Die Pferdelords und die Kristallstadt der Zwerge von Michael H. Schenk

Buchvorstellungund Rezension

Die Pferdelords und die Kristallstadt der Zwerge von Michael H. Schenk

Originalausgabe erschienen 2007, 621 Seiten.ISBN 3899413571.

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In Kürze:

Die grüne Kristallstadt der Zwerge ist von den Orks überrannt und die wundersame Kristallaxt, das Zeichen der Königswürde und der Schlüssel zur Stadt, geraubt worden. Jetzt stehen die Zwerge unter der Knechtschaft der Orks und ihre einzige Hoffnung ruht auf dem Zwergenkönig und seiner Begleitung, die in letzter Minute entkommen konnten. Schwer verwundet erreicht der Zwergenkönig das Land der Pferdelord und bittet dort Garodem, den Pferdefürsten der Hochmark, und seine Pferdelords um Hilfe – doch die Zeit drängt, denn die Zahl der Feinde wächst unermüdlich und schon künden in der Ferne mächtige Staubwolken vom Herannahen weiterer Orks …

Das meint phantastik-couch.de: „Schnelle Eingreiftruppe“58

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

Im echten Leben hat jedes Volk ein Selbstverständnis: Manche fühlen sich berufen, manche fühlen sich benachteiligt, manche wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Die Pferdelords gehören klar in die letzte Kategorie, doch sie werden wieder zum Kampf gezwungen und müssen außerdem den Zwergen militärischen Beistand leisten – gegen die Orks.

Auf einem Patrouillenritt rettet eine Schwadron Pferdekrieger einen Zwerg vor seinen orkischen Verfolgern. Das beunruhigt und verwirrt die Reiter gleichermaßen: Denn zum einen zeigt es ihnen, dass die Orks wieder aktiv sind und zum anderen ist die Präsenz des Zwerges, von dessen Volk man nur aus alten Sagen kennt. Während die Patrouille eilig den Heimweg antritt, um die Königin zu alarmieren und den schwer verletzten Zwerg zu retten, gibt es daheim schon weiteres Ungemach. Ein Gestaltwandler sorgt wie im ersten Band der Reihe für Verwirrung, will in Gestalt eines Wachsoldaten die Königin ermorden, steckt ein Weizenfeld in Brand und bringt damit den ganzen Regierungssitz in Gefahr.

Nachdem der Brand gelöscht und der Zwerg gerettet ist, übrigens der König der Grünen Kristallstadt, sind die Pferdelords erneut gegen ihren Willen zum militärischen Eingreifen gezwungen. Denn Orks haben die unterirdische Zwergenmetropole überfallen, halten sie besetzt und zwingen alle Bewohner zu Fronarbeit in den Kristallminen. Noch vor der Generalmobilmachung des Reiterheeres stellt man einen Kommandotrupp zusammen, der die Lage auskundschaften soll. Unter den Reitern sind auch zwei Bekannte aus „Der Sturm der Orks“, Dorkemunt und Nedeam. Wegen ihrer geringen Körpergröße sind beide dazu ausersehen, als Zwerge verkleidet in den Minen zu spionieren. Mit angeklebten Bärten mischen sie sich unter das kleine, aber zähe Volk und organisieren trickreich einen Aufstand, der die bestialischen Besatzer hinhalten soll, bis das Entsatzheer eintrifft. Inzwischen decken Mitglieder der königlichen Schwertwache eine Verschwörung auf, die das ganze Ausmaß der Aggressionspolitik des Dunklen Lords ans Licht bringt.

Dem Text die Sporen geben

Die Welt der Pferdelords lebt im Innersten nach wie vor von Tolkiens Mittelerde und deren Geschöpfen, nach den Elben im ersten Buch sind nun die Zwerge hinzugekommen. Gut und Böse sind klar getrennt, und es ist klar, dass am Ende die Orks wieder eins auf ihre hässlichen Schädel kriegen. Hat man sich hiermit arrangiert, dann bleiben als wirklicher Störfaktor nur die häufigen Infodumps, die mitten in die an sich ereignisreiche Handlung gestreut werden. Sie beeinträchtigen Lesefluss und flachen damit die Spannungskurve ab. Ein Glossar oder Verweise auf die Pferdelords-Website des Autors könnten hier Abhilfe schaffen.

Man muss die Geschichte als das nehmen, was sie ist: Keine, die die Fantasy-Welt aufrüttelt, sondern eine, die ihre Leser gut unterhalten will. Und das macht sie besser als der erste Teil der Serie. Obwohl es auch diesmal keine herausragenden Hauptfiguren gibt, gewinnen die Charaktere klarere Konturen – sogar Orks -, die Dialoge sind flüssiger und die Sprache ist nicht mehr so gestelzt. Insgesamt sind Handlung und Szenenabfolge gut aufeinander abgestimmt. Bleibt zu hoffen, dass die Pferdelords den Barbaren des nächsten Bandes von vornherein zeigen, was ein anständiger Galopp ist. Dem edlen Reitervolk stünde es nicht gut zu Gesicht, sich schon wieder überrumpeln zu lassen.

