Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel The Painted Man, deutsche Ausgabe erstmals 2009 , 690 Seiten. ISBN 3-453-52476-4. Übersetzung ins Deutsche von Ingrid Herrmann-Nytko.

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In Kürze:

„Weit ist die Welt – und dunkel ...“ – …und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Feuer-, Baum-, Fels- und Winddämonen“ 90

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Was ist das für ein Roman, von dem es auf dem Back-Cover heißt: „Peter V. Bretts gewaltiges Epos vom Weltrang des “Herrn der Ringe„? Da gibt man dem Buch verlagsseitig ein gehöriges Paket mit auf den Weg und hängt die Latte mehr als hoch.

Mit Tolkiens bahnbrechender Trilogie wurden schon viele Werke verglichen, und kaum eines davon hat – nüchtern betrachtet – dem Vergleich standgehalten. Es gibt viele gute, viele faszinierende Weltenschöpfungen dort draußen. Stammen sie nun von Autoren wie Tad Williams, Patrick Rothfuss oder George R. R. Martin, sie alle überzeugen auf ihre ganz eigene Weise, und doch hat keine dieser Sagen den Einfluss auf den Literaturbetrieb – und ich benutze das Wort “Betrieb" ganz bewusst – wie Tolkien. Kein anderer Autor hat in vergleichbarer Weise dafür gesorgt, dass Menschen in allen Herren Länder nach dem Medium Buch, genauer nach phantastischen Romanen gegriffen haben. Insofern hinkt jeder Vergleich mit dem Altmeister und hinterlässt bei mir ein eher misstrauisches Gefühl. Wird hier nur die Werbetrommel möglichst publikumswirksam gerührt, um Umsatz zu machen? Nun, schauen wir uns einmal an, um was es geht.

Wir lernen eine Welt kennen, in der die Menschen in einer Art Dauerbelagerungszustand leben. Jede Nacht, kaum dass die Dämmerung anbricht, erheben sich die Dämonen aus dem Untergrund. Feuer-, Baum-, Fels- und Winddämonen suchen die abgelegenen Ortschaften ebenso heim wie die streng gesicherten Städte. Nur die magischen Siegel vermögen die Dämonen davon abzuhalten, sich an den Menschen gütlich zu tun. Wenn der Schutz versagt, sei es, dass der Siegelmaler zu schlampig gearbeitet hat, oder dass ein Blatt oder Staub aufs Siegel fällt, werden die Menschen wie Vieh abgeschlachtet.

Dies ist die Geschichte des jungen Arlen. Er wächst in einer Welt auf, die geprägt ist von Furcht. Vor Millennien hat der mittlerweile als Heilsbringer verklärte Erlöser die Schlacht der Menschen gegen die Dämonen angeführt. Mit Hilfe der alten verloren gegangenen Technologie, mit mächtigen Kampfsiegeln und mit dem Mut der für ihr Überleben Kämpfenden wurden damals die Dämonen in den Untergrund vertrieben und besiegt.

Doch kaum war der gemeinsame Feind besiegt, wandten sich die Menschen gegeneinander. Seitdem regieren Selbstsucht, Misstrauen und Furcht. Kaum ein Mensch wagt mehr, auch nur an Kampf gegen die übermächtig scheinenden Dämonen zu denken, selbst die die abgeschiedenen Ortschaften verbindenden Barden und die Kräuterfrauen mit ihren geheimen Rezepten wagen sich nur im Schutz der Siegelzirkel in die Nacht. Von persönlichem Verlust gezeichnet, bricht Arlen auf, den Kampf gegen die Angst verbreitenden Dämonen aufzunehmen. In einer untergegangenen Stadt findet er Siegel und Waffen, erringt Wissen und Macht, ja beginnt unter den Dämonen zu wüten. Doch was ist der Preis, den er dafür bezahlen muss, verliert er seine Menschlichkeit? Zusammen mit einem Jongleur und einer Kräuterkundigen stellt er sich der Gefahr – und bemüht sich, sich selbst wiederzuentdecken …

Auf den ersten Blick Fantasy-Dutzendware – doch die Feinheiten richten es

In drei zunächst alternierend erzählten Handlungssträngen berichtet uns der Autor von einem gängigen Fantasy-Topic. Der Held zieht aus, sich gegen das Böse zu wappnen. Er erwirbt Wissen und Waffen, findet Unterstützer und eine beginnende Romanze, eine erste Schlacht wird geschlagen und am Horizont taucht ein Konkurrent auf. Das ist grundsätzlich Fantasy-Dutzendware, wenn Peter V. Brett es nicht verstehen würde, seine Leser gefangen zu nehmen.

