Anathem von Neal Stephenson

Buchvorstellung

Anathem von Neal Stephenson

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Anathem“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 1024 Seiten.ISBN 3-442-54660-5.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Ein berauschendes, ein fulminantes Abenteuer jenseits von Zeit und Raum
Der Planet Arbre im Jahr 3689. Seit seinem achten Lebensjahr lebt Erasmas, genannt Raz, im Konzent Saunt Edhar, einer klosterähnlichen Gemeinschaft von Wissenschaftlern, Philosophen und Mathematikern. Die Aufgabe dieser Gemeinschaft ist es, hinter den jahrtausendealten Mauern Wissen zu bewahren und es vor den schädlichen Einflüssen der säkularen Welt zu beschützen. Denn während das Leben im Konzent nach strengen Ritualen und uralten Traditionen verläuft, so ist die Geschichte jenseits dieser abgeschlossenen Welt durch Chaos und Veränderung geprägt: Auf Blütezeiten folgten Zusammenbrüche, auf finsteres Mittelalter Erneuerung; Kriege und Klimawandel zerstörten die bestehende Ordnung.

Als Raz mit 18 seine erste Apert bevorsteht – eine Woche, in der beide Welten in Kontakt treten und Austausch pflegen – bereitet er sich mit seinen Mitschwestern und -brüdern darauf vor, den Konzent zu verlassen und sich in die säkulare Welt vorzuwagen. Aber dort muss er entdecken, dass außerarbrische Kräfte den Planeten bedrohen. Und mit einem Mal lastet eine hohe Verantwortung auf Raz’ Schultern, denn er wird für die schwierige Aufgabe auserwählt, die Zerstörung des Planeten zu verhindern …

 

Ihre Meinung zu »Neal Stephenson: Anathem«

urchino "HPS" zu »Neal Stephenson: Anathem«19.07.2014
Es ist schon ein ganz besonderer Roman. Ich habe lange gezögert das Buch zu kaufen, da die 30 € recht happig sind, bedaure es im nachhinein aber nicht. Zum ersten mal habe ich ein Buch gleich ein weiteres mal gelesen. Zum einen versteht man viele Dialoge ganz anders, wenn man die späteren Entwicklungen schon kennt. Auch das zugegeben komplizierte Vokabular 'flutscht' beim zweiten mal besser. Und es ist einfach ein Genuss in die zauberhafte Welt der Wissenschaftler von Arbre zu versinken. Dazu trägt auch die sorgfältige Sprache des Buches bei (volle Punktzahl an den Übersetzer, sicher eine verdammt schwierige Arbeit) und die vielen originellen Begriffe (Spulo = Film, Hol = LKW), die einen ständig spüren lassen, dass man sich auf einer fremdem Welt befindet. Aus der Sicht eines jungen Klosterschülers geschrieben, bleibt auch die eingeflochtene Liebesgeschichte zauberhaft zurückhaltend. Der Roman versteht es nach einer gewissen Anlaufzeit eine Spannung zu erzeugen, die Umdrehung für Umdrehung wächst, je näher man der Auflösung des Rätsels kommt. Platz für Humor bleibt dabei auch noch, wenn z.B. säkuläre und klösterliche Welt aufeinander prallen. Der Schluss, na ja, der scheint für viele SF-Autoren ein Problem zu sein, wurde hier leidlich gut gelöst. Es wird nicht alles erklärt, man kann sich noch eigene Gedanken machen. Kritisieren könnte man, dass das gute Ende letzlich zu problemlos erreicht wird, dass sich dem Helden keine wirklich bösen Charaktere in den Weg stellen, dass alle Parteien ein wenig zu vernünftig erscheinen.
Ihr Kommentar zu Anathem

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