Die Nebelelfen von Monika Felten

Buchvorstellungund Rezension

Die Nebelelfen von Monika Felten

Originalausgabe erschienen 2009, 422 Seiten.ISBN 3-492-70151-5.

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In Kürze:

Das letzte Geheimnis der »Saga von Thale« wird gelüftet – Monika Felten kehrt ein weiteres Mal in die sagenumwobene Welt der Nebelelfen zurück.Monika Felten führt die Fans der Nebelelfen erneut nach Thale, in eine Zeit, lange bevor die Menschen das Land besiedelten. In einer Mine, in der das kostbare Sternenebulit abgebaut wird, öffnet sich ein Dimensionstor in eine andere Welt. Dort verwandelt der finstere Magier An-Rukhbar die Bergleute in übermächtige Krieger, mit deren Hilfe er die verhassten Nebelelfen endgültig vernichten will. Brinnah, Kurierreiterin der Nebelelfen, kommt dem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Sie sieht nur einen Weg, die Katastrophe von ihrem Volk abzuwenden: Sie muss die Zwischenwelt überwinden und den Elfenkönig warnen. Doch in jenem Schattenreich lauern tödliche Gefahren – Thale scheint unrettbar verloren.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Rückkehr nach Thale – die Queen der Elfen ist zurück“65

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Die Nebelelfen herrschen über Thale. Lange bevor die Menschen das Reich für sich erschließen, sind es die hochgewachsenen Elfen, deren Kuriere auf ihren Riesenalps das Land zwischen Ylmazur-Gebirge und den Valdor-Bergen bereisen, die hier in Einklang mit der Natur leben. Dies ist die Geschichte von Brinnah, einer jungen Botin, ihres Riesenalps Artair und von dem Maar Warti.

Die Maare, kleingewachsene, liebenswerte Gesellen fördern in ihren Minen das seltene Sternenebulit – ein magisches Metall, das nicht nur zu undurchdringlichen Rüstungen, bezaubernden Kunstwerken, sondern auch zu todbringenden Waffen verarbeitet wird. Eines Tages führt Brinnah ihr Dienst zu den Maaren. Kaum angekommen, wird sie von den sonst als freundlich und friedfertig beschriebenen Maaren gefangen genommen und verschleppt. Als sie zu sich kommt, ist sie nicht länger in Thale. Der Maar Warti, der einem Freund folgend miterleben musste, wie dieser durch ein Dimensionstor in eine andere Welt verschleppt wurde, und dort mit einem dämonischen Wesen verschmolzen wurde, rettet unsere Nebelelfe. Die Flucht zurück nach Thale, die Unterrichtung des Elfischen Königs und das Aufstellen eines Heeres, der gegen die Maar-Gurrline, die so genannten Eberkrieger ins Feld zieht, ist nur der Beginn eines Abenteuers, in dem unsere Alpreiterin an ihre Grenzen, ja darüber hinaus gehen muss, um ihre Heimat zu retten …

Ausflug in eine andere Zeit – der alte Kampf in neuem Gewand

Sie kämpfen wieder. Nach einigen Jahren, in denen Monika Felten, die Queen der Elfenromane, sich anderen Projekten gewidmet hat, kehrt sie mit vorliegendem Buch an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Zu Beginn der Piper Fantasy-Edition suchten die damaligen Herausgeber, Friedel Wahren und Carsten Polzin nach neuen Talenten, frischen Konzepten und erfolgsversprechenden Autoren, um ihre Reihe zu lancieren. Neben der zwischenzeitlich leider eingestellten „Gezeitenwelt-Reihe“ boten die Völker-Romane von Monika Felten genau das, was die Leser damals wollten. Einfühlsame Fantasy-Abenteuer rund um eines der Tolkienesquen Völker mit einer weiblichen Hauptfigur, glaubhaften Charakteren und einer spannenden Handlung. Vorliegender Roman hält sich an genau dieses Konzept, und bietet dem Fan Felten’scher Fantasy-Kunst zwar nicht eben umwerfend Neues, aber doch routiniert und kurzweilig erzähltes Lesefutter.

Dabei sucht die Autorin sich dem Korsett ihrer vorhergehenden Romane zu entledigen, ohne die Welt als solches zu verlassen. Ein Prequel ist es geworden, ein Roman, der lange vor der Handlung ihrer Trilogie spielt, zu einer Zeit, in der die Nebelelfen noch alleinige Herrscher Thales waren. Dass sie weitere Dimensionen einführt, dass machtgierige Zauberer und Feuerdämonen Eingang finden, und die Elfen fast auf verlorenem Posten zu kämpfen scheinen trägt zur Dramatik des Buches bei.

Mit Brinnah hat sie erneut eine junge, tapfere Heldin ins Zentrum der Abenteuer gestellt, mit der der Leser sich problemlos zu identifizieren weiß. Interessanter aber noch als diese erschien mit ihr Riesenalp Artair. Zunächst als Feigling verschrien, der mit Höhenangst zu kämpfen hat, wächst dieser im Verlauf der Ereignisse über sich hinaus. Die besondere Beziehung, die Reiter und Alp verbindet, wurde von Monika Felten sehr einfühlsam, gleichzeitig aber auch unauffällig portraitiert.

Insgesamt ein Werk, das sich nahtlos in den Elfenkosmos der Felten einfügt, das seinen Leser routiniert und rasant unterhält und jedem Völkerroman-Freund spannende Lesestunden garantiert, ohne dass zu viel wirklich Neues geboten wird.

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