Der Gottbettler von Michael Marcus Thurner

Buchvorstellungund Rezension

Der Gottbettler von Michael Marcus Thurner

deutsche Ausgabe erstmals 2013, 512 Seiten.ISBN 3-442-26942-3.

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In Kürze:

Er überzieht die Welt mit Krieg, um ihr den Frieden zu bringen.
Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden.
Düster, hart und sehr realistisch.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Packende, düstere Fantasy“

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Willkommen in einer archaischen Welt, die sich im Kriegszustand befindet. Um ein für alle Mal alle Kriege zu beenden hat der Gottbettler entscheiden, einen gigantischen, alles vernichtenden Heerzug in Marsch zu setzen. Im Auftrag des Gottbettlers erobert Metcairn Nife ein Reich nach dem anderen, schleift Städte und vernichtet ganze Armeen. Wenn die letzte Schlacht geschlagen ist, so zumindest das Versprechen, wird eine Zeit des ewigen Friedens anbrechen. Bis dahin aber morden und schänden die Krieger im göttlichen Auftrag gnadenlos.

Eine Prophezeiung weiß davon zu berichten, dass der Stumme, Sohn einer Sibylle und des früheren Gefährten des Heerführers, den Krieg im Auftrag des Gottbettlers beenden könnte.

Das Schicksal oder die Magicae haben drei Menschen dazu ausgewählt den Stummen zu suchen und zu schützen.

Terca wandelt als Hexe seit Jahrhunderten über die Erde. Eigentlich würde sie nichts lieber, als sich dem großen Vergessen anheim fallen zu lassen, doch das Schicksal zwingt sie zusammen mit dem heruntergekommenen, ganz dem Alkohol verfallenen Vater des Stummen und einem jungen, überheblichen und verbitterten Magicus sich dem Gottbettler in den Weg zu stellen …

Wir kennen Michael M. Thurner als versierten Autor der vornehmlich im Heftroman publiziert. Seit Jahren gehört er zum festen Autorenkreis bei Perry Rhodan und Maddrax, doch auch Professor Zamorra oder die Hexe Coco Zamis durften sich schon über seine Beiträge freuen.
Bei Heyne legte er letztes Jahr einen SF-Roman vor, nun beginnt er bei Blanvalet eine neue Reihe die sich im Bereich der High-Fantasy tümmelt.

Statt aber auf die altbewährte Questen-Fantasy zu setzen, legt der Wiener seinen Plot etwas anders, dunkler an. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beschreibt er uns seine archaische Welt, in der das Recht des Stärkeren, des Brutaleren zählt. Dabei richtet er nicht, sondern zeigt uns ein ums andere Mal, dass Menschen wie andere Rassen zwar oft selbstsüchtig handeln, dabei aber auch so manches Mal unerwartet das Allgemeinwohl im Sinne haben. Dass sich ihre hehren Absichten in der Realität oftmals in sich selbst verkehren, dass um das so erstrebenswerte Ziel zu erreichen zunächst einmal Gewalt, Not und Tot als Wegbereiter dienen, unterscheidet den Roman wohltuend von vielen Konkurrenten.

So gibt es auch keinen Helden, in dessen Rolle der Leser schlüpfen kann oder auch nur schlüpfen möchte. Ein versoffener Kriegsveteran, der sich selbst, nur um im Alkohol Vergessen zu finden, erniedrigt, eine intrigante Hexe und ein naiver Magier, das sind nicht eben gängige und gefällige Protagonisten. Aber sie verleihen dem Roman ein gerüttelt Maß an Authentizität.

Daneben lebt der Roman von den faszinierenden Handlungsorten, die uns der Autor vorstellt. Sei es eine in eine Steilwand eingebaute Stadt, deren Ebenen durch Seilaufzüge miteinander verbunden sind oder schwimmende Städte die von Zwergen errichtet immer weiter in den Himmel wachsen, die Orte, die wir auf unserem Streifzug begegnen sind ebenso markant wie interessant.

Thurner bemüht sich darüber hinaus erfolgreich von gewohnten und bekannten Handlungsschemata Abstand zu nehmen, immer wieder unerwartete Wendungen einzubauen und so das Interesse des Lesers wach zu halten. So legt er einen durchweg packenden Roman vor, der uns eine Welt vorstellt, wie sie so sein könnte, die dreckig, brutal ist, in der die Personen überzeugend agieren und der neugierig darauf macht, wie es weitergehen wird.

Ihre Meinung zu »Michael Marcus Thurner: Der Gottbettler«

Michael zu »Michael Marcus Thurner: Der Gottbettler«01.02.2014
"Speichelleckerische Ordonnanzen hüllten ihn ein wie eine Wolke nektargeiler. Bienen, sobald er die Mitte des. Heerwurms verließ." solche Satzschöpfungen, dazu noch einige gewollt merkwürdige Worterfindungen "Reiter hieben die Silbergerten auf die Klingtrosse ihrer Pferde" - -Klingtrosse - :schüttel:
haben mich nach dem Ende der E-Book Leseprobe bewogen, mir andere Welten zu suchen
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