Was ist es, das den Fantasy-Freund an die Seiten bannt? Sind es die Gestalten, oder die Kämpfe, die Gefühle oder die Welt. Das alles, und doch ist es eher die Art und Weise, wie es Brett gelingt, das allgegenwärtige Gefühl der Furcht einzufangen. Durch die persönlich betroffenen Augen der drei Erzähler erleben wir anschaulich und intensiv mit, welches Gefühl der Ohnmacht die Dämonen unter den Menschen verbreiten. Die Menschen sind förmlich gelähmt vor Angst, lassen sich treiben, versuchen tagsüber das sie bedrohende Böse zu leugnen und zu vergessen. Das Leben in den kleinen Ortschaften wird anschaulich geschildert, die Personen sind abwechslungsreich und markant gezeichnet.

Mit zunehmender Dauer werden auch die Dämonen, die zunächst fast wie Naturgewalten dargestellt werden immer differenzierter ausgearbeitet. Sie gewinnen an Tiefe, an Intelligenz, besonders Arlens Intimfeind, der ihn quer durch die bekannte Welt verfolgt, nimmt immer deutlichere Züge an.

Bewundernswert, wie es dem Autor gelingt das Tempo seines Romans immer den Geschehnisseen, aber auch der geschilderten Entwicklung seines Protagonisten anzupassen. Wir erleben ihre – wenigen – Triumphe mit, leiden mit ihnen, wenn sie von Stärkeren ausgenutzt und missbraucht werden, fühlen ihre ohnmächtige Wut auf die, die sie eigentlich beschützen sollten, und verstehen, warum sie zu den Personen reifen, die letztlich den Kampf aufnehmen. Die Zeichnung der despotischen Mächtigen wirkt manches Mal ein wenig arg stereotyp, doch verzeiht man dies dem Autor gerne, entschädigt doch die nachvollziehbare Entwicklung des Triumvirats.

Ihre Meinung zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit«

PMelittaM zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 09.11.2014
Jede Nacht steigen Dämonen aus der Erde hervor und die Menschen verkriechen sich in ihren Häusern, die von Siegeln geschützt werden, die allerdings nicht immer Sicherheit bringen.

Der Roman erzählt die Geschichte dreier junger Menschen, die versuchen, mehr aus ihrem Leben zu machen: Arlen, der seine Mutter bei einem Dämonenangriff verloren hat und der Meinung ist, dass man sein Leben nicht den Dämonen unterordnen sollte, Leesha, die sich gegen das, was ihre Zukunft sein soll, auflehnt und Kräutersammlerin wird und Rojer, der erst dreijährig beide Eltern und zwei Finger verloren hat, von einem Jongleur aufgezogen wird und zeigt, dass er diesen Beruf trotz seiner Behinderung auch beherrschen kann.

Der Roman ist der ersten Band einer geplanten fünfteiligen Serie und hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Peter V. Brett hat eine düstere und bedrückende Welt erschaffen, in der die Menschen jede Nacht in Lebensgefahr schweben. Diese Welt ist schon im ersten Band gut ausgereift. Vor allem mit Arlen bereisen wir einen großen Teil davon und lernen die verschiedenen Gebiete kennen, die jeweils ihre eigenen Besonderheiten haben. Auch der kulturelle, religiöse politische und soziale Hintergrund ist schon gut, aber noch nicht umfassend ausgebaut (wir wollen ja auch noch weitere Bände lesen). Gut hat mir die Karte gefallen, die man auch öfter zu Rate zieht, will man doch wissen, ob Arlen, Leesha und Rojer sich womöglich treffen werden.

Auch die Charaktere sind gelungen, nicht nur die drei Protagonisten, der Autor zeichnet tiefgründige Figuren, manchmal – vor allem in der Antagonisten-Fraktion – etwas überzeichnet, aber nur wenige Personen sind eindimensional dargestellt. Und auch hier gibt es noch genug Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die nächsten Bände. Die Dämonen, zunächst einfach nur schreckliche Monster, werden im Laufe des Romans etwas enträtselt, hier gibt es noch viel zu entdeckendes Potential, ich bin gespannt, was noch alles aufgedeckt werden wird.

