Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 1979, 475 Seiten.ISBN 3522202031.

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In Kürze:

Der Weltbestseller in neuer Aufmachung! Bastian Balthasar Bux gerät in einem Antiquariat an ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht: „;Die unendliche Geschichte“;. Er stiehlt es und liest auf dem Schulspeicher vom grenzenlosen Reich Phantásien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Ursache dafür ist die Krankheit der „;Kindlichen Kaiserin“;, die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Bald merkt Bastian, dass er mehr und mehr in die Handlung um den jungen Krieger Atréju und dessen Aufgabe, ein solches Menschenkind zu finden, hineingerät. Sollte er selbst jenes Menschenkind sein?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Jede wirkliche Geschichte ist eine unendliche Geschichte.“100

Fantasy-Rezension von Michael Kusnierz

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch und vor mir liegt die Jubiläumsausgabe eines Buches, welches meine Kindheit vor mehr als 30 Jahren, sowie meine Affinität zu Büchern und Erzählungen so unglaublich nachhaltig prägte: Die unendliche Geschichte von Michael Ende. Wunderschön, in grüner Schrift gehalten, mit den Original-Illustrationen von Roswitha Quadflieg versehen, ist die Ausgabe ein echtes Schmuckstück und lässt die (alte) Neuauflage aus dem Jahr 2004 im Vergleich geradezu verblassen.

Jede der ganzseitig gehaltenen Kapitelbuchstaben lädt dank der Zeichnungen von Roswitha Quadflieg zum Entdecken und Erforschen ein, überall finden sich Hinweise auf die Welt Phantásiens und verleihen dem wortgewaltigen Epos eine bildliche Greifbarkeit, machen Endes Werk daher noch „wirklicher".

Für all diejenigen, denen der Plot noch unbekannt ist, kurz eine Zusammenfassung:

Vor seinen Klassenkameraden fliehend, sucht Bastian Balthasar Bux, 10-11 Jahre alt und eher korpulenter Gestalt, Zuflucht im Antiquariat von Karl Konrad Koreander, einem auf den ersten Blick griesgrämig erscheinenden alten Mann. Während ihres Gespräches durch ein Telefonat unterbrochen, wird Bastian, ein ausgesprochener Büchernarr, auf das von Herrn Koriander gelesene Buch aufmerksam, stiehlt es und beschließt, von Gewissensbissen geplagt, es dennoch auf dem Dachboden seiner Schule zu lesen. Das Buch trägt den Titel: Die unendliche Geschichte.

Und damit beginnt der Subplot des Buches, die Erzählung des Reiches von Phantásien selbst, welches durch das ominöse Nichts bedroht wird. Charaktere wie Atréju, Fuchur, die uralte Morla und die kindliche Kaiserin ziehen den Leser in ihren Bann und im weiteren Verlauf der Erzählung wird klar, dass Bastian selbst Teil der unendlichen Geschichte ist. Bastian und Atréju durchleben viele Abenteuer, voller Wunder, Freude und Trauer – eine für Kinder wahrlich phantastische Geschichte und für uns Erwachsene eine Art Parabel, welche uns auf ihre ganz eigene Weise in das Reich der Phantasie zu ziehen vermag. Sie führt uns die Problematik einer rein materialistisch geprägten Denkweise vor Augen führt und nötigt uns geradezu selbst hin- und wieder Phantásien zu besuchen, Abenteuer zu erleben, ja wieder Kind zu sein.

Dem Thienemann-Verlag an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für diese tolle Neuauflage eines DER Meisterwerke deutscher Fantasyliteratur.

Ihre Meinung zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«

meni77 zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«24.02.2014
Ich muss dazu sagen, dass ich den ersten Teil bestimmt zehnmal in meiner Kindheit auf VHS geschaut habe, drum dieses Buch lange hinausgezögert. Es hat sich im nachhinein sehr gelohnt, ab Seite 140 beginnt wohl der zweite Teil, welchen ich nicht mehr gesehen habe. Das Buch ist meiner Meinung ein Meisterwerk, den Ende schaffte es sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene zu schreiben und dies noch dazu in einer Geschichte. Sicherlich wurde er von Tolkien inspiriert, aber wenn wir ehrlich sind, welcher Fantasieautor macht dies nicht? Das Buch versetzt einen in eine Phantasiewelt, die ich mit wenigen vergleichen kann und welcher Junge wollte nicht schon einmal in eine Geschichte reisen und mitwirken, eine tolle Geschichte von einem tollem Autor, Hut ab Herr Ende, ich gebe sehr gute 90 Prozent
Bücherfreak zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«14.06.2011
also, ich fand das buch gut. es war nicht das beste buch, das ich jemals las, aber ich kann es weiter empfehlen.

die unendliche geschichte ist zeitlos. unendlich eben.
man kann sie oft lesen wie man will, man liest sie doch jedes mal zum ersten mal. jedes mal bekommt man neue eindrücke und jedes mal gefällt einem eine andere stelle am besten. bei diesem buch muss man sich nicht festlegen. wichtig dabei ist nur, das man den sinn des buchs verstehet. wer denn sinn nicht versteht, weiß nicht, um was es geht.

