Dämon von Matthew Delaney

Buchvorstellungund Rezension

Dämon von Matthew Delaney

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Jinn“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 768 Seiten.ISBN 3-404-15264-6.Übersetzung ins Deutsche von Axel Merz.

»Dämon« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Viele Jahre musste er auf einer einsamen Tropeninsel schmachten, dann brachte ihn der II. Weltkrieg zurück: Der Dschinn, ein vorzeitlicher Elementgeist, sucht in den Straßen einer US-amerikanischen Großstadt nach neuen Opfern und alten Gefährten, mit denen er die Welt unter seine Knute zwingen will … Moderner Horrorthriller, der unerhört stark und stimmig startet, um sich dann in einen typischen Gruselreißer der Marke Blutig & Blutiger zu verwandeln. Im Mittelteil zu lang und im Finale zu einfallsarm, kann „;Dämon“; dennoch mit vielen (allerdings aus Literatur und Film zusammengeraubten) spannenden Sequenzen als Trivialthriller überzeugen und unterhalten.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Kreuzritters Morderbe auf US-Terrortour“;45

Horror-Rezension von Michael Drewniok

Im November des Jahres 1943 erreicht der Pazifikkrieg die kleine Tropeninsel Bougainville. Während der Gefechte geht ein US-Erkundungstrupp im Dschungel verloren. Ein zweites Platoon wird ihm hinterher geschickt. Ständig wird es in Scharmützel mit feindlichen Japanern verwickelt. Schlimmer sind jedoch hinterhältige Mordattacken, die eine fremde, sadistische Macht auf die Männer verübt. Hartnäckig verfolgen diese ihren Auftrag, aber was sie finden und bergen (s. Buchtitel), versinkt nach einem Luftangriff mit dem Truppentransporter „;Galla“; im Meer.

64 Jahre später wird das Wrack gehoben und in das neue Marinemuseum des Finanzmagnaten Joseph Lyerman nach Boston im US-Staat Massachusetts geschleppt. Ein Jahr später fällt dessen ungeratener Sohn einem brutalen Mord zum Opfer. Mit dem Fall werden die Detectives Jefferson und Brogan beauftragt. Sie haben kaum die Ermittlungen aufgenommen, als überall in der Stadt Leichen gefunden werden, die von riesigen Klauen buchstäblich in Stücke gerissen wurden.

Der alte Lyerman weiß mehr als er verraten mag, das finden die erfahrenen Kriminalisten bald heraus. Er war 1943 an Bord der „;Galla“; und wusste, was seine Kameraden auf Bougainville entdeckt hatten. Nun besitzt er es – oder besitzt es ihn? Die Indizien mehren sich, dass kein Mörder von dieser Welt sein Unwesen in Boston treibt. Ein uralter böser Geist oder Dämon, ein Dschinn, einst besiegt und gebannt durch Kreuzritter, ist wieder auferstanden. Wie im Märchen erfüllt er Wünsche, aber sein Preis ist hoch, der Dschinn ein Lügner, der ausschließlich ein Ziel verfolgt: Seine drei Gefährten will er finden, denn mit ihnen gemeinsam kann er die Welt beherrschen, die Menschheit unterdrücken und töten, wie es seine Bestimmung ist.

Jefferson und Brogan, inzwischen verstärkt durch die schöne Polizistin McKenna Watson, enthüllen ein seit mehr als 1400 Jahre währendes satanisches Spiel zwischen Gut & Böse, das über den ganzen Erdball tobt. Sollte es ihnen nicht gelungen, den Dschinn zu stoppen, wird er dieses Mal sein Ziel erreichen. Der Gegner ist übermenschlich stark, praktisch nicht umzubringen; er kann die Gestalt seiner Feinde annehmen – und er führt sie in Versuchung, weil er ihnen die Erfüllung geheimster Wünsche verspricht. So läuft es lange schlecht für die Vertreter des Guten, die vom Dschinn arg dezimiert werden …

