingt es ihr ganz gut, doch teilweise so schlecht, dass sie im laufe der zeit doch dankbar die Hilfe eines anderen Vampirs annimmt.

Am Anfang war ich mir nicht sicher ob das Buch meine Erwartungen an einen Vampir-Roman erfüllen würde, weil in den ersten Kapiteln nie von Vampiren die Rede war. Aber ich zwang mich ein Kapitel weiter und wurde dann endlich für das durchhalten belohnt *g*

Nach und nach treten mehrere Charaktere auf der Bildfläche auf und meine Zweifel verflüchtigten sich immer mehr. Hinzu kommt, als der Vampir namens Sinclair auf der Bildfläche auftauchte, war ich eh schon hin und weg *g* (ich liebe diesen Namen seit dem Buch „Wie Samt auf meiner Haut“ von Kat Martin)

Es ist mit viel Humor (ich hab mich teilweise gekrümmt vor lachen *g*) und einem Funken Erotik geschrieben. Die Autorin überzeugte mich immer mehr *g*

Am besten fand ich den Marc (einen schwulen Kerl, den sie vor dem Selbstmord bewart und gebissen hat) *g* wie er sich verhält und was er von sich gibt, das ist einfach göttlich *lach* Er ist zwar nur eine Randfigur, hat es aber in sich *g*

Echt witzig fand ich dann am Ende, wie sie reagiert, als man ihr zig paar Schuhe schenkt. Das hat mich so an Sex and the City erinnert, das meine Freundin meinte, dass das jetzt mein Sex-and-the-City-Vampir-Roman sei *g*

Das wird auf alle Fälle nicht mein letztes Buch dieser Serie bleiben.
4 von 5 Sternen
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Jen zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«31.07.2009
Mary Janice Davidson ist wirklich die witzigste unter den Vampirroman-Autorinnen und ihren eigenen Schuhtick kann sie in den Betsy-Taylor-Romanen auch ganz gut ausleben ;)
Und: Seit Juli gibts "Weiblich, ledig, untot" auch als Hörbuch, gelesen von Nana Spier (Synchronsprecherin von Buffy), deren Stimme sehr gut zu Betsy und ihrem Humor passt.
Im September und Oktober folgen dann "Süß wie Blut und teuflisch gut" und "Happy Hour in der Unterwelt",
Hier gibts auch ne Hörprobe: http://www.argon-verlag.de/titel.php?id=769
Sehr zu empfehlen!
Jana zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«21.07.2009
ich hab mir das buch nur so gekauft ne aber das buch ist fantastisch..... ich muss aber mmit dem buch sparen da ich erst wieder am 1. ein neues buch kaufen darf *das ist sehr schwer* ich bin grad auf seite 242....nur noch ungefähr 100 seiten und noch 10 laaaaaaaaaaaaaange taaaaaaage mann das ist so fieß...... =(
naja wie schon gesagt das buch bombe ich kann es nur weiter empfehlen =) VIEL SPAß BEIM LESEN
Annalisa zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«22.09.2008
Mir gefällt das Buch, wiel es witzig, spannend und inetrresant geschrieben ist, es zieht einen sozusagen in sienen Bann! Mr gefallen die Einzelnen Personen sehr gut,wie sie beschrieben sind, auch gefällt mir der Anfang des >Buches, wo sie selbstmordbegehen will, in dem Teich und soweiter, dann kommt ja dieser Mann, der sich umbingen will, ich finde solche Stellen sehr gut beschrieben! Esist eines meiner lieblingsbüche, weil es erstens um Vampire geht und zweitens spannung und witz gut mit zueinander passen, es ist genau an den richtigen stellen witzig und spannend. Ich fruee mich schon auf die letzten Bände! Weiter so...
Ich zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«03.09.2008
Ich habe mir dieses Buch zufällig gekauf und ich bin total begeistert von der Art wie Mary Janice Davidson schreibt.
Man konnte gar nicht aufhören dieses Buch weiterzulesen.
Die Vampirwelt wird total anders dar gestellt wie ich es mir vorgestellt hatte.
Das ist echt total spannend so,dass ich die anderen Buchteile auch sofort gelesen habe...
Allein schon wie Betsy eine "ehemalige Sekretärin von Heut auf Morgen nach ihrem Tod zum Vampir bzw. zur Königin der Vampire wird....
bride-of-the-night zu »MaryJanice Davidson: Weiblich, ledig, untot«12.08.2008
Nachdem ich von kitschigen pseudo-düsteren Vampirromanen bitter enttäuscht wurde, war dieses Buch eine spritzige Abwechslung. Gerade über diese düsteren Möchtegern-Bösewichte wird richtig hergezogen, was stets ein Schmunzeln auf meine Lippen gezaubert hat! Wieso kann man einfach nicht nach seinem Tod so sein, wie man auch vorher war? Mit dieser Frage wird Betsy ständig konfrontiert. Betsy, das ist die etwas naive, aber dennoch geniale Protagonistin, die etwas an die Damen aus "Sex and the City" erinnert. Auch sie ist Markenschuhen verfallen und würde dafür ihre Seele hergeben und das ändert sich auch nach dem Tod nicht. Und obwohl Betsy einfach ihr Leben wie vor dem Tod weiterführen möchte, muss sie immer wieder feststellen, dass es nicht immer so geht, wie sie es sich vorstellt... Fazit: Ein wirklich unterhaltsamer Roman mit sehr viel Witz geschrieben. Dieses Buch stellt was völlig anderes und neues dar, was das Vampirgenre bisher hergegeben hat!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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