Alterra. Die Gemeinschaft der Drei von Maxime Chattam

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „L`Alliance des Trois“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 389 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Zusammen mit seinem Freund Tobias macht sich der 14-jährige Matt auf die Suche nach weiteren Überlebenden. New York wirkt menschenleer, doch die Jungen sind keineswegs ganz allein: Seltsame Wesen machen Jagd auf sie, und unheimliche Stelzenläufer mit gleißenden Augen scheinen irgendetwas – oder jemanden? – zu suchen. Den Freunden bleibt nur die Flucht aus der Stadt. Zuflucht finden Matt und Tobias auf einer Insel im Westen, bei einer Gruppe von Kindern, die sich »Die Pans« nennen. Dort begegnen sie auch Ambre, in der sie eine wahre Freundin finden. Als »Die Gemeinschaft der Drei« werden sie sich den Gefahren der neuen Welt stellen …

Das meint Phantastik-Couch.de: Apokalypse oder Ökodrama?57

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

„Pan“ heißt das neue Phantastik-Label vom Droemer/Knaur Verlag, das gezielt Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen soll. Das Angebot für den Herbst ist vielfältig. Man findet dort die momentan allgegenwärtige Romantasy, aber auch Dark Fantasy a la Heitz und moderne Märchen und phantatstische Abenteuer. Zu letzteren zählt „Alterra“, der als Spitzentitel deklarierte Roman des Franzosen Maxime Chattam, von dem man sonst eher Thriller gewohnt ist. Der klangvolle Name des Imprints bezeichnet übrigens auch die Gemeinschaft der Überlebenden in „Alterra“, nachdem die Welt unter gegangen ist.

Apokalypse wie bei Spielberg

Es ist Ende Dezember in New York. Matt Carters Eltern werden sich scheiden lassen, es wird für ihn vielleicht das letzte Weihnachten mit Vater und Mutter sein. Vielleicht ließ er sich deshalb zu der Mutprobe überreden, in „Balthazars Bazar“ etwas zu klauen. Als der Fünfzehnjährige schließlich etwas zu kaufen beschließt, kommt der alte Ladenbesitzer hinter dem Tresen hervor. Dabei gleiten ihm Schlangenschwänze aus dem Morgenrock und eine gespaltene Zunge schießt zwischen seinen Lippen hervor.

Zurück auf der Straße begegnen Matt weitere absonderliche Schrecken: Blaue Blitze, die einen Mann in Nichts außer einem Haufen mit seinen Kleidern auflösen. Und das ist erst der Anfang, denn am Abend bricht der Sturm los. Während die Eltern Gelassenheit demonstrieren, diskutiert Matt mit seinen Freunden die aufkommende Katastrophe im Chat, bis auch diese Leitung stirbt. Der Sturm verhüllt New York im Schnee und zersplittert die Fenster. Blaue Blitze aus dem Erdreich machen gezielt Jagd auf Menschen – ausschließlich auf Erwachsene.

Matt und sein Freund Tobias fliehen vor Monstern, unheimlichen Stelzenläufern, die ausgerechnet Matt zu suchen scheinen, und menschlichen Mutanten in den Urwald, der New York nun umgibt. In einem Kampf auf Leben und Tod, tötet Matt einen Mann und verliert dabei selbst das Bewusstsein. Vier Wochen später erwacht er bei den „Pans“, einer Gemeinschaft von Kindern und Jugendlichen, die entschlossen sind, die Herausforderungen der neuen Welt zu meistern. Doch hier lauern Verrat und Gefahr.

Dem Weltuntergang folgt die Gesellschaftsstudie

Der Anfang von „Alterra“ erinnert an einen düsteren Apokalypse-Thriller auf der großen Leinwand. Maxime Chattam setzt auf Bilder, die schockieren und emotional betroffen machen: Halbwüchsige Jungen plötzlich allein in einer Welt voller Horrorfiguren und Alien-Gestalten. Wer fühlt sich nicht an das kleine Mädel auf der Flucht vor den übergroßen krakenähnlichen Außerirdischen in „Krieg der Welten“ erinnert oder erkennt in den menschlichen Mutanten die aus „I am Legend“ wieder?

Trotz der augenscheinlich starken Kinopräsenz, funktioniert Chattams Story als eigenständiges Abenteuer. Ihm ist eine lebendige Charakterzeichnung seiner Hauptprotagonisten Matt und Tobias gelungen. Teenager der heutigen Zeit, mit Fantasy-Rollenspiel und im Internetzeitalter aufgewachsen, versuchen entsetzt und doch neugierig, das Unfassbare zu ergründen. Haarscharf entkommen sie ihren unheimlichen Verfolgern, die es gezielt auf sie abgesehen haben, Action und Nervenkitzel sind auf jeder Seite der Eingangskapitel garantiert.

