Das Labyrinth der Schwarzen Abtei von

Buchvorstellungund Rezension

Das Labyrinth der Schwarzen Abtei von

Originalausgabe erschienen 2007, 545 Seiten.ISBN 3401058800.

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In Kürze:

Jahre sind vergangen, seit die vier Tempelritter Gerolt, Tarik, Maurice und McIvor den Heiligen Gral in die Sicherheit der Templerburg gebracht haben. Doch dann lässt am 13. Oktober 1307 der französische König Philipp den Orden zerschlagen. Alle Tempelritter sollen der Inquisition übergeben werden. Doch wer steckt wirklich hinter dem heimtückischen Anschlag? Wessen Einflüsterungen ist König Philipp erlegen? Die vier Gralsjünger ahnen, dass es um weit mehr geht, als nur um Geld oder Macht. Es geht um das letzte Geheimnis des Ordens: Den Heiligen Gral.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Einer für alle und alle für den Gral“70

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Füreinander in fester Treue, so lautet das Motto der vier Kreuzritter Gerolt, Tarik, Maurice und McIvor. So unterschiedlich diese im Wesen und Herkunft auch sind, die gemeinsame Mission und die übermächtig scheinenden Feinde haben das Quartett zusammengeschweisst. Im Heiligen Land – die angreifenden Sarazenen eroberten schon die Wälle Akkons, der letztes Bastion der Christenheit – wurde ihnen der Heilige Gral anvertraut. Ihre Aufgabe war und ist es, die Reliquie vor dem Bösen, den Iskaris zu schützen und in Sicherheit zu bringen. Nachdem sie von Ägypten kommend Frankreich erreicht haben und der Gral in der Ordensburg der Templer in Sicherheit war, schien ihr Auftrag erfüllt. Doch am Freitag den 13. Oktober 1307 löst Philip der Schöne den Orden auf und befiehlt die gnadenlose Verfolgung auf Ermordung der mächtigen Ordensritter.

Hinter dem Pogrom stecken, wie kann es auch anders sein, natürlich die Iskaris, die nach wie vor das heilige Gefäss für ihre dunklen Zwecke missbrauchen wollen. Immer deutlicher wird, dass das Geheimnis um den Verbleib des Grals keines mehr ist, dass die Bruderschaft erneut aufgerufen ist, den Gral zu schützen und vor dem Zugriff des Bösen in Sicherheit zu bringen. Zusammen mit dem Vermächtnis des Ordens der Ritter vom Tempelberg und deren Schätze machen sich unsere vier Bruderschaftler vom heiligen Gral auf, das Vermächtnis der Templer in Sicherheit zu bringen …

Lebendige Geschichte als Mystery-Thriller verpackt

Rainer M. Schröder gilt zurecht als einer der erfolgreichsten und versiertesten deutschsprachigen Jugendautoren. Neben den packenden Geschehnissen, die er in den Mittelpunkt seiner Romane stellt, ist dies insbesondere durch seine Fähigkeit, die Vergangenheit realistisch und anschaulich zu schildern, begründet. Die Leser tauchen in eine, auch in Details, sorgfältig recherchierte Welt ein, folgen ihren Helden auf ihren Abenteuern durch die wirtschaftlichen und kulturellen Metropolen ihrer Zeit. Dabei mischt Schröder geschickt historische Fakten mit erfundener Handlung, präsentiert Geheimgesellschaften, Mysterien und fügt dies zusammen mit phantastischen Begebenheiten zu einem grossen, den Leser packenden Sittengemälde.

Vorliegender Band beginnt mit einer Zäsur. Die historisch verbürgte, aber bis heute rätselhafte Auflösung des mächtigsten Ordens der Christenheit dient als Ausgangspunkt der Handlung. Die vermeintliche Sicherheit des mächtigsten christlichen Ordens geht unseren Hütern verloren, erneut stehen sie fast schon allein gegen das Böse. Trotz aller Widerstände, trotz der Häscher des Königs und des Papstes entkommen unsere vier Ritter mit Fortune und Geschick allen Fallen, auch und insbesondere, weil sie ihr Glaube und ihre Freundschaft eint. Das erinnert ein wenig an die vier Musketiere, wiewohl Schröder hier ganz eigene Wege geht.

So nebenbei wirft der Autor einen Blick auf die Reaktion des einfachen Volkes auf die Auslöschung der Templer, berichtet von den Menschen und der Stimmung in Paris.

Verglichen mit den ersten beiden Bänden der Trilogie lässt das Tempo allen Fährnissen, die unsere Helden ausgesetzt sind, zum Trotz ein wenig nach, und auch die Handlungsorte sind nicht ganz so packend und exotisch wie die Stätten im heiligen Land oder in Ägypten. Hier sind einige Längen unübersehbar, bevor das spannende Finale den Leser wieder versöhnt.

Noch einmal besonders zu erwähnen, mit wie viel Liebe und Mühe man beim Arena Verlag auch dieses Buch wieder gestaltet hat. Goldglanzcover mit Frontausschnitt, Kapitelvignetten und Lesebändchen machen die stilistisch gefällige Lektüre erneut zu einem Erlebnis.

Ihre Meinung zu »Rainer M. Schröder: Das Labyrinth der Schwarzen Abtei«

M.Reinsch zu »Rainer M. Schröder: Das Labyrinth der Schwarzen Abtei«24.05.2015
Wir schreiben das Jahr 1307 und es sind 16 Jahre seit dem zweiten Teil der Trilogie vergangen. Nachdem Sie den Heiligen Gral sicher in Paris abgeliefert haben werden Gerold, Tarik, Maurice und McIvor in alle Himmelsrichtungen der bekannten Welt verstreut. Doch die Iskaris schmieden weiterhin dunkle Pläne und so gewinnt Sjadu, der oberste Teufelsanbeter, das Ohr des französischen Königs „Phillip des Schönen“. Durch einen Zufall erfährt McIvor von dem hinterhältigen Plan, am Freitag, den 13.Oktober 1307 alle Templer zu verhaften und als Ketzer hin zu richten. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um den Gral in Sicherheit zu bringen und die Freunde zu retten…
Den bekannten Untergang der Templer so hin zu stellen, das Alles auf einem Plan der Iskari beruht, ist ein angenehm zu lesender Einfall, den Reiner M. Schröder auch gut um zu setzen weis. Auf ein Neues schickt er seine vier Templer durch eine gewaltige Flut von Aufgaben, die nicht nur Ihre Freundschaft auf die Probe stellen. Geschickt, wie in den ersten beiden Teilen, verwebt er Historie mit Fantasy und erschafft einen sehr gelungen historischen Unterhaltungsroman, der nur durch sein etwas sehr fantastisches Ende verliert. Neben der bekannten Fülle an zusätzlichen Informationen (meist über Fußnoten), gibt es wieder 3 detaillierte Karten, eine Zeittafel zum Aufstieg und Fall der Templer und ein sehr umfassendes Nachwort, das die Grundlagen des dritten Buches beleuchtet!
Fazit: Ein gelungener Abschluss der „Grals-Triologie“, mit etwas viel Mystik/Fantasy! Trotzdem sehr gute (historische) Unterhaltungskost und für Interessierte an den Templern, fast schon ein Mus!
82°
Johannes Koller zu »Rainer M. Schröder: Das Labyrinth der Schwarzen Abtei«05.01.2008
Das Buch (ca. 550 Seiten) ist sehr spannend und detailliert gestaltet und meiner Meinung nach der beste Teil der drei Bücher. Das Ende der Trilogie ist sehr überraschend und passend.
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