Der Autor erzählt flüssig und spannend aus den Perspektiven der drei Hauptcharaktere und setzt die Perspektivewechsel so geschickt, dass es immer wieder zu kleinen Cliffhangern kommt, die einen, so man die Zeit hat, immer weiter lesen lassen, die 800 Seiten des Romans sind flott gelesen. Die Handlung spielt in einem Zeitraum von 15 Jahren und zeigt die Entwicklung der drei von Kindheit an, Zeitsprünge (in beide Richtungen) sind klug gesetzt und die Entwicklungen der Figuren immer nachvollziehbar.

Sehr gut gefallen hat mir die Widmung „Für Ötzi ...“, am Ende des Romans erhält sie einen Sinn, der direkt auch meine Phantasie anregte … Sehr schön auch die „Siegel“ zwischen den einzelnen Abschnitten, wobei jeder Teil des Buches ein eigenes hat.

Die Geschichte ist relativ in sich abgeschlossen. Natürlich bleiben Fragen offen und am Ende gibt es eine Entwicklung, die man noch nicht so recht einzuschätzen weiß, aber man kann das Buch einigermaßen zufrieden aus der Hand legen, auch wenn man auf jeden Fall wissen will, wie es weiter geht.

Insgesamt ein sehr gelungener Roman, der Lust auf mehr macht und allen Genrefans ans Herz gelegt werden kann. Zwei weitere Bände sind bereits erschienen (und werden von mir zeitnah gelesen werden).
Paul Eggimann zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 27.09.2014
Der erste Band ist sehr vielversprechend. Der zweite Band zu langfädig. Im dritten Band überdecken die permanenten vulgären Sex-Szenen und "Anspielungen" den gehalt der Geschichte. Die Herumhurerei von Leesha passt gar nicht in den Charakter und wird auch nicht hinterlegt. Warum diese Handlungsweisen. Entweder ich habe den Charakter nicht verstanden oder der Autor hat hier versagt. Definitv an die Wand gefahren wird die Stora mit dem apprupten Ende im drtitten Band mitten in der Geschichte. War es jetzt das wirklich? Folgt auf die Trilogie wirklich kein vierter Band???
Es wäre schön, nach fast dreitausend (!!!!) Seiten wieder mal eine Geschichte mit einem anständigen Abschluss lesen zu können. Aber das ist offenbar ein Grundproblem der Fantasy. Ellenlange Schmöker und zusätzliche Bände. End nie findet sich ein Ende der Geschichte und wird sich wohl auch nicht finden (siehe game of thones)
Martin zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 06.11.2013
Es ist von Anfang an eine beeindruckende Trilogie, allein vom Umfang her nicht immer leicht - ich denke sowohl für Leser als auch für den Autor selbst permanent Spannung zu erhalten, dennoch gelingt es - von Brett- über weite Strecken, Ausnahmen bestätigen sicher auch hier die Regel. Etwas ermüdend sicherlich im Band 3 die seitenlangen Schilderungen der Hochzeitsfeierlichkeiten Arlens sowie die aus meiner Sicht etwas übertriebene Beschreibung von Mikrydämonen und ähnlichem. Aber und das muss man dem Autor zu Gute halten, bei dem Umfang der Geschichte muss eben auch dann und wann mal ein " Hänger" erlaubt sein. Um so ergreifender werden aus meiner Sicht, - vielleicht auch eine kleine Meisterleistung der Übersetzer ???!!! - die Lebensumstände Rennas bis hin zum gewaltsamen Tode ihres Vaters geschildert.
von Brett schreibt sehr mitreißend, oft fühlt und kämpft man als Leser/ Leserin geradezu mit. Personen und Handlungen sind meist wohldurchdacht, und weitestgehend chronologisch geordnet, damit man vorangegangene Ereignisse rekapitulieren kann. Um es also auf einen Nenner zu bringen: Freunde von Dämonen- und Fantasyliteratur sollten sich keinen der 3 Bände entgehen lassen.
J.E.E. zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 09.04.2013
Mir persönlich hat das erste Buch sehr gut gefallen. Die Taten Haupthelden sind nachvollziehbar und er wird nicht als der typische, tapfere, perfekte Heros dargestellt, der die Welt von allem Übel befreit, sondern eine Intelligent gestrickte Person, die sowohl Talente, als auch Schwächen aufweist.

