Der eiserne Skorpion von Neal Asher

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Shadow of the Scorpion“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 336 Seiten.ISBN 3-404-23345-X.Übersetzung ins Deutsche von Thomas Schichtel.

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In Kürze:

Ein Krieg zwischen den Menschen und einer blutrünstigen Spezies Ein Agent, der nicht weiß, wo er herkommt Und eine Kriegsdrohne, die die Form eines Skorpions besitzt Ian Cormac ist Agent der ErdSecurity. Er soll dabei helfen, die Ordnung auf den Planeten wiederherzustellen, die durch den Krieg gegen die außerirdischen Prador verwüstet wurden. Dabei stellt er fest: Die Prador sind noch so barbarisch wie eh und je. Doch der brutalste Feind lauert dort, wo Cormac ihn nicht vermutet. In seinem Inneren.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Nicht genial, aber gute Unterhaltung“65

Science-Fiction-Rezension von Carl-Olof Schulzke

Die Menschheit wird von ihren eigenen Schöpfungen, den Künstlichen Intelligenzen geführt, denn sie machen es wesentlich besser als jede menschliche Regierung davor. Aber auch die beste intergalaktische Regierung führt Krieg, da die Prador, gigantische krebsartige Aliens, in Menschen Appetithäppchen sehen. Zu allem Überfluss sind sie auch gut bewaffnet, schwer zu töten und intelligent. Nach mehreren Jahrzehnten Krieg beginnt die Menschheit langsam die Oberhand zu gewinnen, als die jungen Rekruten Ian Cormac, Carl Thrace und Yallow N’gar in den Krieg ziehen. Man schickt die drei auf den Planeten Hagren, einen Planeten, der recht frisch erobert wurde. Die Gesellschaft erholt sich von der langen Alienbesatzung, einem Umfeld, das perfekt für Separatisten geeignet ist, die gegen die KI rebellieren.

Gleichzeitig wird eine zweite Geschichte erzählt, die sich um Ian Cormacs Kindheit dreht und um eine Kriegsdrohne, die wie ein Skorpion aussieht. In den letzten Kapiteln verschmelzen die beiden Geschichten, bis die letzten Geheimnisse aus Cormacs Vergangenheit auf dem Tisch liegen. Durch diesen Mix gewinnt der Leser einen guten Blick auf die Gesellschaft dieser Zeit. Auch „Der Eiserne Skorpion“ spielt im Polity-Universum (für Verfassung, Regierung, Staatswesen), in dem der englische Autor fast alle seiner Romane angesiedelt hat. Allein über Ian Cormac gibt es bereits fünf Bücher, hier finden wir, wie er in seine Rolle als ECS-Agent hineingewachsen ist.

Nüchtern und leidenschaftslos

Dem Autor macht es Spaß, Kleinigkeiten am Rand zu analysieren, etwa warum ein Operationsroboter leicht an ein Monster erinnert oder die Zivilisten in einem intergalaktischem Transportzentrum praktisch neben militärischen Verwundetentransporten reisen. Diese kleinen Details zeichnen ein lebhaftes Bild, und es fällt einem nicht schwer, sich diese Welt vorzustellen.

Neal Asher beschreibt seine Charaktere sehr gekonnt und schafft immer wieder Raum, um dem Leser neue überraschende Seiten zu zeigen. Er präsentiert Situationen oder Konflikte relativ nüchtern und leidenschaftslos. Somit überlässt er dem Leser die Auslegung und Bewertung dieser Situation. Zum Beispiel an Knotenpunkten des Romans, an denen eine Lösung den Einsatz massiver Gewalt erfordert.

Die Hauptstory ist nicht genial, aber gute Unterhaltung. Zum Ende hin wird die Story besser und interessanter, und es wird klar, dass das Buch die Vorgeschichte einer anderen Geschichte erzählt. Neal Asher beschreibt seine Charaktere sehr gekonnt und schafft immer wieder Raum, um dem Leser neue überraschende Seiten zu zeigen.

Asher schreibt seit 2000 hauptberuflich und ist 1999 mit den Kurzgeschichten „Sucker“ and „Mason’s Rats III“für den British Fantasy Society Award nominiert worden und 2002 für SF Review Best Book designation für „The Skinner – der blaue Tod“.

Ihre Meinung zu »Neal Asher: Der eiserne Skorpion«

Beverly zu »Neal Asher: Der eiserne Skorpion«18.03.2012
Nachdem sich "Die Zeitbestie" (spielt nicht im Polis-Universum) als Enttäuschung erwies, habe ich es nach "Der eiserne Skorpion" aufgegeben, weitere Romane von Neal Asher zu lesen. Der Autor schreibt mir einfach zu zynisch, ohne dabei wirklich spannende Thriller zu erzählen. In "Der eiserne Skorpion" liefern der Krieg zwischen der Polis und den nichtmenschenlichen Prador sowie die gegen die Polis gerichteten Aktivitäten der Separatisten eigentlich nur noch den Stoff für einen 08/15-Military-SF-Roman mit einer Extraportion Brutalität und Zynismus. Schade. Asher hat Konflikte schon mal intelligenter erzählt.
Christian zu »Neal Asher: Der eiserne Skorpion«30.07.2010
Eine sehr spannende Reise in die Vergangenheit von Agent Ian Cormac.
Man lernt hier auch den kindlich-jugendlichen Ian Cormac kennen und erfährt mehr über seine Vergangenheit,die Erfahrungen die ihn zu dem machten der er in den späteren Büchern der Polity Reihe wurde.

Die Charaktere sind mal wieder sehr ausführlich und detailreich beschrieben,die Handlung ist spannend und doch kommt der Witz zuweilen nicht zu kurz.

Interessant waren für mich auch die Hintergründe über die sogenannten Prador-Kriege,welche in den späteren Büchern mal genannt wurden aber nicht allzu gross beschrieben wurden.

Und vor allen Dingen die mysteriöse Drohne in Form eines Skorpions.
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