Träumen Androiden von elektrischen Schafen von Philip K. Dick

Buchvorstellung

Träumen Androiden von elektrischen Schafen von Philip K. Dick

Originalausgabe erschienen 1968unter dem Titel „Do Androids Dream of Electric Sheep“,deutsche Ausgabe erstmals 1968, 268 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Androiden, Vertreter einer neuen Robotergeneration, sind hübsch und gefährlich: statt Kolonisten auf Mars und Venus das Leben leichter zu machen, entwischen sie auf die Erde, um dort ihr Unwesen zu treiben. Offenbar kennen sie Rick Deckard noch nicht, der als Prämienjäger nichts anderes tut, als solche Ausreißer aufzuspüren und „auszuschalten“ – und das ist, wie Sie feststellen werden, gefährlich und aufregend genug – denn: „Roboter sind eben auch nur Menschen“.

Ihre Meinung zu »Philip K. Dick: Träumen Androiden von elektrischen Schafen«

benfi zu »Philip K. Dick: Träumen Androiden von elektrischen Schafen«06.02.2017
Ich glaube, 'Träumen Androiden von elektrischen Schafen?' ist eine wunderbare Einstiegs-Lektüre in die phantastische Welt des 1982 verstorbenen amerikanischen Autors Philip K. Dick! Was dieser Roman mit des hier zu bewertenden Romans zu tun hat? Nun, dies war der Originaltitel der ersten deutschsprachigen Veröffentlichung, bevor der Roman durch den erfolgreichen Film 'Blade Runner' in den folgenden Auflagen umbenannt wurde. Dick schafft es auf wenigen Seiten eine düstere Zukunft unserer Welt zu skizzieren, die den Leser fesselt, betrübt und zugleich beängstigend fasziniert. Die nicht gerade positiv wirkende Hauptcharaktere Rick Deckard wirkt trotz allem sofort sympathisch und seine ihn an den Rande der Verzweiflung bringende Aufgaben als Prämienjäger nehmen einem beim Lesen mit. Diese Vision des Autors über die kommenden Tage unserer Welt ist eine Gewagte, jedoch keinesfalls von der Hand zu weisende. Dass wir einmal anhand eines Haustiers den Stellenwert in der Gesellschaft verdeutlichen klingt genauso abgedreht wie auch realitätsnah. 'Blade Runner' hat den Hauch einer dunklen Dystopie, welche auf knapp 220 Seiten intensiv von Dick ausgelebt wurde. Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen für Freunde der bodenständigen Science-Fiction. Dieses Buch kann man immer wieder mal Lesen!
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Michael Zöllner zu »Philip K. Dick: Träumen Androiden von elektrischen Schafen«21.10.2016
So einsam und sich selbst fremd ist sich kaum ein Bewohner der Erde gewesen wie Deckard. So nebensächlich erschien kaum jemals ein so verzweifelter Überlebenskampf.

Maschinen wollen zu Menschen werden ... aber warum eigentlich? So wie sich das Leben der Menschgen darstellt ist es nicht gerade der Preis den sich ein Roboter erhofft, Mensch sein ist nicht Herrschaft ... Es ist das nachdenken über die nächste Prämie und über das was die Nachbarn denken.

Es ist die Einsamkeit mit einer von Drogen betäubten Depression und einem von Drogen gesteuerten Optimismus. Am Ende ist schon nicht mehr klar wer eine Maschine ist und wer nicht... Aber das war schon die ganze zeit schon unklar. denn Ob der geborene Mensch nun sich selbst zur Maschine degradiert oder herausfindet das seine menschliche Geburt ein Betrug war... das Ergebnis bleibt das gleiche!

Möglicherweise ist die Rebellion der Maschinen dadurch motiviert das ihre Herren eben keine Menschen mehr sind sondern auch nur Produckte, Konsumenten und Funktionsträger!

Die Maschine entscheidet sich für das Menschsein und der Mensch für den Alltag des Konformisten und Arbeitnehmers in einer unpersönlichen Welt.
Das besondere Symbol für den Verlust der Natur ist der besitz synthetischer Tiere die für natürliche Tiere ausgegeben werden.

Und die Menschen die das tun sind Wesen, die von Werbung und Vorgesetzten ferngesteuert werden. Und sich auch gegenseitig abverlangen sich durch Drogen so zu steuern das sie Ihr Zusammensein ertragen.
Mary zu »Philip K. Dick: Träumen Androiden von elektrischen Schafen«13.02.2011
"Scott hat sich bei seinem 1982 erschienen Film eng an die literarische Vorlage gehalten" - wo das denn?