Im zweiten Teil des Romans flacht die Spannungskurve deutlich ab, denn die Gemeinschaft der „Pans“ steht im Mittelpunkt. Spätestens jetzt befinden wir uns recht eindeutig in einer Geschichte für jüngere Leser, denn es geht um Freundschaft, Ver- und Misstrauen und die langsam aufkeimende erste Liebe.

Seit William Goldings „Herr der Fliegen“ spielt man in der phantastischen Literatur immer wieder mit der Frage, wie sich eine isolierte Gesellschaft von Heranwachsenden entwickeln würde, so auch ansatzweise in „Alterra“. Der Anführer heißt hier Doug, ist als solcher zunächst unangefochten, doch es mehren sich bei Matt, Tobias und der fünfzehnjährigen Ambre Zweifel, ob der Anführer der Pans mit seinen Gefolgsleuten nicht etwas Böses im Schilde führt.

Schließlich drängt sich ein weiteres Motiv des zeitgenössischen SF-Kinos immer mehr in den Vordergrund, das der „X-Men“. Viele der Kinder entwickeln übernatürliche Kräfte, was der Autor für ein spektakuläres Finale nutzt. Maxime Chattam packt so viele Elemente aus modernen Abenteuern in seinen Roman, das man schließlich den Eindruck hat, er hatte einfach nicht mehr die Zeit oder Seitenanzahl zur Verfügung, um die Geschichte so sorgfältig zu Ende zu erzählen, wie er sie begonnen hat. Zum Ende wirken viele Passagen oberflächlich geschrieben, viele zunächst vielversprechende Ideen hängen in der Luft, logische Patzer mehren sich. Statt dessen bemüht der Autor den erhobenem Zeigefinger. Die Idee dieser Öko-immunologischen Reaktion der Erde wirkt allerdings zu wenig ausgereift, um als Botschaft ernst genommen werden zu können.

Die Reise in „Alterra“ wird weiter gehen, man darf gespannt sein, ob der Autor doch noch alle Rätsel lösen kann. Wer einen weiteren Vorgeschmack auf „Alterra“ bekommen möchte, kann sich attraktive Buchtrailer auf der Webseite des Pan-Labels oder der Homepage des Autors ansehen.

Ihre Meinung zu »Maxime Chattam: Alterra. Die Gemeinschaft der Drei«

Frederike zu »Maxime Chattam: Alterra. Die Gemeinschaft der Drei«29.10.2012
Alterra und die Gemeinschaft der drei.

Alterra im Reich der Königin.

Alterra der Krieg der Kinder.

Alterra und der Herr des Nebels.

Ich habe die Bücher gelesen und war dem heuhlen nah als ich zu Ende war. Dieses Buch ist eine fantastische Erschaffung und ich bin sehr traurig das es nicht so bekannt ist wie Harry Potter, Tintenherz oder Eragon. Das Zeug hätte es nämlich auf jeden fall!

Und dieses Buch ist sehr geegnet für Fantasy-Leser, obwohl...dieses Buch...es vermischt sich so aus Fantasy und Real! Man Fiebert mit, man weint mit wenn ein Pan stirbt, man fühlt die gefühle von der Gemeinschaft der drei!

Ich finde dieses Buch echt toll! Und ich bin erst 12 Jahre!

Matt und seine Freunde begleiten ein durch die Alterra-Welt und man merkt wie die Freundschaft wächst und wächst. Dieses Buch sollte man gelesen haben, unbedingt.

Ich muss mich bei Chattam bedanken für ein so tolles Buch.
Merci! Merci! Merci!
Ticva zu »Maxime Chattam: Alterra. Die Gemeinschaft der Drei«16.05.2011
Die Welt ist plötzlich nicht mehr, wie wir sie kennen. Die Erwachsenen sind verschwunden, die Erde ist überzogen von einem Urwald und die übriggebliebenen Kinder und Jugendlichen kämpfen ums nackte Überleben!

Matt und sein Freund Tobias sind plötzlich auf sich allein gestellt, müssen wilden Tieren ausweichen und vor Wesen flüchten, die mit einem weltveränderten Sturm gekommen sind.
Zum Glück sind sie zu zweit, können sich gegenseitig Trost geben und helfen.
Als sie auf andere Kinder treffen, wird es etwas besser mit der Selbstverteidigung und einem gewissen Schutz. Dort treffen die beiden Jungs auf Ambre, ein Mädchen, das zunächst etwas abweisend erscheint, doch dann ein guter Kumpel der beiden wird.
Aber nicht einmal bei den Pans, so nennen sich die Gruppierungen der Kinder, fühlen sich die drei ganz sicher. Und das hat gleich mehrere Gründe, einer klingt gefährlicher als der andere ...

