Der Landleviathan von Michael Moorcock

Buchvorstellung

Der Landleviathan von Michael Moorcock

Originalausgabe erschienen 1972unter dem Titel „The Land-Leviathan“,deutsche Ausgabe erstmals 1984, 206 Seiten.ISBN 3-453-30827-1.

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In Kürze:

Captain Oswald Bastable, den 1902 ein merkwürdiger Vorfall in Teku Benga, nahe der Grenze zwischen Indien, Bhutan und Tibet gelegen, ins Jahr 1973 einer seltsamen Parallelwelt verschlug, ist zu den Ruinen der geheimnisvollen Klosterstadt zurückgekehrt. Er hofft, in dem ausgedehnten Höhenlabyrinth unterhalb Teku Bengas den Weg in seine Heimatwelt zurück zu finden.
Er findet tatsächlich eine andere Welt, doch es ist eine Parallelwelt ganz eigener Art: Europa ist, durch Kriege zerschlagen und von Seuchen entvölkert, zu unbedeutenden Staaten zerfallen. In Südafrika hat Mahatma Ghandi einen friedlichen Vielvölkerstaat Bantustan geschaffen. Der Rest des Schwarzen Kontinents wird von General Cicero Hood beherrscht, dessen Kriegsmaschinen Europa überrollen. Oswald Bastable wird Zeuge des größten Feldzugs der Geschichte. Nach einer erbitterten See- und Luftschlacht im Nordatlantik landen die schwarzen Truppen General Hoods an der amerikanischen Küste, um den letzten Sklavenhalterstaat zu zerschmettern und die Schwarzen zu befreien. Die größte Kriegsmaschine, die die Welt je gesehen hat, rollt in Richtung Washington, D. C.: der Land-Leviathan.

Ihre Meinung zu »Michael Moorcock: Der Landleviathan«

Beverly zu »Michael Moorcock: Der Landleviathan«23.04.2012
Als ich "Der Landleviathan" gelesen habe, fand ich den da porträtierten Herrscher Afrikas im Großen und Ganzen ein Arschloch.
Das lag an Details wie, dass seine Schergen beim Einfall in Europa in den Kutschen der ermordeten schwedischen Königsfamilie durch Stockholm fahren. Schwenden hat sich zwar als Großmacht im 17. Jahrhundert in Mitteleuropa und dem Ostseeraum ausgetobt, hatte aber nie Kolonien in Afrika. Die rachsüchtigen Afrikaner würden höchstwahscheinlich in den Kutschen der Royals durch London oder der belgischen Königsfamilie durch Brüssel fahren.

Das Szenario von "Der Landleviathan" ist durchaus orginell, wenn auch gruselig: die westliche Zivilisation ist zusammengebrochen und das Machtvakuum nutzt der Herrscher Afrikas, um Europa und mit Hilfe des titelgebenden Landleviathans auch Amerika zu erobern.

Mit Südafrika pflegt der Beinahe-Weltherrscher allerdings gute Beziehungen. Schließlich wird das Land von Mahatma Gandhi regiert, dort sind alle Rassen gleichberechtigt und die Rohstoffe ermöglichen allen Menschen ein Leben in Wohlstand.

Letztendlich ist der Roman - gewollt oder undgewollt - ein Strafszenario für Rassismus und Kolonialismus der Weißen.
Tore zu »Michael Moorcock: Der Landleviathan«16.07.2007
Hervorragend wie die "Rassenpolitik" beschrieben wird. Schwarze als Eroberer und Herrenmenschen. Köstlich die Seitenhiebe und ironische Anmerkungen. Dann Ghandi als Präsident von Südafrika.
Hier ist trotz des ernsten Themas viel zum Schmunzeln.
Geschichte sollte dabei aber schon intus haben.
Ihr Kommentar zu Der Landleviathan

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