Ouvertüre mit Grusel-Pauken und Horror-Trompeten

Es beginnt mit einem Prolog, der dem Werk angemessen ist: Mehr als 100 Seiten umfasst er, aber das verkraftet dieses Buch, das insgesamt 764 recht eng bedruckte Seiten zählt, spielend. Auf diesen 100 Seiten – der Bougainville-Sequenz – zeigt sich ein neuer Stern am Horrorhimmel. Der Höllentrip eines Trüppchens versprengter US-Soldaten ist ebenso realistisch wie surreal. Unerhört spannend beginnt es mit grausigem Kriegsalltag. Es setzt sich fort mit der eindringlichen Schilderung einer fremden, feindlichen Inselwelt. Dann beginnt es zu spuken. Im Stil der „;Blair Witch“; schlägt ein Ungeheuer aus dem Nachtwald zu. Es bleibt unsichtbar, hinterlässt nur Spuren seines seltsamen, scheußlichen Tuns. Immer stärker zieht das Tempo an, die Erwartung des Lesers steigt kontinuierlich (was davon ablenkt, dass diese Passagen recht offensichtlich vom atmosphärischen Terrence-Malick-Filmklassiker „;The Thin Red Line“;, 1998, dt. „;Der schmale Grat“;, inspiriert wurden, der wiederum auf dem gleichnamigen Roman von James Jones – dt. „;Insel der Verdammten“; – aus dem Jahre 1962 basiert; mehr als ein Hauch von „;Apocalypse Now“; ist natürlich auch dabei).

Plötzlich ist erst einmal Schluss und wir müssen lange warten, bis das Bougainville-Rätsel gelüftet wird; wie sich zeigt, ist das nur gut so. Nach einem zweiten (!) Prolog geht endlich die eigentliche Geschichte los. Sie spielt – wieso auch immer – im Jahre 2008 und verwandelt sich in einen typischen Cop-Krimi. Scheußliche Morde werden begangen, die Tatorte mit viel Liebe zum blutigen Detail beschrieben, Ermittlungen in Gang gesetzt, die zwei Bilderbuch-Detectives – ausgelaugt und angeschlagen, aber unverwüstlich und mit einem unerschöpflichen Vorrat sarkastischer Cop-Sprüche ausgestattet – von einer Sackgasse in die andere führen, bis endlich – der Leser seufzt bereits und rekelt sich unruhig in seinem Sessel – der rote Plotfaden wieder aufgenommen wird. (Er rutscht dem Verfasser noch mehrfach durch die Finger.)

Ein dämonischer Dschinn wurde also aus dem Pazifik importiert. Der will sich seit Jahr und Tag zum Herrn der Welt aufschwingen. Das hat bisher nie geklappt, wird jedoch unverdrossen neu versucht. Ein weiterer laaanger Einschub – die Konzentration aufs Wesentliche ist Delaneys Stärke nicht – verfolgt die Untaten des chaotisch veranlagten Bösewichts in der Vergangenheit. Siehe da, eigentlich sind sogar vier Dschinns am Werk, die u. a. die nordafrikanischen Sarazenen aufmischten, bis ihnen von christlichen Kreuzrittern vorerst das Handwerk gelegt werden konnte. Komplizierte Versuche zur Verhinderung zukünftiger Dämonenheimsuchungen schlossen sich an, die besagte Kreuzritter Jahrhunderte vor Kolumbus bis nach Nordamerika führten. (Korrupte Päpste oder vatikanische Assassinen wirken dieses Mal zwar nicht mit, aber das angestrebte Dan-Brown-Feeling ist trotzdem fast greifbar.)

Vom Schrecken ohne Ende zum schrecklich einfältigen Finale

Die Dämoneneinkerkerung misslang, wie sich im weiteren Verlauf der Geschichte herausschält. Tatsächlich besteht zwischen unseren Helden und den Dschinns sogar eine mysteriöse Verbindung … Spätestens zu diesem Zeitpunkt schalte man den Verstand lieber ab und konzentriere sich auf die nun zunehmend actionbetonte Handlung, der unter dem Gesichtspunkt der Logik nun endgültig die Luft ausgeht. In gut nachempfundener „;Stirb langsam“;-Manier jagen sich schließlich Mensch & Monster durch ein Hightech-Hochhaus. (Eine Räuberbande mischt auch noch mit.) Inzwischen haben sich unsere Helden US-typisch auf den Endkampf vorbereitet: Ein zufällig des Wegs daher kommender schwarzer Stadtguerilla öffnet seinen prall gefüllten Waffenkoffer; was er verteilt, wird präzise benannt und plakativ zur Anwendung gebracht.