Die Geschichte war von Anfang an spannend und das zog sich durch das ganze Buch hindurch.
Ich konnte die Kälte spüren, mit der die Geschichte begann, Matts Selbsterhaltungstrieb förmlich vor mir sehen, wie er immer nach Auswegen und Lösungen sucht.
Der Weg durch das Gestrüpp des Waldes und auf der Suche nach anderen Überlebenden, die ermüdende Suche nach Lebensmitteln, der Kampf mit gefährlichen Tieren, all das wurde sehr lebendig beschrieben. Unterstrichen wurde das Ganze immer mit einem Schuss Dramatik.
Die Gemeinschaft der Drei erlebte ein revolutionäres Abenteuer!

Die Sache mit der Verständigung zwischen den Pangemeinschaften erinnerte mich an den Film "Postman", bei dem das so ähnlich lief. Das half mir, den Zustand der gegenwärtigen Situation noch besser zu verstehen und das hat der Autor dadurch sehr gut hinbekommen.
Durch die Lebendigkeit, die Maxime Chattam in seinem Werk an den Tag legte, wirkte das Abenteuer der drei noch spannender. Dafür muss ich auch dem Übersetzer ein großes Lob aussprechen, der es geschafft hat, die Geschichte so mitreißend umzusetzen!

Matt wurde von den wichtigsten Dreien am besten beschrieben. Das Verhältnis zu seinen Eltern wurde gut dargestellt, ich konnte seine Zerrissenheit nachempfinden. Aber auch die Veränderung, die geistige wie auch die körperliche, wurde super geschildert. Der Verlauf dieser Veränderung, der sich durch den ganzen Roman zog, war nachvollziehbar beschrieben.
Tobias wirkte dagegen immer wie ein Anhängsel, der für den Leser nur ab und zu ins Rampenlicht für eine kleine Aktion trat und genauso schnell wieder im Schatten verschwand. Er ist Matts treuer Weggefährte und ein wahrer Freund. Ich könnte mir vorstellen, dass er in den beiden Folgebänden mehr in den Mittelpunkt geraten könnte.
Ambre, die bei den Pans dazu stieß, war von Anfang an eine herausstechende Persönlichkeit, aus deren Blickwinkel ich ab und zu auch etwas lesen durfte. Aber auch sie war eher eine Nebenfigur.

Klimawandel und Umweltschutz sind ein großes Thema in dem Buch, auf das zum Ende hin kurz eingegangen wird. Aber die Zerstörung der Erde hatte zur Folge, dass die Jugendlichen und Kinder nun unter dieser starken Veränderung leben müssen, ohne Eltern und Bequemlichkeiten des Alltags.
Ich finde es toll, dass diese Problematik so gut in einem Jugendbuch geschildert wird. Dem einen oder anderen gibt es vielleicht einen Denkanstoß, nicht gleichgültig durchs Leben zu gehen.

Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, immer nur ein paar Seiten lang, und sie beginnen stets auf der rechten Seite. Eine schöne Kleinigkeit ist ein Muster, das am Anfang und am Ende jeden Kapitels an einer Ecke abgedruckt ist.
Die meiste Zeit wurde mir Matts Sicht geschildert, aber ab und zu durfte ich die Handlung auch aus dem Blickwinkel von Matts Mitstreitern Tobias und Ambre sehen. Das führte zu einem guten Überblick.
Hinter der Geschichte wurde noch eine Karte abgelichtet, die die USA nach der großen Veränderung zeigt. Darauf sind verschiedene Pangemeinschaften und andere wichtige Orte abgebildet.

Ich muss einfach immer wieder erwähnen, wie einzigartig und lebensnah der Autor diese Geschichte schrieb. Man sagte mir, dass der zweite Teil noch realer sei, das selbst herauszulesen, darauf freue ich mich jetzt schon!
Dieses Werk ist mein erster Roman von einem französischen Autor und ich bin vollauf begeistert!
Nun hoffe ich, dass meine persönliche Meinung ausdrücken konnte, was ich empfand. Mir fehlten leider oft die richtigen Worte.

Fazit:
Ein genialer Mix aus Fantasiegeschichte und einem atemberaubenden Abenteuerroman. Da macht das Lesen einen sehr großen Spaß!
Deshalb bekommt der Roman fünf von fünf Sterne von mir und ist mein persönliches Aprilhighlight 2011.