das land heißt "phantasien" und könnte gut mit unserer welt verglichen werden. uns fehlt es an fantasie und unsere welt wird (möglicherweise?) vom nichts verschlungen. unterdem nichts kann sich jeder vorstellen, was er will. unendliche schwärze, weisser hintergrund, garnichts......
es ist schwer, das "nichts" nachzu vollziehen, das phantasien verschlingt, aber es ist nicht unmöglich!

leute, die dieses buch nicht verstehen, verstehen den sinn des lebens einfach nicht.
das soll keine beschinmpfung oder kritik sein, einfach nur ein hinweis (oder die wahrheit?)

liebe grüße von:
Bücherfreak (12)
myriam zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«25.05.2011
ich finde das buch auch sehr schön .wir haben es in der klasse als lektüre gelesen.jeder hat gesagt des ist voll langweilig und so...Aber ich fand das buch sehr toll.ich finde am ende wird es sehr spannend.an dem tag als ich das ende gelesen habe konnte ich nicht mehr aufhöen das war so spannend das glaubt ihr mir garnicht.Also lange rede kurzer sinn ich empfele euch das buch zu lesen.vielleicht findet ihr es am anfang langweilig aber wartet auf das ENDE....
Es ist einfach toll und wenn dann würde ich es garnicht mehr aufhören zu lesen es ist toll
es gibt zwar auch viele andere spannende bücher aber trozdem hammer LG MYRIAM
Eugen zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«15.10.2010
Das war mein erstes deutsches Buch. Ich las es anfang 90er Jahre, eine gespenstische Zeit in Russland. Ich fand in ihm einen Freund, dem "Harry Potter" nicht einmal ein Glas Wasser verabreichen kann. Ständig fühlte ich, dass dieses Buch, genauer gesagt diese Realität ein sehr guter und sehr moderner Mensch geschrieben hat. Ich war sehr, sehr traurig, als ich wusste, das Michael so früh gestorben ist.
Fantasy Horror Freak zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«29.08.2010
Ich habe gerstern begonnen es zu lesen und sofort zieht es mich in eine Magischen Bann.Es gibt keine Stelle die man disskutieren muss.Ich wusste natürlich dass diese Buch Weltbekannt ist,aber meine Erwartungen waren nicht so hoch.Es ist dass Buch dass man im Leben braucht!!!!Die Mischung aus Geschichte und Realität ist eine wunderbare Kobination was man sich zuerst nicht denken kann.Die Zeichnungen geben nochmal einen Spritzer Magie ab.Der Film ist meiner Meinung so ganz ok,aber wenn ich mir das Buch durchlese stehen darin Sachen die im Film nicht erwähnt werden.Oder im Film beginnt es so:Bastina Balthasar Bux wacht auf und geht frühstücken.Das Buch beginnt so:Bastian rennt in den Buchladen um sich vor Schulkameraden zu schützen.Und im Buch klaut er das Buch und im Film schreibt er einen Zettel ich bringe das Buch zurück.
Allerdings ist das Buch dass größte Meisterwerk von Michael Ende!
Tark zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«27.10.2008
Michael Andreas Helmuth Ende, Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende, begann im Alter von dreizehn Jahren mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und Gedichten. Um die Schriftstellerei zu seinem Beruf zu machen, baute er diese Tätigkeit aus und schrieb für verschiedene politische Kabaretts die Texte. Desweiteren war er zwei Jahre lang als Filmkritiker für den bayerischen Rundfunk tätig. Seine vorwiegend dramatischen Theaterstücke blieben erfolglos. Zwölf Verlage lehnten sein Manuskript "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" ab, bevor der Thienemann-Verlag zuschlug. Daher schrieb Ende stets mit grossem Erfolg. Seine Werke wurden in über 45 Sprachen übersetzt und haben die Auflage von 20 Millionen überschritten. 1995 starb Michael Ende im Alter von 65 Jahren in Filderstadt-Bonlanden.

Bastian Balthasar Bux ist ein kleiner, dicker Junge von zehn oder elf Jahren. Seine Leidenschaften sind die Bücher. In seiner Klasse wird er stets gehänselt. So flüchtet er sich eines Tages vor diesen in einen kleinen Buchladen. Hier entdeckt er ein eigentümliches Buch, das ihn auf magische Weise in seinen Bann schlägt. Der Titel des Buches gefiel ihm. Eine Geschichte, die nie zu Ende geht, war schon immer sein grösster Wunsch. Impulsiv schnappt er sich das Buch und rennt aus erneuter Angst vor dem Vater verwirrt in die Schule. Hier lässt er sich auf dem Hausspeicher nieder und beginnt "Die unendliche Geschichte" zu lesen. Dabei muss er bemerken, dass das Buch mit jeder gelesenen Seite ein Eigenleben entwickelt und die reale Welt mit dieser in Verbindung zu stehen scheint. Bastian wird derart mitgerissen, dass er durch seinen Willen ins Geschehen des Buches eingreift.