Das eigentliche Finale zieht sich etwas hin, weil im entscheidenden Moment irgendeine Waffe ausfällt oder die Heldin vom Dschinn als Geisel verwendet wird; das geschieht mehr als einmal, was der Story nicht gerade gut bekommt. Am Ausgang des Ganzen bestehen dennoch niemals Zweifel. Als es gekommen ist wie es kommen musste, ist man als Leser erleichtert – und ein bisschen verärgert. Gut unterhalten wurde man, das steht fest, aber letztlich doch betrogen. Schon am nächsten Tag wird man die Geschichte nicht mehr nacherzählen können. Die einfache Machart, die simple Sprache, die schablonenhafte Figurenzeichnung lassen sie im Brei vergleichbarer Mysterythriller untergehen.

„;Originalität“; ist wohl der wahre Horror…

Wenn wir schon über die Figuren sprechen, kommen wir schnell an einen Punkt, wo die Nachsicht mit diesem Buch endet. Während die Profilarmut der jungen Soldaten, die durch den Urwald von Bougainville irren, sehr gut zur traumähnlichen Unwirklichkeit der Kulisse passt, offenbaren Delaneys Handlungsträger der Gegenwart schmerzlich deutlich was sie sind: eindimensionale Klischees ohne Persönlichkeit. Der gute Cop, sein knurriger Kumpel, die schöne Kollegin, der finstere Kapitalist, der Alibi-Schwarze, der für den Helden die Kugeln abfängt – die Reihe der Stereotypen reißt damit keineswegs ab. Vielleicht hat das scheinbare Unvermögen aber auch praktische Gründe: In einer späteren Verfilmung kann sich jeder Schauspieler die ihm oder ihr zugeteilte Rolle zu Eigen machen; der Autor macht niemandem Vorschriften …

Rein gar nichts gemeinsam mit dem Lampengeist aus 1001 Nacht hat Delaneys Dschinn. Er ist hier eher ein urzeitliches Elementarwesen, ein Alien oder eine zweite Intelligenz, die sich neben dem Menschen entwickelt hat. Seine ungewöhnlichen Talente hätten frühere Horrorautoren als „;übernatürlich“; bezeichnet. Heutzutage werden Gestaltwandelei, Unsterblichkeit u. a. Phänomene lieber „;wissenschaftlich“; erklärt. (Daher auch das hübsche „;Biohazard“;-Symbol auf dem deutschen Cover.)

Wohl nur der Spielverderber stellt die Frage nach dem Motiv, das den Dschinn eigentlich umtreibt. Er bleibt da seltsam diffus. Weiß er es selbst nicht? Die „;Herrschaft über die Welt“; ist der Herzenswunsch jedes wirklich übergeschnappten Bösewichts. Er geht nie in Erfüllung – glücklicherweise, da die reale Weltherrschaft wahrscheinlich nicht halb so spannend ist wie das Streben danach.

Zumal unser Dschinn der Hellsten ohnehin nicht gerade einer ist. Wirft man einen prüfenden Blick auf sein Handeln (was man in einem Roman wie diesem um des Spaßes willen tunlichst vermeiden sollte), fällt die enorme Umständlichkeit auf, mit der er zudem unverhältnismäßig lautstark zu Werke geht. Kein Wunder, denn er soll uns, die Leser, nicht überzeugen, sondern unterhalten, und das gelingt nach Ansicht des Verfassers am besten durch Spektakel, Kugelregen & Blutspritzerei. Im Finale muss der Dschinn trotzdem eine lange Rede halten und offene Handlungsfragen klären, bevor er seinen Widersacher attackieren darf.

(Nebenbei: Kann mir jemand erklären, was die Kreuzritter-Zombies beseelt, die im Dschungel von Bougainville wüten? Wieso bleiben alle anderen Dschinn-Opfer mausetot? Und wer erklärt dem Übersetzer den Unterschied zwischen „;humanoid“; und „;hominid“;?)

Kurzes Fazit: Nach dem verheißungsvollen Beginn ist es doppelt schade um die vielen verschenkten Möglichkeiten. Warten wir also weiter auf den nächsten Michael Crichton, die nächsten Preston & Child. Delaney ist es (noch) nicht.