Ebenso wie Arlen überzeugte mich Rojer, der Wundergeiger mit nur acht Fingern. Er ist die jüngste der Hauptfiguren und dementsprechend naiv. Das einzige, worauf er sich wirklich versteht, ist das Fiedeln. Eine wahrhaft ungewöhnliche Gabe, die ihn sehr mächtig macht, aber durch seine Angst und seine Naivität wettgemacht wird. Ein toller Charakter.

Wer mich aber enttäuscht ist Leesha. Eine wunderschöne Kräutersammlerin, auf die wirklich JEDER Mann fliegt?
Meinetwegen!
Aber im 2. Teil entwickelt sich Leesha zu einer noch besseren Bannzeichnerin, als Arlen es ist. Sie kann nicht nur meisterhaft zeichnen, sondern auch noch Siegel umstellen und neue erfinden...
Ich wahr sehr glücklich, als ich von einer weiblichen Hauptrolle erfuhr, allerdings ist Leesha viel zu perfekt. Während die anderen Figuren alle auch Schwächen haben, weist Leesha keine einzige auf. Sie ist wunderschön, eine perfekte Kräutersammlerin, eine perfekte Bannhexe, eine perfekte Anführerin...
Peter V. Brett versucht, diese Perfektion durch schlimme Ereignisse, die diese Person erlebt, zu verstecken:
Leeshas Mutter macht sie ständig fertig...
Sie wird vergewaltigt...
Arlen weißt sie ab...
Aber all dies ist nicht Leeshas Schuld. Mich persönlich nervt diese Frau, die in ihren Kapiteln auch noch ständig verdeutlicht, dass sie furchtbare Komplexe hat.
firespeeder zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 13.06.2012
Weltklasse... Einfach Weltklasse...
Der Vergleich mit der 'Herr der Ringe'-Saga hat mich zuerst stutzig gemacht und mich ehrlich gesagt ein halbes Jahr lang daran gehindert mir das Buch zu kaufen, doch letztendlich hab ich es mir vorgestern gekauft und habe es schon zur Hälfte durch.
Mitreißend, faszinierend und dennoch einfach gestrikt.
Man kann sich in die Hauptfiguren hineinversetzen und jede ihrer Handlung zu 100 % nachvollziehen.

Es lohnt sich aufjedenfall das Buch zu lesen.

Mfg fire
Michelle zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 22.10.2011
Das Lied der Dunkelheit von Peter v. Brett
ist eine fastzienirende Geschichte über
den Kampf der Menschheit gegen
die Dämonen der Nacht.
Es ist spannend, traurig und herzerwärmend.
Das Buch ist einfach mitreissend.
Danke, danke, danke VIELEN DANK an Peter v. Brett für sein wunderschönes Buch Das Lied der Dunkelheit und den Fortsetzungen Das Flüstern der Nacht und dem großen Basar. Vielen Dank.
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David Maillet zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 18.09.2011
Ich schreibe selbst gerne Fantasyromane und weiß wie schwer es ist, aus der Sicht von mehreren Charakteren zu schreiben. Ich finde das ist dem Peter V. Brett ausserordentlich gut gelungen!
Die einführung in die Geschichte ist nahezu perfekt und zu keiner Zeit wirkt weder die Geschichte noch die Schreibweise ansatzweise "abgedroschen".
Von Anfang an, bis zum letzten Wort ist der Roman fesselnd und die Bilder die er erzeugt werden lebendig.
Ich bin begeistert und kann jedem Fantasieleser dieses Buch empfelen.
...
Einfach episch...
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Svenni zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 07.06.2011
Da ich dieses Buch auf jeden Fall total verehre, möchte ich an dieser Stelle ebenfalls meine bescheidene Meinung dazu äußern. Ich bin 15 Jahre alt und habe dieses Buch innerhalb einiger Tage gelesen.

Der Anfang war im Vergleich zum rest des Buches, muss ich sagen, eher etwas uninteressant, was allerdings nicht heißt, dass es nicht spannend war. Besonders der Part mit Leesha hat mich sehr angesprochen. Man wird am Anfan gschön in die Verschiedenen Charaktere eingeführt, die alle ihre eigenen Eigenschaften und Merkmale haben. Man gewöhnt sich schnell an ihre Denkweise und Handlungen.