Anmerkung:
Auf www.pan-verlag.de gibt es ein kurzes Interview mit dem Autor.


ALTERRA-Trilogie:
1. Die Gemeinschaft der Drei
2. Im Reich der Königin
3. Der Krieg der Kinder (September 2011)


© Tikvas Schmökertruhe 7.5.2011
M-L zu »Maxime Chattam: Alterra. Die Gemeinschaft der Drei«02.01.2010
Das Buch habe ich verschenkt und es jetzt auch gelesen.
ich finde es sehr spannend geschrieben. Es verbindet viele aktuelle Themen. Der Gedanke , die Erde wird sich einmal für die viele Umweltzerstörung rächen, wird hier gut erzählt. Es kommt sehr viel Spannung auf. Monsieur Chattam beschreibt die bedrohliche Umgebung so anschaulich; ich habe mich oft richtig gegruselt.
Dani@Leseratte zu »Maxime Chattam: Alterra. Die Gemeinschaft der Drei«18.11.2009
Ich fand es großartig und würde es bedenkenlos an Jugendliche weiterempfehlen.
Wir begleiten Matt, einen jungen absolut sympatischen Typ, wie sein Dasein zerrüttelt wird, als die Erde plötzlich von blauen Blitzen heimgesucht wird. Nachdem sich alles wieder beruhigt hat, ist nichts mehr wie vorher. Matt steht völlig allein da, bis auf seinen besten Freund. Beide machen sich auf den Weg, das Vorgehen zu ergründen, entwickeln eine eigene Gemeinschaft und passen sich den Gegebenheiten perfekt an, indem sie besondere Fähigkeiten entwicklen, um sich so vor all den grausamen Kreaturen zu schützen.
Maxime Chattam hat das aktuelle Thema - wie wir mit der Erde umgehen und sie sich an uns rächen wird - mit Spannung und Phantasie vermischt. So das die Dramatik des Themas (da ja Jugendroman) keine Alpträume hervorruft und dennoch an Wichtigkeit nicht verliert.
Mit der Handlung werden auch wichtige Themen, wie Ehrlichkeit, Freundschaft und Vertrauen aufgegriffen und den Jugendlichen näher gebracht. Natürlich kommt auch eine junge, heranwachsende Liebe mit ins Spiel.
mase zu »Maxime Chattam: Alterra. Die Gemeinschaft der Drei«29.09.2009
Ich habe das Gefühl etwas ganz Grosses gelesen zu haben.

Die Parallelen zu "Herr der Ringe" sind überdeutlich, X-Men-Chromosome sind dabei und der "Herr der Fliegen" lässt auch grüssen. Aus diesen grossen, selbständigen Zutaten braut der junge Chattam den Beginn einer grandiosen Geschichte, die mich viel mehr begeistert und in ihren Bann gezogen hat, als "Die Gefährten" von Tolkien. Zugegeben, er erfindet das Rad hier nicht neu, aber was er daraus macht rollt verdammt schnell.

Nach einem Sturm ist in New York nichts mehr wie es war. Die Natur holt sich den Planeten Erde wieder zurück. Die Elektrizität erlischt, alle Fahrzeuge verschwinden spurlos. Genauso wie die Erwachsenen. Manche überleben als eine Art Zombie, die anderen als eine aggressive Variante ihrer selbst. Nur die Kinder zwischen 9 und 17 Jahren überstehen den Blizzard schadlos. Die Kinder rotten sich zu Gemeinschaften zusammen und versuchen zu überleben, während sie sich vor den Erwachsenen beider Arten schützen müssen.

In „Die Gemeinschaft der Drei“ lernen wir die neue Welt und ihre Bewohner kennen. Chattam stellt uns die neuen Helden und ihre Fähigkeiten vor und weist den Weg für den 2. Teil. Nach überstandenen Gefahren, brechen sie auf, um gegen das unbekannte Böse in einem entfernten bösen Land zu kämpfen. Wie gesagt, nichts neues, aber grossartig verpackt.

Alterra ist ein Buch für alle Generationen und ich würde es darum auch Jugendlichen bedenkenlos empfehlen, denn Chattam verzichtet hier, auf brutale Blutorgien, wie sie aus manchen seiner Thriller bekannt sind.

Ich bin nachhaltig beeindruckt, die Gänsehaut, ausgelöst vom Finale ist wieder weg, darum vergebe ich jetzt locker 100 Grad und freue mich sehr auf die Fortsetzung.
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