Gefährtin der Dunkelheit von Patricia Briggs

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Night Broken“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 464 Seiten.ISBN 3-453-31812-9.Übersetzung ins Deutsche von Vanessa Lamatsch.

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In Kürze:

Als Christy, die Exfrau ihres Gefährten Adam, plötzlich in ihrem Leben auftaucht, schrillen bei Mercy sämtliche Alarmglocken – und das zu Recht, denn Christy führt nichts Gutes im Schilde: Sie will Adam zurück und ist sogar bereit, Mercys eigenes Rudel gegen sie aufzustacheln. Doch eine Mercy Thompson gibt niemals kampflos auf – schon gar nicht in der Liebe! Noch ahnt Mercy nicht, dass Christy ihr geringstes Problem ist: Ihr droht weitaus größere Gefahr von einem Gegner, der die ganze Welt zerstören kann …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein verlassener Gott auf Freiersfüßen“77

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Es ist schon so eine Krux mit der Liebe. Da verliebt man sich in einen faszinierenden Mann, kommt mit dessen Teenager-Tochter gut aus, wird von seinen Freunden akzeptiert und doch ist da im Hintergrund immer etwas Störendes. Da gab es einmal eine andere Frau an der Seite des Geliebten, eine Frau, mit der zusammen er ein Kind hat, und die ihm nach wie vor irgendwie am Herzen liegt.

Dies gilt auch, ja sogar besonders, wenn es sich bei dem Mann um den Alpha des Werwolf-Rudels von Tri-Cities handelt und die Verflossene um Hilfe ruft.

Sie hat sich in Reno in Champagner-Laune mit dem falschen Typ eingelassen, der sie jetzt stalkt. Verstehen sie mich jetzt nicht falsch, nur weil ich eine Wer-Kojotin und eine verflixt gute Auto-Mechanikerin bin heißt das nicht, dass ich nicht Mitleid hätte oder Stalking als Kavaliersdelikt abtue. Schon gar nicht, wenn der Stalker ein kanarischer Vulkangott ist, der eine ganze Spur an Leichen auf seiner Suche nach der Verflossenen zurücklässt. Allerdings hört das Mitleid genau da auf, wenn ich merke, dass wir, heißt mein Mann, das Rudel und damit letztlich auch ich ausgenutzt und manipuliert werden, und der Gott meine Werkstat buchstäblich in Schutt und heiße Asche legt.

Dass einer der grauen Lords der Fae ein magisches Artefakt, das ich meinem Vater Cojote geschenkt habe zurück will, dass die Vampire mich binden wollen, dass das Sonderdezernat für übernatürliche Fälle nur zu gerne wüsste, was in meiner Werkstatt los war und wer mir geholfen hat kommt noch hinzu – gut also, dass ich gute Freunde und selbst jede Menge an Schmackes habe – schließlich ist mit einem Gott auf Freiersfüßen nicht zu spaßen …

Trotz ähnlichem Handlungsaufbau immer wieder faszinierend

Auch im achten Roman um die toughe Mechanikerin und Wer-Kojotin Mercy Thompson bleibt Patricia Briggs sich treu. Einmal mehr geht sie nach erfolgserprobten Muster vor – man nehme Mercy, schmeiße sie kopfüber in den Schlamassel von übermächtigen Feinden und nervigen Menschen, und lasse sie dann allen Widrigkeiten und Wahrscheinlichkeiten zum Trotz letztlich triumphieren.

Spannung zieht der Plot dabei neben den inzwischen bekannten Figuren und dem David gegen Goliath Kampf aus der Faszination, die von den beschriebenen übernatürlichen Wesen ausgeht. Fae, Vampire, Hexer, Werwesen und Götter geben sich ein Stelldichein, mittendrin unsere Mercy.

Auch wenn sich das Grundschema immer ähnelt verfolgen wir die Handlung mit einem klopfenden Herzen, sind die Chancen doch wie immer so ungleich verteilt. Nur durch ihren Mut, ihre Cleverness und ihren unbändigen Willen kann Mercy letztlich bestehen, kann sie das Glück zu ihren Gunsten wenden. Dabei beobachten wir interessiert die zwischen-menschlichen Beziehungen der Figuren, ihre Liebe, ihre Eifersucht und das komplizierte Gefühls- und Beziehungsgeflecht des Rudels. Mercy nimmt dabei naturgemäß eine zentrale, dominierende Rolle ein, immer deutlicher aber werden auch die anderen Figuren herausgearbeitet und wachsen uns ans Herz.

Das ist Urban-Fantasy der es, trotz aller Ähnlichkeiten des Handlungsablaufs, immer wieder gelingt, den Leser zu überraschen und in ihren Bann zu ziehen.

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