Ihre Meinung zu »Matthew Delaney: Dämon«

Bär zu »Matthew Delaney: Dämon«02.06.2015
Beim lesen von Dämon hatte ich ständig den Eindruck, dass hier Hollywoodversatzstücke aneinandergereiht werden. Da ist Predator, Stirb Langsam, der klassische Cop-Thriller, Zombie-Teile und noch so ein paar Klischees. Das alles ist auch nicht neu, man kennt es und dadurch ist es immer vorhersehbar. Überraschungen gibt es nicht. Das Finale zieht sich über 80 Seiten und es ist klar wie es endet. Keine Überraschungen!

Sehr oft ist Dämon einfach nur langweilig. Delaney holt sehr weit aus. Fast so als ob er krampfhaft Seiten vollkriegen muss. Stellenweise wird es doch spannend. Nur ist das Kapitel, der Absatz, zuende ist auch die Spannung flöten und man quält sich erstmal wieder durch 10 überflüssige Seiten. Ich habe sehr oft ganze Seiten und Absätze überlesen. Es tat der Story aufgrund der Vorhersehbarkeit keinen Abbruch.

Die Logikfehler haben mich verärgert.

Man kan Dämon mit einem Auge weglesen. Eine leichte Lektüre für die Zugfahrt zur Arbeit. Man wird nicht gefordert und es strengt nicht an. Wer aber echten Thrill und Horror erwartet lässt die Finger von Dämon.
Sandra zu »Matthew Delaney: Dämon«29.03.2013
Also ich empfand dieses Buch als sehr spannend. Allerdings muss ich zugeben, dass ich es vorerst nach den ersten hundert Seiten wegelegt und verliehen habe. Aus dem einfachen Grund: ich wollte einen Krimi und keinen Antikriegsroman lesen. Mir wurde das Buch dann mit der großen Bitte zurück gegeben, ich solle nur ein paar Seiten weiter lesen, dann würde schon alles einen Sinn ergeben. Danach hab ich das Buch nur so "gefressen"! Mein persönliches Highlight ist bis heute die Szene, als der Taucher den Dämon im Sessel sitzen sieht. Diese Szene lässt mir heute noch das Blut gefrieren. Aber scheinbar geht es nicht allen so... Ich selbst habe aber schon viel schlechtere Bücher gelesen und kann Mr. Delaney nur weiter empfehlen - ob mit "Dämon" oder "Golem".
Heather zu »Matthew Delaney: Dämon«27.03.2013
Fesselnd fing die Geschichte an und hielt die Spannung etwa bis zu dem Besuch in Russland.
Diese Wendung der Geschichte war mir schon weniger interessant.
Diese ganze Geschichte mit den Geistern war mir doch ein wenig zu lasch oder man hätte es besser weiterführen sollen, denn das Ende war einfach eine Enttäuschung.
Der Dämon wurde zu wenig charakterisiert und zu menschlich dargestellt.
Wieso konnte er diese Küchentür nicht aufbrechen, wenn er doch so mächtig ist?
Mir fielen zum Ende recht viele Fragen auf, die auch nicht beantwortet wurden und das Ende wurde einfach zu schnell beschrieben.
Die Dämone hätten mit einem Sieg die Geschichte beenden sollen.
Le_Tartar zu »Matthew Delaney: Dämon«23.01.2012
Dieser Roman hat bei mir einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterlassen.
Auf der einen Seite hat der Autor einige sehr eindringliche Szenen in seiner Geschichte eingebaut.
In Rückblenden werden z. B. sehr intensive Kriegserlebnisse geschildert, die mich fast an die Anfangsszenen in DER SOLDAT JAMES RYAN erinnert haben.
Die Charaktere sind genretypische Klischees, Delaney hat aber allzugroße Übertreibungen in seinen Figurenbeschreibungen vermieden und seinen Helden einige Kanten und Ecken verpasst. Sie agieren glaubhaft und verkommen nicht zu Superhelden.
Aber nun die andere Seite:
DÄMON ist eindeutig zu lang geraten, was eigentlich nichts schlimmes ist.
Delaney hat aber seine Erklärungen / Beschreibungen dermaßen in die Länge gezogen, das bei mir schnell die Puste ausgegangen ist.
Das Erzähltempo wird leider nicht über das ganze Buch über eingehalten - und der Showdown, wo der Djinn endlich sein Gesicht zeigt und auch das letzte Rätsel um den DÄMON gelöst wird war in meinen Augen einfach nur schwach.
Ich möchte nicht zuviel von der Handlung preisgeben, aber so dämonisch war der Bösewicht am Ende doch nicht, dafür besaß er meines Erachtens doch zu viele menschliche Eigenschaften.
Unterm Strich konnte mich dieses Buch nicht so wirklich unterhalten und somit bekommt es auch nur 65°
Alexi1000 zu »Matthew Delaney: Dämon«25.09.2010
angeregt durch den Roman GOLEM von Delaney hab ich mal im Regal geschaut, und gemerkt, das ich damals nie ne Rezi dazu geschrieben habe.

