Darth Maul - Der Schattenjäger von Michael Reaves

Buchvorstellung

Darth Maul - Der Schattenjäger von Michael Reaves

Originalausgabe erschienen 2001unter dem Titel „Shadow Hunter“,deutsche Ausgabe erstmals 2002, 288 Seiten.ISBN 3-442-24315-7.Übersetzung ins Deutsche von Regina Winter.

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In Kürze:

Der ruchlose Darth Sidious bereitet einen Schlag gegen die Republik vor, der sie ins Verderben reißen soll. Als seine Pläne verraten werden, will er die Mitwisser sterben lassen. Er schickt seinen besten Schüler aus: Darth Maul, den Schattenjäger …

Ihre Meinung zu »Michael Reaves: Darth Maul - Der Schattenjäger«

DMO zu »Michael Reaves: Darth Maul - Der Schattenjäger«27.03.2015
Das Buch um Darth Maul spielt vor den Ereignissen um Episode I.
Darth Maul, der Schüler von Darth Sidious, soll den Informationsmakler Pavan töten. Der Auftrag scheint leicht für den geübten Maul, erweist sich allerdings als schwerere Aufgabe.
Maul hat gleich mehrere Feinde, die auch zum Teil durch Zufall an ihn geraten:
Yedi Meister Bondara und dessen Schülerin Assant, die einen guten Kontakt zu Obi-Wan Kenobi hat, und Kopfgeldjägerin Lihnn.
Kenobi bemerkt nur andeutúngsweise die Geschehnisse um Maul bzw. Pavan und spielt eine Nebenrolle.Die Handlungsorte sind auf Coruscant. Man erfährt mehr über den Aufbau dieser extrem großen Stadt, da auch die Slums in Coruscant eine Rolle spielen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, da man nicht nur einiges über Maul,die Hauptperson, und dessen Gedanken erfährt( was in Episode I viel zu kurz kam), sondern auch das Verhältnis zwischen ihm und seinem Meister, Darth Sidious. Die Situationen im Buch kann man sich sehr gut vorstellen, vor allem, wenn man die Star Wars Filme gesehen hat, und so spielt sich ein Film praktisch im Kopf ab, den man nachempfinden kann und leicht versteht. Maul scheint allerdings nur fast wie eine gnadenlose Maschine, den im Buch wird er als ein Wesen mit Respekt und Loyalität dargestellt, der auch Fehler macht.
Für ein leichtes Schmunzeln sorgt der Roboter von Pavans namens I-Fünf, der sich häufig mit Pavan süffisante Wortgefechte liefert. Ein klassisches Happy-End gibt es nicht( oder doch, hängt vom Blickwinkel ab...).
Empfehlenswert, nicht nur für Darth Maul-Fans!
Trafalgar Law zu »Michael Reaves: Darth Maul - Der Schattenjäger«02.10.2014
Das Starwars-Debüt von Micheal Reaves gehört zu den actionlastigsten Romanen aus dem Starwars-Universum. Hier findet der Leser alles, was er schon in den Filmen geliebt hat: Zahllose Lichtschwertduelle, halsbrecherische Verfolgungsjagden und gewaltige Explosionen erschüttern in „Der Schattenjäger" die Strassen von Coruscant, der Hauptstadt der Republik. Gewöhnungsbedürftig dabei ist allerdings, dass hier der Episode 1-Schurke Darth Maul als Protagonist und „Held" agiert, was natürlich aus Sicht der „Guten" schwerlich ein Happy-End zulässt. Der Autor schafft es auf gelungene Weise, das Innenleben des von der dunklen Seite der Macht beherrschten Darth Maul zu beschreiben und für den Leser nachvollziehbar zu machen. Trotzdem fällt es (mir ging es zumindest so) schwer, als Leser Sympathien zu Darth Maul zu entwickeln, da er sich wie schon bei „Die dunkle Bedrohung" äußerst wortkarg und düster gibt. Hier wird schlicht und ergreifend ein Besessener bei der Arbeit geschildert. Gegenspieler gibt's natürlich auch und zwar in Form der jungen Jedi Darsha sowie dem Unterweltinformanten Lorn Pavan. Außerdem darf der Leser sich noch auf einen kürzeren Gastauftritt von Obi-Wan Kenobi freuen.

FAZIT: Die 48-stündige Hetzjagd (super Filmstoff übrigens) durch die Labyrinthe von Coruscant, die 90 Prozent des Buches ausmacht, dürfte nicht jedem Starwars-Fan gefallen. Es fehlt das sonst so typische Fantasymärchen-Flair genauso wie die klassischen Raumschlachten. Bei „Der Schattenjäger" wird der Leser mit ungewöhnlich düsterer und kompromissloser Action im „Blade Runner"-Stil konfrontiert. Eine erfrischende Alternative für alle, die mal von Leia und Luke eine Pause vertragen können.
Stefan83 zu »Michael Reaves: Darth Maul - Der Schattenjäger«28.12.2009
"Darth Maul - Der Schattenjäger" ist nicht nur Michael Reaves' Debüt als Autor im Star Wars Universum, sondern für viele Fans mittlerweile auch die unverzichtbare Vorgeschichte zu den Geschehnissen von Episode I. Nur wenige Tage vor der Blockade von Naboo angesiedelt, knüpft der Roman unmittelbar an den Darth-Maul Comic an und verknüpft dessen lose Fäden nun zu einem äußerst intelligent konstruierten Ende. Wer zum Beispiel immer schon wissen wollte, was mit dem Fondorianer Oolth passiert ist, der als Einziger das vom dunklen Lord angerichtete Massaker an der Führungsriege der Schwarzen Sonne überlebt hat, der findet hier die Antwort. Und gleichzeitig leitet Reaves mit seiner Geschichte eine ganze Reihe von Ereignissen ein, welche letztendlich im Fall der Alten Republik und der fast vollständigen Zerstörung des Jedi-Ordens münden werden. Die Rahmenhandlung sei deshalb kurz angerissen:

Es herrscht große Nervosität im inneren Zirkel der Handelsföderation. Einer der ihren, der stellvertretende Vizekönig Hath Monchar, ist vom Frachter Saak'ak geflohen. In seinem Besitz ein Sith-Holocron, welches Informationen über die geplante Blockade von Naboo und die Beteiligung des Sith-Lords Darth Sidious daran enthält. Sollte dieses Versagen zu letzterem durchdringen, wäre das Ende der Partnerschaft noch die geringste aller Strafen. In der Hoffnung die Abwesenheit Monchars vertuschen und ihre eigenen Köpfe retten zu können, wird die Kopfgeldjägerin Mahwi Lihnn beauftragt, den Verräter zu eliminieren. Doch Darth Sidious hat längst Wind von der Sache bekommen und seinerseits jemanden beauftragt sich des flüchtigen Neimodianers anzunehmen: Darth Maul, der Schattenjäger. Auf Coruscant treffen Jäger und Gejagte schlließlich zusammen, wobei der Informationsbroker Lorn Pavan und sein treuer Droidenpartner I-Fünf ins Kreuzfeuer beider Parteien geraten. Von nun an sind sie auf der Flucht vor einem Gegner, der keine Gnade kennt und alles daran setzt auch die letzten Mitwisser zum Schweigen zu bringen. Hilfe wird ihnen nur durch die Jedi-Anwärterin Darsha Assant zuteil, welche kurz zuvor ihre Aufnahmeprüfung zum Jedi-Ritter verpatzt und den Informanten, eben jenen oben genannten Oolth, im Kampf mit einer Straßenbande verloren hat. Gemeinsam hetzen sie durch die tiefen Schluchten Coruscants, mit dem Ziel die Information den Jedi im Tempel überbringen zu können...

Es steht wohl außer Frage, dass "Darth Maul - Der Schattenjäger" zu den spannendsten Vertretern im mittlerweile sehr großen EU (Expanded Universe) gehört. Reaves hält sich nicht allzu lang mit einer Einführung auf, sondern katapultiert den Leser mit Hyperraumgeschwindigkeit in eine fesselnde Geschichte, welche einer einzigen Flucht ums Überleben gleicht. Immer wieder geraten die Gejagten vom Regen in die Traufe, wird ihnen vom listigen Lord eine Falle gestellt. Diejenigen Fans, die einen Sith mal in der Ausübung all seiner Fähigkeiten erleben wollen, kommen hier endlich voll auf ihre Kosten. Gleichzeitig ist das Buch auch eine der wenigen Gelegenheiten etwas mehr über die Person Darth Maul, seine Ausbildung und seine Gedanken, zu erfahren. Reaves verrät einige neue Details aus dem Leben des Sith-Lords, ohne dabei die mysteriöse Aura der Figur zu zerstören, was man ihm im nachhinein auch hoch anrechnen muss. Bei knapp 290 Seiten bleibt allerdings ohnehin nicht viel Zeit für eine genaue Innendarstellung, zumal sich der dunkle Jäger schier erbarmungslos durch die untersten Ebenen Coruscants kämpft und sich dieses rastlose Tempo letztendlich auch auf den Leser überträgt. Das eine gelungene Flucht der Verfolgten von vornherein aufgrund der Ereignisse in Episode I außer Frage steht, stört dabei kein wenig.

Stattdessen erfreut man sich an Reaves' kahler, prägnanter Sprache, die sicherlich keinen Pulitzer abstauben wird, aber bestens zum Plot und den darin handelnden Personen passt. Diese sind äußerst liebevoll skizziert, weshalb es wenig verwundert, dass wir ein paar davon in späteren Abenteuern (z.B. in der auch von Michael Reaves geschriebenen "Coruscant Nights"-Trilogie) wieder begegnen werden. Den glorreichen Helden im Stile Luke Skywalkers sucht man jedoch vergeblich. Vielmehr hat Michael Reaves Figuren gewählt, die aus sehr Ich-bezogenen Gründen handeln und gerade deshalb so nachvollziehbar sind. Bestes Beispiel ist da Lorn Pavan, ein grundsätzlich moralischer Mann, der seinen Sohn Jax an die Jedi verloren hat und darüber zunehmend mehr verbittert ist. Das dieser nun gemeinsam an der Seite einer Jedi kämpfen muss, ist nicht nur äußerst ironisch, sondern führt gleichzeitig zu einigen herrlich amüsanten Dialogen, welche die im Grunde äußerst düstere und drastische Story aufhellen. Das Ende der 48-stündigen Hetzjagd ist schlichtweg genial und sorgt garantiert (!) für Gänsehaut. Es setzt das I-Tüpfelchen auf ein Star Wars Buch, das zu den Lieblingen in meiner stets größer werdenden Sammlung zählt.

Insgesamt ist "Darth Maul - Der Schattenjäger" ein extrem dichter, atemloser Pageturner mit "Blade-Runner"-Anleihen, der all denjenigen ans Herz gelegt werden kann, für die Star Wars mehr als Raumschlachten, Heldentum und epische Machtkämpfe ist. Perfekt geeignet für Neueinsteiger ins EU.

Kleine Anmerkung am Schluss: Wer von Darth Maul nicht genug bekommen kann, sollte zum US-amerikanischen Original greifen, das neben dem eigentlichen Roman noch zusätzlich das eBook "Darth Maul: Saboteur" enthält.
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