Ihre Meinung zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Kristallstadt der Zwerge«

M.Reinsch zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Kristallstadt der Zwerge«25.08.2011
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, ging es doch wieder um Zwerge (und Hr.Schenk hatte mit "Die Zwerge der Meere" bewiesen wie gut er schreiben kann). Leider ist die Geschichte, zwar sehr flüssig zu lesen, aber leider auch sehr vorhersehbar. Die Pferdelords agieren hier als Helfer in der Not, unterstützen kämpfend die Zwerge, die im Vergleich zu den Pferdelords, sehr dürftige Kämpfer zu sein scheinen... Mich verwundert immer wieder, wie die Pferdelords ihre Reihen auffrischen (die letzten großen Schlachten sind vor 3 Jahren geschlagen und es gibt wieder mehr als genug Reiter für die Schlacht). Das sich nur eine "Handvoll" Pferdelords gegen ein "Übermaß" an Orks zur Wehr setzen, kennen wir ja schon, aber in der Geschichte werden die Zwerge mehr zu Kanonenfutter als zu guten Kämpfern.
Positiv hervor zu heben sind die kleinen Neuerungen, die Hr.Schenk einbaut. So erfahren wir mehr über die Orks und ihre Lebensgewohnheiten, und die Unterschiede zwischen Spitz- und Rundohren wird an Hand von zwei besonderen Examplaren besonders deutlich gemacht. Auch die Lebensweise der Zwerge ist recht interessant beschrieben - wirft aber viele offene Fragen auf. Auch kleien technische Neuerungen kommen zur Sprache, was einem manches Schmunzeln entlockt.
Leider hat der Verlag (so die Aussage des Autors) an einigen Stellen stark eingegriffen (und das liest man, ist doch der Erzählstiel teilweise stark beschnitten).
So hat Hr.Schenk nun also schon 3 Völker vereint, im Kampf gegen die Orkscharen und ich bin neugierig wer als Nächstes zu dieser Allianz stößt...
Christian Hager zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Kristallstadt der Zwerge«08.02.2008
Obwohl mir der erste Teil schon gefallen hat, hat dieser Band meine Erwartungen übertroffen und die Ankündigungen des Autors dass sich der Band weiter von den Tolkiens "Herr der Ringe" altbekannten Umgebung und Handlung langsam abwendet trafen tatsächlich ein. Überraschenderweise gelang dies Michael Schenk sehr gut. Eine spannende und aktionsgeladene Handlung gleichermaßen fesselnd und unterhaltsam. Die einzelnen Charaktere nahmen immer mehr Formen an und bescherten einen, ein tolles Lesevergnügen. Auch in der Welt, in der das ganze stattfindet wird eine gewisse Tiefe eingebracht und lässt einen nur erahnen was noch so alles an Handlung auf einem zukommen wird.

Das tolle an dem zweiten Band ist, jeder der nicht schon wieder einen Roman lesen möchte wo sich die Welt um Mittelerde dreht, kann diesen lesen ohne den ersten Band zu kennen, man könnte ihn als Einstieg der Pferdlords- Reihe bezeichnen.

Im ersten Band lernten wir die Pferdelords und die Elben etwas kennen, die Orks eigentlich nur als Angreifer und Feinde. Im zweiten Band kamen die Zwerge hinzu und man konnte über die Orks einiges in Erfahrung bringen. Selbst ein Feuerwesen ließ sich bei den Zwergen blicken und versuchte das Volk von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Wieder einmal stellte sich heraus dass die Pferdelords gute und erfahren Krieger waren und ihr Herz an der richtigen Stelle haben. Das stolze Reitervolk stand die Zwerge nicht nur bei, ihrer Vernichtung zu entgehen sondern schlug ihre Feinde die Orks in die Flucht.

Für mich steht eines fest, Schenk ist ein vielversprechender Autor fantastischer Literatur und es wäre toll wenn noch weitere Bände der Pferdelords- Reihe folgen würden. Auch wenn er nicht unbedingt zu den ganz großen zählt, schreibt er spannend und unterhaltsam und somit freue ich mich schon auf den dritten Band er über die Barbaren handeln wird, ein weiteres Volk das den Pferdeherrn im Nacken hängt.
Anastasia zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Kristallstadt der Zwerge«07.02.2008
Der zweite Band lässt die Anlehnung an HDR völlig in den Hintergrund treten und das Volk der Pferdelords gewährt erste tiefere Einblicke, als ein eigenständiges Volk der Fantasy.
Der Autor schafft es durch eine unglaubliche Detailgenauigkeit dem Leser gleich von der ersten bis zur letzten Seite das Gefühl zugeben, mitten im Schauplatz des Geschehen zu sein, was die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhält.
Die Kunst beim Schreiben Sätze zu Bildern werden zu lassen, geschieht besonders bei der Beschreibung der Kristallstadt und den Zwergen.
Man kann sich alles lebhaft vorstellen und glaubt, das es keine Fiktion sondern, die Realität ist, was dem Genre des Fantasy nur gut tun kann.
Die eigentümliche Sprachwahl ist zu anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Seiten stört es den Lesefluss nicht mehr. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, was immer wieder für Entspannung, zwischen den aufreibenden Kämpfen sorgt.
Ein Buch das Ich jeden, der etwas Neues in diesem Genre sucht, das sich leicht und flüssig lesen lässt und viel Kurzweile bereitet, nur ans Herz legen kann.
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