Die Piraten von Mike Resnick

Buchvorstellungund Rezension

Die Piraten von Mike Resnick

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Pirate“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 384 Seiten.ISBN 3-404-23329-8.Übersetzung ins Deutsche von Thomas Schichtel.

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In Kürze:

Offizier Wilson Cole hat Befehle missachtet – und damit Millionen von Leben gerettet. Trotzdem soll er sich vor dem Kriegsgericht verantworten. Mit seinem Schiff flieht Cole in die gesetzlosen Gebiete der Galaxis. Sein Plan: Piraterie! Doch Cole stellt fest, dass er zwar ein guter Soldat, aber ein lausiger Pirat ist. Er beschließt, sich Nachhilfe bei den Profis zu holen. Actiongeladene SF mit bizarren Aliens, atemberaundenden Fluchten und spannenden Raumschlachten – und der schwersten Schlacht von allen – das Richtige zu tun, während alle anderen in Gleichgültigkeit versinken

Das meint Phantastik-Couch.de: „Piraten im Weltall“78

Science-Fiction-Rezension von Frank A. Dudley

Was bleibt Meuterern, egal ob auf dem Meer oder im All, anderes übrig, als Piraten zu werden? Das ist konsequent, denn sie haben ja nichts mehr zu verlieren. So sehen das Wilson Cole und seine Mannschaft auch. Nachdem ihn seine treue Crew aus dem Militärgefängnis befreit hat, macht man sich also zur Inner Frontier der Republik auf, malt einen Jolly Roger auf die Flanken des Raumschiffs und sucht nach Beute.

Der Totenkopf wird aber schnell wieder entfernt, Commander Cole hat eine bessere Idee: Man gibt sich mangels echter Piratenerfahrung als wehrloses Handelsschiff aus. Kaum ist das Notsignal abgesetzt, taucht auch schon ein echter Raum-Freibeuter auf. Mit einem Trick überwältigt Cole ihn, der Pirat muss seine Juwelen-Beute aushändigen. Nun muss die Prise verhökert werden und man bietet die heiße Ware einem Alien-Hehler namens David Copperfield an. Allerdings will dieser in das Werk von Charles Dickens vernarrte Schwarzmarkthändler nicht genug zahlen, woraufhin Cole die Diamanten mit Gewinn an die Versicherung ausliefert.

Nun will Cole auch die offensichtlich kostbare Halskette auf dieselbe Weise versilbern, doch der Versuch schlägt fehl und der Piratenkapitän kann mit knapper Not entkommen. Dabei hilft ihm eine Standesgenossin, die handfeste Piratin Valkyrie. Zum Dank unterstützt Cole sie dabei, ihr Schiff zurückzubekommen, dessen Mannschaft gegen sie gemeutert hat. Und der Spaß fängt schon bald an, als Coles Raumschiff von drei schwerbewaffneten Piratenkreuzern verfolgt wird.

Humor und spritzige Dialoge

Jetzt weht ihnen der scharfe Wind der Selbständigkeit ins Gesicht: Freiheit ist das eine, aber für sich selbst sorgen eine ganz andere Sache. Und diese Geschichte erzählt Mike Resnick mit viel Humor und Gespür für seine Charaktere. ";Starship: Die Piraten” ist eine Space Opera, die ganz ohne High-Tech auskommt und dennoch funktioniert. Tiefergehende Themen sucht man in diesem Buch auch vergebens, aber man vermisst sie auch nicht.

Sein Ziel, seine Leser bestens zu unterhalten, hat Mike Resnick auch mit diesem Buch erreicht. Spritzige und hintersinnige Dialoge, sorgen für seitenweises Schmunzeln. Und wer schon immer mal ein Science-Fiction-Würfelspiel ausprobieren wollte, der findet im ausführlichen Anhang des Buches eine Anleitung dazu.

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