Die Story wird doch nur in groben Umrissen eingehalten, ohne das Buch ist der Film doch kaum zu verstehen. Oder wie soll ein Nicht-Leser des Buches die Bedeutung der Schlangenschuppe verstehen? Oder das mit dem Emotionstest?

Welche "Andys" sind denn gemeint? Es ist doch von Simulacra die Rede!

"Rick Deckards Jagd nach den künstlichen Menschen wird somit zu einer Jagd nach der eigenen Wahrhaftigkeit und der Sinngebung seines Handelns." - Häh? Es geht um die Natur des Menschseins an sich. Um die Frage "Was macht den Menschen aus, was macht den Menschen zum Menschen?!

Der Film ist einsame Spitze (auch wenn ich das Ende dumm finde), er ist spannend und die Stimmung ist sehr beklemmend. Einsame Spitze darin auch Rutger Hauer!
Das Buch ist auch einsame Spitze, zwar nicht so spannend wie der Film, dafür aber noch beklemmender. PKD vom Feinsten!
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Stefan83 zu »Philip K. Dick: Träumen Androiden von elektrischen Schafen«04.04.2008
Ohne Zweifel handelt es sich bei Philip K. Dicks „Blade Runner“ um das bekannteste Buch von ihm, was er natürlich in erster Linie der großartigen Verfilmung von Ridley Scott verdankt. Harrison Ford spielt dort die Rolle des Androidenjägers Rick Deckard, der den Auftrag übernimmt sechs vom Mars auf die Erde geflüchtete „Andys“ aufzuspüren und zu eliminieren, da sie auf ihrer Flucht mehrere Menschen umgebracht haben. Scott hat sich bei seinem 1982 erschienen Film eng an die literarische Vorlage gehalten, wenngleich das Buch andere Schwerpunkte legt und seine Story noch düsterer daherkommt. Steht auf der Leinwand vorwiegend die Jagd auf die Androiden bzw. Replikanten im Vordergrund, geht Dick mehr auf das psychologische Profil der Figur Deckard ein, die an ihrem Auftrag zu zerbrechen droht und verzweifelt versucht der nach dem letzten Weltkrieg radioaktiv verseuchten Erde den Rücken zu kehren. In dieser zerstörten, apokalyptischen Welt strebt er nach einem Sinnerfüllten Dasein, ohne selbst mit Sicherheit zu wissen, ob er nicht ebenfalls nur ein Androide ist, dem falsche Erinnerungen eingeben worden sind. Auch seine Beute stellt ihn vor gewisse Schwierigkeiten. Die „Andys“ vom Typ Nexus 6 sind äußerlich nicht mehr von Menschen zu unterscheiden. Lediglich ein Empathietest kann den Unterschied deutlich machen. Rick Deckards Jagd nach den künstlichen Menschen wird somit zu einer Jagd nach der eigenen Wahrhaftigkeit und der Sinngebung seines Handelns. Wer den Film zuerst gesehen hat, wird sich hier sicher über vieles wundern. Nicht nur die Schwerpunkte sind anders gelegt, auch Verlauf und der letztendliche Ausgang der Geschichte gehen einen völlig anderen Weg. Ein Manko? Keinesfalls. „Blade Runner“ liest sich wie aus einem Guss und fesselt mindestens genauso wie die Kinofassung. Auf eine eindringende Art und Weise vermittelt Dick dem Leser Deckards Gefühle und lässt einen tief in eine Welt eintauchen, in der man sich mittels künstlicher Emotionsboxen vom trostlosen Alltag abzukapseln versucht. Er zeigt Grenzen auf, die keine zu sein scheinen, stellt den Protagonisten vor Entscheidungen auf die wir selbst keine Antwort kennen. Es ist ein Trip durch die Unterwelt des menschlichen Geistes und wir sind mittendrin. Mehr als einmal haben mich Dicks düstere Visionen der Zukunft (der Roman wurde immerhin bereits 1968 geschrieben) erschüttert und zum Nachdenken angeregt. Das Ende, das Rick Deckard völlig desillusioniert zurücklässt, prägt und setzt ein dickes Ausrufezeichen hinter ein großartiges Buch. Insgesamt ist „Blade Runner“ das, was man einen Klassiker zu nennen pflegt. Stets spannend, immer interessant, durchweg zeitlos und trotz seiner Einfühlsamkeit und ruhigen Erzählweise nie langatmig. Kurzum: Ein Beleg dafür wie gut Science-Fiction sein kann und ein Werk, das Lust auf viel, viel mehr aus diesem Genre macht.
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