OK, evtl. nicht ganz richtig nach so langer Zeit, sind mir doch ein paar prägnante Dinge im Kopf geblieben (das soll was heißen):

gerade schon genannter Vorspann/Prolog aus der Kriegszeit im Pazific gehörte für mich zu den intensivsten Beschreibungen (trotz übernatürlicher Komponente) von Kriegsgreueln...

extrem nervenzerrend beschrieben...

ich hebe das hervor, weil sich da etwas angedeutet hat, was sich für mich gerade zur Zeit bestätigt: Dieser Autor hat extremes Potenzial!

DER DÄMON war mir damals gute 80° wert, Abzug hab ich nur gemacht wegen genannter "Langatmigkeit", 768 Seiten haben den Lesefluss doch etwas getrübt/gehemmt.

ansonsten: klare Empfehlung.
Risa zu »Matthew Delaney: Dämon«16.04.2010
ich habe das buch auch schon zwei mal gelesen und die leute fragten mich nur: wie kann man einen thriller zwei mal lesen?! aber das buch ist echt so was von spannend und toll ich musste es noch einmal lesen!
die story im jungel und später..da wird man total mitgerissen und manchmal hab ich bis nachts das buch gelesen und irgendwann gedacht: jetzt muss ich es weglegen sonst krieg ich alpträume!
ich hab mich auch schon nach einer verfilmung umgeschaut aber die gibts leider noch nicht....nuja vielleicht ist das ja auch besser so ich weiß nicht ob ich den bis zum ende gucken kann wenn der so "grausam" wie das buch ist xD
alles in allem das spannenste buch das ich bis jetzt gelesen hab^^
matthew delaney hat echt große arbeit geleistet, respekt!
Krimi-Tina zu »Matthew Delaney: Dämon«02.06.2009
Prolog 1: Im 2. Weltkrieg stößt Soldaten auf einer Pazifikinsel Unaussprechliches zu.
Prolog 2 : Tauchern stößt bei der Bergung eines gesunkenen Truppentransporters in der Tiefsee Unaussprechliches zu.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt hat man das Gefühl, das gab es doch alles schon mal.
Es wird auch nicht wirklich origineller, das scheint dem Herrn Delaney seine Stärke nicht zu sein.
Aber was ist es dann? Nun auf jeden Fall kann er actionreich schreiben. Es passiert dauernd was, es gibt massenhaft Leichen und zu guter Letzt ein Showdown zwischen Gut und Böse ( In einem Hochhaus! War da nicht schon mal was...?)
Dann aber war es das aber leider mit den Stärken. Die Personen sind allesamt blass und werden trotz, zum Glück meistens kurzer, Exkurse in ihr Privatleben nicht richtig lebendig.Kurz zum Glück, weil diese sich offen gesagt, eher peinlich lesen.
Das logische Durchkonstruieren einer Story gehört anscheinend auch nicht unbedingt zu den Leidenschaften des Autors. Es werden ständig Handlungsstränge eröffnet, die ins Nichts führen, Personen eingeführt die nach ihrer Einführung nichts weiter mit der Story zu tun haben und auch ansonsten hapert es mit der Logik und Nachvollziehbarkeit. Ich hatte öfter den Eindruck, dass der Schreiber von seiner eigenen Action mitgerissen wurde, oft genug wird in einem Kapitel ein Hinweis oder ähnliches gegeben, welcher im nächsten Kapitel schon vergessen ist. Das erweckt insgesamt den Eindruck nicht unerheblicher Schlamperei und stört im Verlauf der Story zunehmend.
Welche sich zudem im luftleeren Raum bewegt. Die Handlungen der Protagonisten und ihrer Gegner haben keinerlei Außenwirkung. Zum Beispiel rottet das Böse ein komplettes SWAT-Team aus, ohne dass das größeres Aufsehen erregen würde oder gar irgendwelche Folgen auf die Ermittlungen hätte.
Irgendwann habe ich einfach aufgehört mich zu fragen warum und woher und wo jetzt dieses und jenes schon wieder hin verschwunden ist und mich von der Action mittragen lassen. Dem Verständnis ist das allerdings nicht unbedingt dienlich.