An dieser Stelle war es einfach atemberaubend mit zu bekommen, wie sich Arlen in der ganzen Geschichte entwickelt. Diese kalte, herzverschlossene Gestalt und dieser seltene weiche Blick sprechen meiner Meinung nach sicherlich viele weiblichen Jugendlichen an. Auch die Beziehung zwischen Leesha und ihm war amüsant und mitfiebernd zu lesen. An dieser Stelle hätte man die Handlungen noch etwas mehr ausspielen und verlängern können, da es im Buch leider nicht allzu oft um Liebe und Zuneigung geht. Eher um Rache, Hass und Kampf.
Wer auf Fantasy und den alten Mythen des Mittelalters steht, dem kann ich das auf jeden Fall empfehlen. Als Erwachsener sollte man hierbei allerdings nicht so hohe erwartungen setzten, da ich ( als Teenager ) es persönlich der Hammer finde =) Folglich würde es auch hauptsächlich Jugendlichen empfehlen

lg ^^
GabiMayer zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 11.01.2011
Guten Tag

Beginnen möchte ich mit dem, was mir an diesem Buch gefallen hat. Und zwar der Anfang. Langsam führt der Autor in seine Welt ein, was ihm Atmosphärisch wie Emotional sowohl bei Arlen als auch bei Leesha gelingt. Herrlich Traurig waren die Momente, wo Arlen mit seiner Mutter unter dem Schweinetrog liegt, oder diese auf dem Karren stirbt.
Auch bangte ich mit Leesha um ihre Unschuld als Mr. Holzhacker alzu aufdringlich wurde. Auch manch unverbrauchtes fand ich in diesem Buch, so zum Beispiel die spürbare Furcht der Menschen in dieser Welt, oder die Schutzzeichen die eben jene vor dem Bösen bewahren.

Die ersten 300 Seiten sind um und mein anfängliches Stirnrunzeln verwandelte sich in Unmut. Erste Falte meiner Stirn war die Obsession auf das Gebähren. Alle Frauenpersönlichkeiten im Buch (auser Leesha) wollen immer Sex, und zwar nicht etwas zum Zwecke des Vergnügens sondern fast ausschlisslich um Kinder zu empfangen. Oft kam es mir vor als würden alles Frauen in diesem Buch auf Gebährmaschinen zurückgestuft. Ach ja ich vergaß, Sex vor der Ehe "Schlecht" , Sex in der Ehe zum Zweck des Kinder bekommens "gut". Das geht so weit das der Rat von Miln ausschließlich aus Müttern besteht. Eine art Mutterschaftsbildungselite, über denen nur noch der Herzog steht (ein Mann!).Weiter geht`s mit den verschleierten Frauen von Krasia, die so nichtswürdig sind das sie kaum noch als menschliche Wesen gelten. Dies jedoch nur als Mittel um zu zeigen wie Schlecht und Rückständig diese Moslems "ups " nein ich meinte ja Krasianer sind. Fast schon Fremdenfeindlich sind diese Passagen.

Zurück zu den Protagonisten, die mir im späteren Verlauf des Buches immer unschärfer werden, bis ich am Schluss gahr nicht mehr verstand wie Arlen zu "Darht Vader" mutierte, Leesha auf dem Entwicklungsstand einer dreizehnjährigen stehen blieb (was?, entweder ehelicher Sex oder 14 jahre lang Jungfrau bleiben???). Der junge Gaukler war ein durchaus interessanter Charakter, dem jedoch viel zu wenig Platz in diesem Roman zugebilligt wird.

Fehlen durfte am Schluss auch nicht die Blutgetränkte Massenschlacht mit anschließendem "bussi-bussi" aus dem Baukasteneinerlei des Fantasyautorensatzes.

Ich ärgere mich am Meisten über Bücher die gut beginnen und dann so viel Potenzial verschenken.Für Menschen dennen am Ausgleich der Geschlechter sowie der Völker gelegen ist, ist dieses Buch nicht zu empfehlen.

Soweit meine Meinung.

Vieln Dank für`s Lesen, auf Wiedersehn und Tschüss
Engelbert Babinger zu »Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit« 29.10.2010
WOW, ein Meisterwerk !
lange schaffte es kein Autor mich so stark ein einen Roman zu fesseln wie Peter V. Brett !
Er bringt auch mal wieder frischen Wind in die Fantasy-Welt, die zur Zeit von Elben und Zwergen überspült wird
Man konnte sich sehr gut in die Charaktere des Buches hineinversetzen, in ihre Gedanken und Gefühle, weil der Autor Geschehnisse unbeschönigt und in aller härte darstellt.
ich bin gespannt auf den zweiten Teil

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