Trotz der häufigen Aussprache als der Klassiker der deutschen Jugend -und Kinderliteratur hat hier Ende einen auch für Erwachsene interessanten, phantastischen Roman geschrieben, hinter welchem freilich mehr steckt, als verschiedene archetypische Konstruktionen phantastischer Muster. Es ist ein psychologischer Entwicklungs -und Bildungsroman, in welchem der Autor verschiedene kindliche Charaktere in eine Parallelwelt versetzt und diese auf eine persönliche Identitätssuche schickt, auf welcher sie ihre wahren Wünsche erkennen, ihren authentischen und aufrichtigen Willen tun müssen, damit sie in die Realität zurückkehren können, um dann diese wiederum mit den erlebten Erfahrungen zu verändern. Dieser Kernpunkt bildet die Quintessenz des Romanes. Es ist eine Ode an die inspirative und konstruktive Kraft der Phantasie und an den Nutzen dieser projiziert auf die Realität.

Obwohl die essentielle Kernaussage klar zu sein scheint, wirkt die Geschichte doch überfrachtet. Michael Ende verdichtet seine Geschichte mit viel stilbildender Allegorik und Symbolik und benutzt dabei stets einen allumfassenden, romantischen Erzählcharakter. Dem Kind eröffnet sich der rote Faden des Buches dabei sicherlich. Schwerfallen muss es ihm jedoch, wenn es die vielfältigen, gut versteckten Lehraussagen erfassen will, die sich in den einzelnen Kapiteln verbergen. Ende`s Sprache hat dabei einen nicht unerheblichen Anteil. Oft ist sie nicht genug prägnant. Zuweilen beschleicht das Gefühl, Ende möchte dem Leser etwas Wichtiges nahebringen, wobei er sich minutiös daran hält, diese Aussagen in magische Poesie zu verpacken. So wirken diese oft vage und lassen Raum für subjektive Interpretation. Das macht die ganze Geschichte ambitiös, hinterlässt aber daneben auch Verwirrung. Destotrotz muss ich sagen, dass Ende eine recht ausgeglichene Sprache gewählt hat,wenn man sie unter dem Kriterium der Jugendliteratur betrachtet.

Ende`s Ideenflut und Originalität, welche er damals an der Arbeit dieses Romanes verarbeitete sind erwähnenswert und überwältigend für jedes Kind. Die kreierten Geschöpfe sind vielfältig und faszinierend. Kreaturen wie der Glücksdrache Fuchur, der bunte Tod Graograman, das Nebelvolk der Yskalnari oder die Dame Aiuola sind beispielsweise Schöpfungen, welche durch Ende`s unvergleichliche Imaginationskraft und plastische Beschreibung wortwörtlich vor das innere Auge zu springen vermögen. Mit märchenhafter, bildhafter und sensibler Sprache schafft er es, die Wesen nicht nur zum Leben zu erwecken, diese sprudeln geradezu vor innerer Lebenskraft. Wichtig dabei ist ebenfalls, dass Ende nicht zuviel markiert und definiert. So bleibt dem jungen Leser ein Grossteil des Geschehens seiner eigenen Vorstellungskraft überlassen, welche garantiert nicht mehr so schnell verblassen werden.

Fazit: Michael Ende hat ein vielschichtiges, philosophisches und märchenhaftes Buch geschaffen, das junge wie Erwachsene gleichermassen beeindrucken kann.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
dieschlaue zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«21.07.2008
Ich habe selten so ein langweiliges Buch gelesen. Mir ist völlig unverständlich warum dieser Schmöker so einen guten Ruf genießt. Habe nach 250 Seiten aufgegeben und das Buch in die Ecke geschmissen-Gähnend langweilig.

0 Punkte
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Malcolm zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«04.06.2008
Also ich fand das buch super und hab es schon mehrmals gelesen
und ich empehle es serh wieter
wer ein spannendes buchl lesen möchte soll diesels lesen...
victorianboy zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«10.05.2008
Ich habe ohne zu übertreiben dieses Buch an die sechsmal gelesen und immer wieder neue einzigartige Kleinigkeiten in dieser endlosen Welt aus Mystik und Phantasie entdeckt. Dieses Buch gab mir nicht nur Hoffnung sondern es erweckt in mir den Drang mich selbst in der Form von Geschichten auszudrücken.
Ich kann nur jeden Kind und jeden Erwachsenen empfehlen mehrmals dieses Buch zu lesen, sich gefangen nehmen lassen von den wunderbaren Gestalten und in die Geschichten abzutauchen. Wer dieses Buch nicht einmal in seinen Leben gelesen hat, dem fehlt ein Stück der wahren, der großen Phantasie. Michael Ende hat ein Meisterwerk geschaffen aus dem es kein entrinnen gibt, weil man den Wunsch zu entkommen niemals hegt.
Stefanie zu »Michael Ende: Die unendliche Geschichte«11.01.2008
Das Buch ist einfach Klasse, man wird regelrecht mit hineingesogen, als seie man selbst dabei, man kann mit Bastian mitfiebern. Der Film ist garnichts gegen das Buch, aber ich denke das kommt auch daher, das ein Buch viel ditalierter ist.

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