Dass die Geschichte der 4 Dämonen absolut abstrus und nicht sonderlich nachvollziehbar ist, finde ich dagegen sogar halbwegs akzeptabel, so ist das nun mal mit dem absolut Bösen. Hier muss ich auch Hr. Drewniok widersprechen. Das wenig zielgerichtete und tölpelhafte Auftreten des/der Dämonen (so ganz klar ist mir das nicht geworden, wie viele denn da nun jeweils agieren) ist nicht dem Autor anzulasten. Es ist nun mal eine unumstößliche Gesetzmäßigkeit, dass Absolut Böse Kreaturen, die mit ungeheuren Kräften ausgestattet sind und nach der Weltherrschaft oder so streben, strohdoof sein müssen. Das ist so ähnlich wie mit den Vampiren, die ja auch es über die Jahrhunderte nicht gelernt haben, mit Knoblauch umzugehen.
Man stelle sich nur vor es wäre anders. Entweder wäre die Menschheit längst unterjocht oder, man sollte unsere Spezies nicht unterschätzen, das unfeine Pack wäre samt und sonders ausgerottet. In jedem Fall könnten keine derartigen Romane mehr geschrieben werden. Was im Falles dieses Buches allerdings kein all zu großer Verlust gewesen wäre.
Kann man lesen, falls einem gerade nach hirn- und geistloser Action ist, muss man aber definitiv nicht.
Manfred Stegmann, Germany zu »Matthew Delaney: Dämon«08.01.2009
Als ich diesen Roman zum ersten mal las, fühlte ich mich in etwa so, wie beim ersten Sehen des Films "Der Exorzist", denn die Haare auf meinen Unterarmen kämpften um die Stehplätze. Für mich ist es ziemlich egal, wie logisch oder unlogisch Passagen oder Sachverhalte sind, ich bin der Meinung dies ist beste Unterhaltung ist, in die man sich vertiefen kann und sich bestens gruseln kann. Der Anfang erinnerte mich vor meinem geistigen Auge an den Film "Der Soldat James Ryan".
Für mich vereint der Roman all das, was mich fasziniert: sehr guter Schreibstil, eine packende , relativ unverbrauchte Story, teilweise morbider Humor und ein ganzer Haufen Spannung. Für mich der Horror-Klassiker der Neuzeit. Ab jetzt liegt die Meßlatte sehr hoch. Hoffentlich bleibt dieser Roman von M.D. keine Eintagsfliege.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ABaum71 zu »Matthew Delaney: Dämon«18.10.2008
Das die Filmrechte an diesem Buch schon vor Veröffentlichung vergeben worden sind, wundert mich garnicht. Das Buch ist "Kino für den Kopf" von allerhöchster Güte. Das dabei in der Mitte des Buches die Spannung ein wenig auf der Strecke bleibt, sei verziehen.
Die Story ist super bildlich beschrieben, wobei die arg blutig dargestellten Szenen in denen der Dschinn seine Opfer abschlachtet, doch ein mulmiges Gefühl im Magen hinterlassen. (Also nachts ruhig im Dunkeln durch die Wohnung gehen könnte Schwierig werden.)
Hoffentlich kommt bald der nächste Roman in die Buchhandlungen.
Fazit: Das Buch ist für jeden zu empfehlen, der/die auf schaurige Romane steht und nicht zu zart besaitet ist.
dajana1060 zu »Matthew Delaney: Dämon«11.10.2008
Das beste Buch das ich je gelsen habe. ICh habe schon viele Horrorbücher gelesen aber dieses übertrifft alles. Es ist als würde es dich einsaugen und du wärst mitten drin. Du kannst die Angst im Dschungel selber fühlen. ICh bin kein Weichei aber ich musste tatsache das licht anmachen, denn nur mit Taschenlampe gelesen ist das echt zuviel. SUPER!
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 23.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Dämon

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.